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Veröffentlicht am 07.08.2020

Richtig tolle Grundidee, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen :/

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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Hope Turners Leben ist ziemlich einsam. Keine Freunde, keine Beziehung und ihre Mutter, der sie immer sehr nahestand, musste aufgrund einer besonderen Form von Alzheimer in ein Pflegeheim ziehen. Hopes ...

Hope Turners Leben ist ziemlich einsam. Keine Freunde, keine Beziehung und ihre Mutter, der sie immer sehr nahestand, musste aufgrund einer besonderen Form von Alzheimer in ein Pflegeheim ziehen. Hopes Leben besteht so ziemlich nur aus den Besuchen bei ihrer Mutter und ihrer Arbeit beim Dating Portal Herz trifft Herz. Zumindest bis sie eines Tages in die Buchhandlung namens „Mrs. Gateway’s Fine Books“ stolpert. Danach soll sich ihr Leben für immer verändern. Einer der Männer von Herz trifft Herz, stellt sich als ein Mann namens Rufus Walker heraus. Er sucht Hope bei ihr zu Hause auf und nimmt sie erneut zum Buchladen von Mrs. Gateway mit. Was ihr dort enthüllt wird, zieht ihr zunächst den Boden unter den Füßen weg. Die Buchhandlung stellt sich als ein Portal zu allen Buchwelten, die es je gab und je geben wird heraus. Von dort können Wanderer wie Rufus, Verwandler wie Hope in die unterschiedlichen Buchwelten hineinlesen. Als Hope in ihrer Lieblingsgeschichte Stolz und Vorurteil landet, denkt sie zunächst, sie stände unter Drogeneinfluss. Doch je länger sie sich in dieser anderen Welt aufhält, je mehr sie sieht und erfährt, desto mehr wird sie davon überzeugt, dass es alles wahr ist. Als Hope schließlich von der Leiterin des sogenannten Bunds erfährt, dass sie eine ganz besondere Gabe zu haben scheint, wird Hope bewusst, dass ihr Leben nie wieder das gleiche sein wird.

Charaktere:

Als ich mich für das Buch entschieden habe, bin ich davon ausgegangen, dass Hope zwischen 17 und 22 Jahre alt sein wird. Damit lag ich allerdings vollkommen daneben. Unsere Protagonistin ist bereits über 40 Jahre alt, was prinzipiell natürlich nicht schlimm ist, mich aber dennoch verwundert hat. Zunächst dachte ich, dass ich vielleicht Probleme haben werde mich mit ihr zu identifizieren, da jemand in diesem Alter ja nochmal anderes denken und handeln dürfte als ich mit meinen 24 Jahren. Tja, und auch da lag ich mal wieder falsch. Hope liest sich wie eine typische YA/NA Protagonistin. Ich musste mich jedes Mal selbst daran erinnern, dass sie eigentlich doppelt so alt ist, was mich dann wiederum ein bisschen rausgebracht hat, weil es sich irgendwie nicht richtig für mich angefühlt hat. Es erinnert mich ein bisschen an eine sogenannte „Ton-Bild-Schere“, bei Nachrichtensendungen. Solltet ihr davon noch nicht gehört haben, das ist, wenn die gezeigten Bilder nicht mit dem gesprochenen Text übereinstimmen. Und in diesem Fall passt eben das ausgewählte Alter nicht zu der tatsächlich geschriebenen Person. Zumindest meiner Meinung nach, aber ich habe es auch in mehreren anderen Rezensionen gelesen. Dementsprechend habe ich mich mit Hope irgendwie schwergetan. Sie ist prinzipiell ein netter Charakter, aber irgendwie empfand ich sie leider auch als ein bisschen platt gestaltet. So richtig viel Charakter habe ich bei ihr nicht entdecken können. Ich fand außerdem, dass sie im Buch von anderen Figuren unverhältnismäßig oft gelobt und bewundert wurde. Mir konnte die Autorin leider nicht nahebringen, weshalb Hope für alle anderen so etwas Besonderes ist.

Für Hope gibt es im Laufe des Buchs drei potenzielle love interests. Ihren Exfreund Christian, der plötzlich wieder auftaucht und ihr seine Gefühle gesteht, obwohl er vor zwei Jahren mit ihr Schluss gemacht hat. Rufus, ihren Wanderer, welchen sie zunächst kaum Sympathie entgegenbringt, gegen Ende des Buchs aber doch eine Art Verbindung ihm gegenüber verspürt. Und Kenan, Rufus Bruder, welchem sie am Anfang des Buchs in Mrs. Gateway’s Fine Books begegnet und seitdem nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen scheint. An sich habe ich kein Problem mit Dreiecksgeschichten o.ä., allerdings ist zwischen ihnen allen kaum etwas passiert, außer dass man an manchen Stellen merkte, das jemand vielleicht Gefühle für einen anderen hegte. Ich hätte mir gewünscht, dass entweder die Liebesgeschichte weniger Raum in Anspruch genommen hätte oder oben mehr. So war es für mich persönlich irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Prinzipiell ist der Schreibstil der Autorin vollkommen in Ordnung, jedoch hat sie sich meiner Meinung nach ein bisschen sehr in Details und Beschreibungen verrannt. Mir hat gut gefallen, dass wir als Leser mal einen anderen Blick auf Buchwelten und -charaktere bekommen. Jedoch wurden diese so ausführlich beschrieben, dass meiner Meinung nach die eigentliche Handlung viel zu kurz gekommen ist. Was ich sehr schade finde, denn die Idee des Buchs finde ich wirklich, wirklich gut und spannend. Dadurch, dass die Handlung jedoch für mich nur sehr schleppend vorangekommen ist, hat mir persönlich leider auch die Spannung gefehlt. Es gab viele Stellen, die einzeln betrachtet wirklich Potenzial hatten, jedoch sind sie so im restlichen Text untergegangen, dass ich mich leider vorrangig durch die Geschichte durchquälen musste.

Fazit:

„Das Buch der gelöschten Wörter“ basiert auf einer wirklich tollen Grundidee, leider bin ich mit der Umsetzung jedoch nicht richtig warm geworden. Ich habe bereits in anderen Büchern festgestellt, dass ich kein Fan davon bin, wenn die Schauplätze, Charakterbeschreibungen etc. zu sehr ausgeschmückt sind. Beziehungsweise hat mir bei den Protagonisten sogar die Tiefe gefehlt, während Nebenfiguren sehr umfangreich beschrieben wurden. Für mich war das nicht wirklich ausbalanciert. Wie oben bereits beschrieben tat ich mich allgemein mit der Protagonistin schwer und kam bis zum Schluss auch nur bedingt richtig in einen Lesefluss. Ich habe mich einfach zu oft gefragt, ob diese ganzen Informationen wirklich für die Handlung nötig sind. Für mich waren sie es nicht. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, zunächst habe ich überlegt, ob ich dem zweiten Teil noch eine Chance geben soll, doch nachdem ich einige Rezensionen dazu gelesen habe, musste ich feststellen, dass es ähnlich wie im ersten Buch weitergeht und damit hatte ich einfach zu viele Probleme um es nochmal 400 Seiten lang zu versuchen. Ich tue mich ein bisschen schwer, ob ich es euch empfehlen soll, oder nicht. Für mich hatte das Buch, wie euch sicher aufgefallen ist, viele Schwächen. Dennoch finde ich die Idee wirklich toll und mochte gerne die Vorstellungen, dass die Buchcharaktere in ihrer eigenen Welt weiterleben. Ich würde einfach mal sagen, wenn euch die Idee hinter dem Buch anspricht und ihr sehr detaillierte Geschichten, welche vielleicht nicht die größte Spannung haben, gefallen, dann gebt dem Buch ruhig mal eine Chance. Wenn ihr lieber habt das die Handlung ein bisschen knackiger und auf den Punkt gebracht ist, dann greift doch lieber zu einem anderen Titel.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Meiner Meinung nach der beste Teil der ganzen Reihe! Große Empfehlung ♥

Duty & Desire – Verboten sinnlich
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Jack Garrett hält wenig bis nichts von seiner Ausbildung zum Polizisten. Nur aufgrund einer verlorenen Wette mit seiner besten Freundin hat er sie überhaupt begonnen. Mittlerweile hat er sich seinem Schicksal ...

Jack Garrett hält wenig bis nichts von seiner Ausbildung zum Polizisten. Nur aufgrund einer verlorenen Wette mit seiner besten Freundin hat er sie überhaupt begonnen. Mittlerweile hat er sich seinem Schicksal gebeugt, immerhin kann er von seinem Gehalt Rechnungen zahlen und die Nächte in Bars und mit One-Night-Stands verbringen. Jack hat kein Interesse daran seine Ausbildung oder eine Beziehung ernst zu nehmen. Als er eines Tages zufällig in seiner alten Wohngegend eine schöne, rothaarige Frau trifft, soll diese Begegnung sein Leben nachhaltig verändern. Während sie versucht ihn loszuwerden, versucht er sein Bestes um noch ein wenig mehr Zeit mit ihr verbringen zu dürfen. Am Ende machen sie sogar ein Treffen für den nächsten Tag aus. Als Jack Katie jedoch am nächsten Morgen beim Polizeitraining bereits wiedersieht, wirkt sie alles andere als begeistert. Katie stellt sich als Jacks temporäre Ausbilderin an der Waffe heraus. Und an ihrem Blick kann er förmlich erkennen, dass sie außerhalb des Trainings keine Zeit mehr mit ihm verbringen möchte … ganz im Gegensatz zu Jack, der jede freie Sekunde mit ihr verbringen wollen würde.

Charaktere:

Jack kannte ich bereits aus dem ersten Band der Reihe und wenn ich ehrlich bin, war er mir dort alles andere als sympathisch. Bereits im ersten Teil wurde schnell deutlich, dass er sein Leben und seine Beziehungen nicht besonders ernst nimmt. Nicht gerade meine Lieblingsart von Protagonist. Dass die Autorin mich jedoch eines Besseren belehren sollte, hätte ich niemals gedacht. Nach und nach erfahren wir beim lesen, weshalb Jack so geworden ist, wie er ist. Und vor allem lernen wir ganz andere Seiten an ihm kennen. Katie scheint förmlich seine allerbesten Seiten wiederzubeleben, sowie neue hervorzubringen. Auch, wenn er in der Geschichte an einer Stelle in sein altes Muster zurückfällt, ist er mir wirklich ans Herz gewachsen! Eine tolle Überraschung für mich.

Und auch Katie mochte ich wahnsinnig gerne. Sie war einfach so liebenswert, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sie jemand nicht mögen könnte. Neben Jack, ist auch Katie mit einer harten Vergangenheit geschlagen, mit der sie immer noch zu kämpfen hat, wenn auch nicht so drastisch wie Jack. Was mir sehr gut an dem Buch gefallen hat, war die Entwicklung der beiden im Laufe der Geschichte. Ansonsten war es außerdem nett die Charaktere aus dem ersten Teil nochmal ein bisschen mehr kennenzulernen und vor allem auch kleine Hinweise auf den dritten Band zu bekommen.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Ich fand den Schreibstil der Autorin bereits im ersten Buch der Reihe sehr angenehm und freue mich, dass mich auch der zweite in dieser Hinsicht wieder vollkommen überzeugen konnte. Auch die Spannung war meiner Meinung nach gegeben. Ich fand es fantastisch, dass Jacks und Katies Vergangenheit erst nach und nach gelüftet wurde, wodurch man sich besser in sie und ihr handeln hineinversetzen konnte.

Fazit:

Für mich eine riesige Steigerung zum ersten Band. Wer meine Rezension dazu gelesen hatte, weiß, dass ich mich mit Charlie als Protagonisten sehr schwergetan hatte. Unerwarteterweise konnte Jack mich wiederum total von sich überzeugen. Er stellte sich als viel liebenswerter, als ich im ersten Teil gedacht hatte, heraus. Die Geschichte war für mich viel emotionaler und nachvollziehbarer. Da ich auch bereits den dritten Band gelesen habe (Rezension folgt in Kürze), kann ich schon mal vorwegnehmen, dass der zweite Band, der einzige der Reihe ist, der mich persönlich überzeugen konnte. Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber wenn ihr beispielsweise wisst, dass ihr eine ähnliche Meinung zu Büchern wie ich habt und Interesse an dieser Reihe, dann würde ich euch vorrangig diesen Teil ans Herz legen wollen. Die anderen beiden waren leider nicht so mein persönlicher Fall, auch, wenn sie alle einen sehr angenehmen Schreibstil und tolle Protagonistinnen aufweisen.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Für mich leider sehr enttäuschend. Sehr wenig Handlung und zu viele Zeitsprünge.

Richer than Sin
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Zehn Jahre sind vergangen, seit Whitney Gable ihre Heimatstadt verlassen hat. Zehn Jahre sind vergangen, seit Lincoln Riscoff ihre Hochzeit sprengte und sie stattdessen bat sich zu heiraten. Zehn Jahre ...

Zehn Jahre sind vergangen, seit Whitney Gable ihre Heimatstadt verlassen hat. Zehn Jahre sind vergangen, seit Lincoln Riscoff ihre Hochzeit sprengte und sie stattdessen bat sich zu heiraten. Zehn Jahre sind vergangen, seit sie ihm diese Bitte abschlug und ihm damit das Herz brach. Doch nun ist Whitney zurück und wird prompt von ihrer Vergangenheit eingeholt. Nicht nur, dass sie an ihrem ersten Tag direkt auf Lincoln trifft, in den darauffolgenden Wochen, sollen sich die Geschehnisse der Vergangenheit wiederholen und sie daran erinnern, warum Lincoln und sie damals keine Chance hatten und auch zukünftig nicht haben werden. Nur das Lincoln das damals wie heute ganz anders sieht. Doch wenn er sie wirklich davon überzeugen möchte ihm eine Chance zu geben, muss er vielleicht alles, wofür er die letzten Jahre gearbeitet hat, sowie seine Familie hinter sich lassen. Ist es ihm diesen hohen Preis wert zu zahlen?

Charaktere:

Ehrlich gesagt, fällt es mir ziemlich schwer groß etwas zu den Charakteren zu schreiben. Irgendwie fand ich sie leider ein wenig flach. Whitney ist hauptsächlich dadurch charakterisiert worden, dass sie aus einer armen Familie stammt, einfachen Arbeiten nachgehen musste und sich deswegen als wenig wertvoll betrachtet. Sie sieht sich selbst als eine Belastung für ihr gesamtes Umfeld und möchte eigentlich einfach nur vom Erdboden verschwinden.

Lincoln ist das genau Gegenteil, er stammt aus einer wohlhabenden, erfolgreichen Familie und hat ein dementsprechend hohes Selbstbewusstsein. Er wurde von klein auf dazu erzogen irgendwann das Familienunternehmen zu führen, weshalb er kein bisschen an seinen Fähigkeiten zweifelt. Seine Erfolge der letzten Jahre untermauern dies, dennoch muss er sich immer noch den Wünschen und Befehlen seines Großvaters beugen. Schon seit seiner Kindheit muss er machen was ihm gesagt wird und hasst es wie nichts anderes. Dass er sich ausgerechnet in Whitney, welche aus der Familie stammt, mit welcher seine Familie verfeindet ist, verliebt, wirkt auf sein Umfeld direkt als ein Akt der Rebellion. Und auch Whitney lässt sich davon überzeugen, zumal sie von Anfang an wusste, dass sie niemals gut genug für ihn sein kann.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Der allgemeine Schreibstil hat mir gut gefallen, es war angenehm und flüssig zu lesen. Was mir persönlich leider gar nicht gefallen hat, war, dass fast jedem Gegenwartskapitel, eins der Vergangenheit gegenüberstand. Das gesamte Buch besteht nur aus Zeitsprüngen zwischen heute und damals. Es mag stilistisch sehr clever gelöst sein, da der Leser so die Parallelen deutlich erkennen kann. Doch für meinen Lesefluss war es gar nicht angenehm. Ich habe öfter das Buch aus der Hand gelegt, weil ich nicht schon wieder einen der unzähligen Zeitsprünge lesen wollte. Und auch die Spannung hat für mich darunter sehr gelitten. Für mich persönlich hatte das Buch kaum Handlung. Es sind immer wieder ähnliche Dinge in der Vergangenheit, wie auch Gegenwart passiert. Weshalb sich die Handlung eigentlich nur im Kreis gedreht hat. Ich bin mir sicher, dass es bewusst so geschrieben wurde und es mag sicherlich auch einigen Lesern zusagen, nur leider war es für mich persönlich nichts. Das Buch endet dann schließlich mit einem dramatischen Cliffhanger, was ich auch wieder nicht so gut fand. An sich mag ich Cliffhanger und verstehe vollkommen, dass man den Leser dazu bewegen möchte, auch unbedingt die Fortsetzung zu kaufen. Aber wenn im ersten Teil so wenig geschieht wie hier und das Buch allgemein gerade mal 300 Seiten hat, dann frage ich mich, ob man nicht vielleicht nur zwei Bücher, statt drei aus der Geschichte machen sollte, sodass der Leser einfach mehr Inhalt in dem jeweiligen Buch erhält. Für mich reicht es, trotz Cliffhanger, leider nicht, um die Fortsetzung lesen zu wollen. Ich hoffe für alle, die den zweiten Band lesen, dass dieser mehr überzeugen kann!

Fazit:

„Richer than Sin“, war in meiner Vorstellung eine packende, moderne Romeo und Julia Geschichte. Zwei verfeindete Familien, bei denen sich die Kinder verlieben und entgegen der Wünsche ihrer Familien einander lieben. Irgendwie hat mir hier aber dann doch auch die Liebe gefehlt. Lincoln betonte zwar öfters, dass er ihn Whitney verliebt sei, aber sein Verhalten hat es meiner Meinung nach nicht wirklich zum Ausdruck gebracht. Wie bereits erwähnt ist der allgemeine Schreibstil sehr angenehm, doch ich persönlich hatte Probleme mit den unzähligen Zeitsprüngen, so wie der für mich oberflächlichen Handlung und Charaktere. Mir tut es immer sehr leid ein Buch negativ zu bewerten, doch Geschmäcker sind einfach unterschiedlich und ich hoffe einfach sehr, dass andere Leser an dem Buch mehr Freude haben werden und vielleicht hilft meine Rezension ja jemanden zu entscheiden, ob da Buch seinem Geschmack trifft oder doch nicht. 😊

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Teilweise ganz anders als der Vorgänger, aber wieder genau so gut ♥

Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe
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Nach einer Panikattacke während einer beruflichen Präsentation, wird Leena von ihrer Chefin in einen zweimonatigen, bezahlten Zwangsurlaub geschickt. Während das für viele Menschen gar nicht mal so schlimm ...

Nach einer Panikattacke während einer beruflichen Präsentation, wird Leena von ihrer Chefin in einen zweimonatigen, bezahlten Zwangsurlaub geschickt. Während das für viele Menschen gar nicht mal so schlimm wäre, ist es für Leena ein kleiner Weltuntergang. Ihre Arbeit ist ihr einziger Rettungsanker, seit dem Tod ihrer Schwester. Durch die viele Arbeit lenkt sie ihre Gedanken von der Tragödie weg. Doch nun, nachdem diese Möglichkeit wegfällt, weiß Leena nicht was sie die nächsten zwei Monate machen soll. Als sie am Wochenende ihre Großmutter Eileen besucht, kommt sie auf eine passende Idee. Ihre Großmutter wurde vor einiger Zeit von ihrem lieblosen Mann verlassen und ist nun auf der Suche nach einem neuen Partner. Die Kleinstadt, in der sie wohnt, hat allerdings kein hohes Aufgebot an ledigen, interessanten Männern in ihrem Alter. Doch in London sieht das schon ganz anders aus. Leena schlägt ihrer Großmutter vor für zwei Monate die Wohnungen zu tauschen, sodass sie zur Ruhe kommen und ihre Großmutter ein Abenteuer erleben kann.

Charaktere:

Ich empfand beide Protagonistinnen als sehr sympathisch und angenehm zu lesen. Allerdings muss ich sagen, dass Eileen für mich mehr Tiefe hatte. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es einfach damit zusammenhing, dass Leena ja mehr so der typische Buchcharakter ist. Man ist es gewohnt die Sicht einer 20-30-jährigen, die Beispielweise einen Verlust zu bewältigen hat, zu lesen. Dementsprechend war ihre Großmutter da mal etwas ganz anderes. Es war spannend ihren Gedankengängen und Handlungen zu folgen und vor allem auch den Kontrast zwischen beiden Frauen wahrzunehmen. Die Beiden freunden sich beispielsweise mit dem Nachbarn der jeweils anderen an, während sie selbst den besagten Nachbarn zuvor nie Aufmerksamkeit geschenkt haben. Es zeigt sehr schön, dass man manchmal vielleicht seine vorgefasste Meinung einfach mal über Bord werfen muss und über den Tellerrand hinausschauen. Was mir auch gut gefallen hat, war das es so anders im Vergleich zu den Büchern war, die ich herkömmlicherweise lese. Normal würde man ja eher denken, dass eine 20-30-jährige ihre große Liebe in einer Großstadt wie London sucht, aber weit gefehlt. Hier macht Eileen die Dating Welt unsicher, was mich das ein oder andere Mal durchaus zum Lachen bringen konnte und auch teilweise sehr überrascht hat.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Wie schon bei „Love to Share“ bin ich sehr von dem Schreibstil der Autorin begeistert. Ich liebe das ihre Geschichten immer einen twist haben und das sie schafft, die unterschiedlichen Charaktere so toll zu beleuchten. In meinem Kopf gibt es dann immer auch zwei verschiedene Stimmen, mit denen ich lese. Es fühlt sich für mich tatsächlich so an, als wäre ich in einem ganz anderen Kopf. Ich kann natürlich nur schwer einschätzen, wie realistisch dabei Eileen war, aber zumindest vom Gefühl her, könnte ich mir gut vorstellen, dass eine aufgeweckte, ältere Dame ähnlich denkt.

Ich möchte bei „Time to Love“, aber gar nicht mal so direkt von Spannung sprechen, da das nicht in dem Sinne gegeben ist. Das Buch ist keineswegs langweilig, aber sehr idyllisch. Worin für mich ein großer Pluspunkt liegt. Natürlich möchte man manchmal Bücher, die einen vollkommen packen und mitreißen, aber manchmal eben auch nicht. Und genau so ein Buch ist „Time to Love“ für mich. Es ist eine Geschichte, in die ich wirklich gerne zurückgekehrt bin. Ich habe es, sobald ich Zeit hatte, immer direkt zur Hand genommen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Und dies vollkommen unabhängig davon, dass es keine Riesen Dramatik enthielt. Mir hat gerade gefallen, dass man während des Lesens abschalten konnte und dennoch gut unterhalten wurde. Ich konnte an vielen Stellen schmunzeln oder lachen. Manchmal taten mir die Charaktere auch leid, doch die ganze Zeit habe ich mich vor allem sehr wohl in der Geschichte gefühlt. Und genau das liebe ich an Beth O’Learys Schreibstil. Obwohl man sich sehr wohlfühlt und keine starken Emotionen geweckt werden, ist es nie langweilig und man möchte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Fazit:

Ein gelungener zweiter Roman einer meiner Lieblingsautorinnen. Für mich persönlich war „Love to Share“ noch ein bisschen stärker, einfach, weil ich sehr auf Love Stories stehe und die beiden Protagonisten dort als richtig schön seltsame, aber auf eine liebenswerte Art, empfand. Wodurch „Time to Love“ besticht, ist jedoch dieser mal ganz andere Ansatz mit einer Großmutter und ihrer Enkelin als Protagonisten. Ich kenne einfach kein vergleichbares Buch und wenn man beispielsweise gar nicht mal so viel Wert auf eine Liebesgeschichte legt, dann ist das hier genau das Richtige. Man kann sich von Beth O’Leary einfach in eine tolle Welt entführen lassen, in der man sich als Leser sehr wohlfühlt, unterhalten wird und das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen mag, weil sie so einen angenehmen, humorvollen Schreibstil hat. Von mir gibt es wohlverdiente fünf Sterne und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch, welches voraussichtlich 2021 erscheinen soll und hoffentlich mit den beiden Vorgängern mithalten kann. ♥

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Veröffentlicht am 05.07.2020

Deutlich besser als der zweite Band! ♥

King's Legacy - Halt mich fest
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Sawyer und Alice haben eins gemeinsam – sie leben für ihre Arbeit. Sawyer ist ein erfolgreicher Anwalt, Alice eine engagierte Ärztin in der Notaufnahme. Eigentlich hätten sich die beiden wahrscheinlich ...

Sawyer und Alice haben eins gemeinsam – sie leben für ihre Arbeit. Sawyer ist ein erfolgreicher Anwalt, Alice eine engagierte Ärztin in der Notaufnahme. Eigentlich hätten sich die beiden wahrscheinlich nie getroffen. Doch das Schicksal hatte wohl andere Pläne für die beiden. Nach einer fürchterlichen Schicht entdeckt Sawyer Alice in einer dunklen Seitenstraße. In ihrer Verfassung und dieser Gegend möchte er sie ungern alleine zurücklassen, sodass er sie bittet mit ihm einen Drink in der Bar seines besten Freundes einzunehmen. Überraschenderweise verstehen sich die beiden sehr gut. Alice stellt jedoch schnell klar, dass in ihrem Leben kein Platz für einen Mann ist. Ihre Zeit gehört alleine ihrem Job. Dies trifft sich für Sawyer sehr gut, denn genau dasselbe denkt auch er über Frauen. Nachdem sich die beiden spät in der Nacht trennen, können sie die folgenden Tage jedoch nicht aufhören an den anderen zu denken. Als ausgerechnet Alice schließlich den gebrochenen Arm von Sawyers Neffen versorgt, nutzt Sawyer die erneute schicksalshaft Begegnung und bittet sie um ein Date. Die beiden kommen sich nach und nach näher und beginnen wieder erwartend doch eine Beziehung. Was sie jedoch noch nicht voneinander wissen, ist das sie beide noch mit Geistern der Vergangenheit kämpfen. Ob sie die Wahrheit verkraften werden?

Charaktere:

Ich mochte sowohl Alice als auch Sawyer sehr gerne. Zu Beginn war vor allem Alice einer Beziehung sehr abgeneigt, doch schnell hat sie festgestellt, dass Sawyer Verständnis für ihren arbeitsreichen Lebensstil hat, da er selbst auch sein ganzes Herzblut in seinen Beruf steckt. Man merkt sehr gut, dass dieses gegenseitige Verständnis dafür sorgt, dass die beiden gut miteinander harmonieren. Gut gefallen hat mir vor allem, dass die Autorin daraus kein „künstliches Drama“ geschaffen hat. Ich bin froh, dass die beiden nicht irgendwann doch die Arbeitszeiten des anderen kritisiert haben oder ähnliches.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Wie schon beim vorherigen Band, hat mir der Schreibstil der Geschichte gut gefallen. Er war flüssig, entspannt und wirklich angenehm zu lesen. Das Buch flog förmlich vorbei und ich habe gerne danach gegriffen, um weiterzulesen. Dementsprechend kann man davon ausgehen, dass es für mich ausreichend spannend war. Allerdings hätte meiner Meinung nach da noch ein bisschen mehr bzw. früher passieren können. Wie bei vielen Büchern im Bereich YA/NA hat der wirkliche Konflikt erst auf den letzten 50 Seiten stattgefunden. Ich hätte mir gewünscht, dass es schon früher begonnen hätte, sodass die Protagonisten etwas länger daran hätten arbeiten müssen. Mir geht es meist ein wenig zu schnell, wenn der Konflikt plus die Versöhnung auf gerade mal 50 Seiten stattfinden. Das ist natürlich aber nur meine persönliche Präferenz. Wenn man gerne eine nicht zu dramatische Geschichte möchte, dann ist das natürlich etwas Positives.

Fazit:

Vielleicht wisst ihr noch, dass ich mit dem zweiten Band der Reihe so meine Probleme hatte. Ich fand die Protagonisten leider nicht besonders sympathisch und die Handlung wenig nachvollziehbar. Der dritte Teil ist da zum Glück das genaue Gegenteil für mich. Ich mochte Alice und Sawyer sehr, sehr gerne und fand auch ihr Verhalten gut nachvollziehbar. Mir hat das Lesen des Buchs wirklich Spaß gemacht. Das einzige, was ich mir vielleicht ein bisschen anders gewünscht hätte, wäre wie gesagt, dass ihre Auseinandersetzung schon etwas früher angesiedelt gewesen wäre.

Alles in allem kann ich euch diesen Teil aber auf jeden Fall besten Gewissens empfehlen! Es ist wirklich eine sehr schöne und angenehme Geschichte für zwischendurch. Solltet ihr also vielleicht auch ein paar Schwierigkeiten mit dem zweiten Band gehabt haben, aber den Schreibstil der Autorin mögen, dann kann ich euch die Angst nehmen. Mich konnte dieser Teil überzeugen. ♥

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