Traumbilder
„My Dark Beast“ von Olivia Wildenstein ist eine märchenhafte Urban Romantasy, in der Traum und Wirklichkeit verschwimmen.
Die 24-jährige Calanthe Bloom kämpft tagtäglich damit, den Blumenladen ihrer Eltern ...
„My Dark Beast“ von Olivia Wildenstein ist eine märchenhafte Urban Romantasy, in der Traum und Wirklichkeit verschwimmen.
Die 24-jährige Calanthe Bloom kämpft tagtäglich damit, den Blumenladen ihrer Eltern nach dem Tod ihres Vaters über Wasser zu halten. Nebenbei kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre schwer an Alzheimer erkrankte Mutter. Ein überraschender Großauftrag für die schwerreiche Familie Hadez könnte finanziell helfen, aber leider geht so ziemlich alles schief und Calanthe gerät auch noch mit dem berüchtigten Tarian Hadez aneinander. Im Gegensatz zu allen anderen macht Calanthe aus ihrer Abneigung kein Geheimnis, zumindest bis Tarian sie versehentlich berührt und ein Teil seiner Magie auf sie übergeht. Die magische Runa auf ihrem Rücken sorgt dafür, dass sich Calanthe und Tarian in ihren Träumen begegnen können. Dadurch ist sie die Einzige, die ihn retten kann und gleichzeitig selbst zur Zielscheibe wird.
Bei diesem Buch habe ich mich überraschen lassen, denn der Klappentext verrät noch nicht unbedingt, was einen tatsächlich erwarten wird. Der Einstieg hat mir schon mal sehr gut gefallen und ich mochte Calanthe ab der ersten Sekunde. Die Perspektiven wechseln zwischen ihr und Tarian, was ebenfalls positiv ist, denn ich finde auch seine Sichtweise äußerst interessant.
Olivia Wildenstein hat in ihrer märchenhaften Romantasy eine wahre Traumwelt erschaffen, was man durchaus wörtlich nehmen kann. Ein Großteil der Handlung spielt sich in den Gedanken von Calanthe und Tarian ab, während es auch in der Realität parallel dazu spannend bleibt.
Ich habe hier viele Bezüge zu Hades und Persephone gesehen, aber die Inspirationen dominieren nicht die eigentliche Geschichte. Die Autorin baut die Beziehung ihrer Charaktere langsam auf und so kann man ihre wachsende Anziehung und Vertrautheit nachverfolgen. Mir persönlich ging es manchmal fast schon zu langsam und einige Passagen hätten vielleicht kürzer ausfallen können.
Langeweile kommt aber keine auf, wofür die dunklen Intrigen im Hintergrund sorgen. Die komplizierte Familiendynamik der magischen Familie Hadez und ihrer Feinde und Konkurrenten lässt einen Miträtseln, wer hinter der Verschwörung steckt und was die Motive sind. Unerwartete Twists gibt es immer wieder und der Countdown für Tarians Rettung läuft unerbittlich.
Mein Fazit:
Gefährliche Träume, die von mir gern eine Leseempfehlung bekommen!