Cover-Bild Wenn die Wellen leuchten
Band 1 der Reihe "Nordsee-Trilogie"
10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 22.06.2017
  • ISBN: 9783596297610
Patricia Koelle

Wenn die Wellen leuchten

Roman
Der Beginn der großen Nordsee-Trilogie von Spiegel-Bestseller-Autorin Patricia Koelle!

Die Insel im Herzen
Rhea lebt auf der Nordseeinsel Amrum. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Nicht einmal ihre Mutter kennt seinen Namen. Rhea ist ein Kind der Insel und kann sich nicht vorstellen, woanders zu leben.
Doch da taucht ein geheimnisvoller Brief ihres Vaters auf, darin eine Beschreibung, woran man seine große Liebe erkennen kann. Rhea macht sich auf in die Ferne, um ihren Vater zu suchen – und ihre große Liebe. Aber schon bald sehnt sie sich nach dem Geruch von Tang, Salz und Leben in der lichterfüllten Weite des Watts zurück. Wird sie dennoch etwas über ihre Herkunft erfahren? Und ihre Liebe finden?

»Fesselnd, zärtlich und voller Atmosphäre.«
FÜR SIE zu »Das Meer in deinem Namen«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2018

Eine wunderschöne Amrum-Geschichte

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Rhea lebt mit ihrer Mutter Filine auf Amrum, ihrer absoluten Trauminsel. Hier ist sie groß geworden und nur hier fühlt sie sich komplett und mit der Erde verbunden. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt, ...

Rhea lebt mit ihrer Mutter Filine auf Amrum, ihrer absoluten Trauminsel. Hier ist sie groß geworden und nur hier fühlt sie sich komplett und mit der Erde verbunden. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt, nur einen einzigen Satz kennt sie von ihm und mit diesem Satz und ihrer selbstgestalteten Minigolfanlage, versucht sie ihn zu finden. Dann taucht ein Feriengast auf und bietet ihr einen Auftrag in Österreich. Wird sie dort ihren Vater finden und vielleicht auch ihre Liebe? Kann sie ihr Heimweh nach der Weite und dem Meer überwinden oder zieht es sie doch wieder zurück in ihr geliebtes Watt?

Das Buch beinhaltet nicht nur Rheas Geschichte. Wir erleben die Sage vom Töveree Fisk im 18. Jahrhundert und immer wieder abwechselnd, Filines Kindheit, Rheas Kindheit und die Gegenwart, die aber nicht heute spielt, sondern in den 80er und 90er Jahren.
Mir haben diese Zeitwechsel gut gefallen. Es ist wichtig für die Geschichte, Filines Kindheit genauso zu kennen wie Rheas und ich habe es sehr genossen, die beiden Hauptfiguren dadurch sehr gut kennen zu lernen.
Filine und Rhea sind beide richtige Wildfänge und mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Ich mag ihre Sicht auf die Dinge und ihre Verbundenheit mit Amrum, dem Meer und der Natur.
Auch die Beschreibungen der Umgebung, der Landschaft, dem Watt und allem Drumherum, haben super zur Geschichte gepasst und sie für mich abgerundet. Kopfkino mit Urlaubsfeeling war garantiert.
Ein richtig schöner Pluspunkt sind die Geschichten, die immer wieder in diesem Buch erzählt werden. Seien es Geschichten aus der Vergangenheit der Figuren, Sagen oder andere Begebenheiten. Es hat einfach Spaß gemacht, sie zu lesen.
Mir hat das Buch super gefallen und ich freue mich, direkt Band 2 lesen zu können.

Veröffentlicht am 25.06.2017

ein sphärischer Roman

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Klappentext: Die Insel im Herzen
Rhea lebt auf der Nordseeinsel Amrum. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Nicht einmal ihre Mutter kennt seinen Namen. Rhea ist ein Kind der Insel und kann sich nicht ...

Klappentext: Die Insel im Herzen
Rhea lebt auf der Nordseeinsel Amrum. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Nicht einmal ihre Mutter kennt seinen Namen. Rhea ist ein Kind der Insel und kann sich nicht vorstellen, woanders zu leben. Doch da taucht ein geheimnisvoller Brief ihres Vaters auf, darin eine Beschreibung, woran man seine große Liebe erkennen kann. Rhea macht sich auf in die Ferne, um ihren Vater zu suchen – und ihre große Liebe. Aber schon bald sehnt sie sich nach dem Geruch von Tang, Salz und Leben in der lichterfüllten Weite des Watts zurück. Wird sie dennoch etwas über ihre Herkunft erfahren? Und ihre Liebe finden?
Erzählt wird die Lebensgeschichte von Filine, der Mutter von Rhea und Rheas Geschichte, beide geboren und aufgewachsen auf Amrum, beide einander ähnlich und doch grundverschieden. Die unterschiedlichen Kapitel sind durch Überschriften und Jahreszahlen sehr gut voneinander getrennt und es ist ein Roman, indem Botschaften versteckt sind, nein, nicht offensichtlich, aber bei genauem Lesen findet der Leser die Botschaft zwischen den Zeilen, versteckt. Es sind die vielen kleinen Begebenheiten, mal dramatisch, mal traurig, mal ein wenig philosophisch, die diesen Roman zu einer außerordentlichen Erzählung machen, spannend auf seine ureigene Art und Weise, mit ein wenig Melancholie, Freude und Glück.
Nach der Ostsee-Triologie, die mich schon begeistert hat, bin ich beim Stöbern im Buchhandel auf den neuen Roman gestoßen „Wenn die Wellen leuchten“ und habe ihn in knapp zwei Tagen verschlungen. Patrica Koelle schreibt mit dem Herzen und dadurch werden die Personen lebendig, man riecht das Salz des Meeres, den Wind, die Gerüche, die auf einer Nordseeinsel ganz anders sind, als auf dem Festland, die Autorin schreibt zwischen den Zeilen und wer sie verstehen möchte, den erwartet ein sphärischer Roman.

Veröffentlicht am 06.08.2017

Von der Suche nach der Liebe, einem Vater und dem legendären Töveree Fisk

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Rhea ist auf der Nordseeinsel Amrum aufgewachsen, die sie nur selten verlassen hat. Als Kind wurde sie von ihren Mitschülern gehänselt, weil sie ihren Vater nicht kennt und ihre Mutter Filine die Erinnerung ...

Rhea ist auf der Nordseeinsel Amrum aufgewachsen, die sie nur selten verlassen hat. Als Kind wurde sie von ihren Mitschülern gehänselt, weil sie ihren Vater nicht kennt und ihre Mutter Filine die Erinnerung an ihn nur langsam mit ihr teilt. Gleichzeitig war sie fasziniert von der Legende des Töveree Fisk, der früher mit seinem blauen Leuchten Schiffe gerettet hat. Ob sie eine magische Schuppe von ihm im Watt finden kann? Als Erwachsene betreibt sie gemeinsam mit ihrer Mutter eine Minigolfanlage auf der Insel. Noch immer hofft sie, irgendwann ihren Vater zu finden. Als sie eines Tages ein verlockendes Angebot erhält, wagt sie den Sprung ins Ungewisse…

Nachdem mich die Ostsee-Trilogie der Autorin begeistern konnte, habe ich mich riesig über die Nachricht gefreut, dass das nächste Projekt eine Nordsee-Trilogie ist. Der Prolog nimmt den Leser mit ins 18. Jahrhundert: Im Sturm gerät ein Schriff in Seenot und wird von einem blau leuchtenden Fisch gerettet – dem Töveree Fisk? Als einziger Beweis für dessen Eingreifen bleibt dem Kapitän eine blau schimmernde Schuppe. Eine schöne Legende, auf die auch im Titel angespielt wird und die mich neugierig darauf machte, welche Rolle der Töveree Fisk in der Geschichte spielt.

Die Protagonistin Rhea lernt man zuerst als Kind kennen, dass von den anderen wegen ihres unbekannten Vaters geärgert wird und die Strandkrabben als ihre Freunde betrachtet. Vierzehn Jahre später, im Jahr 1979, ist aus Rhea eine starke Frau geworden, die fest mit der Insel verbunden ist und der dennoch etwas fehlt: Das Wissen, wer ihr Vater wirklich war. In Rückblenden aus der Perspektive von Filine erfährt man genau wie Rhea als Kind Stück für Stück alles, was sie über ihn weiß. Ich mochte Rheas besonnenes Wesen von Beginn an sehr. Auch Filine verstand ich mit jeder Rückblende besser.

Besonders interessant fand ich Filines Begabung, Minigolf-Hindernisse zu bauen und mit ihnen eine Geschichte zu erzählen. Daraus ergibt sich für sie auch eine tolle Gelegenheit, nur für eine Weile die Insel zu verlassen, wodurch Schwung in die Geschichte kam. Sie macht neue Bekanntschaften, die sie darum bitten, Geschichten zu erzählen. Dadurch erfuhr man noch mehr über ihre Kindheit und andere Inselbewohner. Dieses Eintauchen machte Spaß, ich lernte die bezaubernde Insel Amrum und dessen Bewohner immer besser kennen und nicht selten kannte ich danach ein neues Geheimnis.

Der Leser begleitet Rhea und Filine über mehrere Jahrzehnte durch Höhen und Tiefen. Die Jahre flogen beim Lesen geradezu dahin. Schön fand ich, dass es auch ein Wiedersehen mit Henny Badonin aus der Ostsee-Trilogie gab. Auch Kalle aus „Die eine, große Geschichte“ spielt eine Rolle. Dieses Buch kenne ich leider noch nicht und ich hatte das Gefühl, dass mir dadurch Vorwissen fehlte, um ihn besser verstehen zu können.

Im Buch gibt es immer wieder entscheidende Momente, die Rhea oder Filines weiteren Weg nachhaltig bestimmen. Diese waren mal schön oder bittersüß und mal dramatisch und machten die Handlung abwechslungsreich. Für meinen Geschmack neigten aber zu viele Personen dazu, wortlos die Insel zu verlassen. Zum Ende hin kam mir die Wendung in Richtung Happy End außerdem zu abrupt. Trotzdem hat mir der Abschluss gefallen, denn die drängendsten Fragen wurden geklärt. Gleichzeitig warten weitere Geheimnisse darauf, gelüftet zu werden, sodass ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue.

„Wenn die Wellen leuchten“ erzählt die Geschichte von Rhea und Filine, die auf der Nordseeinsel Amrum leben. Der Leser begleitet die beiden durch abwechslungsreiche Jahre, in denen sie nach der Liebe und dem legendären Töveree Fisk suchen. Mir hat es Spaß gemacht, mich gedanklich in diese schöne Geschichte fallen zu lassen. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.