Cover-Bild Sein Garten Eden
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Luchterhand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 28.08.2024
  • ISBN: 9783630873787
Paul Harding

Sein Garten Eden

Roman - Der gefeierte, neue Roman des Pulitzer-Preisträgers
Silvia Morawetz (Übersetzer)

Der gefeierte, neue Roman von Pulitzer-Preisträger Paul Harding. »Ein Hohelied der Liebe … so berührend, dass man weinen könnte.« The New York Times

Apple Island, im Jahr 1793: Der Schwarze Benjamin Honey, ein ehemaliger Sklave, und seine irische Frau Patience lassen sich auf einer kleinen Insel vor der Küste von Maine nieder. Für Benjamin ist es das Paradies. Hier legt er einen Obstgarten an mit den Samen unterschiedlicher Apfelsorten, die er in zwölf Jutesäckchen mitgebracht hat. Mehr als ein Jahrhundert später leben die Nachkommen der Honeys noch immer auf der Insel, zusammen mit einer exzentrischen Gruppe von Nachbarn. Arm, isoliert, aber geschützt vor den Anfeindungen, die sie auf dem Festland erwarten würden. Dann taucht im Sommer 1912 Matthew Diamond auf, ein pensionierter Lehrer, der mit missionarischem Eifer die Kinder auf Apple Island unterrichtet. Ein Mann mit guten Absichten, dessen Idealismus aber nie ganz frei von Vorurteilen ist. Seine Anwesenheit erregt die Aufmerksamkeit der staatlichen Behörden und löst eine Lawine unheilvoller Ereignisse aus.

»Ein herzzerreißend schönes Buch, das auf einer wahren Geschichte basiert und von einer einzigartigen Inselgemeinschaft erzählt, die ums Überleben kämpft. Harding erzählt von den Hoffnungen, Träumen und der Widerstandsfähigkeit derjenigen, die nicht dazugehören in einer Welt, die gnadenlos intolerant ist gegenüber allem Andersartigen.« Jury Booker Prize

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Hat mich im Innersten berührt

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Paul Harding, der für seinen Debüt-Roman „Tinkers“ 2010 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, hat sich für seinen dritten Roman „Sein Garten Eden“ (im Original „This Other Eden“, was mir noch besser ...

Paul Harding, der für seinen Debüt-Roman „Tinkers“ 2010 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, hat sich für seinen dritten Roman „Sein Garten Eden“ (im Original „This Other Eden“, was mir noch besser gefällt) einer historischen Begebenheit als Vorlage bedient.

Auf Malaga Island, im Roman Apple Island, einer winzig kleinen Insel vor der Küste Maines, siedeln sich um 1800 herum erstmals Menschen an. Benjamin Honey, ein ehemaliger Sklave, und seine Frau Patience, eine Irin, erreichen die karge Insel 1793 und bauen unter schwierigsten Bedingungen eine Apfelplantage und sich ein gemeinsames Leben ohne Anfeindungen auf. Ihr eigenes Paradies, wenngleich ein hartes, entbehrungsreiches. Andere Sonderlinge und Außenseiter fühlen sich von diesem Schutzraum angezogen und so wächst die kleine, eigenwillige Gemeinschaft und lebt friedlich zusammen, bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Missionar auf sie aufmerksam wird. Matthew Diamond hat die besten Absichten. Er sieht Möglichkeiten und Talente bei den Kindern und möchte diese fördern, ohne auch nur zu ahnen, welche Konsequenzen sein Handeln für diese haben könnte und wird. Es kommt, wie es kommen muss, wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat. Diamonds Interesse zieht die Aufmerksamkeit des Staates auf sich, der schnell beschließt, dass diese Gemeinschaft von Gestrandeten am Rand der Gesellschaft keine Daseinsberechtigung hat und zerschlagen gehört.

Paul Harding erzählt diesen doch recht harten, fast biblischen Stoff mit unheimlich viel Empathie und Feingefühl. Wir Lesenden sind gewarnt, wir wissen von Anfang an worauf wir uns einlassen, ahnen unser gebrochenes Herz bereits nach dem Vorwort. Durch den klugen Aufbau, die verschiedenen Erzählperspektiven und die Vielschichtigkeit der Figuren gelingt es Harding, diese unheimlich nah an uns heran zu bringen, uns eine eine echte Verbindung zu diesen Menschen aufzubauen zu lassen – nur um uns im zweiten Teil die Seiten wechseln und mit der kühlen, geschäftsmäßigen Distanz der Behörden auf sie blicken zu lassen. Das ist im höchsten Maße irritierend und bewegend und ein starker Kniff, der mich im Innersten berührt hat.

Ins Deutsche übersetzt von Silvia Morawetz.

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