Cover-Bild Die letzte Blüte Roms

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35,00
inkl. MwSt
  • Verlag: wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 02.2019
  • ISBN: 9783806238921
Peter Heather

Die letzte Blüte Roms

Das Zeitalter Justinians
Cornelius Hartz (Übersetzer)

Das Weströmische Reich ist untergegangen. Das Oströmische Reich unterliegt im Krieg gegen die Perser, der Nika-Aufstand 532 n. Chr. stürzt das Reich innenpolitisch in die Krise, Konstantinopel, die kaiserliche Hauptstadt, liegt in Schutt und Asche. Wie kommt es aus dieser verfahrenen Situation heraus zur letzten Blüte Roms, zur größten Ausdehnung des Reichs im 6. Jahrhundert?
Peter Heather erzählt meisterhaft die Geschichte einer Umbruchzeit. Zwischen Antike und Mittelalter, zwischen Rom und Byzanz manifestiert sie sich vor allem in der Herrschaft eines Kaisers, der als Bauernsohn ein sozialer Aufsteiger war und sich selbst als „Herrscher von Gottes Gnaden“ verstand. Justinian (reg. 527-568) eroberte Nordafrika und Italien, Bauwerke wie die Hagia Sophia in Istanbul oder San Vitale in Ravenna gehen ebenso auf ihn zurück wie der Codex Iustinianus. Am Ende aber bleibt die Frage, wie hoch der Preis für Roms letzte Blüte war.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 7 Regalen.
  • 3 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2019

Spätantike….interessant, lebendig und unterhaltsam

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Ich war schon immer von Rom begeistert und wenn das so ist kommt man um die Geschichte nicht drum herum.
Und genau aus diesem Grund stach mir der Titel Die Letzte Blüte Roms ins Auge und ich wollte das ...

Ich war schon immer von Rom begeistert und wenn das so ist kommt man um die Geschichte nicht drum herum.
Und genau aus diesem Grund stach mir der Titel Die Letzte Blüte Roms ins Auge und ich wollte das Werk lesen.

Das gebundene Buch kommt mit 448 Seiten daher und sein Cover gefällt mir sehr.
Kaum zu glauben das es sich um ein Sachbuch handelt.
Der britische Autor Peter Heather ist kein Unbekannter.
Er ist Professor für mittelalterliche Geschichte und hat schon einige Werke veröffentlicht.
Hier nun befinden wir uns in der Phase des Untergangs des Römischen Reiches.

Im Buch wird in 11 Kapiteln sehr inhaltlich und vorstellbar über die Geschehnisse des Römischen Reiches geschrieben.
Es wird ein guter und ausführlicher Borgen von der Vorgeschichte von Justinian, seinen Anfängen bis zu seinem Ende im Oströmischen Reich gespannt.
Der Kaiser welcher neben den Feldzügen auch für eine Rechtsreform oder auch als Baumeister von kirchlichen Bauwerken wie der Hagia Sophia agiert hat.
Ich war sehr beeindruckt von dem gut und flüssig zu lesendem Inhalt und von den ganzen Geschehnissen.
Auch war ich als wenig Fachbuchleser und ziemlich vielen Beteiligten erstaunt wie gut ich dem Geschehen folgen konnte.
Allerdings musste ich immer streng dabei bleiben und mit der beiliegenden Zeittafel arbeiten.
Die Abbildungen und Karten fand ich als unterstützende Maßnahme sehr gut.
Was mir auch sehr gut gefallen hat waren die Zitate und Anmerkungen dazu aus alten Quellen.
Das machte es noch anschaulicher.

Auch wenn man im Geschichtsunterricht und privat so Einiges an Wissen gesammelt hat, ist es doch eine Aufarbeitung welche auch einem historischen Roman alle Ehre machen würde.
Mitunter ist es kaum zu glauben, dass es sich um Realität gehandelt hat

Kaiser Justinian verhilft dem Römischen Reich zu einer letzten großen Hochzeit.
Allerdings hat seine Vereinnahmungspolitik nach seinem Tod auch seinen Preis.
Ob seine Eroberungsfeldzüge dabei eine Rolle gespielt haben wird ebenfalls behandelt.
Alles in allem ein historisch gut dargestelltes Werk welches mich begeistert hat.

Wer mehr über diese Zeit wissen möchte oder sein Wissen erweitern möchte, dem empfehle ich es gern weiter!

Veröffentlicht am 19.05.2019

Justinians Kriege

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Äußerst fundiert schildert der Historiker Peter Heather, wie nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches das oströmische Reich im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian noch einmal zu einer letzten ...

Äußerst fundiert schildert der Historiker Peter Heather, wie nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches das oströmische Reich im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian noch einmal zu einer letzten Blüte gelangte und nach zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen zu einer territorialen Ausdehmumg fand, über die es seit Cäsar nicht mehr verfügt hatte.

Haether nimmt sich zunächst viel Zeit, zum Thema hinzuführen. Wer waren Justinians Vorgänger, wie kam sein Aufstieg vom Bauernsohn zum Kaiser, welche Rahmen Bedingungen und Ressourcen fand er vor? Dann geht es in medias res, und das bedeutet für den Autor die Schilderung aller kriegerischen Auseinandersetzungen Justinians. Wir treffen auf Goten und Vandalen, lernen den berühmten Feldherrrn Belisar näher kennen. Viel habe ich hier aus Felix Dahns berühmten "Ein Kampf um Rom" wiedererkannt, das allerdings in Romanform sehr lebendig aus Gotensicht geschrieben ist.

Heathers Sachbuch ist ein anschaulicher Geschichtsunterricht, der von einem wirklich beeindruckenden, umfangreichen Anhang gekrönt wird. Dass er sich fest vollkommen auf Justinians Kriegszüge beschränkt, war für mich allerdings ein kleines Manko. Gern hätte ich viel mehr über das tägliche Leben am Kaiserhof und der Römer Bürger erfahren. Auch die Schwarz-Weiß-Abbildungen hätten den Text noch häufiger auflockern können.

Veröffentlicht am 10.05.2019

Kriegerisches Ostrom - anspruchsvoll

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Kaiser Justinian startet seine Karriere als Gewinner eines harten Konkurrenzkampfes mit dem Zwang, schnellstmöglich zu beweisen, das er tatsächlich der Auserwählte Gottes ist. Nach anfänglichen mäßigen ...

Kaiser Justinian startet seine Karriere als Gewinner eines harten Konkurrenzkampfes mit dem Zwang, schnellstmöglich zu beweisen, das er tatsächlich der Auserwählte Gottes ist. Nach anfänglichen mäßigen Erfolgen muss Justinian mit dem Nika-Aufstand einen herben Rückschlag hinnehmen. Um die Kaiserwürde nicht zu verlieren, muss zwingend ein Erfolg her. Dieser soll in Nordafrika gegen die Vandalen realisiert werden.

Im Oströmischen Reich wiegen Siege auf dem Schlachtfeld sehr viel schwerer als sämtliche anderen politischen Erfolge. So werden immer wieder langwierige Mobilmachungen von Streitkräften gestartet, Versorgungslinien aufgebaut, immer neue Kriege angefangen. Justinian tritt gegen die Vandalen, Berber, Ostgoten, Perser und viele andere an. Die Feldzüge finden an allen Landesgrenzen statt, teilweise auch zeitgleich, sind so teuer, dass Justinian seine Soldaten nicht zuverlässig entlohnen kann. Meutereien und Überlaufen zum Gegner sind die Folge.

Neben den Auseinandersetzungen im Feld hat Justinian weitere Herausforderungen im Inneren zu bewältigen. Mit seiner Rechtsreform lässt der Kaiser die bis dahin redundante und widersprüchliche Rechtslage entschlacken, aufräumen, neu sortieren. Die langwierige Überarbeitung der Gesetzgebung wird im Codex Iustinianus fixiert. Zudem wirkt Justinian der Spaltung der Oströmischen Kirche entgegen. Als wäre das noch nicht genug für ein Lebenswerk, führt er als Bauherr eine neue Architektur im Kirchenbau ein. Jetzt finden viel mehr Menschen in den Kirchen Platz. Somit erreicht auch die Christianisierung ein neues Level.

Peter Heather erklärt in elf Kapiteln die Vorgeschichte von Justinians Herrschaft, begleitet seine gesamte Kaiserschaft und blickt auf die Nachwirkungen. Er bedient sich einem deutlich wissenschaftlichen Stil, bringt das gesamte Zeitgeschehen in Zusammenhang. Auch wenn es mir zeitweise schwer gefallen ist, bei der Anzahl an Mitstreitern und Gegnern den Überblick über die einzelnen Lager zu behalten, ist doch letztlich durch die verschiedenen Winkel, aus denen Peter Heather die Kaiserschaft beleuchtet, ein detailreicher, ganzheitlicher Einblick in ein „verrücktes“ Zeitalter entstanden. Ergänzt wird das Werk von einem Anhang mit Quellenausweis, Zeitleiste, Glossar, Anmerkungen, Bibliographie, Bildnachweis und Register.

Insgesamt empfinde ich das Werk für den populärwissenschaftlichen Leser wie mich schon recht anspruchsvoll. Mit ein wenig mehr Aufwand, dem ein oder anderen Zurückblättern lässt sich dennoch ein gutes Verständnis der Materie erreichen. Die sehr schöne Aufmachung und die durchdachte Strukturierung machen „Die letzte Blüte Roms“ nach der Erstlektüre zu einem perfekten Nachschlagewerk. Gern empfehle ich es allen Freunden von Geschichte weiter.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Beeindruckendes Sachbuch

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„...Mit seiner Expansionspolitik mag Justinian dem Reich neue Gebiete hinzugefügt haben, aber die anhaltende Gewalt, mithilfe derer sie römisch geworden waren, hatte diese Gebiete auch so nachhaltig zerstört, ...

„...Mit seiner Expansionspolitik mag Justinian dem Reich neue Gebiete hinzugefügt haben, aber die anhaltende Gewalt, mithilfe derer sie römisch geworden waren, hatte diese Gebiete auch so nachhaltig zerstört, dass sie keine sinnvolle Ergänzung des Portfolios der von Konstantinopel regierten Gebiete mehr darstellten...“

Dieses Zitat bringt eine der Kernfragen des Buches zum Ausdruck. Kaiser Justinian regierte von 527 bis 565. In dieser Zeit wurden sowohl Nordafrika als auch Westrom dem römischen Imperium erneut unterstellt. Aber um welchen Preis?
Dem Autor ist ein beeindruckendes Zeitgemälde gelungen. Er spannt den Bogen von den Vorgängern Justinians über dessen eigenen Herrschaftsjahre bis zum Niedergang des Reiches unter seinen Nachfolgern.
Auffallend ist die exakte Recherche des Buches. Häufig wird aus Quellen zeitgenössischer Historiker zitiert. Insbesondere Prokop von Caesarea taucht in den Ausführungen immer wieder auf. Allerdings wurden dessen Worte nicht kritiklos übernommen und zitiert, sondern gegebenenfalls konkret hinterfragt.
Zu Beginn erläutert der Autor, wie eng schon bei den Vorgängern die Verflechtung zwischen Kaisertum und christlicher Religion war. Das bedeutete zum einen, dass sich der Kaiser als von Gott auserwählt sieht. Gleichzeitig aber soll er im in der Kirche schwelenden Streit über das Wesen Christi vermitteln. Daran sind aber Justinians Vorgänger grandios gescheitert.
Die göttliche Berufung des Kaisers bedingte militärische Erfolge. Sie galten als ultimatives Zeichen göttlicher Unterstützung. Niederlagen schufen damit eine gefährliche Situation für den Kaisers.
Ausführungen zu den Aufgaben des Kaisers, der Realisierung der Thronfolge, Steuern und Recht zeichnen ein umfassendes Bild der Zeit. Im politischen Denken wirkten die Ideen des klassischen Griechenlands nach.
Justinian selbst wird so beschrieben:

„...Er war klein mit breiter Brust, guter Nase, heller Haut, rundem Gesicht, gut aussehend, mit zurückweichendem Haaransatz, geröteten Teint...“

Ausführlich werden Justinians Regierungsjahre beschrieben. Ihm sollte in kurzer Zeit gelingen, woran seine Vorgänger noch gescheitert waren, eine umfassende Rechtsreform, der Codex Justiniamus.
Doch militärische Misserfolge im Osten und der Nika-Aufstand zwangen den Kaiser zum Handeln. Er schickte eine Armee nach Nordafrika gegen die Vandalen. Deutlich wird herausgearbeitet, wie die aktuellen Verhältnisse den Kaiser in die Hände spielten. Der Sieg ließ ihn das nächste Ziel ins Auge fassen, die Eroberung Roms. Dabei wird herausgestellt, dass eine neue Militärstrategie für die Siege ausschlaggebend war.
Auch Justinians Einsatz als Baumeister wird im Buch entsprechend gewürdigt. Hier ging er ebenfalls erstmals neue Wege. Es entstanden Kirchenbauten mit einer Kuppel. Kurz abgehandelt dagegen werden die Folgen der Justianischen Pest. Die Pandemie scheint für das Große und Ganze nur eine Randerscheinung gewesen zu sein.
In den letzten Kapiteln wendet sich der Autor umfassend der Frage zu, inwieweit Justinians Eroberungen für den späteren Niedergang des Reiches ausschlaggebend waren. Dabei wird auch auf die Rolle des Völkergemischs außerhalb des römischen Imperiums eingegangen, sei es das Auftreten der Hunnen, das Erstarken der Awaren, die Wanderung der Langobarden gen Rom oder der zunehmende Einfluss des Islam. Gerade bei den Ausführungen zu den arabischen Völkern wird deutlich, dass sie einst Hilfstruppen für Römer und Perser waren und sich später gegen ihre Förderer gewendet haben. Man kann durchaus Parallelen zur aktuellen Geschichte finden.
Das Buch bedarf eines konzentrierten Lesens. Das betrifft nicht zuletzt die Feinheiten der beschriebenen Schlachten. Gewisse Grundkenntnisse über die Zeitverhältnisse und über militärische Taktik sind von Vorteil.
Vielfältige Fotos und Karten veranschaulichen die Ausführungen.
Ein umfangreicher Anhang bestehend aus Informationen zur Quellensituation, einer Zeitleiste, einem Glossar, Anmerkungen, einer Bibliografie, Bildnachweisen und einem Register vervollständigen das Buch.
Für Historiker und interessierte Laien bietet das Buch eine Fülle an ausgezeichnet aufbereiteten Informationen.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Anspruchsvoll, interessant und teilweise auch spannend – Geschichtsfans zu empfehlen

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Das Sachbuch „Die letzte Blüte Roms – das Zeitalter Justinians“ wurde von Peter Heather geschrieben. Es geht dabei um das Weströmische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel, also nicht um die alten Römer. ...

Das Sachbuch „Die letzte Blüte Roms – das Zeitalter Justinians“ wurde von Peter Heather geschrieben. Es geht dabei um das Weströmische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel, also nicht um die alten Römer. Das Sachbuch umfasst 528 Seiten und erschien am 01.02.2019 im wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Peter Heather wurde 1960 in Nordirland geboren. Er hat an drei Universitäten Geschichte studiert und zwar am New College der Universität Oxford, am University College und an der Universität Yale. Nach seinem Abschluss bis 2008 war der Fellow of Medieval History am Worcester College in Oxford. Seit 11 Jahren arbeitet er als Professor für mittelalterliche Geschichte am King’s College, London. Sei Forschungsschwerpunkt ist die Spätantike und somit das Ende der Antike.

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch rangegangen, wobei meine beste Freundin als sie das Buch in meinem Schrank entdeckte schon wegen dem Anhang meinte, dass es sehr komplex sein müsste. Dennoch fand ich es nicht zu schwierig, sicherlich war es anspruchsvoll und man muss ein Geschichtsfan sein damit einen das Buch gefällt, aber ansonsten ließ es sich für mich flüssig lesen. Nur gegen Ende waren es mir einfach zu viele Kriege und so kam es, dass ich dieses Buch langsamer als sonstige Sachbücher gelesen habe. Spannend fand ich die Geschichten vor allem deshalb, weil ich kaum etwas über diesen Bereich der Antike wusste und die Geschichte um Belisar und seine Schlachtpläne waren für mich sehr interessant. Klasse fand ich auch, dass nicht nur Fakten präsentiert wurde, sondern meiner Meinung nach auch erklärt wurde wieso ein König wie handelte. Zum Beispiel wieso die Perser Ostrom angriffen, als die Mehrheit des Militärs in Italien stationiert waren um dieses Gebiet zurück zu erobern. Es wurde übrigens nicht nur erklärt wie Justinian an die Macht kam und sich dort hielt, sondern auch was seine Regierungszeit für die nächsten Generationen bedeutete. Interessant fand ich auch zu erfahren wie Justinians Taten nach seinem Tod zum Untergang des Oströmischen Reichs führten. Ich habe durch dieses Buch sehr viel gelernt und bin nach wie vor fasziniert von dieser Zeit, trotz der vielen Kriege, die mir teils zu viel waren. Da ich den Schreibstil des Autors sehr angenehm fand, wird es wohl nicht das letzte Buch gewesen sein, dass ich von diesem lesen werde.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, vorbei ich sagen muss, dass es für Geschichtsfans oder Leser die sich für die Antike und auch das Ende von dieser interessieren, meiner Meinung nach geschrieben wurde.