Wunderschöne Fantasy
Das letzte Einhorn ist ein stilles, poetisches Fantasybuch, das sich ganz anders anfühlt als die meisten Geschichten im Genre.
Im Mittelpunkt steht ein Einhorn, das erfährt, dass es möglicherweise das ...
Das letzte Einhorn ist ein stilles, poetisches Fantasybuch, das sich ganz anders anfühlt als die meisten Geschichten im Genre.
Im Mittelpunkt steht ein Einhorn, das erfährt, dass es möglicherweise das letzte seiner Art ist, und sich auf die Suche nach den anderen macht. Was zunächst wie eine klassische Reise beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Tieferem.
Die größte Stärke des Buches ist die Sprache. Alles wirkt sehr ruhig, fast schon märchenhaft, und gleichzeitig liegt über allem eine leichte Melancholie. Es geht viel um Vergänglichkeit, um das Älterwerden und darum, was verloren geht.
Die Figuren sind ungewöhnlich und bleiben im Kopf. Nicht perfekt, nicht klassisch heldenhaft, sondern oft widersprüchlich und dadurch interessant.
Die Handlung ist eher leise und nimmt sich Zeit. Wer viel Action erwartet, wird hier nicht fündig. Dafür bekommt man eine Geschichte, die mehr über Gefühle und Gedanken funktioniert.
Insgesamt ein sehr besonderes Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern eher auf sich wirken lässt. Gerade diese Mischung aus poetisch und melancholisch macht es so einzigartig.