Cover-Bild Treue hat ihre Grenzen
Band 10 der Reihe "Südtirol-Krimi / Commissario Fameo ermittelt"
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Athesia-Tappeiner Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 26.07.2023
  • ISBN: 9788868396992
Ralph Neubauer

Treue hat ihre Grenzen

Südtirolkrimi Band 10
Ein vierzig Jahre alter Fall lässt die Gemüter nicht in Ruhe. Ein aktueller Mord und ein rätselhafter Unfall haben möglicherweise etwas miteinander zu tun. Der Dekan von Kaltern weiß etwas, schweigt aber. Der zehnte Fall des Südtirolkrimis beleuchtet das Tun, Denken und Handeln im Weinbau entlang der Südtiroler Weinstraße.
Ein alter angesehener Traminer Weinbauer wird in einem seiner Weinberge erschossen aufgefunden. Ein Mann, den man im Dorf achtete, der niemandem etwas getan hatte. Ein Mann ohne Feinde. Die Gerüchteküche im Dorf findet schnell Erklärungen für die abscheuliche Tat. Steckt darin ein Funken Wahrheit? Kann Francesca Giardi, die neue Commissario, den Fall mit Hilfe eines Journalisten lösen, der sich in den Niederungen der Gerüchteküche auszukennen scheint? Oder folgt der Mann nur eigenen Interessen?
Ein zweiter Todesfall kurz darauf wirft Fragen auf, denn ein im Kalterer See ertrunkener Mann hat zuvor Gerüchte über den erschossenen Bauern verbreitet. Gab es eine Verbindung zwischen den Männern? Hat sich der Ertrunkene selbst gerichtet, war es ein Unfall oder hat jemand nachgeholfen?
Fabio Fameo ist jetzt Vicequestore und ermittelt nicht mehr selbst. Er sucht nach einem gangbaren Weg, um seiner neuen Aufgabe gerecht zu werden. Tommaso verabschiedet sich endgültig in den Ruhestand, landet zuvor aber noch einen Knaller. Alle Figuren haben ihre Positionen gewechselt. Ein neues System muss sich einspielen.
Dieser Krimi führt die Leser während der Weinlese in die Dörfer Tramin, Kaltern und Girlan. Sie besuchen die Kellerei Kaltern und eine Sektmanufaktur in Girlan.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2023

Ein Cold Case und ein neuer Fall

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Tommaso und Claudio sind alte Freunde und Kollegen. Beide haben damals gemeinsam ihren Berufsweg begonnen, zu einer Zeit als ein Mord die Gemüter bewegt hat. Nach 40 Jahren stehen nun beide vor dem Ruhestand ...

Tommaso und Claudio sind alte Freunde und Kollegen. Beide haben damals gemeinsam ihren Berufsweg begonnen, zu einer Zeit als ein Mord die Gemüter bewegt hat. Nach 40 Jahren stehen nun beide vor dem Ruhestand und erneut wirbelt ein Mord ihr Leben durcheinander.

Ein allseits beliebter und wohlhabende Weinbauer wurde in seinem Weinberg erschossen. Es scheint kein Motiv zu geben. Der Tote hat kurz vor seinem Ableben gebeichtet. Der Dekan beruft sich auf das Beichtgeheimnis. Commissario Francesca und ihre Kollegen kämpfen sich durch ein Dickicht von Gerüchten und Vermutungen.

Dies ist mein erster Krimi aus der Feder des Autors und ich hatte ein wenig Bedenken, ob ich mich zurecht finde, da es bereits einige Vorgängerbände gibt. Diese lösen sich schnell in Luft auf. Der Autor konzentriert sich auf den aktuellen Fall und gibt zwischendurch die notwendigen Hintergrundinformationen.

Was mich sofort für das Buch eingenommen hat, ist der Schauplatz Tramin und Kalterer See, die durch einige Beschreibungen der Landschaft und erklärende Hinweise zum Weinbau und Geschichte Eingang in die packende Handlung finden.

Die Handlung ist eine gelungene Mischung aus polizeilicher Ermittlungsarbeit und privater Hintergrundgeschichte der Ermittler. Für mich im Mittelpunkt steht die junge Commissario Francesca, die mit Charme, Intelligenz und guter Kombinationsgabe, den Fall lösen kann. Ich fand sie sehr sympathisch. Die nervigste Person war in meinen Augen der Journalist Fernando, der sich für eine möglichst große Story in die Ermittlungen einmischt und sich für den größten hält.

Die Lösung des Falles ist der Erfolg traditioneller Ermittlungsarbeit. Mir haben die Zeugenbefragungen sehr gut gefallen, die in der Gesamtheit ein Bild des Sozialgefüges geben. Natürlich habe ich auch mit ermittelt. Die Lösung des Falles ist logisch und hat sich durch Hinweise gegen Ende angedeutet, war aber durch die Persönlichkeit des Mörders eine Überraschung und schockierend für mich.

Ein weiterer Pluspunkt des Krimis ist die Erzählstil . Die Kapitel entsprechen den Wochentagen und die Ereignisse werden in kurzen Abschnitten und wechselnder Perspektive wieder gegeben. das ist kurzweilig und ergibt einige Cliffhänger, die die Spannung zusätzlich erhöhen.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

Treue hat ihre Grenzen – manchmal auch den Tod

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Treue hat ihre Grenzen, von Ralph Neubauer

Cover:
Passt zum Buch (eine Teil-Ansicht von Tramin)

Inhalt und meine Meinung:
Ein idyllisches Weinbaugebiet in Südtirol.
Plötzlich geschieht ein Mord.
Der ...

Treue hat ihre Grenzen, von Ralph Neubauer

Cover:
Passt zum Buch (eine Teil-Ansicht von Tramin)

Inhalt und meine Meinung:
Ein idyllisches Weinbaugebiet in Südtirol.
Plötzlich geschieht ein Mord.
Der „Wohltäter“ des Dorfes, der 70 jährige Alfred wird erschossen.
Es stellt sich heraus, das Opfer war unheilbar an Krebs erkrankt und hatte nicht mehr lange zu leben.
Wer hat Interesse daran den todkranken Alfred noch vor seiner Zeit umzubringen? Hier müssen die Ermittler wohl das Motiv suchen.

Dieser Regiokrimi wartet mit sehr sympathischen und nahbaren Ermittlern auf. Er ist spannend und sehr verzwickt geschrieben,.
Und sogar ein lange zurückliegender Fall gewinnt wieder an Aktualität.

Autor:
Ralph Neubauer, 1960 in Düsseldorf geboren, lebt seit 1987 in Haan im Rheinland. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit 2010 schreibt er für den Athesia-Tappeiner Verlag die erfolgreiche Reihe Südtirolkrimi, mit der er sich an Geschichte, Tradition, Brauchtum, Lebens- und Denkweise in Südtirol herantastet.

Mein Fazit:
Ein toller Krimi, der mir sehr spannende und schöne Lesestunden geschenkt hat.
Ich kann ihn mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen.
Von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2023

Atmosphärischer Krimi aus Südtirol

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„Treue hat ihre Grenzen“ ist bereits der 10. Südtirol-Krimi mit Fabio Fameo - der inzwischen stellvertretender Polizeipräsident ist - des Autors Ralph Neubauer. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und ...

„Treue hat ihre Grenzen“ ist bereits der 10. Südtirol-Krimi mit Fabio Fameo - der inzwischen stellvertretender Polizeipräsident ist - des Autors Ralph Neubauer. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und auch ohne Vorwissen aus den vorherigen Bänden verständlich.

Ein alteingesessener Weinbauer ohne Feinde wird in seinen Weinbergen erschossen aufgefunden. Schnell entstehen die ersten Gerüchte. Es dauert nicht lange bis einer der Gerüchtestreuer ebenfalls tot – in einem See ertrunken – aufgefunden wird.
Außerdem gibt es noch einen Cold Case, der für weitere Fragezeichen sorgt.

Der Schreibstil von Ralph Neubauer ist lebendig und voller interessanter Einzelheiten. So beschreibt er die Landschaft rund um Bozen mit viel Liebe zum Detail, so dass Ortskundige direkt wissen, wo sie sind und bei Lesern, die die Region nicht kennen direkt Bilder vor dem inneren Auge entstehen.
Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich dieses Mal ein wenig anders. Fabio Fameo wurde befördert und nun übernimmt Commissario Francesca Giardi seine Aufgaben.

Der Fall ist spannend und ich habe gerne mitgerätselt, was hinter den Verbrechen steckt.
Nebenbei erhält man viele wissenswerte Fakten über die Weinerzeugung.
Interessant und hilfreich fand ich auch die Erläuterung der verschiedenen Begriffe aus der italienischen Polizeiwelt, die leider erst nach der Lektüre des Buches entdeckt habe.

Für mich war der Krimi wieder spannende Unterhaltung mit viel Lokalkolorit, so dass ich mich schon auf weitere Fälle aus Südtirol freue.

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Veröffentlicht am 11.09.2023

Cold Case

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Bei diesem Südtirol Krimi, dem 10. Band einer Reihe um Fabio Fameo, haben sich die Schwerpunkte verschoben. Fameo ist mittlerweile zum Vicequestore aufgestiegen. Das bedeutet weniger Zeit für die Familie ...

Bei diesem Südtirol Krimi, dem 10. Band einer Reihe um Fabio Fameo, haben sich die Schwerpunkte verschoben. Fameo ist mittlerweile zum Vicequestore aufgestiegen. Das bedeutet weniger Zeit für die Familie und viel Stress in der Einarbeitungszeit. Leider liegt auch die von ihm so geliebte Ermittlungsarbeit jetzt rein in den Händen seiner früheren Kollegen. Die haben alle Hände voll zu tun, weil ein bekannter Weinerzeuger mitten in seinen Weinbergen brutal erschossen worden ist. Ob Erbstreitigkeiten oder Querelen innerhalb der Winzerschaft der Grund sind, das muss noch herausgefunden werden.
Wieder schafft es der Autor, seine Personen sehr lebendig zu schildern. Auch die Liebe zu der Landschaft rund um Bozen liest sich aus jeder Zeile heraus, denn die Straßen, Orte und Gebäude sind real. Eigentlich möchte man sofort dort Urlaub machen.
En passant erfährt man hier wichtige Fakten rund um den Wein und seine Erzeugung, aber alles sehr dezent. Man wird nicht mit Fakten erschlagen, sondern mit Wissen unterhalten.
Der Krimi an sich ist stimmig und spannend bis zum Schluss. Lange ahnt man nicht, wer der Schuft ist.
Auch wenn Fameos Vorgesetzte jetzt kurz vor der Pensionierung stehen, darf man hoffen, dass noch ein, auch für seine Leserschaft, spannendes Arbeitsleben vor sich hat.

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Angenehme Spannung

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Schon andere Südtirol Krimis des Autors haben mich in ihren Bann gezogen. Keine übertriebene Spannung, sondern eine eher gemütliche Spannung. Dazu ein angenehmer Schreibstil, der wie ein Ölbad wirkt. Protagonisten, ...

Schon andere Südtirol Krimis des Autors haben mich in ihren Bann gezogen. Keine übertriebene Spannung, sondern eine eher gemütliche Spannung. Dazu ein angenehmer Schreibstil, der wie ein Ölbad wirkt. Protagonisten, die man zwar nicht mögen muss, die aber gut herausgearbeitet sind. Bei den Ermittlern steht nicht das Persönliche im Vordergrund, wird aber trotzdem nicht vergessen. Die Geschichte keinesfalls langatmig, aber nicht hektisch, sodaß man als Leser gut folgen und einfach genießen kann.