Cover-Bild Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm
Band 7 der Reihe "Gennat-Krimi"
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18,00
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  • Verlag: Elsengold
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 04.11.2025
  • ISBN: 9783962011529
Regina Stürickow

Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm

Kriminalroman. Gennat-Krimi, Bd. 7
Bei einem Überfall im Januar 1936 wird ein Geldbote tödlich verletzt. Kommissar Gennat übernimmt die Ermittlungen. Unterstützt wird er wieder einmal von Max Kaminski, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft nicht mehr als Reporter arbeiten darf. Die Fahndung nach den Tätern, die auf der Suche nach ärztlicher Hilfe in der Stadt untergetaucht sind, erweist sich als brisantes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem erst Kaminskis Frau Lissy die Ermittler letztlich auf die richtige Spur bringt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2026

Hervoragende Recherchearbeit verarbeitet zu einem spannenden Kriminalroman ... absolute Empfehlung!

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Ich gestehe, das Berlin der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts gehört definitiv in Romanen zu einem meiner Lieblingsschauplätze und besonders natürlich auch historischen Kriminalromanen. So freute ...

Ich gestehe, das Berlin der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts gehört definitiv in Romanen zu einem meiner Lieblingsschauplätze und besonders natürlich auch historischen Kriminalromanen. So freute ich mich dann auch riesig zu entdecken, dass die mir sehr gut bekannte Autorin Regina Stückerow ein neues Buch geschrieben hatte, das mich genau an diesen Ort zu entführen versprach. Sie wählt, wie bereits auch schon in vielen ihrer Vorgängerromane, einen wahren Kriminalfall als Basis für ihr Buch. Wieder einmal darf ich gemeinsam mit Kommissar Gennat, vielen auch bekannt als der „Buddha“, und seinen Freunden Lissy und Max Kaminski ermitteln.

Die Nationalsozialisten haben inzwischen die Kontrolle über den Polizeiapparat übernommen, was auch Kaminski leider am eigenen Leibe zu spüren bekommt. Er ist Jude und darf offiziell nicht mehr für die Polizei arbeiten. Doch was die Obrigkeit nicht weiß, macht sie nicht heiß und so unterstützt er Gennat – gemeinsam mit seiner Frau – tatkräftig, den Raubmord am Kurfürstendamm aufzuklären. Wer hat den armen Boten überfallen und auf ihn geschossen? War es ein Inside Job? War das Opfer etwa ursprünglich selbst einer der Täter?

Beim Lesen merkt man, dass Regina Stückerow, die nicht „nur Autorin“, sondern auch absolute Expertin ist, wenn es um Kriminalfälle aus Berlin und Brandenburg in den 20er und 30er Jahren geht, beim Schreiben dieses Romans in ihrem Element ist. Gekonnt verwickelt sie ihre Leserschaft nicht nur in den vorliegenden Kriminalfall, sondern vermittelt auch sehr authentisch den politischem Druck und die Angst, die sich inzwischen nicht nur in Berlin breit gemacht haben. Geschickt verwebt sie reale Fakten mit fiktiven Elementen und schafft so einen historischen Kriminalroman, den ich fast nicht zu Seite legen konnte. Mich hat das Buch in den Bann gezogen und so vergebe ich gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl. Ich würde mich sehr freuen, wenn es mit dieser Reihe noch ein wenig weiter würde und hoffe auf einen weiteren Band in baldiger Zukunft.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Spannende Miljöstudie

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Regina Stürickow nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin von 1936.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Das liegt daran, dass es sich um einen echten Fall des berühmten und
legendären ...

Regina Stürickow nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin von 1936.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Das liegt daran, dass es sich um einen echten Fall des berühmten und
legendären Mordermittler Ernst Gennat handelt.
Er hat seinerzeit die systematische Tatort-Arbeit eingeführt.
Es gibt einen tiefen Einblick in die Arbeit von Gennat.
Nicht nur seine Vorliebe für Süßes, ohne zwei Stückchen Kuchen ging
es einfach nicht. Er erfand das „Mordauto“, baute eine riesige Todesermittlungskartei auf, den Vorläufer moderner Datenbanken – und prägte 1930 einen Begriff, der bis heute verwendet wird: Serienmörder. Jahrzehnte, bevor er international bekannt wurde.
Die Atmosphäre der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg
wird wunderbar wiedergegeben.
Im Hintergrund lauert der Zweite Weltkrieg, die politische Stimmung ist am Kippen.
Das spürt die jüdische Bevölkerung schon mehr als deutlich.
Die Wohnsituation der armen Menschen, ihre Sorgen und Nöte sind wunderbar dicht erzählt.
Der alte Kiez mit seinen Originalen lebt wieder auf
Die Charaktere sind echt gezeichnet und sehr lebensnah.
Man lebt und leidet mit ihnen.
Als ob man alles gemeinsam erlebt.
Eine Reise durch eine vergangene, gar nicht so goldene Zeit.
Spannend recherchiert.
Ein wissenschaftlich fundierter Kriminalfall aus der NS-Zeit.
Dazu die Berliner Schnauze, Tiefgang und ein feines Gespür für das Abgründige.
Ein Lesehighlight

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Spannender Kriminalfall im Berlin von 1936

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Regina Stürickow hat mich mit ihrem großartigen Kriminalroman ‘Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm‘ in Atem gehalten durch ihre fesselnde Art eine Geschichte zu präsentieren, die einer historischen ...

Regina Stürickow hat mich mit ihrem großartigen Kriminalroman ‘Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm‘ in Atem gehalten durch ihre fesselnde Art eine Geschichte zu präsentieren, die einer historischen polizeilichen Akte entstammt und fiktional erzählt wird. Den Protagonisten, ein sympathischer, dem Zeitgeist entsprechend gezeichneter Kommissar, hat es tatsächlich gegeben. Auf seinen Spuren zu wandeln und dabei Einblicke in das historische Berlin zu bekommen, hat mir sehr großen Spaß gemacht. Immer wieder habe ich recherchiert, welche Veränderungen es zum heutigen Stadtbild gibt und wie es sich einst präsentiert hat. Auch die gesellschaftspolitischen Darstellungen ließen mich tief eintauchen in die Geschichte der Stadt Berlin, in der ich lebe.
Es ist eine Fortsetzungsreihe, die allerdings unabhängig voneinander gelesen werden kann. Es wird nicht mein letzter Roman aus dieser Serie sein, der mich in seinen Bann ziehen wird, denn ich bin neugierig geworden auf mehr.
Wer gern auf den Spuren vergangener Zeiten wandelt, spannende Unterhaltung zum Miträtseln sucht und dabei historisch fundierte Fakten schriftstellerisch gekonnt verarbeitet mag, ist hier bestens aufgehoben und erhält garantierten Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Gennat beschwört noch einmal die guten alten Ermittlermethoden

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Mir hat dieser Kriminalroman außerordentlich gut gefallen, es ist ja nicht der erste dieser Reihe, aber die bisher erschienenen habe ich nicht gelesen. Nur „Ernst Gennat ermittelt“, die von Regina Stürickow ...

Mir hat dieser Kriminalroman außerordentlich gut gefallen, es ist ja nicht der erste dieser Reihe, aber die bisher erschienenen habe ich nicht gelesen. Nur „Ernst Gennat ermittelt“, die von Regina Stürickow liebevoll recherchierte Biografie kenne und besitze ich. Nun kommt dieser Krimi hinzu und ich liebäugele schon mit anderen Büchern der Autorin. Sie hat sich wohl mit Leib und Seele den alten Berliner Kriminalfällen verschrieben, so dass ich voll auf meine Kosten komme. Denn sie verbindet „True Crime“ und Fiktionales auf ganz wunderbare Weise. Ein bisschen Berliner Schnauze und viel Lokalkolorit sind auch dabei, für mich als gebürtige Berlinerin eine Freude.
Der Fall des Raubmords am Ku’damm könnte jederzeit und überall so passiert sein, Kriminelle finden immer Mittel und Wege, seien sie noch so verschlungen, um an Geld zu kommen. Diesmal hat es den Boten eines Reisebüros erwischt, der mit der gut gefüllten Geldbombe nach Feierabend zur Bank gehen wollte. Zwei finstere Gestalten bringen ihn zu Fall, entreißen ihm die Tasche mit dem Geld und schießen auf ihn. Der Bote namens Schröter verstirbt und es ist ein Fall für die Mordermittler unter Regierungsrat Ernst Gennat. Eine breitgefächerte Suche nach den Tätern beginnt.
In den Kriminalfall eingewoben hat die Autorin eine fiktionale Erzählung rund um Lissy und Max Kaminski, ein jüdisches Berliner Ehepaar, das in der schlimmsten Krise seiner Ehe steht, die Entscheidung „gehen oder bleiben“ im Berlin des Jahres 1936. Zwar hat das Hitlerregime für die Zeit der Olympischen Spiele, winters wie sommers, die öffentlich sichtbaren Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung zurückgefahren, aber der Druck bleibt bestehen. Die Kaminskis – befreundet mit Ernst Gennat und auch mit dem Wiener Journalisten Hawliczek, der gerade in Berlin weilt – , und deren erwachsene Kinder bereits in Paris leben, müssen sich entscheiden. Lissy will lieber sofort emigrieren, Max eher gar nicht. Und Hawliczek ist der Meinung, dass „soetwas“ wie in Deutschland in Österreich nie passieren würde. Aus heutiger Sicht ein fataler Trugschluss. Aber ungeachtet dessen ist Lissy bereit, Gennat bei seinen Ermittlungen tatkräftig zu unterstützen.
Bei den Ermittlungen wird ein ganzes Kaleidoskop an Berliner Alltagsszenen eröffnet, die Autorin lässt den Leser hinter die Kulissen schauen, bei den Armen wie bei den besser Betuchten, sie zeichnet herrlich schnoddrige Berliner Originale, sie lässt Gennat genüsslich Kuchen essen und seine Sekretärin umgarnen, lässt beide Kaffee schlürfen und laut denken. Es macht einfach Spaß, zu lesen, wie sich die Schlinge um die Ku’damm-Mörder langsam zuzieht, auch wenn hin und wieder etwas auf Abwege gerät.
Ernst Gennat ist vielen sicher ein Begriff, seine Mordauto-Erfindung ist legendär, seine Leibesfülle ebenso. Gennat wird schon 1939 mit nur 60 Jahren sterben, aber hier im Buch löst er auf jeden Fall den Fall. Regina Stürickow liefert, man könnte sagen, man bekommt, was man bestellt hat, einen tollen Kriminalroman.
Zur Buchgestaltung: Das Cover würde mich im Buchladen sofort zum Zugreifen animieren! Der nostalgische Blick zur Gedächtniskirche wird zurückgeworfen vom ein wenig grimmig schauenden Buddha. Die Umschlagklappen sind etwas breit geraten, sie haben mich beim Lesen eher gestört. Aber eigentlich verschenkter Platz: Hier hätte eine Berlinkarte mit markierten Schauplätzen in der vorderen Innenseite des Covers für Nichtberliner hilfreich sein können. Nicht jeder Thüringer kennt den Leopoldplatz, nicht jeder Bayer die Charité.
Die Typografie (des gedruckten Buches) ist einerseits sehr großzügig angelegt, sehr breite Stege, die sind ungewohnt, kein Goldener Schnitt. Wenn man vom Platz auf der Seite ausgeht, hätten Grundschrift und insbesondere der Durchschuss gern einen Punkt größer sein können. Das ist aber absolut subjektiv und fließt nicht in meine Bewertung ein, denn Käufer eines eBooks können die Typografie ja selbst verändern.
Fazit: Ein historischer Berlin-Krimi, der nicht nur den beschriebenen Mordfall löst, sondern auch die Geschichte der 1930er Jahre in Berlin einbezieht. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Einnehmende Geschichte, nah am Protokoll des echten Falls (1936), chronologisch, passend ausgeschmückt, präzise, zum Mitermitteln einladend!

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DAS Urgestein der MoKo Ernst Gennat, Berlin und sein Ku´damm in politisch bedrohlichen Zeiten = Regina Stürickow in ihrem Element!

Schon das ansprechende Cover mit seiner klaren Bildaufteilung, der dominanten ...

DAS Urgestein der MoKo Ernst Gennat, Berlin und sein Ku´damm in politisch bedrohlichen Zeiten = Regina Stürickow in ihrem Element!

Schon das ansprechende Cover mit seiner klaren Bildaufteilung, der dominanten roten Schrift des Reihentitels und dem zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Foto sowie natürlich mit dem markanten Konterfei von Kriminalkommissar und mittlerweile Regierungsrat Gennat, gefällt mir ausgesprochen gut, wie überhaupt die gesamte Gestaltung der Klappenbroschur absolut gelungen ist.

Wie der Titel schon sagt, erzählt die Autorin von einem Raubmord, der sich Ende Januar und Anfang Februar im Berlin des Jahres 1936 tatsächlich zugetragen hat, wobei viele der Charaktere im Buch auch in der Realität in den Fall eingebunden waren, ein paar Figuren aber von ihr ersonnen und geschickt integriert wurden.

Inhaltliches werde ich selbstredend nicht wiedergeben, denn dazu gibt es den interesseweckenden Klappentext, aber meine Eindrücke möchte ich gerne schildern.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Kriminalromans sind die Ermittlungen, die Kommissar Gennat und seine Kollegen durchführen. Sie folgen, von nur wenigen frei erfundenen und den Fall ausschmückenden Details abgesehen, den Unterlagen und Protokollen, Reportagen und Zeitungsausschnitten zu diesem Fall, die die Autorin intensiv studiert und anhand derer sie gründlich recherchiert hat.

Akribische, teils mühselige und zeitraubende Polizeiarbeit, bestehend aus der Befragung von Augenzeugen und eventuell Beteiligten sowie das Sammeln von Hinweisen und Indizien bilden dabei den Kern des Romans.

Das mag sich trocken lesen, wird aber sehr lebendig sowohl durch den Schreibstil der Autorin als auch durch detaillierte Schilderungen der Gegebenheiten vor Ort und wunderbare Beschreibungen der involvierten Personen, neben Zeugen und Kriminellen sind das natürlich allen voran Kommissar Gennat nebst Kollegen und Freunden sowie Gennats Vorzimmerdame, Stenotypistin, Protokollschreiberin, Kaffeeköchin, Kuchenlieferantin, Zuhörerin und Vertraute Gertrud Steiner.

Die Art und Weise, wie Gennat seine Verhöre führt, zugewandt und ohne Druck auszuüben, zuhörend statt sofort urteilend, wird von seinen Kollegen zwar belächelt, ist aber so richtungsweisend wie erfolgreich, denn seine „Verhöre“ haben eher Gesprächscharakter und führen dennoch bzw. gerade deswegen zum Ziel.

Man erkennt die intensive Recherche, die die Autorin und Berliner Historikerin betrieben hat, und sollte diesbezüglich auch unbedingt das Nachwort lesen.

Schon das Eintauchen in die Geschichte der damaligen Zeit, die politischen und sehr besorgniserregenden Entwicklungen, die Einblicke in die damalige Arbeit einer Mordinspektion und deren dank Gennats äußert sorgfältiger, fortschrittlicher und menschlicherer Methoden zukunftsweisenden Ermittlungen faszinieren mich.

Von Ernst Gennat, also von dem Ermittler, der schon Profiler war, als es diese Bezeichnung noch gar nicht gab, und der mit seinen Methoden und Innovationen weltweite Bekanntheit erreichte, möchte ich gerne mehr lesen. Kleine, fast unauffällig eingestreute Anspielungen auf zurückliegende Ermittlungen machen bei diesem „Raubmord am Ku´damm“ ohnehin neugierig auf andere respektive weitere Bände dieser Reihe.

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