Cover-Bild Amazonenbrüste
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13,99
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  • Verlag: Tropen
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 13.09.2025
  • ISBN: 9783608124682
Reyhan Şahin

Amazonenbrüste

Wie ich den Brustkrebs bekämpfte | »Ihre schmerzlich genauen Beobachtungen bieten Orientierung, wo Angst und Traurigkeit übermächtig zu werden drohen.« Annabelle
»Reyhan Şahin schreibt nah am Herzen.« Fatma Aydemir
Reyhan Şahin ist als feministische Rapperin aufgetreten, als das noch längst nicht in Mode war. Sie hat als Frau mit Migrationsbiografie einen Doktor gemacht, als die deutsche Academia noch so divers war wie trockenes Weißbrot. Geringschätzung, Hass und Diffamierung hat sie immer an sich abprallen lassen. Das war ihre Superkraft. Doch der härteste Test sollte noch kommen: die Diagnose Brustkrebs.
Als Reyhan Şahin plötzlich die Diagnose Brustkrebs erhält, scheint ihre bitchmäßige Superpower sie erstmals zu verlassen. Aber nicht lange. Wir folgen ihr vom Schock der Diagnose über die Chemotherapie bis zum Glück der Überwindung der Krankheit. Und doch. Im Deutschrap und in der Wissenschaft hat sie sich trotz der vielen Hindernisse für eine Frau (und besonders Of Colour) durchgesetzt. Als Erkrankte muss sie erneut die Erfahrung machen, was es heißt, nicht als Deutsche gelesen zu werden. Doch mit ihrer kämpferischen Art, ihrer Widerstandskraft und ihrem Humor gelingt es ihr, in dieser Situation auch den großen Support zu spüren, die Solidarität unter Frauen, das Gemeinsame. Denn für den Krebs sind alle Menschen gleich. Eine Geschichte von großer Menschlichkeit, die uns daran erinnert, was uns verbindet, besonders in der Not. Und die nur wenige erzählen können wie Reyhan Şahin.
»Mit entwaffnendem Humor, kluger Wut und unerschütterlicher Bitchpower schreibt sie gegen das Schweigen an. Dieses Buch hat gefehlt.« Katja Diehl

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

Mutig, bewegend und sehr persönlich!

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Amazonenbrüste ist ein sehr persönliches und mutiges Sachbuch, das stark an ein Tagebuch erinnert. Besonders der Einstieg hat mir gefallen, da man direkt in die Situation hineinkommt. So wird sehr eindrücklich ...

Amazonenbrüste ist ein sehr persönliches und mutiges Sachbuch, das stark an ein Tagebuch erinnert. Besonders der Einstieg hat mir gefallen, da man direkt in die Situation hineinkommt. So wird sehr eindrücklich spürbar, wie schnell und massiv eine Krebsdiagnose das Leben verändert.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zum Lesen. Im Besonderen die kursiven Passagen haben mir gefallen, da sie intime Einblicke in die Gedankenwelt der Autorin geben. Auch die Rolle des Umfelds wird schön dargestellt, es wird deutlich, dass Unterstützung durch Familie und Freunde entscheidend ist und man nicht sofort alleine „funktioniert“ nach so einem Schock.

Kritisch sehe ich nur wenige Punkte: Manche Szenen zu Beginn wirkten etwas klischeehaft, da sie sehr stark das gängige Bild von Krebspatientinnen bedienen und beispielsweise die typischen Baumwollmützen (sehr) negativ dargestellt werden. Ausserdem haben mich die türkischsprachigen Passagen stellenweise aus dem Lesefluss gebracht, auch wenn sie biografisch sinnvoll eingebunden sind.

Amazonenbrüste ist eine ehrliche, bewegende und mutige Schilderung, die zeigt, wie individuell der Umgang mit Krebs sein kann. Ich würde das Buch definitiv empfehlen, wer das Buch liest, sollte aber weniger ein klassisches Sachbuch mit medizinischem Fachwissen erwarten, sondern vielmehr eine persönliche und authentische Geschichte.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Mut, Sprache und Selbstermächtigung

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Schon das Cover von Amazonenbrüste ist ein Statement: kraftvoll, direkt und zugleich verletzlich. Es zeigt, dass dieses Buch kein klassischer Krankheitsbericht ist, sondern ein mutiger Akt der Selbstermächtigung. ...

Schon das Cover von Amazonenbrüste ist ein Statement: kraftvoll, direkt und zugleich verletzlich. Es zeigt, dass dieses Buch kein klassischer Krankheitsbericht ist, sondern ein mutiger Akt der Selbstermächtigung. Die Gestaltung spiegelt die Persönlichkeit der Autorin wider – bunt, laut, aber nie oberflächlich.

Reyhan Şahin, die vielen als Dr. Bitch Ray bekannt ist, schreibt über ihre Brustkrebserkrankung auf eine Art, die man so selten liest: ehrlich, humorvoll, wütend, philosophisch und poetisch zugleich. Das Thema wird nicht als reine Leidensgeschichte erzählt, sondern als vielschichtige Auseinandersetzung mit Körper, Weiblichkeit, Identität und gesellschaftlichen Erwartungen. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Analysen wechselt, ohne dass der Text an emotionaler Tiefe verliert.

Ihr Schreibstil ist unverkennbar – eine Mischung aus essayistischer Schärfe, Popkultur, Raprhythmus und zarter Introspektion. Man spürt ihre sprachliche Präzision und ihren intellektuellen Hintergrund, gleichzeitig aber auch ihre Nahbarkeit und Verletzlichkeit. Diese Kombination macht das Buch außergewöhnlich authentisch.

Die „Figur“ der Erzählerin, also Şahin selbst, ist komplex, widersprüchlich und dadurch enorm glaubwürdig. Sie idealisiert sich nicht, sondern zeigt auch ihre Ängste und Zweifel. Gerade das macht sie als Erzählerin so menschlich.

Für mich war das Buch besonders interessant, weil es Krankheit nicht als Gegensatz zu Stärke, sondern als Teil eines selbstbestimmten Lebens begreift. Reyhan Şahin gelingt es, Tabus zu brechen und Empowerment neu zu definieren.

Fazit: Amazonenbrüste ist ein radikal ehrliches, poetisches und inspirierendes Buch über Heilung, Identität und Mut. Ich empfehle es allen, die Literatur suchen, die nicht nur erzählt, sondern herausfordert und bewegt.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

ehrliche Worte!

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Das Buch hat mich total umgehauen!

Ich liebe die ungeschönte Ehrlichkeit, mit der Reyhan Şahin ihre Geschichte erzählt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, nicht im Leben und auch nicht in ihrem ...

Das Buch hat mich total umgehauen!

Ich liebe die ungeschönte Ehrlichkeit, mit der Reyhan Şahin ihre Geschichte erzählt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, nicht im Leben und auch nicht in ihrem Roman.
Ich kannte sie als Rapperin vorher nicht, da das absolut nicht meine Welt ist, genau deshalb fand ich es umso spannender diese Welt kennen lernen zu dürfen.
Ich weiß gar nicht was ich zuerst ansprechen soll, weil mir so vieles (wenn nicht sogar alles) an diesem Buch gefallen hat.
Durch die authentische Erzählung bin ich durch das Buch geflogen und habe das Gefühl Reyhan nun als Freundin zu kennen. Mir hat es unheimlich gut gefallen, was für ein positiver Mensch sie ist und wie sie auf andere Menschen offen zu geht und dadurch so viel positive Erfahrungen selbst während dieser schweren Zeit sammeln konnte.
Sie greift so viele Themen auf, über die gesprochen werden sollte. Besonders gut fand ich auch ihre ehrliche Erzählung über ihre Depressionen und dass sie zeigt, dass diese ernsthafte Erkrankung auch positive, lebensfrohe Menschen treffen kann.
Viel zu oft werden schwere Erkrankungen, wie auch Krebs, in Filmen und Büchern romantisiert dargestellt und das tut Dr. Bitch Ray auf keinen Fall. Sie erzählt uns von den Dingen, die uns sonst niemand erzählt und die auch sie sich gewünscht hat, man hätte sie ihr erzählt. Es ist sehr wertvoll, dass sie diese Erfahrungen teilt, damit hilft sie sicher einigen Frauen, besser vorbereitet zu sein, auf das was kommt oder kommen kann, wenn die Diagnose Brustkrebs bekommt.
Mich hat das Buch eher unerwartet total begeistert!

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Keine leichte Kost

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Reyhan Sahin lässt ihre Leserschaft in 'Amazonenbrüste' ganz nah an sich heran und in ihr Leben hinein.
Schonungslos offen und in teilweise provokant-derber Sprache berichtet sie über ihre Brustkrebsdiagnose ...

Reyhan Sahin lässt ihre Leserschaft in 'Amazonenbrüste' ganz nah an sich heran und in ihr Leben hinein.
Schonungslos offen und in teilweise provokant-derber Sprache berichtet sie über ihre Brustkrebsdiagnose und die damit einhergehenden Wendungen in ihrem Leben.
Dabei vermittelt sie das Bild einer starken, kämpferischen Frau, scheut sich jedoch auch nicht davor, ungeschönt über Depressionen, Wut und Ängste zu schreiben.

Ihr Weg, das Erlebte im Buch zu vermitteln, ist wohl geprägt von ihrem beruflichen Wirken, die Sprache konnte mich nicht immer ganz überzeugen, jedoch lässt gerade dies das Buch und seine Autorin sehr authentisch wirken. Sie möchte nicht jedem und jeder gefallen, ihr geht es vielmehr darum, sie selbst zu sein.
Ihre ehrliche Offenheit in diesem Buch verdient Respekt und Anerkennung, unabhängig vom subjektiven Gefallen des mitunter provokanten Erzählstils.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Kann man lesen

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“Amazonenbrüste” ist Reyhan Şahins autobiografische Erzählung ihrer Brustkrebserkrankung. Mir war die Autorin bis anhin kein Begriff, weder als Schriftstellerin noch in ihren Rollen als Rapperin oder Wissenschaftlerin. ...

“Amazonenbrüste” ist Reyhan Şahins autobiografische Erzählung ihrer Brustkrebserkrankung. Mir war die Autorin bis anhin kein Begriff, weder als Schriftstellerin noch in ihren Rollen als Rapperin oder Wissenschaftlerin. Meine Lesemotivation war das Thema Brustkrebs.

Şahin erzählt von der ersten Verdachtsdiagnose, dem Schock, ihren Erfahrungen mit den Ärzt:innen, ihren Ängsten, der Unterstützung die sie erfahren hat, der Chemo, den Sorgen und ihrem Leidensweg und den Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnet ist. Ein Erfahrungsbericht Diagnose Brustkrebs eben, der zur Sichtbarkeit der Thematik in der Öffentlichkeit beiträgt. Bemerkenswert fand ich, wie offen Şahin offenbar mit ihrer Diagnose umging, wie weit sie die Information gestreut hat. Ein solcher Umgang und die Beispiele der positiven und unterstützenden Reaktionen mögen für Betroffene ermutigend sein und Vorbildcharakter haben.

Für mich als nicht betroffene Person war die Lektüre zwar informativ aber auch etwas oberflächlich. Nach dem Klappentext hatte ich etwas tiefere Auseinandersetzungen mit dem medizinischen System, vielleicht mit gesellschaftlichen Strukturen erwartet. Es gibt zwar immer wieder kleine Erörterungen und Exkurse - diese stehen aber nur lose im Zusammenhang mit der Krankheitsgeschichte und fokussieren eher auf den persönlichen und beruflichen Hintergrund der Autorin. Interessant, aber eben nicht das, was ich zu lesen gehofft habe. Gewürzt wird der Text immer wieder mit persönlichen und direkte Kursivgedanken - Englische Ausrufe und Flüche, türkische Wendungen, Hiphopslang und Unmengen von Ausrufe- und Fragezeichen. Das macht den Text zwar authentisch, aber auch anstrengend zu lesen.

Insgesamt war “Amazonenbrüste” ein kurzweiliger Ausflug in eine mir unbekannte Erfahrungswelt. Ich hoffe, dass Betroffene - von Brustkrebs und/oder Diskriminierung aufgrund ihrer Migrationsgeschichte - und Fans von Şahin daraus Kraft und Mut schöpfen können. Für mich wars leider nicht gehaltvoll genug, um mich zu inspirieren oder zu begeistern.

Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Tropen Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt natürlich und wie immer trotzdem meine eigene.

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