Kriminalroman | Die grenzüberschreitende Bestseller-Serie zwischen Deutschland & Österreich
Das Böse sprengt jede Grenze – der vierte Band der SPIEGEL-Bestseller-Serie um das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer
Chefinspektor Bernhard Krammer steht geschockt in der Wohnung seiner Kollegin Roza Szabo in Innsbruck. In ihrem Wohnzimmer liegt eine männliche Leiche mit einer Tauchermaske. Doch von Roza selbst fehlt jede Spur. Was ist geschehen? Warum hat sie nicht die Kollegen alarmiert, sondern ist wie vom Erdboden verschwunden?
Als klar ist, dass Roza das letzte Mal am Walchensee gesehen wurde, bittet Krammer Oberkommissarin Alexa Jahn von der Inspektion Weilheim um Hilfe. Aber Rozas Spur verliert sich am See.
Die Ermittlungen geraten zusehends ins Stocken, doch eines wird immer klarer: Jemand ist hinter Roza her. Und wenn Alexa und Krammer sie nicht rechtzeitig aufspüren können, wird sie mit ihrem Leben bezahlen.
Band 4 der packenden Krimiserie in der Grenzregion Deutschland – Österreich
Im vergangenen Jahr hatte mir Band 3 der Grenzfall-Reihe nicht so gut gefallen. Deshalb habe ich etwas mit mir gerungen, ob ich den neuen Fall lesen soll oder nicht. Letztendlich habe ich mich aber dann ...
Im vergangenen Jahr hatte mir Band 3 der Grenzfall-Reihe nicht so gut gefallen. Deshalb habe ich etwas mit mir gerungen, ob ich den neuen Fall lesen soll oder nicht. Letztendlich habe ich mich aber dann doch dafür entschieden. Grenzfall 4 würde ich als soliden Krimi einstufen. Er hat mich jetzt nicht überrascht, aber doch gut unterhalten und mir am Ende große Lust auf die Fortsetzung gemacht.
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Der 4. Grenzfall wird persönlich. Roza Szabo, die Kollegin von Chefinspektor Bernhard Krammer, verschwindet. In ihrer Wohnung wird eine Leiche gefunden. Krammer kann und will nicht glauben, dass Szabo Dreck am Stecken haben könnte. Oberkommissarin Alexa Jahn unterstützt ihren Vater bei seinen Nachforschungen.
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Der Fall beginnt spannend. Was mir besonders gut gefällt ist, dass Krammer & Jahn hier persönlich mehr miteinander zu tun haben. Das betrifft sowohl die Arbeit als auch das Zwischenmenschliche. Die Beiden nähern sich emotional endlich an. Diese Entwicklung hat ausgeglichen, dass der zu Beginn so rasante Fall dann doch etwas ins Stocken gerät. Die Ermittlungen ziehen sich etwas. Der eine fragt hier, der andere fragt dort. Die so zusammengetragenen Infos haben dann dafür gesorgt, dass ich den Ermittlern im letzten Drittel voraus war und die Auflösung nicht mehr ganz so spektakulär und überraschend war.
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Fazit: Die Reihe hat mich wieder. An Band 1 kommt bisher zwar keiner der Folgebände ran - Grenzfall 4 ist aber ein solider Krimi, der mir im Vergleich zum Vorgänger wieder einen Tick besser gefallen hat. In Sachen Spannungsaufbau und Wendungen wäre mehr möglich gewesen. Dafür hat mich diesmal die Entwicklung auf emotionaler Ebene überzeugt. Das Ende gibt schließlich schon einen Vorgeschmack auf Grenzfall 5, der bereits für Januar 2025 angekündigt ist.
Chefinspektor Bernhard Krammers Kollegin Roza Szabo ist verschwunden, in ihrer Wohnung findet Krammer eine männliche Leiche, die eine Tauchermaske trägt. Geschockt von der Situation versucht er Szabo zu ...
Chefinspektor Bernhard Krammers Kollegin Roza Szabo ist verschwunden, in ihrer Wohnung findet Krammer eine männliche Leiche, die eine Tauchermaske trägt. Geschockt von der Situation versucht er Szabo zu finden und bittet Oberkommissarin Alexa Jahn um Hilfe bei der Suche nach ihr.
In den tiefen der Schuld von Anna Schneider ist der vierte Band der Grenzfall-Reihe und war für mich der erste Teil, den ich gelesen habe. Möglicherweise habe ich mich mit dem Einstieg auch deswegen schwer getan, wobei dies vor allem an den charakterlichen Eigenschaften der Protagonisten lag, die auch in den Vorbänden bestimmt nicht anders dargestellt werden.
Weder Bernhard Krammer, noch Alexa Jahn, konnten meine Sympathien gewinnen. Dabei bin ich generell ein Fan von eher garstigen Ermittlercharakteren, aber sie benötigen für mich eine Eigenschaft, die sie ab und an eben doch menschlich bzw. sympathisch wirken lassen, das konnte ich bei Krammer nicht wahrnehmen. Des weiteren waren auch seine Ermittlungsarbeiten fragwürdig und auch hier fehlte mir ein ‚Ausgleich‘ für dieses Verhalten.
Insgesamt tat ich mich auch von Anfang bis Ende schwer damit, dass die Protagonisten ständig unterschiedlich angesprochen wurden. Der Einsatz von Vor- oder Nachnamen kam mir völlig willkürlich vor, ausgenommen in Dialogen, und erschwerte den Einstieg in das Buch zudem. Auffallend war, dass jedoch vor allem die weiblichen Charaktere fast durchgehend mit Vornamen benannt wurden.
Der Fall selbst konnte mich leider nicht in seinen Bann ziehen. Die Suche nach Roza Szabo wirkte auf mich nach willkürlichen Wegen, die dann zufälligen Hinweise gaben und schlussendlich auch den Fall gelöst haben. Dennoch fehlte mir insgesamt eine richtige Ermittlung, die Indizien erkannte und daraufhin agierte und sich dadurch neue Ermittlungswege erarbeitet hat. Deswegen empfand ich die Story eher spannungsarm, zudem war das Ende leider eher enttäuschend.
In den tiefen der Schuld konnte mich leider nicht überzeugen und auch nicht mein Interesse wecken, die Vorgängerbände zu lesen. Dennoch empfindet möglicherweise jemand, der die Reihe von Beginn an kennt, auch diesen Fall komplett anders. Vielleicht auch, weil bereits Sympathien zu Roza Szabo hergestellt wurden und die Suche nach ihr dadurch emotionaler wird.
Ich bin ja schon einige Male in Krimi-Reihen mit einem der späteren Teile eingestiegen. Verständnisprobleme hatte ich dabei selten und relativ oft wurde sogar mein Interesse an der gesamten Reihe geweckt ...
Ich bin ja schon einige Male in Krimi-Reihen mit einem der späteren Teile eingestiegen. Verständnisprobleme hatte ich dabei selten und relativ oft wurde sogar mein Interesse an der gesamten Reihe geweckt und ich las danach auch noch die Vorgänger. Auch auf die Grenzfall Reihe wurde ich erst kürzlich aufmerksam, als ich diesen 4. Teil hier bei NetGalley entdeckte. Da ich den Klappentext interessant fand, fragte ich ein Rezensionsexemplar an und freute mich, dass ich es kurze Zeit später bereits auf meinen Kindle laden konnte.
Auf die Polizistin Roza Szabo wurden kürzlich zwei Mordanschläge verübt und nun ist sie spurlos verschwunden. Sie verließ das LKA Gebäude in Innsbruck anscheinend panisch und ließ sowohl ihren Mantel, als auch ihr Telefon zurück. Da sie bis zum nächsten Tag nicht wiederauftauchte, sucht Chefinspektor Bernhard Krammer zuerst in ihrer Wohnung nach ihr und findet einen unbekannten Toten, der Kopf drapiert auf einem pinkfarbenen Kissen, umrahmt mit Lilien und auf dem Gesicht eine Tauchermaske mit einer mit Lippenstift geschriebenen Botschaft.
Krammer ermittelt erst einmal allein und holt lediglich seine Tochter, Oberkommissarin Alexa Jahn von der Inspektion Weilheim in Deutschland und ihren Partner Florian Huber mit ins Boot. Erste Spuren führen dann auch tatsächlich ins angrenzende Nachbarland. Dort wurde Roza zuletzt am Walchensee gesehen, ist seitdem jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Wovor ist die sonst so zuverlässige Kriminalinspektorin geflohen, ohne ihren Kollegen zu involvieren und wird es dem kleinen Ermittlerteam gelingen, sie zu finden?
Gepackt hat mich dieser Krimi leider nicht. Dafür gab es in der Handlung zu viele Dinge, die ich persönlich als unrealistisch dargestellt oder lediglich passend zurechtkonstruiert empfand. Bereits anfangs stieß mir auf, dass Krammer beim Betreten von Rozas Wohnung dem Beamten, der ihn an die Schutzkleidung erinnerte, lediglich über den Mund fuhr und diese forensische Grundregel einfach vernachlässigte. Starke Emotionen hin oder her, so etwas macht ein erfahrener Beamter einfach nicht. Dann untersucht dort ein ganzes Team der Spurensicherung die Wohnung und im LKA bleibt die Angelegenheit trotzdem die ganze Zeit so geheim, dass er tagelang mit seinen Alleingängen unterwegs sein kann?
Aber auch die Amtshilfe der beiden deutschen Kollegen wirkte auf mich oft sehr realitätsfern. Zum einen halten sie und Krammer sich wegen persönlichen Befindlichkeiten gegenseitig nicht wirklich auf dem Laufenden. Zum anderen kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die enormen professionellen Ressourcen, über die sie bei ihren Ermittlungen plötzlich verfügen, lediglich durch Spezis schnell mal so bereitgestellt werden können. Außerdem ermitteln selbst die beiden Deutschen außerhalb ihrer Zuständigkeit und ihr Chef, der davon erst viel später in Kenntnis gesetzt wird, winkt das einfach mal so durch?
Obwohl ich den Anfang des Krimis trotzdem noch als relativ spannend empfand, flaute diese Spannung bei mir dann auch sehr wieder schnell ab und ich empfand ziemliche Längen. Gut, die Situation zwischen Krammer und Jahn hat durchaus etwas Besonderes, aber dieses ständige hin und her der persönlichen Befindlichkeiten und sich dabei mehrmals wiederholende Gedankengänge, während es mit den Ermittlungen überhaupt nicht voranging, nervte mich zusehends und es gelang mir wohl deshalb auch nicht wirklich, großartige Sympathiebeziehungen zu den Charakteren aufzubauen.
Der immer mal eingeschobene Handlungsstrang, in dem eine zunächst anonym bleibende Frau ihre Geschichte erzählt, berührte mich anfangs zwar auch noch und ließ die ansonsten kaum vorhandene Spannung auf einer Sparflamme noch ein bisschen weiterköcheln. Allerdings empfand ich auch da später dann zu vieles als ziemlich unglaubhaft zurechtkonstruiert. Wirklich gut unterhalten fühlte ich mich von diesem Krimi nicht und ich denke, dass ich sowohl um die vorher bereits erschienenen Grenzfälle, als auch um zukünftige, lesetechnisch einen großen Bogen machen werde.