Cover-Bild Adam Ethan
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3,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Other Norms
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 07.2020
  • ISBN: 9783964910288
Robert Hammer

Adam Ethan

Leben auf großem Fuß
Adam ist ein Außenseiter. Seine Mutter weiß nicht, wie sie mit ihm umgehen soll, und seinen Vater hatte er nie kennengelernt.
Nur mit einer alten Adresse zur Hand will er sich heimlich auf eine weite Reise machen, um den verschwundenen Vater zu finden.
Als schließlich noch Ethan, ein Junge aus der Nachbarschaft, auftaucht, wird nicht nur sein Alltag, sondern auch seine Gefühlswelt vollkommen auf den Kopf gestellt.

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2020

Die Brücke der Schmetterlinge zwischen zwei Individuen!

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Tolle Geschichte eines Coming of Age und der potentiell aufblühenden ersten zarten Ranke der Liebe zwischen zwei sympathischen Jungs! Seufz!

Der Titel der Rezension bezieht sich auf die berühmten Schmetterlinge ...

Tolle Geschichte eines Coming of Age und der potentiell aufblühenden ersten zarten Ranke der Liebe zwischen zwei sympathischen Jungs! Seufz!

Der Titel der Rezension bezieht sich auf die berühmten Schmetterlinge im Bauch. ( Nur nicht Herbert Grönemeyer, der hat Flugzeuge im Abdomen! 🛫🛬 ). Jeder Mensch, der geboren wird, hat eine Handvoll Raupen im Bauch, die erst dann verpuppen und zu Luftgauklern werden, wenn man die allererste Liebe trifft. Wird das auch Adam widerfahren, in Gestalt von Ethan?

Adam ist Außenseiter und muß sehr unangenehme Erfahrungen machen. Er wird gemobbt und mit seiner Mutter gibt es gewiße Spannungen. Er kennt seinen Vater nicht.

Dann und dennoch wagt er den Aufbruch in einen langen Trip hinein, um seinen Vater zu finden, nur mit einer alten Adresse bewaffnet.

Er lernt Ethan aus der NachbARSchAFT kennen und er verdreht ihm enorm den Kopf. Beruht diese erste zarte Blüte der Liebe auf Gegenseitigkeit und wird beider Herzen fest umrahmen, so sehr, daß aus Adam & Ethan Adam Ethan wird? Zwei zu Einem, im metaphorischen Sinn? Wird Adam seinen Vater finden? Und wenn ja, was dann?

Die Geschichte spielt in den USA, was der Entfaltung des Plots ganz andere phantastische Optionen einräumt, als wenn man diesen in Deutschland ansiedelte.

Ich kann auch Kritik nicht nachvollziehen, die den Schauplatz bemängeln und lieber Deutschland hätten. Nur weil ein Autor / in in Deutschland lebt, muß die Handlung doch nicht zwangsläufig hierzulande spielen. Also wirklich!

Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Sie ist angenehm und liquide geschrieben, mit Empathie und Herzenswärme. Man merkt, wie liebevoll Robert Hammer mit seinen Hauptprotagonisten umgeht. ( Es gibt genug negative Gegenbeispiele! Manche Autoren behandeln ihre Charaktere unnötig lieblos! )

Ich kann ebensowenig nachvollziehen, wieso die beiden fünfzehnjährigen Hauptprotagonisten sich vorgeblich "hochtrabend", "altbacken" und "überzogen" ausdrücken sollen. Als ich fünfzehn drückte ich mich anhand meiner Belesenheit gewählt aus, was mir des öfteren bestätigt wurde. Im negativen Sinne sagten mir auch einige nach, meine Art zu reden, sei "hochtrabend". Daß Fünfzehnjährige also so sprechen ist durchaus authentisch!

Ich persönlich mag es sehr, daß das Buch so schöne positive Schwingungen ausstrahlt. Ich lese zwar ebenso Bücher mit einer deprimierenden Prämisse, von denen viele gut bis sehr gut sind, aber ich brauche auch immer wieder Bücher zum Wohlfühlen. Und das hier ist prima!

Wertvolle Punkte werden angesprochen wie Offenheit, Akzeptanz, erwachende Liebe, Coming of Age, Vertrauen, Selbstvertrauen usw.

Die Genese der Hauptprotagonisten schreitet überzeugend voran. Adam und Ethan sind mir sehr sympathisch und ich habe sie ins Herz geschlossen.

Gewiße Szenen sind sehr niveauvoll verfasst und das Ende ist für mich nicht unrealistisch - au contraire! Der Autor selbst gab bei Nachfrage zu Protokoll, daß man das in diversen Bundesstaaten der USA machen darf. Was machen darf, fragt ihr? Lesen! ( Garantiert denken jetzt manche an gewiße Dinge! Was habt ihr denn für eine Phantasie? Tss! Tss! )

Der Titel Adam Ethan ist außerdem sehr treffend ohne das & - Zeichen, weil beide temporär im metaphysischen Sinne " verschmelzen". Fragt sich jetzt nur, ob ausschließlich im platonischen Sinne oder mehr? 😀👨‍❤️‍👨👨‍❤️‍💋‍👨???

Das schöne Cover zu dieser atmosphärischen Geschichte ist jedenfalls ein Eyecatcher. Danke, Robert Hammer!!!😘


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Veröffentlicht am 22.10.2020

Die Reise

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Der Klappentext und das tolle Buchcover haben mich neugierig auf Adam Ethan gemacht.

Ich hatte eine Geschichte von einer abenteuerlichen Reise durch Amerika erwartet, mit dem Ziel Adams Vater zu finden.

Die ...

Der Klappentext und das tolle Buchcover haben mich neugierig auf Adam Ethan gemacht.

Ich hatte eine Geschichte von einer abenteuerlichen Reise durch Amerika erwartet, mit dem Ziel Adams Vater zu finden.

Die Reise war kurz. Der Großteil derGeschichte dreht sich um Adams Gefühsleben, seine sexuelle Ausrichtung und erste Liebe. Das hatte mich dann doch etwas überrascht.

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, aber manchmal wirken die Begriffe und Gespräche zu altbacken für junge Leute. Auch finde ich einige Sachen etwas überzogen und unrealistisch.

Es ist gut, dass es solch ein Buch für junge Menschen gibt, die sich sexuell erst orientieren müssen und denen die Gesellschaft manchmal voreingenommen gegenübersteht. Gerade in der heutigen Zeit sollte dieses Thema offen angesprochen werden.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

erste Liebe

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Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine ganz andere Geschichte erwartet, eine Reise durch Amerika, voller Abenteuer auf der Suche nach Adams Vater.

Keine Frage, die Geschichte lässt sich gut lesen und ...

Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine ganz andere Geschichte erwartet, eine Reise durch Amerika, voller Abenteuer auf der Suche nach Adams Vater.

Keine Frage, die Geschichte lässt sich gut lesen und ist auch interessant. Das Hauptaugenmerk liegt hier aber eher auf Adam , seiner Gefühlswelt und wie er mit seiner sexuellen Orientierung umgeht.

Der Autor schildert seinen Weg eigentlich sehr einfühlsam. Aber die ganze Geschichte ist mir etwas zu schnell, teils zu weit hergeholt. Die vielen Zufälle und Ereignisse machen es auch manchmal unglaubwürdig, ebenso wie einige Begriffe und Redensarten.

Für Jungs und vielleicht auch junge Mädchen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, eine gute Lektüre. Mich selber konnte es jetzt nicht so begeistern.

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Adam & Ethan

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Adam & Ethan, zwei Teenager, die ihre erste Liebe miteinander erleben.

Adam ist bereits 15, einerseits sehr taff und vorlaut, andererseits etwas unvorsichtig und unüberlegt. Auf der Suche nach seinem ...

Adam & Ethan, zwei Teenager, die ihre erste Liebe miteinander erleben.

Adam ist bereits 15, einerseits sehr taff und vorlaut, andererseits etwas unvorsichtig und unüberlegt. Auf der Suche nach seinem Vater reist er hunderte Kilometer weit in die Wildnis. Ethan, ein Junge aus seiner Nachbarschaft, mit dem er keinen Kontakt hat, bringt sie beide an diesem entlegenen Ort zusammen und sie lernen sich endlich kennen...

Den Grundgedanken des Buches finde ich gut. Es gibt nicht viele Bücher, die sich so bildhaft mit dem Thema beschäftigen.

Ich fand das Buch an und für sich gut, aber ich habe auch einige Kritikpunkte. Es war mir ein bisschen zu rosarot und vorhersehbar. Es ging mir auch alles etwas zu schnell und problemlos. Es gab einige Begriffe, die in diesem Alter nicht unbedingt Anwendung finden.

Die Botschaft von Toleranz, Freundschaft und Vertrauen kam gut rüber.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Ein etwas anderes Jugendbuch

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„...Im Grunde fanden sie an allem, dass ihn ausmachte, etwas, womit sie ihn hänseln konnten. Seine wuscheligen Haare, welche er nie so recht unter Kontrolle bekommen hatte. […] Seine zierliche Gestalt, ...

„...Im Grunde fanden sie an allem, dass ihn ausmachte, etwas, womit sie ihn hänseln konnten. Seine wuscheligen Haare, welche er nie so recht unter Kontrolle bekommen hatte. […] Seine zierliche Gestalt, die so gar nicht männlich wirken wollte...“

Ja, der 15jährige Adam hat es nicht einfach. Er wird von älteren Jungen gemobbt, selbst am letzten Schultag vor den Ferien. Gegen einen könnte er sich durchsetzen, gegen eine Horde nicht. Trotzdem wirkt Adam nicht verschüchtert. Manchmal fällt es ihm schwer seine kesse Zunge im Zaum zu halten. Eine gewisse verständliche Bitterkeit spricht aus folgenden Worten:

„...Schön, dass man nicht einmal auf den Gedanken kam, ihm zu helfen. Wenigstens, nachdem die Mistkerle verschwunden waren, hätte sich doch jemand seiner erbarmen können...“

Adam ist bei seiner Mutter aufgewachsen. Die Fragen nach dem Vater hat sie konsequent abgeblockt. Heute will er seine Chance nutzen, um in den Unterlagen etwas zu erfahren.
Der Autor hat ein abwechslungsreiches Jugendbuch geschrieben. Er verknüpft das Thema Mobbing mit der Suche nach den eigenen Wurzeln und der ersten Liebesbeziehung.
Für ein Buch diese Genre überrascht positiv die stellenweise gehobene Wortwahl. Das zeigt sich zum Beispiel in obigen Zitat. Ab und an allerdings verwendet der Autor die alte Rechtschreibung. Als ein persönliches Stilmittel mag das durchaus möglich sein, könnte die Zielgruppe aber irritieren.
Gut beschrieben wurde Adams Reise zum Wohnort des Vaters. Natürlich hat er weder die Mutter informiert, noch kann er sich sicher sein, dass der Vater noch dort wohnt. Geschickt wurden eine Reihe von Eventualitäten eingearbeitet. Beim Trampen trifft man eben auf unterschiedliche Leute.
Ab und an durchzieht ein feiner Humor die Geschichte.

„...Ich kenne mich mit Raubkatzen aus und weiß, wann man auf Distanz bleiben sollte...“

Beim Gespräch mit dem Vater geht es um Wahrhaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Und es wird ein Thema angesprochen, das den weiteren Verlauf der Handlung dominieren sollte. Bisher wurde es nur marginal angedeutet. Adam liebt den Nachbarsjungen Ethan. Genau auf den trifft er beim Waldspaziergang mit seinem Vater. Jetzt spielen Toleranz und Vertrauen eine Rolle.
Der Autor versteht es, die Begegnungen der Jungen und ihr intimes Kennenlernen behutsam zu schildern.

„...Ethan strahlte ihn wieder mit diesem Lächeln an. Es wirkte warmherzig auf ihn, dass er fast dahinschmolz...“

Über das Ende der Geschichte kann man geteilter Meinung sein. Dazu sollte man wissen, dass die Jungen in Amerika leben. Was kann man heutzutage einen Fünfzehnjährigen zutrauen? Wie weit kann er Verantwortung übernehmen? Ich finde die Idee mutig, halte sie aber in Deutschland für nicht machbar.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

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