19 - Das dritte Buch der magischen Angst
19 - Das dritte Buch der magischen Angst
Manchmal liest man ein Buch und merkt erst am Ende, dass man eigentlich gar nicht wollte, dass es endet. Genau so ging es mir mit „Das dritte Buch der magischen ...
19 - Das dritte Buch der magischen Angst
Manchmal liest man ein Buch und merkt erst am Ende, dass man eigentlich gar nicht wollte, dass es endet. Genau so ging es mir mit „Das dritte Buch der magischen Angst“. Einerseits ist es ein grandioses Finale – andererseits bleibt dieses kleine, traurige Gefühl zurück, weil man sich von liebgewonnenen Figuren verabschieden muss.
Schon das Cover hat mich wieder sofort abgeholt. Der Farbton passt perfekt zur Stimmung der Reihe und die gesamte Gestaltung wirkt einfach stimmig. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man schon beim Anschauen merkt: Hier steckt etwas Besonderes drin.
Oder wie eine alte Leserweisheit sagt: Man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen – aber manchmal darf man sich trotzdem daran erfreuen.
Die Geschichte wird weiterhin aus der Sicht der Protagonistin Widney erzählt. Der Schreibstil ist locker, leicht und sehr angenehm zu lesen. Einen Perspektivwechsel gibt es nicht, aber das hat mich überhaupt nicht gestört – im Gegenteil. Dadurch fühlt man sich Widney noch näher. Und seien wir ehrlich: Wenn die Perspektive gut ist, braucht sie keine Konkurrenz.
Widney ist für mich nach wie vor eine unglaublich starke Protagonistin. Sie ist mutig, kämpferisch und gleichzeitig sehr menschlich. Genau diese Mischung macht sie so sympathisch. Auch die anderen Charaktere aus der WG sind mir richtig ans Herz gewachsen. Im Laufe der Geschichte kommen noch weitere Figuren hinzu, die ebenfalls schnell einen Platz im Herzen finden. Man begleitet sie nicht einfach nur – man fühlt mit ihnen. Und genau deshalb tut das Ende auch ein bisschen weh.
Denn eine weitere kleine Lebensweisheit lautet: Die besten Geschichten enden immer viel zu früh.
Der dritte Band knüpft direkt an die Ereignisse zuvor an und es war definitiv die richtige Entscheidung, ihn sofort nach Band zwei zu lesen. Die Geschichte zieht einen sofort wieder in ihren Bann.
Schon zu Beginn gibt es neue Enthüllungen, die die Spannung direkt nach oben treiben. Immer wieder tauchen überraschende Wendungen und Schockmomente auf, wodurch die Spannung eigentlich nie wirklich nachlässt.
Der Showdown hat es dann wirklich in sich: spannend, emotional und gleichzeitig ein bisschen traurig. Genau diese Mischung macht das Finale so besonders. Das Ende selbst hat mir sehr gut gefallen und der Epilog rundet die Geschichte wunderschön ab.
Zum Schluss muss ich sagen: „Das dritte Buch der magischen Angst“ ist ein absolut würdiges und emotionales Finale der Reihe. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt es spannend, überraschend und mitreißend. Trotzdem bleibt nach der letzten Seite dieses kleine melancholische Gefühl zurück – weil man merkt, dass man diese Figuren und ihre Welt vermissen wird.
Pro:
• spannendes und emotionales Finale
• liebenswerte und starke Charaktere
• durchgehend fesselnde Handlung
• angenehmer, lockerer Schreibstil
Contra:
• Man muss sich am Ende von der Geschichte verabschieden
Und zum Schluss noch eine letzte Leserweisheit: Ein gutes Buch erkennt man daran, dass man nach der letzten Seite kurz traurig ist – und am liebsten sofort wieder von vorne anfangen würde.