Cover-Bild Superhits der Shōwa-Ära
26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Septime Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 216
  • Ersterscheinung: 11.03.2024
  • ISBN: 9783991200345
Ryū Murakami

Superhits der Shōwa-Ära

Roman
Jan Manus Leupert (Übersetzer)

Sechs junge Männer ohne Ambitionen, sechs alleinstehende Frauen, die alle Midori heißen, und eine gemeinsame Leidenschaft: Karaoke! Doch was, wenn eine Fehde zwischen den beiden Gruppen eskaliert und in einen regelrechten Krieg ausufert?
Ishihara und seine Freunde sind zu nichts zu gebrauchen. Ihr Lebensinhalt sind öde Partys und das Spannen bei der Nachbarin. Als einer von ihnen eine Frau auf offener Straße brutal ermordet, sehen sich deren Freundinnen gezwungen, ihren Tod zu rächen. Sie schließen sich zusammen, um den Täter ausfindig zu machen und zu töten. Nach dem Prinzip »Auge um Auge« beginnen die beiden Lager, sich gegenseitig zu dezimieren, wobei sie auf immer skurrilere und grausamere Methoden zurückgreifen. Diese Aufgabe jedoch ruft in allen Beteiligten auch einen ganz neuen Tatendrang und ungeahnte Fähigkeiten hervor. Untermalt mit den Melodien großer Hits aus der Shōwa-Ära, entsteht ein verheerender Bandenkrieg der etwas anderen Art.
In seinem satirischen Roman Superhits der Shōwa-Ära, der sowohl verfilmt als auch fürs Theater adaptiert wurde, karikiert Ryū Murakami schonungslos die Kultur der Moderne sowie den Geschlechter- und Generationenkonflikt in der japanischen Gesellschaft. Dabei zeigt er auf unheimlich mitreißende und komische Weise, wie aus einer vermeintlich unbedeutenden Feindschaft eine Gewaltorgie apokalyptischen Ausmaßes werden kann.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2024

Zwischen Karaoke, Langeweile und Misogynie explodiert die Stimmung

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Sechs gegen Sechs heißt es in Ryu Murakamis „Superhits der Shōwa-Ära“. Den jungen Männern
Sugiyama, Ishihara, Yano, Katō, Nobue und Sugioka steht ein Sechertrupp Frauen gegenüber, die allesamt Midori heißen.
Die ...

Sechs gegen Sechs heißt es in Ryu Murakamis „Superhits der Shōwa-Ära“. Den jungen Männern
Sugiyama, Ishihara, Yano, Katō, Nobue und Sugioka steht ein Sechertrupp Frauen gegenüber, die allesamt Midori heißen.
Die Gruppe der Männer vertreibt sich ihre Zeit mit öden Zusammenkünften, die nicht viel mit Partys gemeinsam haben. Das Highlight eines jeden Abends ist für sie, wenn sich die Nachbarin im Haus gegenüber auszieht und die Nichtsnutze spannen können. Sie bewundern diese Frau, reden aber gleichzeitig abfällig über sie und Frauen im Allgemeinen.
Eines Abends ermordet einer der Männer eine der Midoris. Die Frauen schwören Rache, und zwischen den beiden Gruppen entbrennt ein Bandenkrieg, der sich auf absurde Weise potenziert und Opfer um Opfer fordert.

Zwischen Karaoke, Langeweile und Misogynie explodiert die Stimmung dieser skurrilen Geschichte. Frauen mittleren Alters gegen junge, antriebslose Versager. Mit jedem Schlagabtausch wird die Rache exzentrischer.
Ich habe von Ryū Murakami bisher noch nichts gelesen, wusste aber, dass er zusammen mit Haruki Murakami nicht nur den Nachnamen, sondern auch einen ähnlich hohen Bekanntheitsgrad teilt. Sein literarisches Schaffen widmet sich der japanischen Prekariatsliteratur, und nachdem ich mir auf Wikipedia einen kurzen Eindruck darüber verschafft habe, was es mit dieser literarischen Einordnung auf sich hat, bin ich neugierig auf mehr Bücher vom „anderen Murakami“ und weitere Werke dieser Literaturströmung.