Gelungener Einstieg
Im Lande Everfall gelten magielose Menschen als wertlos und der gnadenlose König ist stets bereit, diese Menschen als Gabe zu opfern. Eine dieser magielosen ist Elara, die jedoch eine begabte Heilerin ...
Im Lande Everfall gelten magielose Menschen als wertlos und der gnadenlose König ist stets bereit, diese Menschen als Gabe zu opfern. Eine dieser magielosen ist Elara, die jedoch eine begabte Heilerin ist. Bisher wurde sie immer verschont, doch nun ist es soweit, die Krieger des Königs nehmen sie mit in ihr Reich. Würde Elara fliehen, würden sich die Männer an deren Schwester rächen und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu folgen. Doch was am Hofe dann wirklich geschieht, hätte sie niemals ahnen können.
Wie schön dieses Buch einfach gestaltet ist, brauche ich wohl nicht extra zu betonen. Das und das Wörtchen Drachen zog mich magisch an.
Mit Dragons Last Dance - Falle für mich erschien der erste Band einer Dark Fantasy Trilogie aus der Feder von Ryvie Fux.
Der Einstieg fiel sehr leicht, denn die Autorin hat einen sehr leichten, flüssigen und klaren Schreibstil. Wir lernen zunächst die Protagonistin und deren Lebensumstände kennen, doch schnell wird sie aus ihrer Heimat entführt.
Das Worldbuilding ist gut vorstellbar, wird aber nicht allzu sehr vertieft. In dieser Welt überwiegen magische Gestalten und magische Menschen, andere sind verpönt. Diese werden einem Gott geopfert, der einst ein Fluch über den König verhängt hat, doch bisher wurde er nicht gebrochen.
Zu Beginn wird es gleich spannend, doch diese Spannung wird nicht durchweg gehalten. Für meinen Geschmack gab es vor allem im Mittelteil die ein oder andere Länge. Doch insgesamt liest sich das Buch flott in einem Rutsch, vor allem nach einem riesigen Plottwist in der Mitte, möchte man einfach mehr erfahren.
Erzählt wird die Story aus der Sicht der Protagonistin Elara. Als Heilerin ist sie äußerst talentiert, außerdem hat sie eine ganz besondere Art sich auf andere einzulassen und auf sie einzugehen. Sie ist absolut tough und mutig und gibt nicht so leicht auf, also eine absolut gelungene Fantasyhelding.
Der Drachenkönig ist noch recht geheimnisvoll, wobei ich schon relativ früh eine Idee hatte, wohin die Reise geht. Die Annäherung zwischen den beiden ist absolut zart und slow burn at it’s best.
Neben diesen beiden gibt es noch ein paar Nebenfiguren und in Mai findet Elara eine wirklich tolle Verbündete.
Mein Fazit: Insgesamt war Dragons Last Dance ein schöner Einstieg in eine neue Fantasywelt. Wer hier allerdings viele Drachen erwartet, könnte enttäuscht werden. Allerdings glaube ich, dass wir durchaus auch noch auf Drachen stoßen werden. Eine starke Protagonistin und eine spannende Hintergrundgeschichte machen das Buch zu einem schönen Leseerlebenis.