Cover-Bild Wölfe im Münsterland
Band 413 der Reihe "KBV-Krimi"
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: KBV
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 360
  • Ersterscheinung: 16.07.2018
  • ISBN: 9783954414307
Sabine Gronover

Wölfe im Münsterland

Kriminalroman
Wenn die Angst durchs Land schleicht

Der Fund einer toten Ziege verstört die Bewohner des beschaulichen Ortes Oelde im Münsterland. Der Wolf ist zurückgekehrt!
Mirela Schulze Brinkhoff, die alte Mutter eines Großgrundbesitzers, prophezeit, dass mit dem Wolf auch das Unglück Einzug hält, und es sieht so aus, als würde die gebürtige Rumänin mit ihren Befürchtungen Recht behalten.

Ihre Schwiegertochter wird tot auf der Pferdeweide gefunden, mit zerbissener Kehle. Sie hatte in der Nacht nach dem Wolf Ausschau gehalten. Die Untersuchungen ergeben jedoch, dass sie vor den Bissen erschlagen wurde. Allen wird klar, dass ein gewissenloser Mörder in Oelde sein Unwesen treibt.

Die Stadt steht kopf, die Eltern der Kinder des Waldkindergartens verbreiten Panik, der Bürgermeister mahnt zur Ruhe. Kommissar Schmitt und der junge Polizist Dirk Kemper ermitteln unter Hochdruck. Dabei fühlt sich Schmitt nicht einmal sonderlich geeignet für die Ermittlungen rund um den Wolf, denn er hat eine ausgesprochene Angst vor jedem Tier, das größer ist als ein Beagle.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2018

Spannender Kriminalroman um zwei- und vierbeinige Wölfe im Münsterland

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Die Autorin Sabine Gronover greift in ihrem Kriminalroman mit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ein aktuelles Thema auf und transportiert es in Form einer spannnenden Geschichte, die mich auf ganzer ...

Die Autorin Sabine Gronover greift in ihrem Kriminalroman mit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ein aktuelles Thema auf und transportiert es in Form einer spannnenden Geschichte, die mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Eine unverhoffte Wolfssichtung stellt das sonst so beschauliche Leben im Oelder Ortsteil Sünninghausen komplett auf den Kopf. Das kurz danach zunächst eine tote Ziege und dann eine tote Frau gefunden werden, trägt auch nicht unbedingt zur allgemeinen Beruhigung bei. Als aber klar wird, das Karin Schulze Brinkhoff nicht von dem Wolf getötet wurde, ist dem ermittelnden Kommissar Hugo Schmitt und dem ortsansässigen Polizisten Dirk Kemper schnell klar, das sie es hier doch eher mit zweibeinigen Wölfen zu tun haben.

Neben einer spannenden Mördersuche liefert die Geschichte auch noch eine Menge Lokalkolorit aus dem Münsterland. Das die Autorin selber dort beheimatet ist und daher weiß, worüber sie schreibt, merkt man dem Buch zu jeder Zeit an.
Die Frage, ob es sich bei der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland in erster Linie um einen Fluch oder doch eher um einen Segen handelt, wird hier sehr umfassend und ausgewogen beleuchtet. Alle Sichtweisen zu diesem Thema bekommen ausreichend Raum, so das sich am Ende jeder seine Meinung dazu bilden kann.
Im Mittelpunkt steht hier aber der Kriminalfall, der mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen vorangetrieben und am Ende auch überzeugend aufgelöst wird.
Gut und vielschichtig charakterisierte Protagonisten tragen zudem einiges zum absolut positiven Gesamteindruck bei.

Ein spannender und uneingeschränkt empfehlenswerter Kriminalroman mit sympathischen Ermittlern, von denen ich sehr gerne noch mehr lesen würde.

Veröffentlicht am 05.09.2021

Spontan gelesen und nicht wirklich bereut

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Dieses Buch fiel mir im Bücherschrank in die Hände. Da dachte ich, ach ja, ich geb dem Münsterland Krimi noch eine Chance. Bisher hab ich ja eher schlechte Erfahrungen damit gemacht (die meisten Serien ...

Dieses Buch fiel mir im Bücherschrank in die Hände. Da dachte ich, ach ja, ich geb dem Münsterland Krimi noch eine Chance. Bisher hab ich ja eher schlechte Erfahrungen damit gemacht (die meisten Serien hab ich angelesen und das Buch weggelegt. Es gibt da auch einige Verlage, die ich inzwischen meide) und allgemein ist das Genre für mich – der Horror an Langeweile – schlechthin. Aber Frida Gronover (Sabine Gronovers Pseudonym) schreibt so hygeligge Dänemarkkrimis, da dachte ich, ich lese spontan dieses Buch.

Wolfssichtung im Münsterland, tote Tiere und eine tote Frau versprechen Spannung. Zumindest ist das Thema sehr interessant. Dass der Schreibstil von Sabine Gronover toll ist und kein so harter Krimi, sondern ab und an sogar einiges zum Schmunzeln aufweist, wusste ich ja schon.

Die Charaktere waren auch ansprechend und unterhaltsam. Auch einige Nebenfiguren. Die Handlung selbst wurde etwas in die Länge gezogen, so dass ich teilweise Mühe hatte, mit dem Lesen. Streckenweise war es echt langweilig und enthielt wenig Spannung, auch war der Krimi teilweise vorhersehbar.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist so dezent gruselig-schön.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wölfe im Münsterland war bisher der beste Krimi aus meiner „neuen“ Heimat. Zwar ab und an etwas langatmig, aber trotzdem spannend mit einem brisanten Thema. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.01.2019

Menschliche Wölfe

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„Wölfe im Münsterland“ ist ein Regionalkrimi von Sabine Gronover. Kommissar Schmitt und der Polizist Kemper werden nach Oelde geschickt. Zunächst hatte dort auf einem Bauernhof ein Wolf eine Ziege gerissen. ...

„Wölfe im Münsterland“ ist ein Regionalkrimi von Sabine Gronover. Kommissar Schmitt und der Polizist Kemper werden nach Oelde geschickt. Zunächst hatte dort auf einem Bauernhof ein Wolf eine Ziege gerissen. Anschließend wird die Ehefrau des Bauern Tod aufgefunden. Frau Schulze Brenkhoff wurde mit aufgerissener Kehle und mit Hundehaaren gefunden. Doch wie es sich zeigt, waren die Tiere unschuldig. Dennoch bricht im Münsterland eine gewisse Panik aus.

Der Krimi-Plot ist einfallsreich, so hab ich noch keinen Krimi gelesen. Und auch die Panik des Kommissars vor jeglichen Tieren war immer wieder sehr amüsant. Auch diverse potentielle Täter wurden in den Krimi eingeführt, so wie es sich gehört. Dennoch weißt das Buch einige Längen auf, sodass ich zum Lesen ein paar Tage länger benötigte. Wunderbar war auch, dass neben dem Krimi die Frage, ob der Wolf wirklich nach Deutschland zurückkehren soll, sehr umfassend beleuchtet wird. Natürlich hat es diverse Pros und Kontras.

Wenn Gronover künftig weniger Längen in ihren Büchern hat, ist dieses sympathische Ermittlerduo dennoch eines, von dem ich gerne noch mehr lesen würde.

Veröffentlicht am 26.09.2018

Ein Wolf gibt sich nicht mit einer toten Ziege zufrieden, und er kommt nicht allein.

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Sabine Gronovers Kriminalroman „Wölfe im Münsterland“ ist 2018 im KBV-Verlag erschienen und umfasst 359 Seiten.

Eines Nachts im Oktober begegnet ein Autofahrer im münsterländischen Oelde einem Wolf. Doch ...

Sabine Gronovers Kriminalroman „Wölfe im Münsterland“ ist 2018 im KBV-Verlag erschienen und umfasst 359 Seiten.

Eines Nachts im Oktober begegnet ein Autofahrer im münsterländischen Oelde einem Wolf. Doch es bleibt nicht bei dieser einen Begegnung: Kurz darauf reißt das Raubtier eine Ziege. Während das Auftauchen des Tieres bei der Oelder Bevölkerung gemischte Gefühle hervorruft, sieht Mirela Schulze Brinkhoff es als ein böses Omen - und sie soll Recht behalten: Kurz darauf wird ihre Schwiegertochter mit durchbissener Kehle auf einer Pferdekoppel gefunden. Erste Untersuchungen ergeben schon bald, dass ein skrupelloser Mörder seine Hände im Spiel hatte. Als noch weitere Verbrechen geschehen, laufen Schmitts und Kempers Ermittlungen auf Hochtouren und führen weit zurück in Mirelas siebenbürgische Vergangenheit.

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland - von Tierschützern und Naturliebhabern euphorisch gefeiert, von anderen kritisch und ängstlich beäugt. Ein Thema, das hierzulande immer wieder, wenn dieses Raubtier neue Reviere für sich erobern will, für heftige Kontroversen sorgt. Sabine Gronover ist es gelungen, die Argumente der Befürworter und Gegner in diesen Krimi informativ, spannend und unterhaltsam zugleich einzuflechten.

Als Mirela Schulze Brinkhoff dann auch noch die Prophezeiung „Ein Wolf gibt sich nicht mit einer toten Ziege zufrieden, und er kommt nicht allein. Die wirklich gefährlichen Wölfe folgen erst noch.“ (S. 27) ausstößt, baut sich ein Spannungsbogen auf, der den Leser bis zum Ende nicht mehr loslässt. Aufrechterhalten wird die Spannung nicht zuletzt dadurch, dass immer wieder neue Motive und Verdachtsmomente auftauchen, die Ermittler und Leser nicht zur Ruhe kommen lassen und jedes Mal neue Fragen aufwerfen. Dieses lässt diesen Roman zu einem rasanten Leseerlebnis werden.

Im Zentrum der Geschichte steht jedoch die Frage, welches Geheimnis Mirela Schulze Brinkhoff wohl hütet. Erscheint Mirela anfangs einfach nur als gut situierte Witwe eines Großbauern, die auf dem Hof ihren Lebensabend verbringt und – wie im Münsterland noch heute üblich - hilft, wo sie nur kann, rückt sie durch die allmähliche Preisgabe neuer Informationen aus ihrer persönlichen Geschichte mehr und mehr in den Fokus des Geschehens. Dadurch, dass dieses zum großen Teil durch die Wiedergabe ihrer Gedanken geschieht, ist der Leser auf weiten Strecken des Romans den Protagonisten an Wissen voraus. Dieses tut der Spannung trotzdem keinen Abbruch, lässt die Lösung des Rätsels doch nach einem dramatischen Finale bis zum Schluss auf sich warten.

Die im Titel erwähnten Wölfe begleiten den Roman in mehrerlei Hinsicht: Natürlich als das leibhaftige Raubtier, doch auch als Symbol für das Böse, was schon in Mirelas Vorhersage angedeutet wird. Darüberhinaus lässt Mirelas Herkunft aus den Karpaten, in denen Aberglaube noch heute weit verbreitet ist, natürlich auch den Wolf als mythisches Wesen nicht aus dem Blickfeld.

Dem Roman fehlt es zudem nicht an humoristischen Elementen, die zum großen Teil der Tierphobie des Kommissars Schmitt entspringen. Doch auch ansonsten konstruiert die Verfasserin immer wieder Szenen, die beim Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Gronovers Sprache ist schnörkellos und leicht zu lesen. Von Zeit zu Zeit tauchen Nebenschauplätze auf, z.B. im Privatleben des Bürgermeisters Tillmann, die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben. Sollte es von diesem Buch Nachfolgeromane geben, ist dieses ein meiner Meinung nach durchaus sinnvolles Vorgehen, sorgt es doch für eine durchgehende Handlungsebene. Bei einem Einzelband hätte die Autorin darauf meines Erachtens aber besser verzichten sollen, um so den Handlungsverlauf geradliniger verlaufen zu lassen, fehlt es ja ansonsten nicht an Überraschungsmomenten und Sackgassen in diesem Buch.

Das Cover des Buches ist im Vintage-Stil gehalten und zeigt einen großen Wolfskopf vor münsterländischer Landschaft, passt sich also sehr gut dem Inhalt des Buches an.

Dieses ist das erste Buch, das ich von Sabine Gronover gelesen habe, und ich bin wirklich angetan von Geschichte und Erzählweise. Einziger Wehrmutstropfen ist für mich persönlich die Einstellung der Charaktere zu Mirelas Geheimnis: Wie sie am Ende präsentiert wird, passt sie – ohne zu viel verraten zu wollen und zu dürfen – doch nicht so ganz in mein Weltbild. Aber das soll jeder Leser für sich entscheiden. Insgesamt ist dieser Kriminalroman ein Buch, das meiner Meinung nach Krimiliebhabern, die gleichzeitig auch ein Faible für das Münsterland, Wölfe und ungewöhnliche Geschichten besitzen, sicher ein paar spannende und vergnügliche Lesestunden zu bescheren vermag.