Cover-Bild Das Blut der Rebellin

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 704
  • Ersterscheinung: 16.03.2015
  • ISBN: 9783442479894
Sabrina Qunaj

Das Blut der Rebellin

Ein Geraldines-Roman 2 - Historischer Roman
Wales im 12. Jahrhundert: Während in England ein Bürgerkrieg tobt, rebellieren die Waliser unermüdlich gegen die neuen Machthaber. Um die Position der Normannen zu stärken, soll die junge Isabel, Tochter des mächtigen Geraldine-Geschlechts, den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit greifen die Rebellen an. Isabel kann fliehen und wird bald selbst zur Freiheitskämpferin. Der Sheriff hat seine Braut allerdings nicht vergessen und beauftragt den walisischen Prinzen Ralph le Walleys, sie zurückzuholen. Als die beiden sich ineinander verlieben, stehen sie plötzlich im Zentrum eines Krieges, in dem sie sich für eine Seite entscheiden müssen.



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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 14 Regalen.
  • 6 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 3 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Geraldines Runde 2

1

Nach Nesta ist es nun Isabel, die wir begleiten dürfen und was soll ich sagen, die Enkelin steht der Großmutter in nichts nach. Eigentlich muss ich gestehen, dass mir Isabel noch besser gefällt als Nesta, ...

Nach Nesta ist es nun Isabel, die wir begleiten dürfen und was soll ich sagen, die Enkelin steht der Großmutter in nichts nach. Eigentlich muss ich gestehen, dass mir Isabel noch besser gefällt als Nesta, für mich ist sie die fast beeindruckendere Persönlichkeit.
Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert zum ersten Teil und ist diesmal auch wieder sehr schlicht gehalten. Wie schon im ersten Band der Geraldine-Saga breitet Sabrina Qunaj Wales vor uns aus. Wenn man die Beschreibungen liest, hat man das alte, ursprüngliche Wales vor Augen, man schleicht gemeinsam mit den Rebellen durch die Wälder und geht an klaren Flussläufen vorbei.
Die Zeichnung der Figuren hat mir wieder außerordentlich gut gefallen, Isabel ist für mich eine Protagonisten wie ich sie mir wünsche. Mit ihr würde ich gerne mal einen Kaffee trinken gehen und einfach nur quatschen, denn sie ist eine Persönlichkeit und nicht austauschbar.
Aber auch die politische Entwicklung beschreibt Sabrina Qunaj ganz genau, der Kampf von Nordwales gegen Südwales und dann ist da ja auch der gemeinsame Feind, die Normannen, die von Wales Besitz ergreifen wollen. Damit es dem Leser einfacher fällt sich zu orientieren, bietet das Buch neben einer Landkarte, auch einen Stammbaum und ein Personenregister; ein Nachwort und ein Glossar runden den positiven Eindruck des Buches aufgrund der Formalia ab. Aber auch die Story an sich ist überzeugend. Die Autorin schildert den Weg den Isabel geht sehr eindrucksvoll, sie ist eine Figur mit der sich der Leser identifizieren kann. Sicherlich spielt hier auch eine Liebesgesichte eine Rolle, allerdings ist sie untergeordnet, denn die Freiheit und Sicherheit des Volkes steht an erster Stelle. Somit gibt es zwei Spannungsbögen, einmal den Spannungsbogen, der den Frieden zwischen den Clans thematisiert und den Spannungsbogen, ob Isabel mit dem Mann zusammen sein darf, dem ihr Herz gehört. Beide Spannungsbögen laufen zum Ende hin ihrem Höhepunkt entgegen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl der Autorin nicht folgen zu können oder Verständnisschwierigkeiten zu haben, trotz der teilweise komplizierten Konstellation von politischen Entwicklungen und Familienbanden.
Ich kann diesen Roman nur allen Fans von historischen Romanen empfehlen, denn er bietet beste Unterhaltung vor einer grandiosen Kulisse. Man kann den Roman durchaus auch eigenständig lesen, ich empfehle aber die Reihenfolge einzuhalten, denn so hat man auch der chronologischen Handlung Rechnung getragen. Also beginnen Sie am besten mit „Die Tochter des letzten Königs“ und begleiten Nesta auf ihrem Weg, sie werden es nicht bereuen. Ich kann da nur viel Vergnügen wünschen.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Die Geraldines-Familiensaga Teil 2

0

Wales im Jahre 1146. Die junge Isabel de Carew wächst auf dem Familiensitz Llansteffan mehr oder weniger behütet auf, während in England ein Bürgerkrieg tobt. Doch die Waliser rebellieren unermüdlich gegen ...

Wales im Jahre 1146. Die junge Isabel de Carew wächst auf dem Familiensitz Llansteffan mehr oder weniger behütet auf, während in England ein Bürgerkrieg tobt. Doch die Waliser rebellieren unermüdlich gegen die neuen Machthaber und wollen ihr Land nicht hergeben. Isabels Großmutter Nesta, selbst zum Teil eine walisische Prinzessin, erzählt ihr Geschichten und das Mädchen ist fasziniert von dem wilden Land und dem Mut der Waliser.
Um die Position der Normannen zu stärken, soll Isabel ein paar Jahre später den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Auf der Reise nach Tenby lernt sie den gleichaltrigen Ralph kennen und es entwickelt sich eine Freundschaft, die über Jahre halten soll.
Zwei Jahre soll Isabell schließlich in der Obhut von Lady Hayt, der Mutter des Sheriffs verbringen, bis sie für die Heirat alt genug ist. Doch dazu kommt es nicht, denn in der Nacht vor der Hochzeit greifen walisische Rebellen die Burg an und entführen Isabel. Ralph bleibt zurück, schwört aber, dass er Isabel finden wird.
Diese findet unter den Walisern schnell ein neues Zuhause und schließt sich den Rebellen, die Nachkommen ihrer Großmutter Nesta sind, und ihrem Freiheitskampf an.
Aber der Sheriff hat nicht vor, seine Braut widerstandslos seinen Feinden zu überlassen und schickt ausgerechnet Ralph, um sie zurückzuholen. Aber so einfach kann Isabel ihr Blut nicht verleugnen, denn ihr Herz schlägt längst für die Freiheit von Wales.

"Das Blut der Rebellin" ist der zweite Wales-Roman, in dem es um das Geschlecht der Geraldines geht. Dieses Mal steht Nestas Enkelin Isabel im Mittelpunkt. Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren erleben wir, wie sie vom wilden Mädchen, das gerne mit ihrer Steinschleuder übt, zur jungen Frau wird, die zusammen mit den Walisern für die Freiheit des Landes ihrer Väter kämpft. Ihr Dickkopf und ihr vorlautes Mundwerk bringen sie mehr als einmal in Schwierigkeiten und sie muss einiges erdulden während dieser Zeit, in der Frauen es nicht leicht haben.
In Eira, die an der Seite ihres Mannes Maredudd für die Rebellen kämpft, findet sie schließlich eine Freundin und der walisische Fürst Cadell wird so etwas wie ein Vaterersatz für sie. Er hat nie vergessen, dass sie ihm einst das Leben rettete und ihr eigenes dabei riskierte.

Auch hier gibt es wieder eine ganze Reihe von Personen und Namen, vor allen Dingen die walisischen sind nicht so einfach. Aber am Anfang des Buches gibt es eine hilfreiche Auflistung und man erfährt auch, welche Personen historisch sind.
Wir begegnen auch einigen Charakteren aus "Die Tochter des letzten Königs", dem ersten Teil der Geraldine-Saga, wie z. B. Nesta oder auch ihren Söhnen, auch Henry, der von allen nur Harri genannt wurde und der der Sohn von König Henry von England war.
Isabel erinnerte mich in ihrer Art sehr an Nesta, kein Wunder, ist sie ja auch ihre Enkelin. Ich mochte sie gleich, ihre offene und ehrliche Art und ihre Kämpfernatur.

Sabrina Qunaj gelingt es mit ihrem Schreibstil die Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Man merkt die Liebe und Begeisterung zu Wales, einem Land und einer Zeit, die in der Geschichte bisher wenig beachtet wurde.
Isabels Geschichte ist mitreißend, manchmal humorvoll und emotional erzählt und bis auf ein paar kleinere Längen zwischendurch, ist das Buch von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Sprache ist nicht zu altmodisch, aber auch nicht zu modern. Sabrina hat dazu auch ein paar Erklärungen im Nachwort abgegeben. Das übrigens auch wieder sehr interessant ist für alle historisch interessierten Leser.

Muss man den Vorgängerband "Die Tochter des letzten Königs" gelesen haben, um "Das Blut der Rebellin" zu verstehen? Nein, muss man nicht. Sollte man aber, denn sonst verpasst man etwas. Von mir gibt es also eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen historisch gut geschriebenen und recherchierten Roman. Und ich freue mich jetzt schon auf den dritten Teil der Geraldine-Saga.

Veröffentlicht am 11.01.2018

Zwischen Walisern und Normannen

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Im Mittelpunkt dieses Romans steht Isabel, Enkelin der legendären Nesta ferch Rhys (der Hauptfigur von „Die Tochter des letzten Königs“) und ihres normannischen Gemahls Gerald de Windsor. Sie gehört damit ...

Im Mittelpunkt dieses Romans steht Isabel, Enkelin der legendären Nesta ferch Rhys (der Hauptfigur von „Die Tochter des letzten Königs“) und ihres normannischen Gemahls Gerald de Windsor. Sie gehört damit dem einflussreichen Geschlecht der Geraldines an. Schon in ihrer Kindheit fühlt sie sich hin- und hergerissen zwischen den Normannen, denen ihre Familie angehört und welche die Herrschaft über ihre Heimat Südwales beanspruchen, und dem walisischen Erbe, das sie in sich spürt. So ist es für sie in Wirklichkeit eine Befreiung, als sie kurz vor ihrer geplanten Hochzeit mit dem grausamen Sheriff William Hayt von walisischen Rebellen entführt wird. Bald hat sie sich bei ihnen eingelebt und unterstützt sie in ihrem Kampf. Das einzige, was sie schmerzt, ist, dass sie von ihrem Freund Ralph le Walleys getrennt wird, in den sie sich verliebt hat, obwohl eine gemeinsame Zukunft unmöglich scheint.

Bei Isabel handelt es sich um eine reale historische Persönlichkeit, über deren Lebensweg es allerdings kaum gesicherte Informationen gibt. So besteht der Großteil der Handlung aus Spekulationen und Erfindungen der Autorin, was ich bei einem historischen Roman schon für grenzwertig halte. Hier konnte ich es aber akzeptieren, wird doch mit dem walisischen Freiheitskampf zumindest ein spannendes Thema behandelt. Auch wird das Zusammenspiel von Fakt und Fiktion im Nachwort ordentlich aufgeklärt.

Die ganze Geschichte wird aus Isabels Perspektive erzählt. Man kann sich wunderbar in sie hineinversetzen und sie bei ihren Erlebnissen begleiten. Besonders ihre Zerrissenheit zwischen Walisern und Normannen sowie ihre immer wieder auftretenden Loyalitätskonflikte werden sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.
Obwohl es bisweilen etwas schwierig ist, den Überblick über all die walisischen Namen zu behalten, sind die diversen Personen jedenfalls interessant gezeichnet, ohne allzu viel Schwarz-Weiß-Malerei.

So entsteht ein farbenfrohes Bild einer faszinierenden Epoche, welche durch eine sympathische Heldin, die um ihre Identität ringt, lebendig wird. Nur der Schluss ist ein bisschen zu sehr auf Happy End getrimmt.

Veröffentlicht am 31.07.2017

Muss man unbedingt gelesen haben

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Der Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt und die Seiten haben sich nur so vor sich hin gelesen, ich konnte das Buch kaum für eine Stunde zur Seite legen.
Ich habe seit den ersten Seiten mit Isabell ...

Der Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt und die Seiten haben sich nur so vor sich hin gelesen, ich konnte das Buch kaum für eine Stunde zur Seite legen.
Ich habe seit den ersten Seiten mit Isabell mitgefiebert.

Veröffentlicht am 15.10.2016

das Blut der Rebellin

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Inhalt
Inmitten eines Bürgerkrieges findet Isabell ihren Lebensweg. Ihr Vater verheiratet sie aus Bündniszwecken an einen grausamen Sheriff. Als Isabell von der Gegenseite entführt wird, schließt sie sich ...

Inhalt
Inmitten eines Bürgerkrieges findet Isabell ihren Lebensweg. Ihr Vater verheiratet sie aus Bündniszwecken an einen grausamen Sheriff. Als Isabell von der Gegenseite entführt wird, schließt sie sich dieser Seite an und stellt fest, dass nicht alles in schwarz und weiß sortiert werden kann. Ein ereignisreicher Lebensweg steht ihr bevor, bis sie endlich das Leben führen kann, welches sie sich wünscht....


mein Eindruck
Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen, sodass ich die Möglichkeit hatte, meine ersten Eindrücke zu teilen und zu diskutieren. Vieles hat die Autorin kommentiert, sodass sich meine Sichtweise dann auch wieder mit dem Hintergrundwissen der Gedanken der Autorin etwas verändert hat.

Zunächst einmal hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich mag den Schreibstil, der sich einfach superflüssig lesen lässt und einen einfach mitten ins Geschehen zieht. Vieles ist sehr anschaulich beschrieben und die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, sodass man gar nicht anders kann, als gemeinsam mit den Charakteren zu fühlen, sich zu freuen oder zu leiden.

"Du musst lernen, dass nicht immer alles schwarz und weiß ist".

Auch wenn Isabell sich für eine Seite entscheidet, fällt es ihr doch nicht so leicht, den Feind zu verraten oder zu töten bzw. immerhin hat sie Gewissensbisse.

Teilweise fand ich die Szenen mit Ralph etwas schnulzig, allerdings hielt es sich hier soweit im Rahmen, dass man auch als Nicht-freund des Kitsches gut damit leben kann. Ist halt, wie so vieles, Geschmackssache. Und immerhin war es zumindest realistisch, dass die beiden erstmal eine Weile brauchen, wieder zueinander zu finden, nachdem sie sich Jahre nicht gesehen haben und nicht gleich übereinander herfallen als wäre nichts gewesen.

Der einzige Charakter, der einem menschlich fern bleibt, ist der Sheriff. Während alle einem schon durch einen Namen näher kommen, bleibt er in den meisten Fällen immer "der Sheriff". Dies schafft Distanz, man sieht ihn als das Monster, dass er ist bzw. zu dem er gemacht wurde. Und das kleine bisschen Menschlichkeit macht er durch seine Handlungen sowieso direkt wieder zunichte. Es scheint immer wieder durch, dass er keine tolle Kindheit gehabt zu haben schien, aber der Sheriff blieb mir so fern, dass ich keinerlei Sympathie oder vielleicht Mitgefühl für ihn empfinden konnte.

Der Autorin gelingt es, dass man trotz vieler Personen nicht den Überblick verliert. Wie genau sie das vollbracht hat, weiß ich selbst nicht so genau. Ich musste jedenfalls nie lange überlegen, um wen es gerade geht.

Neben einigen schönen Momenten gibt es leider auch einige traurige, die aufwühlen und nachdenklich machen. Und leider sterben auch einige Charaktere, die ich gern noch etwas besser kennengelernt hätte. Aber so ist das Leben und nur eine heile Welt zu zaubern wäre auch sicher nicht Sinn dieses Buches gewesen. Dies macht aber dann eben die schönen Momente umso intensiver.

Des Weiteren werden historische Fakten in die Geschichte eingeflochten und im Nachwort wird auch über Fiktion und Wirklichkeit aufgeklärt.


Fazit
Eine wundervolle Geschichte mit historischem Hintergrund, die ich jedem Liebhaber dieses Genres ans Herz legen möchte. Ich wurde gut unterhalten, habe viele Emotionen durchlebt und befand mich mitten im Geschehen. Danke für dieses wundervolle Buch und auch, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen konnte.