Cover-Bild Angstrausch

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 17.09.2018
  • ISBN: 9783442487370
Sarah Lotz

Angstrausch

Thriller
Thomas Bauer (Übersetzer)

Simon Newman liebt die Gefahr. Mit der Kamera begibt er sich an hochgefährliche Orte, an denen Menschen regelmäßig verunglücken. Doch als ein Video, das zeigt, wie er fast zu Tode kommt, einen Hype auslöst, ist sogar der wagemutige Adrenalinjunkie überrascht. Von nun an wollen seine Follower ihn in immer neuen Extremsituationen sehen. Simon nimmt die Herausforderung an: eine Expedition auf den Mount Everest. Auf dem höchsten und tödlichsten Berg der Welt ist er nicht nur den Naturgewalten ausgesetzt, sondern stößt auch auf eine menschliche Tragödie. Und plötzlich steht er einer Gefahr gegenüber, wie selbst er sie noch nicht erlebt hat ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2019

Angstrausch

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Ich denke jedem von uns ist der Mount Everest und seine Besteigungen ein Begriff und man hat zumindest schon einmal davon gehört. Viel weiter habe ich mich bislang allerdings noch nicht damit beschäftigt, ...

Ich denke jedem von uns ist der Mount Everest und seine Besteigungen ein Begriff und man hat zumindest schon einmal davon gehört. Viel weiter habe ich mich bislang allerdings noch nicht damit beschäftigt, wodurch ich hier auf eine für mich, völlig neue Thematik gestoßen bin. Das diese mich derart packen könnte, hätte ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten.

Zunächst erfährt man als Leser einiges über Simon und lernt ihn näher kennen. Die Geschichte setzt bei dem, im Klappentext, erwähnten Video ein und wendet sich dann Stück für Stück dem Mount Everest zu. Anfangs war ich noch etwas skeptisch ob dieses Buch wirklich meinen Geschmack treffen könnte, aber spätestens als es dann Richtung Berg ging, war meine Neugier gepackt. Simon ist ein sehr lebendiger und sympathischer Protagonist und ich habe die ganze Zeit mit ihm gefiebert, ob und wie er seinen Weg zum Gipfel schaffen wird.

Sarah Lotz bedient sich eines einfachen Schreibstils, der hier all denjenigen zugute kommt, die (wie ich auch) keine Ahnung von Bergsteigen haben. Zur Not gibt es am Ende des Buches auch ein Glossar, bei dem die wichtigsten Begriffe noch einmal aufgeführt sind. Die Autorin schreibt sehr bildgewaltig und eindrücklich, wodurch ich das Gefühl hatte selbst mitten auf dem Berg zu sein. Egal ob es die eisige Kälte, die stundenlangen Wanderungen, der beißende Wind oder aber die Erschöpfung am Ende eines Tages war, mir kam es vor als wäre ich hautnah dabei.

Mich hat das Thema rund um den Mount Everst durch dieses Buch total gepackt und einige historische Fakten, die in der Geschichte erwähnt werden habe ich inzwischen selbst genauer recherchiert und mir auch Dokumentationen dazu angesehen. Hier merkt man sehr deutlich wie viel Arbeit Sarah Lotz in jedes noch so kleine Detail gesteckt hat.
Mich hat die Handlung nicht mehr losgelassen und einige überraschende Ereignisse, aber auch der unvorhersehbare Schluss, haben das Buch für mich zu einem ganz besonderen Leseereignis werden lassen.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Spannend, atmosphärisch und ein bisschen schaurig

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Simon betreibt mit seinem Freund eine Website, die die beiden unbedingt pushen wollen. Dafür macht sich Simon zu einer hoch gefährliche Höhlentour auf, bei welcher er filmt, wie er beinahe ums Leben kommt. ...

Simon betreibt mit seinem Freund eine Website, die die beiden unbedingt pushen wollen. Dafür macht sich Simon zu einer hoch gefährliche Höhlentour auf, bei welcher er filmt, wie er beinahe ums Leben kommt. Als dieses Video jedoch durch die Decke geht, ist es an der Zeit, noch größere Risiken einzugehen, also begibt sich Simon auf eine Expedition auf den Mount Everest. Dort kommt er schon bald an seine Grenzen und wird zudem mit einer tragischen Familiengeschichte konfrontiert.

Nach „Die Drei“ ist dies nun das zweite Buch der Autorin, welches ich gelesen habe und ich muss sagen, dass ich überaus begeistert bin, welch grandiose und spannende Geschichte Sarah Lotz geschaffen hat. Außerdem möchte ich ganz herzlich dem Goldmann Verlag danken, dass er mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Anders als in ihrem Debütroman schreibt die Autorin hier in Form eines Ich-Erzählers und lässt den Leser damit ganz nah an ihren Protagonisten heran. Dadurch war ich total von der Geschichte gepackt und fühlte mich von der ersten Seite an direkt in sie hineingezogen. Dazu war der Schreibstil locker und leicht und richtig gut zu lesen.

Die Handlung dieses Thrillers ist zwar eher ruhig erzählt, aber dennoch wahnsinnig spannend und packend. Außerdem hatte die Geschichte die ganze Zeit über eine schaurige Grundstimmung, die sich durch das Auftauchen von gewissen mysteriösen Gestalten noch steigerte. Allerdings will ich anmerken, dass die Geschichte keine fantastischen Anteile hat, auch wenn es ab und an so scheint. Ebenso mochte ich die Beschreibungen des jeweiligen Settings und der Gefühle, die die Autorin sehr gut herüber gebracht hat. Gerade die Szenen in der Höhle fand ich sehr atmosphärisch und beklemmend. Auch die Kälte und Gefahr auf dem Mount Everest kam direkt bei mir an. So fühlte ich mich wie mitten im Geschehen und konnte das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. Und auch, wenn das Ende keine komplette Erklärung für all die seltsamen Geschehnisse gibt, so war ich doch damit vollkommen zufrieden.

Was die Charaktere angeht, so gibt es hier neben Simon, den ich nicht sehr sympathisch fand, der mich aber dennoch sehr fasziniert hat, noch zwei weitere wichtige Charaktere, auf die ich aber nicht näher eingehen will. Auch diese beiden und deren Geschichte fand ich sehr interessant. Ansonsten fand ich alle Charaktere sehr gut und lebendig geschrieben, wodurch auch die Handlung beim Lesen lebendig wurde.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir dieser Thriller sehr gut gefallen hat und mich wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder los lassen wird. Außerdem hat er mein Interesse am Thema Mount Everest geweckt. Jedenfalls kann ich dieses Buch nur jedem weiter empfehlen, der Thriller mag, die weder blutig noch besonders brutal sind, dafür aber viel Nervenkitzel und Drama zu bieten haben.

Veröffentlicht am 13.01.2019

Spannung auf dem Mount Everest? Fehlanzeige

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Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, aber leider enttäuscht worden bin.


Klappentext:

Simon Newman liebt die Gefahr. Mit der Kamera begibt er sich an hochgefährliche Orte, an denen Menschen ...

Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, aber leider enttäuscht worden bin.


Klappentext:

Simon Newman liebt die Gefahr. Mit der Kamera begibt er sich an hochgefährliche Orte, an denen Menschen regelmäßig verunglücken. Doch als ein Video, das zeigt, wie er fast zu Tode kommt, einen Hype auslöst, ist sogar der wagemutige Adrenalinjunkie überrascht. Von nun an wollen seine Follower ihn in immer neuen Extremsituationen sehen. Simon nimmt die Herausforderung an: eine Expedition auf den Mount Everest. Auf dem höchsten und tödlichsten Berg der Welt ist er nicht nur den Naturgewalten ausgesetzt, sondern stößt auch auf eine menschliche Tragödie. Und plötzlich steht er einer Gefahr gegenüber, wie selbst er sie noch nicht erlebt hat …


Meine Meinung:

Zu Beginn kam ich schon leicht ins Schwanken, da ich mich direkt auf die Besteigung des Mount Everest gefreut habe, die ersten 100 Seiten aber nur von einer Erkundung in einer Höhle handeln. An sich kein Problem, es war aber sehr schwierig zu lesen, da es keinerlei Kapitel gibt, das Buch ist lediglich in drei Teile eingeteilt. Das alles hat dazu geführt, das der Lesefluss nicht wirklich gegeben ist und man durch die vollen Seiten ein bisschen erschlagen wurde.
Als es dann endlich soweit war und die Expeditionsgruppe zum Berg aufbricht, konnte ich das Buch wieder etwas flüssiger lesen, leider fehlte auch hier die Spannung und es erinnerte eher an einen Roman. Man hat mehr über den Alltag der Personen erfahren, beispielsweise wie gekocht, geschlafen wurde, als das man nervenaufreibende Szenen am Gletscher gelesen hat.
Der Mittelteil lies sich jedoch gut lesen, da man oft einen Wechsel aus der Gegenwart und Tagebucheinträgen hatte. Es fehlte jedoch einfach die Spannung. Wie bereits erwähnt erinnerte es eher an einen Roman und man konnte weder zu Simon noch zu anderen Charakteren eine wirkliche Bindung aufbauen.
Meiner Meinung nach wurden wichtige Ereignisse in einem Nebensatz formuliert, für unwichtige Informationen gab es zu viel Platz.
Auf das Ende habe ich mich dennoch etwas gefreut, da nach Abschluss eines Handlungsstrangs noch relativ viele Seiten vor mir lagen, aber auch das Ende konnte mich nicht begeistern. Eine wichtige Schlüsselszene wurde einfach als Zeitungsbericht wiedergegeben, obwohl ich mir gewünscht hätte, die Autorin hätte diesen Teil der Geschichte noch mit in die Handlung eingebaut, denn auch so hat mir wieder die emotionale Bindung gefehlt.


Fazit:

Vielleicht hatte ich einfach zu viele Erwartungen, denn ich habe mir bei diesem Klappentext eine dramatische Wanderung zum Gipfel des Mount Everest gewünscht, bei der man mitfiebert, die Charaktere gut kennenlernt und es einfach sehr viel Spannung gibt. Es waren eher übernatürliche Elemente, die in einem Roman erzählt worden sind. Für mich also definitiv kein Thriller.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Ein wahrer Psycho-Thriller, der mich fast zu sehr gefangen nahm

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Ganze Rezension: https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.com/2019/01/wenn-der-titel-programm-ist-angstrausch.html


Meinung
Uff, wie fange ich dieses Leseerlebnis nun am besten für euch ein...
Ich sag ...

Ganze Rezension: https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.com/2019/01/wenn-der-titel-programm-ist-angstrausch.html


Meinung
Uff, wie fange ich dieses Leseerlebnis nun am besten für euch ein...
Ich sag mal so: Als ich es abends alleine in meiner Wohnung las, musste ich es abbrechen, weil ich so paranoid geworden bin. Denn das Thema und die Geschichte selbst hat meine Fantasie leider sehr ernst genommen - was keineswegs schlecht, sondern hervorragend für einen Thriller ist.

Der Schreibstil ist dabei angenehm, mit leicht trockenem Humor versehen. Größenteils lesen wir aus Simons Sicht, doch es gibt auch kleinere Abschnitte von einer anderen Person - dessen Einbindung ich wirklich großartig fand.

Die Handlung ist der Wahnsinn. Sowohl die ersten 100 Seiten, als auch die Haupthandlung an sich.
Denn die Paranoia greift einfach auf einen über. Ich hörte zum ersten Mal vom Dritten Mann-Phänomen, und gerade dadurch, dass es das und solche Fälle wirklich gibt, verstärkt sich die Wirkung allgemein. Ich empfand das gesamte Leseerlebnis als sehr atmospährisch und intensiv. Selbst in den ruhigeren Phasen ist es ungeheuer spannend - und teilweise auch unheimlich. Gerade zum Ende des Buches hin.
Das Ende. Gänsehaut.



FAZIT
Ein wahrer Psycho-Thriller, der mich fast zu sehr gefangen nahm. Die Paranoia griff auf mich über, das Thema verfolgte mich noch einige Zeit. Simons Geschichte gehört für mich zu den hervorragendsten Thrillern, die ich gelesen habe - und mehr will ich gar nicht verraten.
Große Empfehlung.

- Genre Highlight. 5 von 5 Feenfaltern -


Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

© Anna Salvatore's Bücherreich

Veröffentlicht am 27.12.2018

Auf besondere Art fesselnd, spannend und dramatisch

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Das Klappcover finde ich sehr schön. Es ist farblich und vom Bild her sehr gut auf das Buch abgestimmt. Es passt zu diesem kalten Buch und der kalten Geschichte.

Dem Klappentext gebe ich nicht ganz recht. ...

Das Klappcover finde ich sehr schön. Es ist farblich und vom Bild her sehr gut auf das Buch abgestimmt. Es passt zu diesem kalten Buch und der kalten Geschichte.

Dem Klappentext gebe ich nicht ganz recht. Meiner Meinung nach ist Simon kein Adrenalinjunkie. Vielmehr braucht er die Gefahr um eine innere Leere zu füllen und um sich selbst und vor allem seinen Freund Thierry etwas zu beweisen. Aber er übernimmt sich immer wieder, denn mental ist er dem Ganzen nicht gewachsen. In Gegensatz zu Thierry ist er ein liebevoller Kerl, der einfach nicht nein sagen kann. Er ist bemüht, die Fassade mit dem, was andere in ihm sehen wollen, aufrecht zu erhalten, aber er schafft es nicht immer, manchmal fehlt ihm einfach die Kraft.

Thierry dagegen ist ein Arschloch, der seinen Freund in jede noch so miese Situation bringen würde nur um besseres Filmmaterial zu bekommen, denn er selbst ist nur für die Arbeit zu Hause verantwortlich. Er sieht nur die Follower und die Einnahmen, die mit steigender Followerzahl natürlich mehr werden sollen. Wenn es Simon schlecht geht versucht er eher ihn zu manipulieren, damit er nicht aufhört mit seinen Aktionen, anstatt ihm wirklich zu helfen.

Nach dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. Ich dachte es ging um einen Typen, der auf der Suche nach Klicks alle möglichen Dinge macht bis hin zum großen Adrenalinkick am Mount Everest. Aber ganz so kam es nicht, was ich aber auch nicht weiter schlimm fand, ich fand das Buch auch so sehr gut.

Das Buch ist in drei Teile aufgebaut und hat somit keine richtigen Kapitel. Die Teile werden größtenteils aus der Sicht von Simon erzählt, wie er sein ersten großes Abenteuer nur knapp übersteht und wie es dazu kommt, dass er sich auf die Tour zum Mount Everst einlässt. Außerdem gibt es zwischendurch immer wieder Tagebucheinträge einer Bergsteigerin, auch sie möchte den Gipfel des Mount Everest erreichen. 

Simons Geschichte baute am Anfang für mich eine besondere Spannung auf, es war interessant zu sehen, wie er sich im Laufe des Buches entwickelt und auch, wie sich die Freundschaft zwischen ihm und Thierry entwickelt. Nach etwa zwei drittel des Buches fand ich es dann etwas langatmig, aber zum Schluss wurde es noch mal richtig spannend und dramatisch.

Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr gut. Auch die Umsetzung dieser Idee, eine Geschichte über den Aufbau einer Internetseite zu bauen, die sich einzig und allein durch die Sensationsgeilheit der Menschen finanziert, finde ich sehr gut und auch sehr wichtig. Es ist nicht nur ein dramatischer Thriller, sondern auch einer, der wach machen sollte. Menschen wie Thierry haben nur Erfolg, wenn es immer wieder eine ganze Masse an Leuten gibt, die sich solche Videos im Internet ansehen. 

Fazit: Als ich das Buch anfing zu lesen konnte ich es gar nicht mehr weglegen. Auch wenn es sich zwischendurch etwas zog, wollte ich doch unbedingt wissen, wie es weitergeht. Für mich steckt eine Message in diesem Buch. Es geht nicht nur um die spannende und rührende Geschichte von Simon, der Vieles bei seinem Aufstieg auf den Mount Everest erlebt, es geht auch um die Art von Videos, die im Internet von Usern angezogen werden und so ihre Erschaffer zweifelhaften Ruhm ernten lassen. Es gibt Geschichten, hinter diesen Followerzahlen, wie die von Simon. Ich fand das Buch sehr interessant, aber es wird nicht jedermanns Sache sein. Wer Katastrophenbücher oder -filme mit etwas Drama mag, der wird dieses Buch so sehr mögen wie ich.
Am Ende des Buches gibt es übrigens einen Glossar, der noch mal alle Fachbegriffe erklärt sowie eine Karte vom Mount Everest. Ich hätte mir gewünscht, beides wäre vorne im Buch, dann hätte man gewusst, dass man nachschlagen kann und zwischendurch nicht googlen muss.