Cover-Bild Schlangen im Garten
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20,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 24.08.2022
  • ISBN: 9783257613155
Stefanie vor Schulte

Schlangen im Garten

Familie Mohn hat die Mutter verloren. Jetzt steht sie im Verdacht, die Trauerarbeit zu verschleppen. Das Leben muss doch weitergehen, sagen die Nachbarn, meint das Traueramt. Doch Vater Adam, die wütende Linne, der nach Hause zurückgekehrte Student Steve und Micha, der Jüngste, wollen nicht weitergehen. Sie möchten Johanne bewahren – nicht nur in ihren eigenen Erinnerungen, sondern in unzähligen Geschichten, die deren Leben so vielleicht gar nie geschrieben hat.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2023

Sie können beißen aber man kann sie besiegen, die Schlangen im Garten

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!ein Lesehighlight 2022/2023!



Klappentext:

„Familie Mohn hat die Mutter verloren. Jetzt steht sie im Verdacht, die Trauerarbeit zu verschleppen. Das Leben muss doch weitergehen, sagen die Nachbarn, ...

!ein Lesehighlight 2022/2023!



Klappentext:

„Familie Mohn hat die Mutter verloren. Jetzt steht sie im Verdacht, die Trauerarbeit zu verschleppen. Das Leben muss doch weitergehen, sagen die Nachbarn, meint das Traueramt. Doch Vater Adam, die wütende Linne, der nach Hause zurückgekehrte Student Steve und Micha, der Jüngste, wollen nicht weitergehen. Sie möchten Johanne bewahren – nicht nur in ihren eigenen Erinnerungen, sondern in unzähligen Geschichten, die deren Leben so vielleicht gar nie geschrieben hat.“



Stefanie von Schulte greift in ihrem Buch „Schlangen im Garten“ ein sehr wichtiges Thema auf: Trauerbewältigung bzw. Trauerarbeit. In ihrer Geschichte rund um die Familie Mohn geht die Trauerbewältigung ihren eigenen Weg und das schmeckt nicht jedem. Die Geschichte ist geprägt von den „Schlangen im Garten“ nämlich den Außenstehenden die der festen Überzeugung sind wie man denn eigentlich richtig trauert. Es mag Menschen geben, Trauernde, die für solche „Hinweise“ empfänglich sind und es wird die geben, die die ganze Art und Weise der gut gemeinten Ratschläge mehr als vermessen ansieht. Jeder soll auf seine ganz eigene Weise trauern dürfen und Familie Mohn macht es in diesem Buch eben so! Von Schulte zeigt hier ein feines Gespür mit dem Thema umzugehen, es erstmal überhaupt anzusprechen und dann eben in einer Geschichte zu verweben die mit Sicherheit irgendwo so passiert hätte sein können oder gerade passiert oder geschehen wird. Ihre Art einen gewissen Zauber ins Buch zu bringen ist ihr mit ihrer Sprache gelungen. Man kann irgendwann nicht mehr zwischen Realität und „Zauber“ unterscheiden. Mal etwas poetisch, mal philosophisch und zum nachdenken anregend oder auch der aktuelle heutige Ton werden bei ihr verwendet. Sie ist äußerst vielseitig ohne dabei den roten Faden zu verlieren aber vor den Schlangen im Garten müssen wir uns definitiv in Acht nehmen…ein jeder von uns!

Fazit: Das Buch wird die Schlangen ansprechen und die Trauernden und die, die sich mit dem Tot befassen und es wird auch die ansprechen die mit dem Thema nichts zu tun haben wollen (die werden sagen: „Wieder ein Buch zum Thema Tot - braucht keiner!“) bis sie es eben selbst betrifft…5 Sterne inkl. Leseempfehlung für dieses Werk!

Veröffentlicht am 09.10.2022

Schlangen im Garten

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Nachdem mich der Debütroman "Junge mit schwarzem Hahn" von Autorin Stefanie vor Schulte nachhaltig begeistert hat, habe ich michr sehr auf den nachfolgenden Roman '"Schlangen im Garten" gefreut. Und ich ...

Nachdem mich der Debütroman "Junge mit schwarzem Hahn" von Autorin Stefanie vor Schulte nachhaltig begeistert hat, habe ich michr sehr auf den nachfolgenden Roman '"Schlangen im Garten" gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil hat mich gleich ab der ersten Seite in den Bann gezogen - er ist zugleich knapp und geradlinig, spart dabei jedoch an keinem Punkt die Bildhaftigkeit und Lebendigkeit ein. Ein wirklich interessanter Stil, der mich komplett mitnehmen und begeistern konnte. Die Sprache ist auch sehr klar und mutet beinahe schon zu modern für die beschiebene Welt an. Insgesamt ist die Welt nur schwer greifbar und einzuordnen - sie muss auch gar nicht unbedingt eingeordnet werden, steht allein für sich und genügt vollkommen.
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, ich war schnell im Erzählfluss drin und konnte mich der Story nicht mehr entziehen. Das Buch habe ich in einem Rutsch ausgelesen.
Grundsätzlich schätze ich beim diogenes-Verlag die 'Covergestaltung und Bildauswahl. Bei diesem Buch scheint sie nur bedingt zum Inhalt zu passen, gibt jedoch dennoch einen ausgezeichneten Gesamteindruck ab.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Trauerarbeit

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Zum Inhalt:
Die Familie Mohn steht plötzlich ohne die Mutter da. Doch das Leben muss ja weitergehen, oder? Doch die Familie will nicht einfach alles weitergehen lassen, denn sie wollen Johanne irgendwie ...

Zum Inhalt:
Die Familie Mohn steht plötzlich ohne die Mutter da. Doch das Leben muss ja weitergehen, oder? Doch die Familie will nicht einfach alles weitergehen lassen, denn sie wollen Johanne irgendwie bewahren in Erinnerungen und auch in Geschichten. Doch da gibt es auch noch das Traueramt, dass glaubt, dass sie die Trauerarbeit verschleppen.
Meine Meinung:
Das ist wieder so ein ungewöhnliches Buch, dass einem aufzeigt, dass eben nicht jeder mit dem Leben oder wie in diesem Fall mit der Trauer gleich umgeht und schon gar nicht umgehen muss. Jeder Mensch ist anders und jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit der Trauer eines geliebten Menschen umzugehen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und ich fand dass es ein Buch ist, dass trotz des Themas eine gewisse Leichtigkeit hat. Mir hat es sehr gut gefallen.
Fazit:
Trauerarbeit

Veröffentlicht am 26.08.2022

Trauer

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Als die Familie die Mutter verliert, trifft es sie hier und jeder in ihrer Umgebung meint am besten zu wissen, wie man richtig trauert, aber die Familie. lässt sich nicht beirren und trauert auf ihre eigene ...

Als die Familie die Mutter verliert, trifft es sie hier und jeder in ihrer Umgebung meint am besten zu wissen, wie man richtig trauert, aber die Familie. lässt sich nicht beirren und trauert auf ihre eigene Weise. Mir. hat das Buch sehr gut gefallen. Es geht um eine Thema, das oft nicht populär ist, aber sehr, sehr wichtig. Die Art und Weise, wie damit umgegangen wird, fand ich beispielhaft und auch interessant. Die Figuren sind spannend und das Cover passt perfekt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, deshalb empfehle ich es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Trauern, Verlust, Vermissen

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"Zum Abendbrot isst er jetzt immer eine Seite aus dem Tagebuch seiner verstorbenen Frau. Er isst sie roh, und er tut es aus Liebe". Diesen Einstieg muss man sich echt auf der Zunge schmelzen lassen... ...

"Zum Abendbrot isst er jetzt immer eine Seite aus dem Tagebuch seiner verstorbenen Frau. Er isst sie roh, und er tut es aus Liebe". Diesen Einstieg muss man sich echt auf der Zunge schmelzen lassen... Als ich einer Freundin von dem Buch erzähle, sagt sie 'einverleiben'. Genau.

Ein Schlange fand sich soweit nur auf einem Bild im Zimmer des Rektors, eine Aspis Viper. Viele surreale Momente. Immer wieder: Der eine Sohn sieht Gesichter. Die Tochter muss ihre Wut verprügeln, sie verdrischt andere Kinder mit einer Brutalität, die an Ermorden erinnert.
Johanne, Mutter und Ehefrau, ist tot. Die einzige, die wohl die Familie zusammenhielt. Adam, ihr Mann, sagte sie immer, sei lebensuntüchtig. Alle leiden, die drei Kinder, der Mann.
Die Tagebücher, die gegessen werden, aber ein Kind rettet immer wieder Fetzen, rettet Gedanken der Mutter oder will sie retten. Der Friedhof, auf dem zwei Kinder sich heimisch machen wollen. Die Frau mit dem Hund, eine Obdachlose. Ihr Hund, eigentlich ein Gummiball an der Leine. Sie beschimpft Adam, den Vater. Und er braucht es wohl.
Andere Figuren tauchen auf, spielen wichtigere Rollen, andere stören, werden an den Rand gedrückt. Es passiert soviel Surreales. Ein Traueramt macht sich Sorgen um die Familie, ein Trauerbegleiter wird fast verrückt mit der Familie.

Das erste Buch der Autorin war anders, wie ein Märchen. Der Junge und der Hahn und die schrecklichen Dinge, die dort passierten, doch der Junge und sein Hahn kamen gut durch. Happy End, wie in einem Hollywood Blockbuster.
Es hatte, zwar auch surreal, doch Hand und Fuß. Dieses Buch hier ist absolut surreal. Eigentlich eher ein Gedichtband zur Trauerverarbeitung. Liest man eine Seite oder nur wenige Zeilen, dann muss man einhalten, darüber nachdenken... nicht zuviel auf einmal lesen, sonst ist die Welt aus den Angeln gerückt.

Ich habe an meine Trauerverarbeitung gedacht und ich kenne die Trauer anderer. Wenn der Witwer seine Nase in die Pullis der Verstorbenen steckt, um ihren Geruch zu halten. Wenn die Witwe sich in Arbeit stürzt und sich an den Kindern festhält, den Kindern Zukunft gibt.

Dieses Buch wird kein Bestseller in dem Sinn werden, dass alle jubeln und sagen, das ist spannend. Es ist ein leises Buch, wie bereits erwähnt, eher wie ein Gedichtband. Ein Buch zum immer wieder in die Hand nehmen, um dann die Worte direkt ins Herz fließen zu lassen. Hoffentlich. Das Buch wird vermutlich wieder Preise gewinnen und manch einer wird es kaufen, aber viele werden es aus der Hand legen und den Kopf schütteln. (Eben ein leises Buch) Und dann wieder, eher etwas verstohlen, darin das eine oder andere lesen...

Und das Buch sagt, nehmt Euch Eure Zeit, es ist Eure Trauer. Und verarbeitet sie so wie Ihr es braucht...

Titelbild: Von Paul Gauguin, 'Porträt Vaiite'; sehr sehr schön... Diogenes - Verlag eben, der gerne künstlerisch anspruchsvolle Titelbilder nimmt

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