Historie spannend aufgearbeitet
Tanja Kinkel bringt uns in ihrem neuen Roman ‚Sieben Jahre‘ wieder mal Geschichte näher, diesmal den Siebenjährigen Krieg.
Und es menschelt in diesem Roman. Wir lernen die preußische Königsfamilie unter ...
Tanja Kinkel bringt uns in ihrem neuen Roman ‚Sieben Jahre‘ wieder mal Geschichte näher, diesmal den Siebenjährigen Krieg.
Und es menschelt in diesem Roman. Wir lernen die preußische Königsfamilie unter Friedrich den Großen näher kennen und seine Gegenspielerin die Kaiserin Maria Theresia von Österreich. Wir lesen, wie der sensible Kronprinz Friedrich von seinem Vater, dem Soldatenkönig, mit harter Hand erzogen und geformt wurde. Als Friedrich mit seinem Freund Katte dem entfliehen wollte, wurde er auf der Flucht nach England festgenommen und in den Kerker geworfen. Sein Freund wurde vor seinen Augen hingerichtet.
Interessant empfand ich es von den Geschwistern des Königs zu erfahren. Außer der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth war mir bislang noch keines der Geschwister näher bekannt. Die politischen Ränke, die geschmiedet wurden, um Seilschaften gegen die Kaiserin Maria Theresia zu bilden empfand ich zum Teil als sehr ermüdend.
Tanja Kinkel führt die Jahre 1756 bis 1763 in epischer Breite vor uns aus. Sie schreibt sehr detailliert und hat den Stoff akribisch recherchiert. Ihr Werk umfasst mehr als 800 Seiten und ist ein Schwergewicht, sowohl im Sinn des Wortes als auch inhaltsmäßig. Ich muss gestehen, ich habe mir sehr schwergetan und musste immer wieder mal unterbrechen. Nicht weil die Autorin unverständlich schreiben würde, nein, sie schreibt flüssig und gut lesbar, aber ich empfand das Buch einfach streckenweise zu langatmig. Vielleicht hätten 200 – 300 Seiten weniger dem Buch gutgetan
.
Fazit: Empfehlenswert Lesern mit Durchhaltevermögen und Interesse an Geschichte.