Cover-Bild Windjammer
Band 1 der Reihe "Wind-Trilogie"
8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 220
  • Ersterscheinung: 03.04.2019
  • ISBN: 9783746010120
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Tessa Millard

Windjammer

Das Tagebuch des Evan LaCour
Eine Stadt, über die niemand spricht.
Ein Mädchen, dessen Fähigkeiten niemand kennt.
Ein Schiffsjunge, für den es kein Zurück gibt.

Winter 1723
Evans Pläne hatten nie vorgesehen wochenlang in einem neufranzösischen Fischerdorf festzusitzen. Darauf angewiesen möglichst viel Abstand zwischen sich und seine Vergangenheit zu bringen, begibt er sich auf die Suche nach einem neuen Schiff und bittet dabei die widerspenstige Gwen um Hilfe. Doch je näher er Gwen kennenlernt, umso tiefer wird er in ein Netz aus Geheimnissen verstrickt, aus dem es nur einen Ausweg gibt: Er muss die Wahrheit herausfinden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2019

Eine magische und wundersame Geschichte!

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Meinung

Ja, das Buch ist ziemlich dünn und ja, das Cover ist wahnsinnig unscheinbar. Doch lasst euch nicht davon beeinflussen. Denn das, was in diesem Buch steckt, ist es einfach wert, gelesen zu werden. ...

Meinung

Ja, das Buch ist ziemlich dünn und ja, das Cover ist wahnsinnig unscheinbar. Doch lasst euch nicht davon beeinflussen. Denn das, was in diesem Buch steckt, ist es einfach wert, gelesen zu werden. Ich wurde jedenfalls auf eine tolle Reise mitgenommen, die ich nicht mehr missen möchte und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band.

Durch den wunderbaren Schreibstil von Autorin Tessa Millard war ich auf Anhieb Teil der Geschichte. Ich konnte direkt abtauchen und sie genießen. Gerade die kürzeren Sätze haben mir hier ziemlich gut gefallen. Sie passten einfach zum Buch und zur gesamten Geschichte.

Die Handlung habe ich als wirklich spannend empfunden. Bisher habe ich noch kein vergleichbares Buch gelesen und mich an eine ganz andere Geschichte gewagt, als ich normalerweise lese. Und ich kann euch sagen, dass ich überhaupt nicht enttäuscht wurde. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ich wurde total gefesselt, wollte stets wissen wie es weitergeht und wollte unbedingt hinter die Geheimnisse kommen, die diese Geschichte geprägt haben.

Zwar blieben am Ende ein paar Fragen offen, genau diese Tatsache machte mich aber nur noch neugieriger auf den nächsten Teil. Denn ein bisschen Spannung muss schließlich erhalten bleiben.

Was mich ganz besonders überrascht hatte, war, dass es unbeschreiblich viele Höhepunkte, Überraschungen und Wendungen gab. Immer wieder gab es super spannende Ereignisse, die mich direkt in ihren Bann ziehen konnten.

Schade fand ich jedoch, dass ich mir die meisten Charaktere nicht so gut vorstellen konnte, da sie nicht so eindringlich beschrieben wurden, wie ich es mir gewünscht hätte. Im Laufe der Geschichte wurden aber zumindest immer mehr Details offengelegt und die Vergangenheit preisgegeben, was mir sehr zugesagt hat.

Dennoch fand ich die Figuren wirklich interessant und spannend. Ich wollte immer mehr über sie erfahren und zum Glück wurden einige Geheimnisse am Ende aufgedeckt. Ich würde sagen, dass mir tatsächlich nur Evan von Anfang an sympathisch war. Die anderen musste ich erst näher kennenlernen und mehr über sie erfahren. Evan war für mich ein wirklich netter junger Mann, dem ein Schicksal nicht egal ist und der sich wirklich Gedanken macht.

Nach dem rasanten und extrem spannenden Ende habe ich große Lust auf den zweiten Band bekommen. Es ist wirklich noch viel passiert und ich konnte mich nicht mehr von den Seiten abwenden.

Fazit

Dieses Buch konnte mich definitiv überzeugen. Ich habe mich hier auf ein Abenteuer eingelassen und nichts bereut. Ich wurde wirklich überrascht und habe das Buch wahnsinnig gern gelesen.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Ein niedliches Büchlein mit einer mysteriösen Geschichte

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Auf der Flucht vor seiner Vergangenheit verschlägt es Schiffsjungen Evan im Winter in die winzige Hafenstadt Saint Harbour. Die eisigen Temperaturen und der Schnee sorgen dafür, dass er auf den Frühling ...

Auf der Flucht vor seiner Vergangenheit verschlägt es Schiffsjungen Evan im Winter in die winzige Hafenstadt Saint Harbour. Die eisigen Temperaturen und der Schnee sorgen dafür, dass er auf den Frühling – oder zumindest auf besseres Wetter – warten muss, ehe er seine Reise fortsetzen kann. Dazu benötigt er jedoch ein neues Schiff – denn zurück nach Europa kann er auf keinen Fall!
In der Gaststätte lernt er das Hausmädchen Gwen kennen, die ihm dabei behilflich sein soll. Doch um Gwen ranken sich viele Geheimnisse und Evan wird nach und nach immer mehr in den verwirrenden Strudel aus mysteriösen Ereignissen und Gefühlen hineingezogen.

Als erstes kann ich sagen, dass sich das Buch wahnsinnig schnell lesen lässt. Man fängt an – und innerhalb von kürzester Zeit hat man es auch schon wieder durch. Auf den ersten zwei Seiten bin ich kurz über den Schreibstil gestolpert. Es sind zum Teil recht kurze und im ersten Moment abgehakt wirkende Sätze – allerdings habe ich mich dann doch ziemlich schnell daran gewöhnt, sodass es mir später überhaupt nicht mehr aufgefallen ist. Das Buch hat nur knapp über 200 Seiten – es ist klein und einfach niedlich. Anders kann ich das nicht sagen. Insgesamt hat mir die Aufmachung und diese Art „Tagebuch“ extrem gut gefallen. Vor allem aber finde ich es faszinierend, wie „unschuldig“ das Cover fast schon wirkt – dabei entführt uns Tessa Millard in eine geheimnisvolle, rätselhafte und eiskalte graue Welt mitten im tiefsten Winter.

Man liest ausschließlich aus der Sicht von Evan LaCour – einem Schiffsjungen auf der Flucht. In der Regel lese ich aus der Sicht von weiblichen Protagonisten und aus diesem Grund war es so erfrischend, einmal aus der Sicht des jungen Mannes zu lesen. Evan war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er auf mich ziemlich jung wirkte. Er hat ein gutes Herz und versucht die Geschehnisse rund um Gwen und die Stadt herauszufinden und zu verstehen. Er nimmt nicht einfach alles hin was man ihm sagt, sondern fragt nach und lässt auch nicht locker. Evan passt nicht so wirklich zum Seemannsvolk, beweist aber trotzdem immer wieder seinen Mut und seine Entschlossenheit. Mit seiner jugendlichen und leicht naiven Art ist er mir direkt sehr ans Herz gewachsen.

Mit Gwen hatte ich zwischenzeitlich kleinere Probleme. Sie ist sehr verschlossen und manchmal auch etwas verwirrend gewesen – nicht nur für Evan, sondern auch für mich selbst. Sie sagt das eine und tut dann das andere und hat es mir mit ihrem undurchsichtigen Verhalten auch etwas schwierig gemacht, sie richtig gern zu haben. Trotzdem haben mich vor allem ihre speziellen Gaben immer neugieriger gemacht. Leider wurde in dieser Hinsicht eher wenig preisgegeben und nicht besonders viel erklärt. Ich hätte mir mehr Informationen zu diesem Fantasy Element gewünscht. Eigentlich wurde das mehr nebenbei erwähnt und dann nicht unbedingt näher darauf eingegangen – erst am Ende wurde man dann mit etwas überraschenden Ereignissen aufgeklärt, was aber in meinen Augen noch nicht ausreichend war, um alles zu verstehen. Vielleicht erhält man in Bezug auf diese Dinge im zweiten Teil mehr Auskunft.

Insgesamt ist in diesem ersten Teil noch nicht allzu viel passiert – aber trotzdem hatte ich die ganze Zeit über Lust weiter zu lesen und mehr von Evan und Gwen zu erfahren. Auch in Bezug auf diese beiden erfährt man nur bruchstückhaft etwas über ihre Vergangenheit. In dieser Hinsicht hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen vor allem über die beiden Protagonisten, aber auch über vereinzelte Nebencharaktere gewünscht.

Dennoch gebe ich dem Buch 4/5 Sterne, weil ich durchgängig neugierig war, was als nächstes passieren wird und was Evan auf seiner Suche nach Informationen noch alles ans Licht bringt. Das Buch hat mir Spaß gemacht und mich mit seiner leichten und mysteriösen Art aus meiner Leseflaute gerissen. Ich hoffe, dass man im zweiten Band mehr Erklärungen und die einzelnen Charaktere mehr Tiefe erhalten.

Veröffentlicht am 13.03.2021

Rezi

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"Was bist du bereit zu geben, wenn ich dir ein Schiff besorge?"
"Was willst du denn haben?" Windjammer spielt im Winter 1723. Mich konnten vor allem die Charaktere begeistern. Die Chemie zwischen Evan ...

"Was bist du bereit zu geben, wenn ich dir ein Schiff besorge?"
"Was willst du denn haben?" Windjammer spielt im Winter 1723. Mich konnten vor allem die Charaktere begeistern. Die Chemie zwischen Evan und Gwen stimmt einfach auf den Punkt. Ich mochte es wirklich, wenn die beiden miteinander interagiert haben.
Auch das Setting hat mir unglaublich gut gefallen, obwohl oder gerade weil die Geschichte nur in Saint Harbour spielt. Die Autorin hat wirklich mit viel Liebe zum Detail einen Ort gestaltet, der sowohl einladend, als auch abweisend ist. (Klingt verrückt oder?) Und ich muss zugeben, mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet. Am Anfang dachte ich noch es ist offensichtlich wa smit Gwen los ist, aber im Verlauf der Geschichte haben sich immer mehr Fragen aufgetan. Alles in allem hat mir das Buch gefallen. Ich denke, ich werde es im Winter auf jeden Fall nochmal lesen. Einfach, weil es so richtig in die kalte Jahreszeit passt.

Veröffentlicht am 09.04.2019

Ein düsterer, geheimnisvoller, magischer Kurzroman!

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Da ich Bücher mit Seefahrt-Romantik über alles liebe, konnte ich natürlich nicht ablehnen, als mir Tessa Millard ein Rezensionsexemplar ihres neuen Romans anbot. Und ich habe es nicht bereut: Dieser düstere, ...

Da ich Bücher mit Seefahrt-Romantik über alles liebe, konnte ich natürlich nicht ablehnen, als mir Tessa Millard ein Rezensionsexemplar ihres neuen Romans anbot. Und ich habe es nicht bereut: Dieser düstere, geheimnisvolle, magische Kurzroman hat mir einige schöne Lesestunden bereitet.

Das Cover erscheint mit seiner warmen, gelb-braunen Farbgebung eigentlich viel zu warm und einladend für das dunkle, nass-kalte Setting eines Seemannshafens im Winter, mir schien die Gestaltung aber dennoch sehr passend. Die filigrane Zeichnung eines Schiffes umrandet von geschwungenen schwarzen Linien passt ebenso gut zum Thema wie der Titel. Durch die hellen Lichtpunkte in der dunkleren Umrandung wird ein magischer Eindruck erzeugt und die dezente "1" am Motiv deutet auf den ersten Teil einer Trilogie hin. Ganz in Tagebuch-Manier sind die Kapitel nach Tagen unterteilt, was jedoch das einzige erzähltechnische Element ist, das an eine Tagebuch-Perspektive erinnert. Evan LaCour darf hier zwar aus der Ich-Perspektive berichten und uns somit an seinen Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen, es kommt aber auch viel direkte Rede vor und als Zeitform wurde Präsens gewählt.


Erster Satz: "Die morsche Holztür schlägt krachend gegen die Hauswand."


Wir steigen ohne Umschweife mit Evans Ankunft im "Gasthaus zum wütenden Bären", seinem zukünftigen Winterquartier im Seemannshafen Saint Harbour, in die Geschichte ein. Weshalb ihn sein Freund Lenny gerade in dieses heruntergekommene Gasthaus im neufranzösischen Fischerdorf geschleppt hat, ist ihm ein Rätsel. So gibt es jeden Tag nur Fischsuppe, die Gaststube ist überfüllt und der Besitzer ein gruseliger Griesgram. Als er jedoch darauf angewiesen, möglichst viel Abstand zwischen sich und seine Vergangenheit zu bringen, auf die Suche nach einem neuen Schiff begibt und dabei an das widerspenstige, wunderschöne Hausmädchen Gwen gerät, wird ihm sofort klar, dass sie der Grund sein muss, weshalb Lenny Jahr für Jahr im Bären einkehrt. Doch warum kann sich Lenny plötzlich nicht mehr an seine Vergangenheit erinnern, wie kann Gwen ein ganzes Badehaus in nur vier Stunden reinigen und warum erscheint der alte Besitzer Monsieur Giroux mit jedem neuen Tag des Winters jünger? Je näher er Gwen kennenlernt, desto tiefer wird er in ein Netz aus Geheimnissen verstrickt, aus dem es nur einen Ausweg gibt: Er muss die Wahrheit herausfinden.


"Parvenu", sagt er und leg einen Arm um meine Schultern, "es gibt für doch noch viel zu entdecken in St. Harbour." Er schenkt mir nach und reißt dann die Flasche in die Luft. "Auf einen langen Winter!", prostet er lautstark."


Ich habe das Buch am gestrigen Abend angefangen und in einem Rutsch durchgelesen. Sobald man einmal in den Fängen dieser rätselhaften Geschichte gefangen ist, kann man nicht anders als weiterzulesen, um an das dunkle Geheimnis von St. Harbour zu kommen. Selbstverständlich kann auf 220 Seiten Text in verhältnismäßig großer Schrift kein ganzes Abenteuer in einer komplexen Welt erzählt werden, doch was dem Kurzroman an Länge und Tiefgründigkeit fehlt, wird durch das spannende Setting wieder wettgemacht. Tessa Millard entführt uns in die raue "neue Welt" des 18. Jahrhunderts - genauer: in ein winterliches, nass-kaltes Fischerdorf, in das es jedes Jahr etliche Schiffe zum Überwintern zieht. Ein Gros der Handlung dabei spielt im heruntergekommenen aber beliebten "Gasthaus zum wütenden Bären". Dass dieser grobe, bedrohlich wirkende Ort Absonderlicheres beherbergt, als betrunkene Seemänner, wird relativ bald klar, denn es geschehen allerlei seltsame Dinge zwischen den schiefen, winddurchlässigen Wänden. Wie das sein kann und was Gwen, ihre kleine Schwester Tinna und der Hund Jakub damit zu tun haben, erfahren wir nur häppchenweise und müssen uns somit mit Evan auf Beweissuche begeben. Mit jeder neuen Erfahrung, die er macht und mit jedem Geheimnis, das enthüllt wird, bekommt der Roman eine magische Komponente dazu. Die entstehende Mischung aus dem unansehnlichen, dunklen Setting und dem geheimnisvollen, magischen Touch ergibt ein wundervoller Rahmen für die Geschichte.


"Ihr vorsichtiger Blick lässt eine pulsierende Wärme in meiner Brust entstehen. Diese klaren, blauen Augen. Ein Stück Meer an Land."


Dass die verschiedenen Facetten der Geschichte zusammenpassen wird durch den lockeren Schreibstil gewährleistet. Ihre klare, unprätentiöse Ausdrucksweise hat mir dabei ebenso sehr gefallen wie die knappen aber anschaulichen Beschreibungen. Leider hält sich die Autorin mit vielen gleichartigen Szenen auf, von denen etliche von Bedeutung für die Entwicklung der Storyline sind, andere jedoch wie ein unnötiges, erneutes Aufgreifen wirken. Anstatt die Dialoge Protagonisten nur auf wenige Themen und die Handlungsorte auf Evans Kammer, das Badehaus und die Gaststube zu beschränken, hätte ein bisschen frischer Wind ab und zu ein bisschen gut getan und das schleichende Tempo ein wenig angeheizt.

Dass Evan LaCour, nicht dem Bild eines typische Seemanns entspricht und eigentlich viel zu intelligent, sensibel und verletzlich wirkt, um sich aus Abenteuerlust der weiten, gefährlichen Seereise von Frankreich nach Amerika auszusetzen, ist ebenfalls recht schnell klar. Da stellt sich nur die Frage, warum er überhaupt in St. Harbour gelandet ist und vor welchem Schrecken er so vehement davonzulaufen versucht. Dadurch dass er nicht sofort merkt, was Gwens Aufgabe im Gasthaus wirklich ist und immer wieder vorsichtige Fragen stellt, erschien er mir auf liebenswürdige Art und Weise ein wenig naiv und ist mir auch aufgrund seines zerbrechlichen Mutes ans Herz gewachsen.


"Erzählst du mir, wie er aussieht? Dein perfekter Ort?", fragt sie. (…) "Es gibt dort nichts, was mich davon abhält, meinem Herzen zu folgen." (…) "Klingt traumhaft", wispert sie. "Ich nehme dich mit, wenn du willst."



Auch Gwens und Lennys Hintergrundgeschichten werden nur oberflächlich angeschnitten und auch am Ende der Geschichte bleiben noch etliche Fragen offen, die es in den folgenden Teilen zu beantworten gilt. Gwen hat mir als das exotische, abweisende Zimmermädchen, das ein dunkles Geheimnis verbirgt, auch sehr gut gefallen, da sie mit ihrer tragischen Geschichte und ihrer rätselhaften Herkunft gut zu Evan passt. Dass die Beiden sich leise und heimlich näher kommen müssen, ist dabei natürlich vorprogrammiert, doch ihre aufkeimende Liebe scheint unter einem schlechten Stern zu stehen und so müssen wir die beiden liebgewonnenen Protagonisten auch schon wieder mitten in einer spannenden Szene verlassen und auf den nächsten Teil warten.



Fazit:


Ein düsterer, geheimnisvoller, magischer Kurzroman mit zwei tragischen Protagonisten, einem wundervoll ambivalenten Setting, spannenden Geheimnissen und einem echt fiesen Ende - ich freue mich sehr auf Band 2!

Veröffentlicht am 13.05.2019

Gute Idee

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Inhalt
Im Buch geht es um den Schiffsjungen Evan LaCour, der seit etwa einem Jahr mit einem Schiff unterwegs gewesen ist, um seiner Familie zu entfliehen und nun im Winter in Saint Harbour übernachtet. ...

Inhalt
Im Buch geht es um den Schiffsjungen Evan LaCour, der seit etwa einem Jahr mit einem Schiff unterwegs gewesen ist, um seiner Familie zu entfliehen und nun im Winter in Saint Harbour übernachtet. In seiner Unterkunft, die ihm sein Kumpel Lenny empfohlen hat, trifft er auf die unscheinbare Gwen, die ihm auf Anhieb gefällt. Doch Gwen scheint ein Geheimnis zu haben und sie versucht, den Kontakt mit Evan möglichst gering zu halten. Er versucht einen Draht zu ihr zu finden, um ihr Geheimnis zu lüften und sie besser zu verstehen, doch dieses Geheimnis sorgt noch für einigen Trubel und viele Schwierigkeiten im Laufe des Buchs.

Danke an die Autorin Tessa Millard, die mir ein Bloggerpaket mit dem Buch zugeschickt hat! ?


Cover
Das Cover sieht typisch maritim aus und passt super zu der Umgebung mit den vielen Schiffen. Das Gelb ist dabei nicht gerade mein favourite, aber ich finde, dass es irgendwie einfach passt. Ich mag die Details in der Mitte das Covers, denn sie passen einfach gut zur Geschichte und zu Evans Erlebnissen. Daher finde ich das Cover insgesamt eigentlich ganz passend, auch wenn es keins meiner liebsten Cover ist. Es ist natürlich nicht zeitgemäß, aber das wäre ja auch merkwürdig bei einem Tagebuch, dass im Jahr 1723 spielt.

Schreibstil
Ich habe gedacht, dass es mehr wie ein Tagebuch geschrieben ist, aber es war eigentlich ein normales Buch mit Er-/Sie-Perspektive und die Kapitel waren einfach mit den jeweiligen Daten benannt. Durch den Er-/Sie-Erzähler konnte man leider nicht so gut in die Figuren hineinschauen und konnte immer nur das Äußerliche betrachten. Dieses war dafür umso besser beschrieben. Der Hafen wurde detailreich beschrieben und man hatte ein genaues Bild vor Augen. Mir fehlten jedoch in der gesamten Geschichte ein bisschen die Gefühle bzw. die genaueren Beschreibungen der Gefühle. So fiel es mir teilweise schwer mich mit den Figuren zu identifizieren und mit ihnen mitzufiebern.

Bewertung der Geschichte
Das Buch ist zunächst sehr unscheinbar, was daran liegt, dass das Cover zunächst nicht sehr auffällt und auch nicht sehr zeitgemäß ist, aber vor allem auch daran liegt, dass man bisher nicht viel über das Buch gehört hat. Als ich dann die Rezensionsanfrage der Autorin Tessa Millard bekommen habe, habe ich mich dann gefreut, dass ich das Buch lesen kann ohne von irgendwelchen Meinungen voreingenommen zu sein. Da das Buch so unscheinbar ist, hatte ich auch bloß die Informationen vom Klappentext, um mir vorher eine Meinung bzw Erwartungen zu überlegen. Ich habe gedacht, dass das Buch insgesamt mehr auf den besonderen Fähigkeiten von Gwen aufbaut, aber diese stellten sich erst etwa in der zweiten Hälfte des Buches heraus und wurden erst in den letzten 20 Seiten wirklich wichtig. Ich vermute, dass die Folgebände dies mehr thematisieren werden, aber ich finde es etwas schade, dass sie in diesem Teil nur so eine kleine Rolle spielten. Das Buch hat mir insgesamt eigentlich ganz gut gefallen, allerdings fehlte mir aufgrund der fehlenden Gefühle definitiv der Tiefgang. Ich konnte keinen so richtigen Handlungsstrang erkennen, der eine Entwicklung von Figuren oder Beziehungen dargestellt hat, da irgendwie alles nur darauf aufgebaut hat, dass irgendwann das Geheimnis gelüftet wird. Und da wiederum finde ich es dann etwas schade, dass man durch den Klappentext so gespoilert wurde. Denn der Kern der Geschichte war eigentlich das Aufdecken des Geheimnisses von Gwen, sodass eigentlich die Überraschung komplett ausblieb, da außerhalb des Klappentextes gar nicht mehr so viel passiert ist. Im Laufe des Buchs hat man den Kumpel von Evan immer besser kennengelernt und er war mir leider absolut unsympathisch und das auch von Beginn an. Insgesamt gab es im Buch nur wenige Figuren die mir wirklich sympathisch waren. Das war zum einen Evan selbst. Und zum anderen war das Gwen, aber auch sie war sehr wechselseitig, was aber ja zu zum Ende hin erklärt wird, sodass ich sie insgesamt als Charakter auch gern mochte. Allerdings funktioniert ein Buch eben nicht, wenn man kaum Charaktere mag. Deswegen habe ich irgendwann auch gedacht dass es mir ein bisschen zu eintönig ist. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass man eigentlich von vornherein teilweise ahnen konnte, was passieren wird. Dass der Wirt des Hauses nicht ganz rein ist, das konnte man eigentlich schon am Anfang erkennen, sodass mich auch dies nicht sehr überraschte. Wenn ich das jetzt alles so schreibe, hört es sich an, als hätte es mir eigentlich gar nicht gefallen. Aber das trifft ja nicht zu. Deshalb wenden wir uns jetzt mal den positiven Dingen zu. ? Ich fand den Hund in seiner Ausgestaltung irgendwie richtig cool, da er mit seiner tierischen Gestalt etwas Abwechslung rein gebracht hat. Der Gesamtplot des Buches hat mir eigentlich auch gefallen, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass einfach mehr Inhalt dahintersteckt, da hier nun hauptsächlich die Situation beschrieben wurde. Es gab eben kaum eine Entwicklung einer richtigen Geschichte, was auch daran liegt, dass das Buch so kurz ist. Ich denke, dass die Fortsetzung dort noch besser sein wird und wahrscheinlich auch spannender sein wird, aber ich persönlich hätte dann vielleicht darüber nachgedacht, ob ich die beiden Bände einfach zusammen schließe, denn dann wären sie auch nicht über 500 Seiten gekommen, sodass sie einem normalen Buch immer noch gerecht geworden wären. Das hätte der Handlung meiner Meinung nach gut getan, denn man hat das Gefühl dass die Geschichte gerade erst anfängt, und da war das Buch vorbei. Ich finde, dass die Geschichte total Potential hat, doch bisher fehlt die Spannung, sodass vielleicht eine Verlängerung schon einiges bewirkt hätte. Der Cliffhanger sagt natürlich auch dafür, dass man das Buch unbedingt weiterlesen möchte und deswegen ist mir auch klar, dass das bewusst hier so gemacht wurde. Die Ausgestaltung der Umgebung fand ich dafür auch super und die Situationsbeschreibung ebenso. Daher finde ich, dass das Buch dennoch 3 Sterne mehr als verdient hat. Auch das Ende fand ich gut, da es mal ein wenig überrascht hat und da auch der Fokus mehr auf Gwens Gaben lag.

Ich bedanke mich noch mal herzlich bei der Autoren Tessa Millard und ich hoffe, dass ich den zweiten Teil auch irgendwann noch lesen kann, damit ich weiß wie die Geschichte von Evan und Gwen weitergeht. Ich denke und hoffe, dass der zweite Teil mehr Inhalt haben wird und dass er mir daher mehr gefallen wird. Insgesamt ein vielversprechender Auftakt, der einfach ein bisschen länger hätte sein können und gerne ein paar mehr Gefühle und nette Figuren hätte beinhalten können.