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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Weibliche Ermittler
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 23.02.2021
  • ISBN: 9783709939444
Theresa Prammer

Lockvogel

Kriminalroman
TONI IST PLEITE UND IHR LÄUFT DIE ZEIT DAVON
Toni hat praktisch keinen Euro mehr in der Tasche. Nicht, weil die SCHAUSPIELSCHÜLERIN ihren Allerwertesten nicht hochbekommt, sondern weil sich ihr FREUND FELIX mit ihren Ersparnissen auf und davon gemacht hat. GELD WEG, FREUND WEG (Oder Ex-Freund? BETRÜGER? Was zur Hölle ist er denn nun?), dafür werden die unbezahlten Rechnungen immer mehr. - Toni hat einen riesigen Berg besonders saurer Zitronen vorgesetzt bekommen. Nur: Was macht sie daraus? Zuerst einmal: Durchatmen, Limonade machen auf später verschieben und schleunigst Felix ZUR REDE STELLEN. Dafür wendet sie sich an PRIVATDETEKTIV Edgar Behm. Der könnte Felix aufspüren. DOCH WIE SOLL SIE IHN BEZAHLEN?

EIN FALL VON #METOO? – UNDERCOVER ALS LOCKVOGEL
Auch Sybille Steiner findet den Weg in Behms Detektei: Die Ehefrau eines STARREGISSEURS hat beunruhigende Post erhalten. Einem ANONYMEN TAGEBUCH zufolge soll ihr Ehemann vor Jahren gegenüber einer jungen Schauspielerin seine Machtposition ausgenutzt haben. Sind die ANSCHULDIGUNGEN wahr? Wer ist die Verfasserin? Hat damit gar der TOD EINES MANNES auf einer von Steiners HIGH-SOCIETY-Partys etwas zu tun? Möglichst schnell, bevor die Presse Wind davon bekommt, muss Behm genau das herausfinden. Wie praktisch, dass gerade eine Schauspielschülerin bei Behm aufgetaucht ist, die ihn nicht bezahlen kann: TONI WIRD ALS LOCKVOGEL ENGAGIERT. Welche Gefahren warten auf sie in der FILMBRANCHE, die für MACHTGEFÄLLE und INTRIGEN berüchtigt ist?

THERESA PRAMMERS KRIMINALROMAN BRINGT DEINEN PULS AUF HOCHTOUREN!
Ist das nur ein „lockerer Typ“ oder nutzt er seine Position aus? Darf ich noch VERTRAUEN? Was zieht es nach sich, wenn ich MUTIG bin und MISSSTÄNDE aufzeige? – Es ist ein BRISANTER STOFF, dem sich die AUTORIN, SCHAUSPIELERIN UND REGISSEURIN THERESA PRAMMER in „Lockvogel“ zuwendet. Und genau dafür wird sie geschätzt: Dass ihre Bücher nicht nur spannend sind und bis tief hinein die Nacht bei geöffneten Buchdeckeln mitfiebern lassen. Sondern dass sie uns in ihren Romanen VOR FRAGEN STELLT, DIE UNS AUCH IM RICHTIGEN LEBEN BESCHÄFTIGEN.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2021

Theresa Prammer – Lockvogel

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Schauspielschülerin Toni hätte sich nicht vorstellen können, dass ihr das passiert. Ihr Freund Felix ist auf und davon und hat ihre ganzen Ersparnisse sowie den Schmuck ihrer Oma mitgenommen. Zur Polizei ...

Schauspielschülerin Toni hätte sich nicht vorstellen können, dass ihr das passiert. Ihr Freund Felix ist auf und davon und hat ihre ganzen Ersparnisse sowie den Schmuck ihrer Oma mitgenommen. Zur Polizei will sie nicht gehen, da sie dann der Oma beichten müsste, was geschehen ist. Aus diesem Grund sucht sie Hilfe bei Edgar Brehm, seines Zeichens Privatdetektiv. Dieser ist nicht nur gesundheitlich angeschlagen, sondern auch finanziell in einer Notlage, weshalb ihm sein neuer Auftrag gerade Recht kommt: Sybille Steiner, Frau eines erfolgreichen Regisseurs, engagiert ihn, um Anschuldigungen gegen ihren Mann prüfen zu lassen. Dieser soll jahrelang die Situation junger, ambitionierter Schauspielerinnen ausgenutzt haben. Da kommt Toni ins Spiel: sie hat zwar kein Geld, um den Detektiv zu bezahlen, aber als Lockvogel kann sie die Kosten quasi abarbeiten.

Theresa Prammers Krimi ist eine unterhaltsame Mischung aus klassischem Mordfall, immer wieder humorvollen Einschüben und der immer noch aktuellen #metoo Debatte. Die liebevoll gezeichneten Figuren tragen dabei ganz entscheidend zu Gelingen bei: sowohl die bisweilen naive und chaotische Toni wie auch der angeschlagene Detektiv Brehm wirken wie aus dem Leben gesprungen: sie sind keine Superhelden, im Gegenteil, nicht wenig geht bei ihren Ermittlungen auch schief, aber die kleinen und großen Schwächen machen sie schlicht sympathisch und menschlich.

So richtig scheinen in dem Fall die Puzzleteile nicht zusammenzupassen: bei schillernden einer Party im Haus der Steiners wird ein Aushilfskellner getötet. War das Drehbuch, das der verhinderte Autor dem Starregisseur zustecken hat wollen der Anlass? Doch wie brisant sollte dessen Inhalt gewesen sein? Da ist das anonyme Tagebuch, dass man Sybille Steiner zugespielt hat deutlich aufschlussreicher. Das ungleiche Team stürzt sich in die Ermittlungen, wobei Toni bald merkt, dass sie zwar über Schauspieltalent verfügt, aber die Improvisation, die undercover Einsätze erfordern, auch geübt sein will, weshalb sie ein uns andere Mal in durchaus kritische Situationen gerät. So wie Brehm sie aus diesen retten muss, kommt auch sie ihm zu Hilfe, denn mehr als einmal drohen sie gnadenlos aufzufliegen und zu scheitern.

Obwohl es sich um einen Krimi handelt, war die Spannung eher moderat, was für mich aber durch den lockeren Erzählton und die wirklich herausragenden Figuren locker wettgemacht wurde. Die verschiedenen Handlungsstränge wurden überzeugend miteinander verbunden und letztlich auch sauber gelöst. Eine runde und unterhaltsame Angelegenheit.

Veröffentlicht am 22.02.2021

Wien-Krimi mit ungewöhnlichem Detektivduo

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Bei Schauspielschülerin Toni – von Antonia – Lorenz läuft es schlecht: Ihr Freund Felix ist mit dem gesamten Ersparnissen und dem Schmuck ihrer Großmutter abgehauen, so dass sie deren Heimplatz nicht mehr ...

Bei Schauspielschülerin Toni – von Antonia – Lorenz läuft es schlecht: Ihr Freund Felix ist mit dem gesamten Ersparnissen und dem Schmuck ihrer Großmutter abgehauen, so dass sie deren Heimplatz nicht mehr bezahlen kann, ihr droht der Rausschmiss auf der Schauspielschule und zu allem Überfluss fühlt sie sich auch noch verfolgt. Sie beschließt den Detektiv Edgar Brehm zu engagieren, der ihr zwar eher abgehalftert vorkommt, ihr aber als einigermaßen preiswert empfohlen wurde. Brehm bekommt zeitgleich einen neuen und sehr lukrativen Auftrag von der Gattin des bekannten und reichen Regisseurs Steiner: Er soll die Herkunft und den Wahrheitsgehalt eines mysteriösen Tagebuchs aufdecken. Da Toni Brehm nicht bezahlen kann und er wiederum einen Lockvogel braucht, gehen die beiden einen ungewöhnlichen Handel ein…

Der neue Krimi von Theresa Prammer hält wieder alles, was der Klappentext verspricht und erfüllt die Erwartungen vollkommen. Nach Abschluss der Reihe rund um das großartige Ermittlerduo Lotta Fiore und Konrad Fürst mussten Fans einen Augenblick länger warten, bis sie wieder einen Wien-Krimi zu lesen bekamen, doch das Warten hat sich gelohnt. Die Autorin bleibt ihrem Stil treu. Auch diese Geschichte besticht durch viel Lokalkolorit, mitunter bissigem Humor, einen verworrenen Fall mit verschiedenen Handlungssträngen, jede Menge Verdächtiger und nicht zuletzt durch ein sehr unkonventionelles, liebenswertes und teilweise skurriles Ermittlerduo, das einen fasziniert und mit dem man in jeder Hinsicht mitlebt. Die Geschichte fesselt von der ersten Zeile an, was zum einen an dem unheimlich gut zu lesenden eingängigen Schreibstil der Autorin liegt, zum anderen – und das zum größeren Teil – von den Figuren, die jede einzelne als sehr gut herausgearbeitete Persönlichkeit daherkommt. In verschiedenen Perspektiven erzählt, entspinnt sich dabei ein undurchsichtiges Geflecht um Liebe, Verrat und um Macht und deren Missbrauch in einem Milieu, in dem sich die Autorin bestens auskennt. Die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven geben tiefe Einblicke in das Seelenleben der Protagonisten, zeigen deren Ängste und Zwänge und fügen sich dennoch aufs Trefflichste zusammen. Der Fokus liegt hierbei stark im zwischenmenschlichen Bereich, die Interaktion der Figuren miteinander, ihre eigenen Geheimnisse und ihre Stärken und Schwächen. Die Emotionalität ergibt sich natürlich schon aufgrund des brisanten Themas, der #MeToo-Debatte, hinter der der eigentliche Mordfall teilweise in den Hintergrund gedrängt wird. Die sukzessive Aufklärung, die unkonventionellen Ermittlungsmethoden und das letztlich sich ergebende „Große Ganze“ machen den Fall aber dennoch sehr spannend.
Die Geschichte lebt meines Erachtens stark von den Hauptfiguren Toni Lorenz und Edgar Brehm, beides eigenwillige Persönlichkeiten, und deren Zusammenarbeit, die oftmals überschattet wird von ihren eigenen Problemen. Ihr Seelenleben wird am stärksten betrachtet, ihre Erlebnisse gehen zu Herzen und ihr Zusammenraufen ist einfach rührend mitzuerleben. Zunächst nur eine Zweckgemeinschaft, die mehr als einmal zu scheitern droht, beginnen sie doch eine Sympathie füreinander zu hegen, sie sorgen sich umeinander und können sich schließlich bestens aufeinander verlassen. Dank Tonis Schauspieltalent und Brehms Erfahrung, ihrer beider Verbissenheit, ihre originellen Ideen und der Drang die Wahrheit herauszufinden wird schließlich alles umfassend aufgeklärt.

Fazit: Wunderbarer Wien-Krimi der bestens bewanderten Autorin, die hiermit wieder einen Treffer landet. Gerne folgt man dem spannenden Fall und dem herrlichen neuen Detektivgespann, das man so auch noch nicht gesehen hat. Für alle Fans der subtilen Spannung und des Schauspiel-/ Theatermilieus ein Muss. Der Schluss macht Lust und Hoffnung auf weitere Fälle des Duos!

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