Cover-Bild Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Science-Fiction
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 06.06.2021
  • ISBN: 9783753481081
Thomas Knüwer

Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden

Kurz vor dem Tod sehen Sterbende das wahre Ich der Menschen, die sie umgeben.

Vier Jahre nach der Entdeckung dieses Phänomens durch eine Nahtod-Forscherin, hat sich die Art, wie Beziehungen und Entscheidungen entstehen, radikal geändert. In kommerzialisierten Nahtod-Erlebnissen, sogenannten Grenzgängen, wird der Charakter der Menschen auf die Probe gestellt - vor Wahlen, Verträgen, Verurteilungen oder Eheschließungen.

Katja, eine junge Frau aus der westfälischen Provinz, hat auf diese Weise alles verloren. Das Ergebnis ihres Grenzgangs genügte ihrem Partner nicht. Am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen, lernt Katja, wer sie wirklich ist - und erkennt, dass sie noch nicht am Tiefpunkt angekommen ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2021

Abgedreht genial

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MEINUNG
Ich weiß nicht wie Knüwer das macht, aber seine Bücher kann man einfach nur verschlingen. Der lockere, derb angehauchte Schreibstil lässt mich seine Bücher regelrecht auffressen. Einfach geil! ...

MEINUNG
Ich weiß nicht wie Knüwer das macht, aber seine Bücher kann man einfach nur verschlingen. Der lockere, derb angehauchte Schreibstil lässt mich seine Bücher regelrecht auffressen. Einfach geil! Ich muss mir, glaube ich, eingestehen, dass Thomas Knüwer sich zu einem meiner liebsten Selfpublisher Autoren entwickelt.

Überraschende Wendungen und morbide und derbere Ausbrüche und die Idee an sich, machen das Buch zu einem kleinen Highlight. Wer würde nicht gerne das wahre Ich seines Gegenübers kennen wollen? Ich find die Idee und Umsetzung ziemlich gut und auch irgendwie realistisch angegangen.
Ich mag es einfach, dass der Autor einen immer wieder überrascht. Nach dem Einstieg bei dem man hauptsächlich Katja, eine Protagonistin die vor Naivität nur so trieft, auf ihrem plötzlichen Weg nach ganz unten begleitet, denk man sich "Okay, und was kommt nun noch alles? Hoffentlich wird es nicht langweilig!" Doch weiter kommt man nicht, als die Geschichte anfängt sich ein wenig zu ziehen, nimmt die Geschichte eine steile Kurve und wird noch mal richtig rasant und ein wenig brutal. Katja durchlebt einen großartigen und vor allem glaubhaften Wandel und entwickelt sich sehr weiter. Das Ende der Geschichte hat mich tatsächlich eiskalt erwischt, mit dieser Wendung hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

FAZIT
Eine facettenreiche Geschichte, die sich in keine Schublade stecken lässt.

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Ein tolles Buch mit einem gruseligen Gedanken

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Als erstes hat mich der Titel des Buches gereizt. Das Buch hat mir sehr gefallen und die Idee dahinter hat mich echt beschäftigt.
Stellt euch vor jemand stirbt für euch, damit er, wenn er zwischen dem ...

Als erstes hat mich der Titel des Buches gereizt. Das Buch hat mir sehr gefallen und die Idee dahinter hat mich echt beschäftigt.
Stellt euch vor jemand stirbt für euch, damit er, wenn er zwischen dem Leben und dem Tod steckt, ein Bild von euch sieht, was jemand anderes deutet, wovon dann euer ganzes Leben abhängen kann.
Und wir alle wissen das alles, was man sieht, Auslegungssache ist.
Anfangs fand ich Katja extrem naiv und habe überlegt, ob ich mit 24 auch so war.
Und ja, in manchen Punkten bestimmt.
Im Laufe der Geschichte fand ich sie aber einfach nur toll. Auch Isi die ihr bei all dem was passiert ist, geholfen hat fand ich perfekt gewählt.
Die Story hat zum Ende richtig Fahrt aufgenommen und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Lieber @thomas_knuewer da kommt doch sicher noch ein zweiter Teil, oder nicht?
Ich meine, dass kann man doch nicht so enden lassen 🙈
Ein gelungener Roman zum Nachdenken und philosophieren, mit einem guten Maß an Spannung und Witz.

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Einfach nur gelungen und überzeugend

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Meinung:

Es ist noch nicht ganz ein Jahr her, da habe ich "Ventadorn" von Thomas Knüwer gelesen und das Buch konnte mich mit seiner Idee, seiner Gestaltung, dem Schreibstil und der Umsetzung voll und ...

Meinung:

Es ist noch nicht ganz ein Jahr her, da habe ich "Ventadorn" von Thomas Knüwer gelesen und das Buch konnte mich mit seiner Idee, seiner Gestaltung, dem Schreibstil und der Umsetzung voll und ganz überzeugen. "Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden" steht "Ventadorn" in nichts nach und hat mir sogar vielleicht noch ein Tick besser gefallen.

Es sind erst vier Jahre vergangen, nachdem eine Nahtod-Forscherin entdeckt hat, das Menschen kurz vor ihrem Tod das Wahre-Ich seiner Mitmenschen sehen kann. Die Entdeckung verändert das Leben aller Menschen. Sogenannte Grenzgänger lassen sich sich umbringen um das Wahre-Ich anderer Menschen zu sehen, um kurz danach wieder zurück ins Leben gerufen zu werden. Das Wahre-Ich der Menschen wird als Vertrauensgrundlage für Beziehungen genutzt. Niemand hat Auswirkungen darauf und so verändern sich viele Leben, so auch das Leben von Katie. Sie verliert alles, doch das bleibt noch nicht alles...

Der Klappentext konnte mich direkt ansprechen, doch die ersten Seiten haben mich gleich unerwartet stark in den Bann gezogen. Die Idee und die Ausführung fand ich von Anfang bis zum Ende spannend und interessant. Auch wenn man es anders erwarten würde, spielt die Geschichte in den 90er Jahren, was beim Lesen aber nicht besonders ins Gewicht fällt, mir aber trotzdem gefallen hat. Weil die Geschichte dadurch nicht so Zukunftsfern scheint und auch die Idee sehr authentisch und Vorstellbar wirkt, schafft der Autor es sehr gut, dass man voll und ganz in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte wird zunächst aus der Sicht von Katie geschrieben, wechselt jedoch im Laufe der Geschichte mit neuen Protagonisten. Der Schreibstil gefällt mir sehr angenehm und ist schön zu lesen und auch die Gestaltung wurde genau auf den Punkt gebracht. Obwohl die Geschichte doch recht lange braucht um Fahrt aufzunehmen, konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Der Verlauf der Geschichte hat mich auch an der ein oder andere Stelle zum Nachdenken gebracht.

Auf Katie liegt das Hauptaugenmerk der Geschichte. Mit ihrem Charaktere bin ich etwas gespalten, denn auf der einen Seite tut sie mir leid, aber trotzdem fand ich sie manchmal auch sehr naiv. Ihre Rolle in der Geschichte hat mir im Allgemeinen aber sehr gut gefallen. Auch die anderen Protagonisten haben gut in die Geschichte gepasst und die Gestaltung der Charaktere ist sehr gut gelungen.

Die Geschichte verfolgt keinen genauen Verlauf, aber dennoch wirkt sie nicht durcheinander. Es passieren immer neue Dinge, die alle durch einander werfen und wenn man eigentlich denkt, dass die Geschichte an der einen Stelle eigentlich zu Ende sein müsste, kommt nochmal etwas neues auf den Leser zu. Mit den verschiedenen Verläufen bleibt die Geschichte sehr unvorhersehbar und man kann das Buch einfach nicht zur Seite legen.

Fazit:

Die Idee der Geschichte kann gleich überzeugen, aber auch die Umsetzung steht der Idee in nichts nach. Mir hat es gut gefallen das eine Zukunftsidee in der Vergangenheit, den 90er Jahren, seinen Platz findet. Auch wenn es nur eine Zukunftsidee ist bleibt sie doch sehr authentisch und realistisch. Gerade die Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte kann in allen Punkten überzeugen und somit auch mit einem sehr angenehmen Schreibstil, durch den man sehr über die Seiten fliegt. Die Geschichte hat viele Wendungen und ist somit sehr unvorhersehbar.

"Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden" ist das zweite veröffentliche Buch des Autors Thomas Knüwer. Mit diesem Roman und "Ventadorn" hat er es geschafft mich mit zwei unterschiedlichen Geschichte zu begeistern und zu überzeugen. Ich habe beide Bücher sehr schnell durchgelesen und keinen Punkt, der mir negativ aufgefallen ist. Für mich gehört Thomas Knüwer deutlich zu einem Autor, den ich auch in Zukunft sehr gerne weiterverfolge und ich seine Bücher nur klar empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 06.11.2021

Ein Roman jenseits der Wohlfühlliteratur

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"Giho war Südkoreanisch und ließ sich mit Bildnis oder Symbol übersetzen."

Der Wert eines Menschen wird mit seinem Giho ermittelt. Um dieses zu enthüllen, muss jedoch jemand anderes sterben und einen ...

"Giho war Südkoreanisch und ließ sich mit Bildnis oder Symbol übersetzen."

Der Wert eines Menschen wird mit seinem Giho ermittelt. Um dieses zu enthüllen, muss jedoch jemand anderes sterben und einen sogenannten Grenzgang vollziehen. Erst dann wird das wahre Ich, das Giho, in Form eines besonderen Symbols sichtbar.

Nach dem für sie durchgeführten Grenzgang, verliert Katja alles. Ihr Verlobter trennt sich von ihr und wirft sie aus der gemeinsamen Wohnung, ihr Ex-Schwiegervater in spe kündigt ihren Job im Sägewerk. Und das alles nur, weil Katjas Giho nicht ausreichend bzw. besonders genug war.
Als sie dann auch noch durch verworrene und teilweise abstruse Zufälle plötzlich selbst als Grenzgängerin fungiert, stellt sich Katjas Leben endgültig auf den Kopf.

Thomas Knüwer hat in seinem Roman ein fiktives Deutschland der 1990er Jahre gezeichnet, welches sich durch die Entdeckung der Gihos in eine sehr interessante und bedrohliche Richtung entwickelt hat. Der Tod des Menschen ist eine Ware, welche sich über marktorientierte Unternehmen kaufen lässt.

Politiker und Wirtschaftsmagnaten auf der ganzen Welt, müssen ihre Gihos offen legen um sich und ihren Wert zu beweisen. Ein ziemlich interessanter Ansatz, welcher ruhig noch etwas mehr ausgeführt werden könnte.

Der Roman ist sehr eingängig geschrieben, bringt innovative Ideen mit und mir gefällt es sehr, dass er sich nicht so richtig verorten lässt. Es gibt viele antiutopische und horrorstilistische Ansätze. Teilweise fühlte es sich auch an, als würde ich einen düsteren Krimi lesen.

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