Cover-Bild Das Mädchen an der Grenze

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9,50
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 149
  • Ersterscheinung: 11.10.2019
  • ISBN: 9783746636504
Thomas Sautner

Das Mädchen an der Grenze

Roman
„Ein großes Leseerlebnis.“ Kleine Zeitung.

1989 an der österreichisch-tschechoslowakischen Grenze: Das Mädchen Malina, das mit seiner Familie in einem abgelegenen alten Zollhaus lebt, ist anders. Sie nimmt Dinge wahr, die niemand sonst zu erkennen vermag. Ihre Mutter und die Geschwister verstehen sie nicht mehr, entfremden sich von ihr, wünschen sich, Malina wäre einfach normal. Doch ausgerechnet ihrem verschlossenen, ruppigen Vater, dem Grenzbeamten, gelingt es schließlich, in ihr Universum vorzudringen.

Ein betörend schöner Roman über ein besonderes Mädchen und seinen Vater und über ein Verwischen von Grenzen

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2019

Philosophie mit Poesie und Magie

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„Den allerwenigsten gelingt es, freizukommen. Die meisten sind einfach nur sie selbst, bleiben ein Leben lang in sich gefangen.“ (Zitat Seite 67)

Inhalt
Ein altes Zollhaus an der österreichischen Grenze, ...

„Den allerwenigsten gelingt es, freizukommen. Die meisten sind einfach nur sie selbst, bleiben ein Leben lang in sich gefangen.“ (Zitat Seite 67)

Inhalt
Ein altes Zollhaus an der österreichischen Grenze, auf der anderen Seite die Tschechoslowakei. Dort wächst Malina mit ihren Eltern und ihren beiden Schwestern auf. Zum Spielen hatten sie die freie Natur, nur der Grenze durften sie nie zu nahe kommen. Manchmal zerwackelt die Gegenwart um Malina, sie sieht und spürt Dinge und dieses Anderssein macht sie auch in der Familie zu einer Fremden. Nur der Vater versucht, sie zu verstehen und für sie da zu sein.

Thema und Genre
In diesem Roman geht es um Grenzen, um reale und symbolische, metaphorische, sowie deren mögliche Überwindung. Auch unterschiedliche philosophische Sichtweisen spielen eine wichtige Rolle.

Charaktere
Die Hauptprotagonistin Malina ist ein besonderes Mädchen. Sie ist phantasievoll und überschreitet nicht nur die reale Grenze zwischen West und Ost, sondern es verschieben
sich auch die Grenzen ihrer Wahrnehmung zwischen Wirklichkeit und philosophisch-metaphysischer Parallelwelt.

Handlung und Schreibstil
Der Roman ist in vier Teile gegliedert, diese wiederum in Kapitel. Erzählt wird die Geschichte großteils von Malina. Die Ereignisse finden im Jahr 1989 statt, dem Jahr der Öffnung der Grenzen, was in die Geschichte einfließt. Doch auch die Zeit verwischt sich in diesem Roman zwischen mehreren Ebenen. Die Zeit, die Malina in der Klinik verbringt, scheint sich über das Jetzt von Raum und Zeit auszuweiten, grenzenlos. Ähnlich ausufernd ist auch die Sprache.

Fazit
Ich wollte dieses Buch lesen, da es die Kindheit von Malina, Protagonisten auch im Roman „Großmutters Haus“, schildert. Beides sind eigenständige Romane und die Reihenfolge spielt daher keine Rolle. Dieses Buch hier ist eine magische, philosophische Geschichte zwischen kindlich und surreal. An manchen Stellen war mir die Fülle der Gedanken, Dichte, Wortschöpfungen zu viel und ich habe den Esprit von „Großmutters Haus“ vermisst.