Cover-Bild Mathilde und Marie
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Seelenleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 26.01.2026
  • ISBN: 9783839822135
Torsten Woywod

Mathilde und Marie

Sabine Arnhold (Sprecher)

Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen!

Warmherzig und entschleunigend – ein Hörbuch, das einfach nur guttut

In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2026

Zurück zu den Wurzeln

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Mathilde und Marie, ein Buch, was mich sehr begeistern konnte. Ich lese nicht so oft Belletristik und mich muss es immer komplett ansprechen, bis ich zu so einem Buch greife. Hier haben mich der Klappentext ...

Mathilde und Marie, ein Buch, was mich sehr begeistern konnte. Ich lese nicht so oft Belletristik und mich muss es immer komplett ansprechen, bis ich zu so einem Buch greife. Hier haben mich der Klappentext und das Bücherdorf sehr angesprochen. Dabei geht es um so viel mehr als das. Marie flüchtet aus Paris mit dem Ziel: ich weiß es noch nicht. Auf ihrer Fahrt nach Belgien lernt sie dann Jónína kennen, eine Isländerin, die schon lange in Redu lebt. Einem Bücherdorf. Es ist so ein wenig wie eine Zeitreise, die einen dahin entführt, wo noch andere Dinge wichtig waren, als ständig erreichbar zu sein, sofort alles kaufen zu können und am besten noch direkt vor die Haustüre geliefert zu bekommen. Und das ist erstmal eine große Überwindung für Marie, die sie aber, mit Hilfe von Labrador Hündin Anneliese, langsam ablegt und wieder zu wichtigen Dingen kommt. Hier schafft Autor Torsten Woywod es mit ganz wundervollen Beschreibungen von Natur und Umgebung, dass man selbst beim lesen inne hält und zum durchatmen kommt. Man besinnt sich wieder auf die Dinge, die einem in der Hektik des Alltages abhanden gekommen sind.

Als Marie dann endlich angekommen ist, gibt es da noch Mathilde. Sie hat sich komplett abgeschottet und in einzelnen Kapitel in Form von Tagebucheinträgen kommt erst ihr Unmut zum Ausdruck, dass Marie da ist. Doch die beiden verbindet mehr als sie denken und genau das wird der Anfang einer besonderen Freundschaft.

Mich hat das Buch berührt, zum nachdenken gebracht und für ein paar Stunden abtauchen lassen mit seinen großartigen Naturbeschreibungen und das Leben.
Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Ein ruhiger und atmosphärischer Roman

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Das Cover wirkt wie ein Ölgemälde eines kleinen Dorfes. Im Hintergrund ragen die Berge in den Himmel und rahmen den Ort mit seinen vielen roten Dächern ein. Auf mich wirkt es einfach idyllisch und lässt ...

Das Cover wirkt wie ein Ölgemälde eines kleinen Dorfes. Im Hintergrund ragen die Berge in den Himmel und rahmen den Ort mit seinen vielen roten Dächern ein. Auf mich wirkt es einfach idyllisch und lässt auf eine ruhige, atmosphärische Geschichte hoffen.

Mathilde und Marie von Torsten Woywod erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Sabine Arnhold eingelesen. Sie verleiht den Bewohnern von Redu ihre Stimme und trägt maßgeblich zur ganz besonderen Atmosphäre dieses Bücherdorfes bei.

Eine kleine Anmerkung vorab: Das Bücherdorf Redu gibt es tatsächlich in Belgien. Die Figuren hingegen sind der Fantasie des Autors entsprungen. Ich muss gestehen, dass ich vor der Lektüre nicht wusste, dass es solche Orte überhaupt gibt. Eine kurze Recherche zeigte mir jedoch, dass es durchaus mehrere davon gibt. Übrigens auch einen Ort namens Damme, genauso wie der Ort, in dem ich wohne, nur dass dieser ebenfalls in Belgien liegt. Ich glaube, einen solchen Ort mit ganz vielen Antiquariaten und Buchhandlungen möchte ich mir unbedingt einmal live ansehen.

Nun zurück zur Geschichte. Sie wird aus mehreren Perspektiven erzählt, überwiegend in der dritten Person. Einzig Mathilde nimmt mich als Ich-Erzählerin mit und lädt direkt dazu ein, sich mit ihrer Einsamkeit auseinanderzusetzen. Ihre Schilderungen gehen einher mit tagebuchähnlichen Einträgen, die auf einen bestimmten Tag vor mehr als 100 Tagen anspielen. Was genau dahintersteckt, verrät dir die Geschichte selbst.

Der Fokus lag für mich jedoch klar auf Marie. Sie ist Französin und strandet eher zufällig in Redu. Nach und nach freundet sie sich mit den Gegebenheiten des Dorfes an und stellt sich sogar auf nur eine Stunde Internet am Tag ein. Allein dieser Aspekt, schon im Klappentext erwähnt hat mich schmunzeln lassen.

Mit dem Hörbuch hatte ich einige ruhige, intensive Hörmomente. Ich habe die Zeit im Dorf genossen und die Eigenheiten der Bewohner nach und nach ins Herz geschlossen. Dabei durfte ich miterleben, wie Marie an ihren Herausforderungen wächst und wie Mathilde langsam einen Zugang zu den anderen findet. Für mich war es eine anrührende Geschichte, die mich so schnell nicht wieder loslassen wird.

Magst du Geschichten über Bücher und die Liebe zu ihnen? Tauchst du gern in Erzählungen ein, die das Leben selbst schreibt? Dann freue dich auf "Mathilde und Marie" von Torsten Woywod und begleite die beiden Frauen auf ihrem Weg. Dich erwarten leise Töne, eine ganz besondere Atmosphäre im Bücherdorf und das Fest der Bücher, das zahlreiche Besucher ins Dorf lockt. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 09.02.2026

Feel-Good-Roman

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„Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod /Verlag: dtv / Hörbuch: Argon Verlag
„Manchmal lohnt es sich, einem Impuls zu folgen.“ (Seite 25)
Redu ist ein kleines Bücherdorf mit knapp 400 Einwohner:innen, ...

„Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod /Verlag: dtv / Hörbuch: Argon Verlag
„Manchmal lohnt es sich, einem Impuls zu folgen.“ (Seite 25)
Redu ist ein kleines Bücherdorf mit knapp 400 Einwohner:innen, vielen Buchläden mit neuen und alten Büchern und einer schiefen Kirchturmspitze mit zwei verschiedenen Uhrzeiten.
„Bücher sind mein Leben.“ 
(Seite 20)
Jónina, eine alte Isländerin mit einer kleinen Buchhandlung in Redu, lernt die junge Französin Marie im Zug kennen. Nachdem sich Marie ihren Kummer von der Seele gesprochen hat, lädt die ältere Frau sie in das kleine Bücherdorf ein.
Spontan nimmt Marie, die gerade auf der Flucht vor ihrem alten, traurigen Leben ist, dieses Angebot an.
Das kleine Dorf ist atemberaubend schön, es strahlt eine Ruhe und Behaglichkeit aus. Marie ist entzückt und überrascht von der wundervollen Stille. Vogelgezwitscher füllt diese Stille, was Marie besonders bewusst wird, da sie bisher nur den Lärm von Paris in den Ohren hatte.
Anneliese, ein liebevoller Hund, der genau das macht, was sie will, schenkt Zuneigung und Liebe den Menschen, die sie am meisten gebrauchen können. Sie läuft sofort auf Marie zu und verbringt viel Zeit bei und mit ihr.
Thomas, der Bäcker, die gute Seele des Dorfes und Jóninas guter Freund, ist im Hintergrund für Marie da. Nicht nur, dass er traumhaftes Brot bäckt, auch als Jónina das Dorf aus gesundheitlichen Gründen überstürzt verlässt und Marie bittet zu bleiben und in ihrem Buchladen zu arbeiten, steht er ihr zur Seite. Still, zurückhaltend, aber immer präsent.
„Das Leben ist Kunst.“ (Seite 227)
Arthur, ein Künstler oder Handwerker mit einem Buchladen für gebrauchte Bücher oder selbst hergestellte Werke, zeigt Marie, wie man auf kreative Art, ganz ohne Strom oder elektrische Geräte, Papier herstellt.
„Wer hätte gedacht, dass ein einfaches Stück Papier so glücklich machen kann?“ (Seite 231)
Marie ist begeistert.
Und dann ist da Mathilde. Ruhig, zurückgezogen und voller Trauer lernt sie durch Marie wieder, am (Dorf-) Leben teilzunehmen. Marie nimmt ihr die Angst vor dem Unbekannten und zeigt ihr neue Wege.
Ganz still und leise beginnt eine Freundschaft und ein gegenseitiges Helfen und Lernen der beiden Frauen voneinander.
Torsten Woywod bringt uns mit diesem leisen, warmherzigen und mutmachenden Roman die Natur, die Freundschaft und auch die Stille näher. Der Roman ist ruhig, voller Wärme und fühlt sich an wie eine lang ersehnte Umarmung. Er regt zum Nachdenken an. Man spürt die Entschleunigung, den Abfall von Stress und Hektik und besinnt sich mit Marie auf die wichtigen Dinge im Leben.
Anfangs ist Marie entsetzt, dass es für die Bewohner nur eine Stunde Internet am Tag zur Vergnügung gibt. Am Ende fällt es ihr gar nicht mehr auf, beziehungsweise sie vermisst es nicht. Sie ist bei sich angekommen, in der Natur und bei lieben Menschen.
Alles andere erfährt sie früh genug aus der wöchentlichen Zeitung. Was für eine Befreiung, nicht immer alles sofort zu wissen und nicht auf alles reagieren zu müssen. Was für ein Leben und was für eine Freiheit.
Redu gibt es wirklich, und auch wenn es sicher nicht hundertprozentig meiner Fantasie entspricht, möchte ich es dennoch besuchen und die Stille hören.
Eine Hommage an die Stille und die Selbstfindung, an ein Dorf, das uns wieder zum Ursprung bringt, zu uns selbst.
Sabine Arnhold gelingt es mit ihrer einfühlsamen, ruhigen und warmherzigen Stimme, die Atmosphäre dieses Romans vollkommen einzufangen, sie regt zum Nachdenken an, schenkt Ruhe und macht das Hörbuch zu einem echten Wohlfühlmoment.
Ein Feel-Good-Roman, der lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Schöner Wohlfühlroman

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Das Setting einer Bücher-Kleinstadt, umgeben von Natur, ist von dem Autor sehr schön beschrieben und trägt zu einer friedlichen Atmosphäre bei.
Mir haben die verschiedenen Perspektiven gefallen, die einen ...

Das Setting einer Bücher-Kleinstadt, umgeben von Natur, ist von dem Autor sehr schön beschrieben und trägt zu einer friedlichen Atmosphäre bei.
Mir haben die verschiedenen Perspektiven gefallen, die einen umfangreichen Einblick geben. Der Roman ist aufgebaut durch verschiedene kleinere Handlungsstränge, die sich wunderbar ergänzen und die Geschichte abrunden. Auch die entspannte Aussprache der Hörbuchsprecherin Sabine Arnhold spielt in dieses Empfinden mit rein.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Lebensweisheit und viel Natur, Maries Glück findet sich in Redu

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Marie ist erst sechsundzwanzig, hat früh ihre Mutter und bald darauf ihre Tante verloren und hadert mit ihrem stressigen und unerfüllten Leben in Paris. Als ihr eines Tages alles über den Kopf wächst, ...

Marie ist erst sechsundzwanzig, hat früh ihre Mutter und bald darauf ihre Tante verloren und hadert mit ihrem stressigen und unerfüllten Leben in Paris. Als ihr eines Tages alles über den Kopf wächst, setzt sie sich kurzentschlossen in einen Zug und sucht nach Abstand. Dort begegnet sie Jonina, die Maries Gefühle und Gedanken wie in einem offenen Buch lesen kann.
Torsten Woywod hat seinen warmherzigen Roman wohl in einem der schönsten Dörfer in der Wallonie angesiedelt. Von dichter, unversehrter Natur umgeben, kann man dort zur Ruhe kommen, Internet ist nur stundenweise verfügbar, die Menschen besinnen sich auf ihr Können und das Werk ihrer Hände. Und für Marie beginnt dort ein neues, völlig ungewohntes Leben.
Der Stil des Autors ist romantisch, liebenswert, gefühlvoll und ruhig, manchmal auch etwas pathetisch. Man lauscht sehr gerne der angenehmen Stimme von Sabine Arnhold, die es wunderbar versteht, zu fesseln und auch längere Passagen, wie Naturbeschreibungen, einnehmend vorzutragen. Ich mag diese wirklich bewegende Geschichte sehr gerne, habe mich aber doch gefragt, ob eine Pariserin tatsächlich nicht einmal eine Amsel kennt? Zu naiv, zu arglos und blauäugig kam mir Marie leider sehr oft vor, was den Charm der Geschichte aber nur zeitweise trübte, denn im Fortgang fühlt man die Liebe und Verbundenheit der Menschen und man wird mit einem wunderbaren Happyend belohnt.

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