Cover-Bild Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 11.06.2025
  • ISBN: 9783641312237
Ulf Kvensler

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit

Thriller. Niemand beschreibt die Schönheit Schwedens und die Abgründe der Menschen besser! Psychospannung vom SPIEGEL-Bestsellerautor
Sabine Thiele (Übersetzer)

Ein glückliches Paar. Eine unverhoffte Reise. Und die bedrohliche Schönheit Gotlands.

Als Isak und Madde die Reise nach Gotland antreten, sind sie voller Zweifel. Wie wird nach Jahren des Schweigens das Wiedersehen mit Isaks Vater verlaufen? Der Vater, vor dessen Unberechenbarkeit Isak immer gewarnt wurde. Doch als das junge Paar auf der Insel ankommt, sind sie überwältigt von der Schönheit, die sie empfängt. Vor allem die makellose Eleganz des väterlichen Anwesens beeindruckt beide sehr – so sehr, dass sie alle Warnungen in den Wind schlagen. Schließlich erwartet sie ein unvergesslicher Sommer. Während die schwüle Luft über Gotland aufsteigt und am Strand Cocktails serviert werden, nehmen die Spannungen in der Gruppe zu. Isak und Madde streiten sich immer häufiger, und lange verschwiegene Geheimnisse der Familie werden ans Tageslicht gebracht. Trotzdem ahnt niemand, welche unheilvollen Folgen die Vergangenheit auf die Zukunft aller Beteiligter wirklich haben wird …

Niemand beschreibt die Schönheit Schwedens und die Abgründe der Menschen besser als Ulf Kvensler. Beste psychologische Spannung vom SPIEGEL-Bestsellerautor.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2025

Ruhige Story mit dunklen Geheimnissen

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Nach dem Tod seiner Mutter und seiner kleinen Schwester ist Isak bei seinem Großvater aufgewachsen und hatte bis heute auch keinen Kontakt zu seinem Vater. Doch plötzlich meldet sich Fredrik bei seinem ...

Nach dem Tod seiner Mutter und seiner kleinen Schwester ist Isak bei seinem Großvater aufgewachsen und hatte bis heute auch keinen Kontakt zu seinem Vater. Doch plötzlich meldet sich Fredrik bei seinem Sohn, um ihm mitzuteilen, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Isaks Freundin Madde überredet ihn, dem Treffen mit dem Vater zuzustimmen. Für Isak ist das eine schwere Entscheidung, denn die Erinnerungen an seinen Vater sind alles andere als positiv. Angekommen in Gotland sind beide überwältigt von Fredriks prunkvollem Anwesen. Was anfangs nach einer überraschend herzlichen Wiedersehensfreude aussieht, entpuppt sich schon bald als großer Fehler. Denn plötzlich steht nicht nur die Beziehung zwischen Isak und Madde auf der Kippe, auch die Geschehnisse der Vergangenheit holen Isak nach und nach ein…

Isak und Madde sind zwei unglaublich interessante Figuren. Kvensler hat beide sehr authentisch gezeichnet und sie damit noch lebendiger wirken lassen. Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Isak erzählt. Ich mochte seinen Charakter total gern und habe mich schnell mit ihm verbunden gefühlt. In einigen Kapiteln befindet sich Isak in einer Haftanstalt. Die Frage nach dem Warum bleibt lange unbeantwortet. Diese geheimnisvollen Perspektivwechsel sorgen für zusätzliche Spannung und fesseln den Leser an die Handlung.

Kvensler schafft eine bedrückende Atmosphäre und steigert damit die Neugier seiner Leser ins Unendliche. Dass beim Besuch in Gotland verborgene Geheimnisse ans Licht kommen, war abzusehen. Aber die Art und Weise, wie Kvensler diese seinen Lesern präsentiert, ist überragend konstruiert. Die Szenerie hat der Autor dabei klug gewählt und stellt diese bildhaft dar. Auch seine Beschreibungen der Kunstszene, in der sich Fredrik bewegt, wird von Kvensler realistisch dargestellt. Das zeigt deutlich, wie intensiv er sich mit seinen Recherchen auseinandergesetzt hat.

Fazit: „Die Insel“ ist ein geschickt konstruierter, jedoch etwas ruhiger Thriller. Dunkle Geheimnisse, zerrüttete Familiengeschichten und jede Menge Spannung sorgen hier für den perfekten Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Atmosphärisch und düster!

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Als Isak mit seiner Freundin nach Gotland reist, ist er voller Ängste - wie wird das Wiedersehen mit seinem Vater nach über zehn Jahren der Funkstille verlaufen? Isaks Großvater, bei dem er ab seinem Lebensjahr ...

Als Isak mit seiner Freundin nach Gotland reist, ist er voller Ängste - wie wird das Wiedersehen mit seinem Vater nach über zehn Jahren der Funkstille verlaufen? Isaks Großvater, bei dem er ab seinem Lebensjahr aufgewachsen ist, hat ihn immer vor der Unberechenbarkeit des Vaters gewarnt. Oberflächlich ist zwar alles großartig - es gibt schicke Cocktails, herausragende Mahlzeiten und jeden erdenklichen Komfort – aber Isaks Vater verhält sich seltsam und die Stimmung wir zunehmend angespannter.

“Die Insel” schreitet eine Weile lang still und leise voran, doch die unheilvollen Andeutungen machen neugierig und die subtile Psychospannung sorgt für Gänsehautmomente! Erzählt wird ungemein eindrücklich und feinfühlig aus Isaks Perspektive, auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit schildert er, warum und wie er bei seinem Großvater aufwuchs, seine Gedanken zu seiner Beziehung sowie die Achterbahn der Gefühle, die durch das Wiedersehen mit seinem Vater in Gang gesetzt wird. In der Gegenwart geht es um seine problematische Lage nach dem Besuch bei seinem Vater ...

Man taucht tief in Isaks Innenleben ein, aufgrund eines Kindheitstraumas ist er eigentümlich, lebt oft in seiner eigenen Welt. Zudem ist er voller widerstreitender Gefühle, weil er meistens versucht es allen recht zu machen und seine eigenen Bedürfnisse zwanghaft unterdrückt. Er hat eine Riesenangst davor, dass sein wahres Ich seinen Großvater und Madde verärgern oder gar vergraulen könnte. Innerlich fühlt er sich schwach, weshalb er nach außen hin cool, tough sowie souverän agiert bzw. es versucht.

Der Besuch auf Gotland wirkt von Anfang an seltsam bis verstörend, doch ab einem gewissen Punkt läuft alles aus dem Ruder. Täuschungen, Lügen und Psychospielchen führen zu tiefgreifender Unsicherheit, quälenden Zweifeln sowie verheerender Verzweiflung – bei fast allen Beteiligten!

“Die Insel” überzeugt mit einer greifbar beklemmenden Atmosphäre, undurchsichtigen Charakteren sowie menschlichen Abgründen. Raffinierte falsche Fährten und entsetzliche Erkenntnisse bringen gelungene Wendungen mit sich, die nervenaufreibend, erschütternd und wirklich überraschend sind! Ich vergebe dennoch “nur” 4 von 5 Sternen, da mir der Erzählstil stellenweise etwas zu ausführlich war und es der Handlung meiner Meinung nach dadurch gelegentlich an Tempo fehlte. Zudem wurde das Potenzial des Settings für meinen Geschmack nicht vollständig ausgeschöpft.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Außergewöhnliche Reise nach Gotland

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Isak erhält nach Jahren der Funkstille einen Anruf von seinem Vater, der ihn um ein Wiedersehen auf Gotland bittet. Zusammen mit seiner Freundin Madde tritt er die Reise an, um den kommenden Sommer auf ...

Isak erhält nach Jahren der Funkstille einen Anruf von seinem Vater, der ihn um ein Wiedersehen auf Gotland bittet. Zusammen mit seiner Freundin Madde tritt er die Reise an, um den kommenden Sommer auf dem väterlichen Anwesen zu verbringen. Die Geheimnisse der Familie führen zu mehr und mehr Unruhe, niemand ahnt welche Folgen noch warten...

Ein Roman, der in der Buchhandlung definitiv ins Auge sticht, den der grell gelbe Farbschnitt fällt direkt auf und auch der Titel und die Kurzbeschreibung sind in knalligen Untergrund eingepackt!
Der Einstieg in das Buch war mir ein bisschen zu langatmig und ich habe schwer in einen Lesefluss gefunden, obwohl der Schreibstil einfach ist, trotzdem eine schöne Wortwahl hat. Es fehlt lange an Spannung, welche auch immer wieder zwischendurch abflacht, mit unvorhersehbaren Twists aber wieder und wieder kurzzeitig Thrill einbringt.
Besonders die detaillierte Beschreibung Schwedens mit der weitläufigen Natur hat mich sofort in Erinnerungen an das idyllische Land und seine Geheimnisse versetzt! Der Autor Ulf Kvensler erweckt die Gegend um die Insel Gotland, sowie die Protagonisten des Buchs durch seine lebendige Art des Schreibens zum Leben. Er wechselt geschickt in den unterschiedlichen Zeitebenen und lässt den Leser nach und nach das große Ganze erkennen. Es fließt nicht Blut, wie in manch anderen Thriller sondern arbeitet viel mit manipulativen Taktiken der Menschen (z.B. Isaks Vater) um deren dunkle Seiten aufzuzeigen. Die Figuren sind alle facettenreich und wirken dadurch authentisch und tiefgründig in einigen Gedankengängen.
Leider fehlte mir für einen perfektes Lesevergnügen am Ende eine überzeugendere Erklärung für das Handeln gewisser Personen(um nicht zu spoilern).

Fazit: Für Fans von psychologischen Thrillern! Leider gefiel mir die Auflösung am Ende nicht zu 100% und der Beginn war mir zu langatmig!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Was auf dieser Insel passiert, bleibt nicht verborgen

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Ich habe das Buch mit gemischten Erwartungen angefangen. Ein Sommerhaus auf einer abgelegenen Insel, alte Konflikte, ein dunkles Familiengeheimnis, das alles klang vielversprechend. Und tatsächlich, die ...

Ich habe das Buch mit gemischten Erwartungen angefangen. Ein Sommerhaus auf einer abgelegenen Insel, alte Konflikte, ein dunkles Familiengeheimnis, das alles klang vielversprechend. Und tatsächlich, die Atmosphäre im Buch hat mich direkt abgeholt. Das Setting auf Gotland war richtig stimmungsvoll beschrieben, fast schon ein bisschen unheimlich. Ich spürte spürt von Anfang an, dass unter der sonnigen Oberfläche etwas ganz und gar nicht stimmt.
Was mir besonders gut gefallen hat, war der psychologische Aufbau. Die Figuren, vor allem Isak und sein Vater, tragen ordentlich Ballast mit sich herum, und das spürt man. Auch die Spannungen innerhalb der Gruppe waren echt gut dargestellt. Es war kein typischer Thriller mit viel Action, eher ein leises, schleichendes Unbehagen, das sich langsam aufbaut.
Allerdings muss ich sagen, dass ich stellenweise etwas mehr Spannung erwartet hätte. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam, manchmal sogar etwas zäh. Es gibt keine riesigen Überraschungen oder Wendungen, wie man sie vielleicht von einem klassischen Psychothriller kennt. Aber trotzdem wollte ich wissen, wie alles zusammenhängt und was am Ende rauskommt, also hat es mich doch schon bei der Stange gehalten.
Der Schreibstil ist angenehm, nicht zu kompliziert, und die Dialoge wirkten meist natürlich. Man merkt, dass Kvensler auf Zwischenmenschliches setzt statt auf Blut und Drama, was ich grundsätzlich gerne mag, auch wenn ich mir in diesem Fall manchmal ein bisschen mehr Tempo gewünscht hätte.
Nachdem ich bereits „Der Ausflug“ von Ulf Kvensler gelesen habe und davon richtig begeistert war, wollte ich natürlich wissen, ob „Die Insel“ da mithalten kann. Auch wenn es für mich nicht ganz an die Spannung und Dynamik von „Der Ausflug“ herankommt, hat das Buch auf jeden Fall gezeigt, dass Kvensler ein gutes Gespür für Atmosphäre und zwischenmenschliche Spannung hat. Ich bin gespannt, was noch von ihm kommt, und freue mich schon auf weitere Bücher.
Auf jeden Fall ist „Die Insel“ eine lesenswerte Geschichte mit glaubwürdigen Figuren und einer unterschwelligen Spannung, die vor allem durch das Unausgesprochene wirkt. Wer sich auf eine eher ruhige, psychologische Erzählweise einlassen kann, wird hier auf seine Kosten kommen.
Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung. Was mir zu ruhig oder zu subtil war, kann für andere genau das sein, was das Buch besonders macht. Deshalb, am besten selbst lesen und sich ein eigenes Bild machen.

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