Cover-Bild Helmuth James von Moltke
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32,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 20.03.2026
  • ISBN: 9783406843754
Volker Ullrich

Helmuth James von Moltke

oder: Wie man den Mut zum Widerstand findet
Wie widersteht man einer Diktatur? - Volker Ullrichs Biographie des großen Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke

Widerstand gegen die Hitler-Diktatur - das forderte den ganzen Menschen. Das war eine Sache von Leben und Tod. Das hieß, den Lockungen eines unbeschwerten Familienlebens und einer verheißungsvollen Karriere zu entsagen. Das hieß, die Angst zu überwinden und sich täglich zu rüsten für den Kampf gegen ein menschenverachtendes Regime. All das verlangte viel Mut, große innere Unabhängigkeit, ein sicheres Empfinden für Recht und Unrecht und einen verlässlichen moralischen Kompass.

Helmuth James von Moltke, am 11. März 1907 auf dem Familiengut im schlesischen Kreisau geboren, war einer der wenigen, die diese Eigenschaften mit sich brachten. Anders als die meisten Mitglieder der bürgerlich-konservativen und der militärischen Opposition gegen Hitler war er ein kompromissloser Gegner des Nationalsozialismus von allem Anfang an. Und er war der Spiritus Rector des Kreisauer Kreises, jener Widerstandsgruppe, die sich wie keine zweite in einem jahrelangen mühevollen Diskussionsprozess auf ein detailliertes Programm für eine Neuordnung nach Hitler verständigte. Wie konnte Moltke zu dem werden, der er war? Woher nahm er die Kraft, wie fand er den Mut zum Widerstehen? Volker Ullrich stellt diese Frage in seiner neuen, glänzend geschriebenen Biographie und erinnert an einen Mann, dessen Beispiel unserer Zeit mehr zu sagen hat, als uns lieb sein kann.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Mensch, liebender Ehemann und Vater, Widerstandskämpfer, Christ

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Ich interessiere mich als Laie sehr für die Ereignisse während des Dritten Reiches, weil ich es wichtig finde, sich zu erinnern. Und stelle immer wieder fest, dass ich nur kleine Puzzleteile kenne. So ...

Ich interessiere mich als Laie sehr für die Ereignisse während des Dritten Reiches, weil ich es wichtig finde, sich zu erinnern. Und stelle immer wieder fest, dass ich nur kleine Puzzleteile kenne. So sind mir zwar die Ereignisse rund um den 20.Juli 44 bekannt und Graf von Stauffenberg ein Begriff, aber der Kreisauer Kreis und Helmuth James von Moltke eher eine Leerstelle.

Der Autor zeichnet anhand des regen Briefwechsel, den von Moltke mit vielen verschiedenen Personen und im besonderen mit seiner Ehefrau Freya führte , ein lebendiges Bild und zeigt den Menschen hinter der historischen Person. Von Moltke wurde 1907 im kleinen Dorf Kreisau nahe Breslau geboren . Sein Elternhaus war liberal, besonders dank seiner Mutter Dorothy, die aus Südafrika stammte. Er war neuen Ideen aufgeschlossen und durch seine Reisen und Kontakten zu fortschrittlichen Gruppierungen nicht in engen Denkweisen gefangen. Von Anfang an stand er dem Naziregime ablehnend gegenüber. Er studierte Jura, sah seine Berufung aber in der Politik.

Zum Widerstandskämpfer , der Gleichgesinnte um sich sammelte, wurde er 1940 durch die Kriegshandlungen. Er war ein strikter Gegner der Appeasement Politik des Auslandes. Auf der anderen Seite lehnte er einen Umsturz durch ein Attentat auf Hitler aus nachvollziehbaren Gründen ab. Er sah seine Aufgabe darin, einen Plan für die politischen Ordnung nach dem Zusammenbruch des Regimes zu schaffen .

Moltke war sich immer bewusst, dass ihm sein Engagement, das Leben kosten konnte. Trotz dieser Gefahr hat ihn seine Frau Freya vorbehaltlos unterstützt und zuhause den Rücken frei gehalten. Für mich waren die Kapitel, die seinen Gefängnisaufenthalt schildern die mich am meisten berührt haben. Er hat in seiner Haltung nicht gewankt und hat seine Hoffnung auf Gott gesetzt. Der Briefwechsel mit Freya aus dieser Zeit ist sehr emotional und zeugt von großer Liebe. Für mich zeigt sich hier der Mensch , dem ich nahe kommen kann. Zudem gibt es einen kleinen Eindruck davon, was er und seine Mitstreiter persönlich auf sich genommen haben.

ich als Laie konnte dem Inhalt gut folgen. Es ist verständlich geschrieben und die vielen Zitate machen es lebendig. Eine Herausforderung war die Fülle der Daten. Der Autor gibt parallel zu Moltkes Leben einen kurzen Abriss der jeweiligen politischen Ereignissen und Entwicklungen. Da sind Vorkenntnisse von Vorteil, um den Überblick nicht zu verlieren. Das Buch mir viele neue Informationen beschert und einiges zum Nachdenken gegeben. Gut gefallen hat mir zudem , dass die Lebenswege der überlebenden Mitstreiter und seiner Ehefrau nach seinem Tod nachgezeichnet werden .

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