Cover-Bild Das Haus in der Claremont Street
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 10.09.2020
  • ISBN: 9783462321685
Wiebke von Carolsfeld

Das Haus in der Claremont Street

Roman
Dorothee Merkel (Übersetzer)

»Eines der besten kanadischen Debüts des Jahres!« Montreal Gazette

»Das Haus in der Claremont Street« ist das viel gelobte Debüt der Deutsch-Kanadierin Wiebke von Carolsfeld, die vor 30 Jahren ihre Laufbahn als Verlagskauffrau bei Kiepenheuer & Witsch begann und dann von Köln nach Kanada auswanderte und dort Filmemacherin wurde. Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören. Ein Roman darüber, wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmst möglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2020

Das stumme Kind

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Ein wirklich tolles verträumtes Cover, das einen wirklich neugierig macht.

Inhalt:
Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine ...

Ein wirklich tolles verträumtes Cover, das einen wirklich neugierig macht.

Inhalt:
Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören. Ein Roman darüber, wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmst möglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

Meine Meinung:
Ein wirklich tolles Buch was einem sehr ans Herz geht. Sehr gefühlvoll und realistisch beschreibt die Autorin dir Situation Toms nach dem schrecklichen Tod seiner Eltern. Dabei beleuchtet sie auch das Gefühlsleben des kleinen Jungen. Sie zeigt auch, das Liebe oft nicht ausreicht um jemanden aus seinem Trauma raus zu holen. Dazu bedarf es einfach mehr. Aber sie zeigt auch ganz klar, wie wichtig es ist einen richtigen Draht zu einem traumatisierten Kind zu bekommen. Will und Rose haben hier wirklich enormes geleistet, auch wenn beide doch recht chaotisch sind, so haben sie den Jungen doch wieder ins Leben geführt.
Die einzelnen Schauplätze sind sehr detailliert und bildlich beschrieben, so das man oft das Gefühl hat mitten am Schauplatz zu stehen. Eine Szene wird mir dabei ganz besonders in Erinnerung bleiben, als die Geschwister Monas Asche verstreuen. Einfach eine Szene, die soviel wiederspiegelt und auch die Geschwister zum Nachdenken anregt.
Insgesamt hat mich das Buch vollends überzeugt.

Mein Fazit: Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.11.2020

Familienzusammenhalt

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Der neunjährige Tom ist schwer traumatisiert. Nachdem sein Vater die Toms Mutter erschlagen hat, tötete er sich selbst. Der Junge ruft selbst noch den Notruf an. Doch dann zieht sich Tom in sich selbst ...

Der neunjährige Tom ist schwer traumatisiert. Nachdem sein Vater die Toms Mutter erschlagen hat, tötete er sich selbst. Der Junge ruft selbst noch den Notruf an. Doch dann zieht sich Tom in sich selbst zurück und spricht nicht mehr. Zunächst kommt er zu seiner kinderlosen Tante Sonya, die aber nicht zu ihm durchdringt. So muss Tom wieder umziehen - zu seiner anderen Tante Rose und ihrem Sohn Nick in der Claremont Street. Dort fühlt er sich wohler, zumal auch noch sein Onkel Will dort wohnt.
Es ist die Geschichte einer zerrütteten Familie, die trauert und nicht begreifen kann, wie das alles geschehen konnte. Eigentlich hat jeder von ihnen eigene Problem, doch nun ist da der kleine Junge, der traumatisiert ist und Zuwendung braucht.
In Toms Familie gab es schon immer Gewalt, bis es dann so böse endete. Sonyas Ehe läuft auch nicht zum Besten und sie möchte schon lange ein Kind. Nun versucht sie krampfhaft Tom zu ihrem Kind zu machen, was unter den Umständen misslingen muss. Rose ist alleinerziehend und hat Probleme mit ihrem pubertierenden Sohn. Die beiden Schwestern kommen nicht miteinander klar. Der Weltenbummler Will sucht noch seinen Platz im Leben. Dazwischen ist Tom, dem alle helfen wollen und alle wollen, dass er wieder spricht. Daher müssen sie aufeinander eingehen und miteinander reden, statt zu streiten.
Alle Personen sind sehr menschlich dargestellt, also wie im wirklichen Leben.
Diese emotionale Geschichte hat mich gleich gefangen genommen, denn sie ist berührend, tiefgründig und dabei traurig und humorvoll zugleich.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Ein traumatisiertes Kind schweigt

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Tom ist 9 Jahre und hat gerade den schlimmsten Alptraum erlebt. Seine Eltern sind tot, gestorben durch Gewalt. Tom ist verstummt und traumatisiert. Er kommt zu seiner Tante Sonya, die verzweifelt versucht, ...

Tom ist 9 Jahre und hat gerade den schlimmsten Alptraum erlebt. Seine Eltern sind tot, gestorben durch Gewalt. Tom ist verstummt und traumatisiert. Er kommt zu seiner Tante Sonya, die verzweifelt versucht, einen Zugang zu dem Jungen zu finden.
Sonya schafft es nicht, sie kommt mit Tom nicht zurecht. Erneut heißt es umziehen, diesmal zu Rose und Will, auch Geschwister von Mona, der verstorbenen Mutter von Tom.
Diese leben in der Claremont Street mit Nick, den pubertierenden Sohn von Rose.
Durch sein Schweigen lernt die schwierige Konstellation sich mal wieder zuzuhören. Will und sein Neffe Nick schaffen ein besseres Verhältnis. Rose blüht etwas auf, indem sie ein Verhältnis beginnt. In all dem Chaos, was zwischen den Geschwistern herrscht, beginnt Tom sich zunächst immer mehr zurückzuziehen. Ein paar kleine Zwischenfälle sorgen für eine Veränderung, die Tom helfen könnte, damit er sein Schweigen bricht.
Eine wunderbar erzählte Familiengeschichte, mit vielen Höhen und Tiefen.
Das komplizierte Verhältnis der Geschwister untereinander steht allen im Weg. Jeder sucht sich seinen Vorteil und blendet die Bedürfnisse der anderen aus. Der dramatische Umstand, der Tom in die Claremont Street gebracht hat, bindet die Geschwister etwas enger. Doch irgendetwas steht immer zwischen ihnen. Die Trauer und die Unfähigkeit zu reden von Tom macht es umso schwerer, mit den Gefühlen umzugehen.
Das Buch hat viele verschiedene Seiten zu bieten. Ein feiner Humor ist präsent, viel Gefühl, Wut, Trauer und eine Spur Hass. Die Kombination macht die Geschichte sehr interessant und bietet eine hohe Unterhaltung. Manchmal möchte man eingreifen und es besser machen und den kleinen Tom helfen. Insgesamt fand ich das Buch sehr ergreifend und emotional und kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Berührend

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Ein kleiner Junge muss miterleben, wie seine Mutter vom Vater umgebracht wird und dieser sich anschließend erschießt. Tom kommt zu seiner Tante, doch diese weiß nicht mit ihm umzugehen, ist total überfordert ...

Ein kleiner Junge muss miterleben, wie seine Mutter vom Vater umgebracht wird und dieser sich anschließend erschießt. Tom kommt zu seiner Tante, doch diese weiß nicht mit ihm umzugehen, ist total überfordert und schiebt ihn zu ihrer Schwester ab. Die jüngere Schwester ist chaotisch, jedoch hat sie das Herz auf dem rechten Fleck und bietet Tom ein zu Hause. Ihre unkonventionelle und unaufdringliche Art lassen Tom genesen.
Die Geschichte handelt von einem schweren Schicksal und Schuld. Jeder der Protagonisten meint, am Tod von Toms Mutter die Schuld zu tragen, nicht zuletzt der neunjährige Tom selbst. Aus diesem Grund hat sich Tom ganz in sich zurück gezogen und spricht nicht mehr.
Doch eine Familie hält zusammen und gemeinsam kämpfen sie sich frei.
Eine berührende Geschichte von echten Menschen ohne Heldentum, die fesselt und mitfühlen lässt.

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Veröffentlicht am 29.09.2020

Lesenswert! Aus einer Tragödie das Beste machen.

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Was der 9-jährige Tom ertragen muss ist unfassbar!
Sein gewalttätiger Vater erschlägt seine Mutter Mona und erschießt sich dann selbst.
Tom verfällt daraufhin in einen inneren Rückzug und in ein schockiertes, ...

Was der 9-jährige Tom ertragen muss ist unfassbar!
Sein gewalttätiger Vater erschlägt seine Mutter Mona und erschießt sich dann selbst.
Tom verfällt daraufhin in einen inneren Rückzug und in ein schockiertes, von Schuldgefühlen erfülltes Schweigen.
Sonya, die älteste Schwester seiner Mutter, und deren Ehemann Alex nehmen Tom gern bei sich auf.
Sie sind seit Jahren ungewollt kinderlos.
Allerdings haben sie sich das Zusammenleben anders vorgestellt, als es jetzt, mit einem 9-jährigen traumatisierten Bettnässer, ist.
Aufgrund der Überforderung wird Tom weitergereicht.
Sonyas jüngere Schwester Rose springt ein und von da an lebt Tom bei Rose, ihrem 14- jährigen Sohn und ihrem Bruder Will, Toms Onkel, in der Claremont Street in Toronto.
Da erwartet ihn ein bisher nicht bekanntes, chaotisches Leben, in dem er sich etwas wohler fühlt.
Aber es bleibt schwierig und unbeständig.
Es wird spannend, wie es mit Tom und den Geschwistern seiner Mutter, die konflikthaft miteinander verwoben sind und sich selbst auch Vorwürfe wegen dem Tod ihrer Schwester Mona machen, weitergeht.

Die Autorin hat eine bewegende, erschütternde, schockierende Familiengeschichte zu Papier gebracht.
Ich wurde sofort in das Geschehen hineingezogen und hatte sowohl Charaktere als auch Handlungsorte bildhaft und szenisch vor Augen.
Bei allem Tragischen ist es schön, zu lesen, dass eine zerstrittene Familie genau dadurch wieder zusammenwachsen kann. Außerdem sorgen einige wohl dosierte Portionen Humor für guten Ausgleich.
Es überwiegen am Ende das Gefühl und die Zuversicht, dass man selbst aus dem Schlimmsten das Beste machen kann.

Ich möchte den feinfühlig aber nie kitschig geschriebenen 368-seitigen Debutroman der Deutsch-Kanadierin Wiebke von Carolsfeld sehr gerne weiterempfehlen.
Es ist ein Roman, der aus der Masse hervorsticht und nachhallt.

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