Cover-Bild Schattenbraut
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 21.09.2022
  • ISBN: 9783442491155
Yangsze Choo

Schattenbraut

Roman
Heike Reissig (Übersetzer), Stefanie Schäfer (Übersetzer)

»Eines Abends fragte mich mein Vater, ob ich die Braut eines Geistes werden wolle ...«

Malaya 1893. Die 17-jährige Li Lan aus gutem, aber verarmten Hause erhält einen ungewöhnlichen Antrag: Sie soll den kürzlich verstorbenen Sohn der wohlhabenden Familie Lim heiraten. Aber Li Lan zögert. Kann sie sich wirklich einem Geist versprechen? Um sich auf die Probe zu stellen, taucht sie Nacht für Nacht ein in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen. Das Schattenreich ist ein Ort des Schreckens, aber auch der Versuchung und der Freude. Dort deckt Li Lan nicht nur die Wahrheit über ihre eigene Familie und die ihres Verlobten auf – sie erkennt auch die Macht wahrer Liebe …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2023

Zwischen dem Leben und der Liebe

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Mein neues Jahr 2023 wollte ich mit einem Neuzugang meines Subs beginnen. Dank des Fantasy Adventskalenders von der lieben Bücherbüchse, hatte ich das Glück sogar die Sonderedition lesen zu können.

Ich ...

Mein neues Jahr 2023 wollte ich mit einem Neuzugang meines Subs beginnen. Dank des Fantasy Adventskalenders von der lieben Bücherbüchse, hatte ich das Glück sogar die Sonderedition lesen zu können.

Ich hab alles richtig gemacht, genau mit diesem Buch anzufangen. Tiefe Charaktere, interessantes Setting und eine Story zum drüber nach grübbeln.

Li Lan hat es nicht leicht in ihrem Leben. Die Mutter ist Tod und der Vater ist schwer Opium abhänig. Zudem verliebt sie sich in einen jungen Mann, der jedoch eine andere heiraten soll. Dann erfährt sie auch noch das ihr Vater sie mit einem Toten verheiraten will. Einem jungen Mann den Li Lan nicht mal zu Lebzeiten leiden konnte. Als dann plötzlich ihr toter Verlobter in ihren Träumen auftaucht, wird Li Lan klar, sie braucht Hilfe einer Seherin.

Natürlich kann die Seherin Li Lan helfen aber zu welchem Preis. Plötzlich wird Li Lan vor Augen geführt wie wichtig das Leben ist und wie vergänglich es sein kann. Auf der Suche nach der Wahrheit stolpert Sie von Abenteur in das nächste.

Was mich besonders zum nachdenken gebracht hat, waren die Personen die Li Lan auf dem Weg trifft. Oft treffen wir auf Menschen, von denen wir nichts böses erwartet und genau die sind es die unser Leben am meisten erschüttern. Auch das die Person in der wir uns verlieben, ist nicht umbedingt die richtige Person für uns.



Sehr leichter Schreibstil für ein heftiges Thema. Ich finde es sehr gut wie Yangsze Choo nachvollziehbar den Umgang mit dem Tod in anderen Kulturen darstellt. Mir war nie bewusst wie andere Kulturen das Thema Tod und Geistern umgehen. Wir sehen nur die Sicht wie Hollywood Geistern interpretiert aber nur selten bekommen wir andere Einblicke. Daher empfinde ich das Buch als eine gelungen Abwechslung.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Malaysische Kultur und das Totenreich

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Als Fantasy LeserIn finde ich es ja immer sehr spannend in fremde Welten abzutauchen. Hier war es eher religiös historische Fantasy, aber für mich nicht weniger spannend.

Wie der Klappentext verrät begleiten ...

Als Fantasy LeserIn finde ich es ja immer sehr spannend in fremde Welten abzutauchen. Hier war es eher religiös historische Fantasy, aber für mich nicht weniger spannend.

Wie der Klappentext verrät begleiten wir die junge Li Lan, die ein fragwürdiges Heiratsangebot bekommt. Doch ihr Fast Verlobter beginnt auch noch sie in ihren Träumen heim zu suchen. Aus Verzweiflung konsultiert sie ein Medium und durch einen Fehler ist sie ihrem unliebsamen Verehrer bald näher, als gut für sie ist.

Hier beginnt ihre spannende Reise. Ihr Leben als Frau in der malayischen Kultur ist recht eintönig und fremdbestimmt. Als körperlose Seele sind ihr nun wenige Grenzen gesetzt und mit ihr zusammen treffen wir andere Geister und Wesen, ehe wir ins Schattenreich reisen um korrupte Grenzbeamte und auch den Machenschaften ihres Verehrers auf die Schliche zu kommen. Dabei entfernt sie sich immer mehr von ihrem Körper und die Angst, nicht wieder zurück zu können, schwingt ständig mit.

Ich habe das Buch sehr genossen, auch wenn ich ein paar Seiten benötigt habe, um hinein zu kommen.
Der Schreibstil hat mich gefesselt, obwohl ich natürlich über einige Begriffe gestolpert bin. Bei Kleidungsstücken habe ich direkt mein Handy gezückt, damit ich mir diese besser vorstellen kann, das hat natürlich meinen Lesefluss etwas gestört.

Aber die Reise mit Li Lan lohnt sich für jeden, den die asiatische Kultur interessiert.

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Veröffentlicht am 28.01.2023

Eine außergewöhnliche Geistergeschichte

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Zum Inhalt:
Die junge Li Lan lebt mit ihrem Vater in Malaya des späten 19. Jahrhunderts. Ihre Mutter hat sie in sehr jungen Jahren verloren, ihr steht jedoch eine Amah, eine eingeborene Nanny, zur Seite. ...

Zum Inhalt:
Die junge Li Lan lebt mit ihrem Vater in Malaya des späten 19. Jahrhunderts. Ihre Mutter hat sie in sehr jungen Jahren verloren, ihr steht jedoch eine Amah, eine eingeborene Nanny, zur Seite. Da der Vater allmählich verarmt, soll Li Lan den verstorbenen Sohn der wohlhabenden Familie Lim ehelichen. Doch während sie noch mit dem Gedanken ringt und zögert, verliert sie ihr Herz an den Cousin des Verstorbenen. Weder kann sie mit diesem zusammen sein, noch kann sie sich auf ihren Geisterverlobten einlassen, der sie nachts in ihren Träumen heimsucht. Nach einem fatalen Fehler findet sich Li Lan plötzlich selbst in der Geisterwelt wieder. Doch das Schattenreich birgt viele Gefahren...

Meine Leseerfahrung:
Als ich "Nachttiger" von Yangsze Choo las, war ich total verzaubert. Das Buch gehört nun zu meinen Lieblingsbüchern und ich wollte sofort alle Bücher der Autorin lesen. Leider war "The Ghost Bride" noch nicht auf Deutsch erschienen und an die englische Ausgabe habe ich mich nicht herangetraut. Daher war ich umso glücklicher, als ich endlich "Schattenbraut" in den Händen hielt. Für ein Debüt ist die Story außergewöhnlich und absolut gelungen. Man merkt aber, dass die Autorin noch in den Anfängen ist, wobei ich dies nur deswegen zu beurteilen im Stande bin, weil ich vorher "Nachttiger" gelesen habe.

Was mich an "Nachttiger" so fasziniert hat, war die Verknüpfung mystisch-fantastischer Elemente mit historischen Gegebenheiten und die Einbettung der Story in eine Art Krimi. Genau dies hat Choo auch in diesem Debütroman versucht und hervorragend gemeistert. Wieder werden wir ins historische Malaya entführt, wobei wir noch weiter zurückgehen ins späte 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit scheinen Geisterehen, der Aufhänger dieser Story, nicht unüblich gewesen zu sein. Als die Protagonistin schließlich unglücklicherweise selbst in die Geisterwelt tritt, kommt mehr Tempo in die Geschichte. Die einzigen Schwächen sehe ich hier nur bei der Ausarbeitung einzelner Charaktere und bei den leider etwas langatmig ausgefallenen mittleren Abschnitten, die mich beinahe zum Weiterblättern bewegt hätten.

Wer hier Grusel oder Spannung erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Es ist vielmehr eine ruhige Geistergeschichte mit kriminalen Elementen, die den Leser dennoch gut fesseln kann.

Fazit:
"Schattenbraut" gehört zu den meisterhaft geschrieben Debütromanen der letzten Jahrzehnte und versetzt den Leser gekonnt ins historische Malaysia des 19. Jahrhunderts mit all den facettenreichen Kulturen und Legenden. Choo verknüpft vorbildlich eine außergewöhnliche Geistergeschichte mit Kriminalelementen und jede Menge historischer Details. Das ist Fantasy der besonderen Art!

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Historische Fantasy

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Ich hatte echt Lust auf einen historischen Roman mit einem Hauch von Fantasy . Genau das habe ich bekommen !

Wir tauchen in die chinesische Kultur einer längst vergangenen Zeit ein. Besonders spannend ...

Ich hatte echt Lust auf einen historischen Roman mit einem Hauch von Fantasy . Genau das habe ich bekommen !

Wir tauchen in die chinesische Kultur einer längst vergangenen Zeit ein. Besonders spannend für mich waren die vielen Traditionen und natürlich der Übergang ins Schattenreich. An der ein oder anderen Stelle war die Geschichte etwas langlebig, man konnte jedoch während des gesamten Verlaufes einen roten Faden erkennen.

Das Ende kam überraschend, jedoch mehr als passend zu den Charackteren und deren Vorgeschichte.
Der Schreibstil ist nicht zu kompliziert, die Figuren sehr gut ausgearbeitet.
Für mich eine Geschichte die durch die Historik und Thematik in ihrer Einzigartigkeit heraus sticht.

Von mir 4/5 🪶🪶🪶🪶🪶

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Chinesisch-malaiische Mythen und Mystik aus dem Jenseits

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Vor zwei Jahren las ich Nachttiger von Yangsze Choo. Das Buch hatte mich schwer begeistert und ich war damals mehr als enttäuscht, dass das Debütwerk der Autorin The Ghost Bride nicht auf Deutsch erhältlich ...

Vor zwei Jahren las ich Nachttiger von Yangsze Choo. Das Buch hatte mich schwer begeistert und ich war damals mehr als enttäuscht, dass das Debütwerk der Autorin The Ghost Bride nicht auf Deutsch erhältlich war. Umso erfreuter war ich, als ich im Goldmann Herbstprogramm nun doch endlich die Übersetzung entdeckte und wollte es natürlich sofort lesen.

Faszination Malaysia
Wie schon in Nachttiger entführt uns Yangsze Choo erneut ins historische Malaysia, wenngleich dieses Mal nicht in die Zeit des Swing, sondern gut 50 Jahre weiter zurück ins Ende des 19. Jh. Die 17-jährige Li Lan lebt in Malakka, eine Stadt, die zu dem Zeitpunkt zwar ihre Blütezeit als Königin des Gewürzhandels schon hinter sich hat, aber immer noch ein Schmelztiegel zwischen Niederländern, Portugiesen, Chinesen, Briten und Malayen ist. Besonders die ausgewanderten Chinesen haben viel von ihrer Kultur in Malaya, so der historische Name des Landes, in der neuen Heimat etabliert und eine faszinierende Mischkultur zwischen chinesischen Ahnenkult und malayischem Folklore erschaffen und wie auch schon in Nachttiger gelingt es Yangsze Choo wieder hervorragend den/die Leser/in an die Hand zu nehmen und in diese einzigartige Welt eintauchen zu lassen. Das ist nicht nur spannend zu lesen, man lernt auch eine ganze Menge über Malakka und Malaya, zwar wirkt das manchmal etwas zu gewollt eingeschoben und Li Lan muss meist als Erklärbär herhalten, dennoch fand ich diese Einblicke sehr interessant.

Vom Diyu, Geisterhochzeiten und Höllengeld
Wie Titel und Klapptext schon vermuten lassen, spielt der chinesische Glaube des Jenseits eine wichtige Rolle in dem Buch. Allzu genau möchte ich auf die Handlung gar nicht eingehen, da es mehr Spaß macht es mit Li Lan zusammen zu entdecken, nur so viel sei gesagt: Im Vergleich zum Nachttiger wo die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwommen und unklar waren, wird es hier doch konkret mystisch. Wer also so gar nichts mit Übernatürlichem anfangen kann und einen reinen historischen Roman erwartet hat, wird es eventuell schwer mit dem Buch haben. Ich würde jetzt so gern euch von Li Lans Abenteuer im Einzelnen erzählen, aber ich glaube wirklich, dass es in diesem Fall am besten ist, mit null Vor-Erwartungen an das Buch ranzugehen, also verzeiht, dass ich so wage bleibe.
Auf jeden Fall kann ich nur wiederholen, dass man so einiges lernt, speziell über die chinesischen Vorstellungen vom Jenseits, der Ahnenverehrung und den Gebräuchen rund um die Toten. An dieser Stelle möchte ich auch den kleinen Anhang loben, der einige Dinge aus dem Buch in den dazugehörigen historischen/kulturellen Kontext setzt und den ich sehr aufschlussreich fand.

Kommen wir nochmal auf den Inhalt zurück, denn ich mag zur Handlung nicht viel verraten können, aber ich kann euch ein bisschen was über Protagonistin Li Lan erzählen. Tatsächlich brauchten wir beide etwas, um miteinander warm zu werden. Li Lan ist eine kluge und sympathische junge Frau, ist aber bedingt durch ihre zeittypische isolierte Kindheit auch etwas naiv. Dass mein persönlicher Geduldsfaden mit naiven Charakteren recht kurz ist, war der Grund, warum ich etwas brauchte, um Li Lan zu mögen, das fällt für mich aber nicht als Kritikpunkt aus, da es glaubhaft und authentisch ist, warum Li Lan so ist, wie sie ist. Es ist also eher eine Geschmackssache, als ein Kritikpunkt. Letztendlich macht Li Lan aber auch eine Entwicklung im Laufe des Romans durch, das hat mir gut gefallen.

Fazit:


Mit Schattenbraut entführt uns Yangsze Choo erneut in eine faszinierende und beeindruckende Welt voller Mystik und Folklore und lässt das vergangene Malaya lebendig wiederauferstehen, sodass man schnell in den Bann gezogen wird. Lediglich zur Mitte des Buches hin hätte das Tempo etwas zügiger sein können, trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich freue mich darauf, mehr von der Autorin zu lesen (ein dritter Roman steht wohl in den Startlöchern, hurra).

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