Cover-Bild Noch alle Zeit

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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Pendragon
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 280
  • Ersterscheinung: 14.08.2019
  • ISBN: 9783865326553
Alexander Häusser

Noch alle Zeit

Roman
Die Spurensuche nach seinem Vater wird für Edvard zur Suche nach dem eigenen Glück. Er begibt sich auf eine Reise hoch in den Norden Norwegens. Es ist die Reise seines Lebens.

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckt Edvard ein Sparbuch auf seinen Namen. Ein kleines Vermögen hat sich angesammelt. Warum hat seine Mutter ihm das Sparbuch verschwiegen? Steckt vielleicht sein vor 50 Jahren verschwundener Vater dahinter? Jetzt will Edvard die Wahrheit wissen und eine erste Spur führt ihn zu einer Bank in Oslo. Auf der Überfahrt lernt er die junge Berliner Journalistin Alva kennen. Auch sie ist auf der Suche – nach sich selbst.
Eine Reise durch Fjorde, Gebirge, einsame Hochebenen und magische Orte beginnt, die beide für immer verändert.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2020

Zwei Menschen auf der Suche nach dem Glück!

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Wenn zwei Menschen verreisen ... Da ist zunächst Edward, dessen Mutter gerade verstorben ist. Er hat auch in seinem Erwachsenenleben bei ihr gewohnt. Er hat sie gepflegt, die Depressive. Er mochte sie ...

Wenn zwei Menschen verreisen ... Da ist zunächst Edward, dessen Mutter gerade verstorben ist. Er hat auch in seinem Erwachsenenleben bei ihr gewohnt. Er hat sie gepflegt, die Depressive. Er mochte sie nicht alleine lassen. Darüber ist seine Liebe zu einem Mädchen auf der Strecke geblieben. Dann ist es endlich soweit. Ihn treibt ist hinaus in die weite Welt. Reisen erweitert den Horizont. Norwegen soll sein Ziel sein.

Und dann ist da Alva, die junge Mutter, die sich oft gar nicht als Mutter fühlt. Die sich eher genervt fühlt von ihrer Tochter Lina. Sie parkt sie gerne bei der Oma oder bei Linas Vater. Gut, dass Lina die meiste Zeit in der Kita ist. Doch nun hat sie einen richtigen Job, mit dem sie Geld verdienen kann. Sie soll über das mystische Norwegen eine Reportage machen. Dafür muss sie zur Recherche dorthin reisen.

Der Autor schreibt in einer Weise, der sich der Leser nicht entziehen kann. Gefühle und Emotionen der Protagonisten sind die ganz großen Themen. Wie sie ihre Reisen erleben, warum sie sie unternehmen, warum sie liebe Menschen dabei zurücklassen. Das sind die Fragen, mit denen sich die Leser befassen , nachdem ihnen der Autor einige Splitter dazu hingeworfen hat.

Die Frage, ob sich die Wege beider Protagonisten kreuzen werden, bleibt lange Zeit unbeantwortet. Und ob sie diesen Weg auch eben so lange bis ans Ende gehen werden, wird nicht abschließend behandelt. Es bleibt gedanklicher Spielraum für den Leser, obwohl es ein Happy End gibt. Dies ist aber dennoch für den Leser überraschend.

Ein anrührender Roman über das Leben zweier Menschen auf der Suche nach sich selbst.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Zwei einsame Seelen

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Nachdem der Vater von Edvard die Familie ohne ein Wort verlassen hat, hat er sich sein ganzes Leben lang um seine Mutter gekümmert, die an der "Automatenkrankheit" litt. Dabei ist sein eigenes Leben ins ...

Nachdem der Vater von Edvard die Familie ohne ein Wort verlassen hat, hat er sich sein ganzes Leben lang um seine Mutter gekümmert, die an der "Automatenkrankheit" litt. Dabei ist sein eigenes Leben ins Hintertreffen geraten. Nun ist die Mutter tot und Edvard auch nicht mehr der Jüngste. Seine große Liebe Elsie hat er gehen lassen, da er das Gefühl hatte seine Mutter nicht verlassen zu können. Nun ist Elsie, nach einer gescheiterten Ehe, wieder in das kleine Dorf am Deich zurückgekehrt. Da findet Edvard im Schrank seiner Mutter ein Sparbuch auf seinem Namen, auf demjahrelang regelmäßig eingezahlt wurde. Es scheint, als hätte sein Vater aus Norwegen Geld überwiesen. Edvard, der sonst eher ein stilles Leben geführt hat, das mehr an ihm vorbeigegangen ist, als dass er es lebte, packt seine Sachen und macht sich auf den Weg nach Norwegen. Er will endlich die Wahrheit wissen und seinen Vater aufspüren. Auf der Fähre lernt er Alva kennen. Die knapp 30jährige ist auf der Suche nach sich selbst. Die Journalistin hat ihre Tochter bei der Mutter gelassen und möchte einen Artikel über das magische Norwegen schreiben. Sie möchte den Kollegen zeigen, dass sie etwas kann und nicht nur das Liebchen des Chefs ist. Bis die Beiden sich gemeinsam auf die Suche nach Evards Vater machen, gibt es zuerst einige Meinungsverschiedenheiten auszuräumen....

Man braucht etwas Zeit um in diesen Roman zu finden. Die spezielle und poetische Sprache des Autors ist anfangs etwas ungewöhnlich. Durch den Klappentext hatte ich mir neben der Story viele Landschafts- und Naturbeschreibungen von Norwegen erhofft. Doch erst in der zweiten Hälfte gibt es einige Darstellungen, die jedoch durch die sprachgewaltige Prosa anders ausfallen, als man es sich vorstellt. Da wird eine Sage erzählt, die die Magie des Landes widerspiegelt - einem Land voller Trolle, Elfen und anderen magischen Wesen - oder die Beschreibung, wie Alva zufällig einen Wal aufs Foto bannt. Diese Szenen berühren auf eigene Weise und verbreiten dabei eine melancholische Stimmung.

Der Schwerpunkt der Geschichte liegt auf der Sinnsuche. Die außergwöhnliche Charakterstudie macht den Roman zu etwas Besonderem. Man lernt die Figuren sehr gut und intensiv kennen. Dazu kommt noch der poetische Schreibstil des Autors.

Alva und Edvard sind zwei einsame und verlorene Seelen, die sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gegenseitig Halt geben. Sie sind ähnlich gestrickt. Beide sind Einzelgänger und kommen mit ihrem Leben nicht zurecht. Sowohl Edvard, als auch Alva, lassen sich vom Leben treiben, doch die gemeinsame Reise lässt sie beide an sich selbst wachsen. Während Alva Schuldgefühle wegen ihrer Tochter hat und keine rechte Liebe aufbauen kann, verliert sich Edvard in seinem unspektakulären Leben. In Gedanken schweift er oft in die Vergangenheit ab. Dadurch erhält der Leser einen Einblick in sein früheres, eher tristes Leben und in seine Lebenslüge.
Diese Reise und die daraus resultierende Wahrnehmung des Lebens lässt sowohl Alva, als auch Edvard bei der Rückkehr nach Deutschland den Mut finden neue Wege zu gehen. Das Ende ist etwas offen gelassen, aber nicht so, dass es mich stören würde (ich hasse in der Regel offene Enden!), sondern für diese Geschichte ist sie perfekt gewählt.

Fazit:
Ein melancholischer Roman über die Sinnsuche zweier Menschen. Die poetische Sprache und die Charakterstudie sind das Herausragende an dieser Geschichte. Sie hallt nach und lässt einem nachdenklich zurück. Trotzdem brauchte ich einige Zeit um in die Erzählung zu finden und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Eine melancholische Geschichte vom Loslassen und neu anfangen

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*Vom Davonlaufen und Ankommen*

Edvard ist gute 60 Jahre alt und die Geschichte beginnt mit der Beerdigung seiner Mutter. Schon von klein auf, war er der Mann an ihrer Seite und er ist sehr überrascht, ...

*Vom Davonlaufen und Ankommen*

Edvard ist gute 60 Jahre alt und die Geschichte beginnt mit der Beerdigung seiner Mutter. Schon von klein auf, war er der Mann an ihrer Seite und er ist sehr überrascht, als er in ihren Sachen ein Sparbuch auf seinen Namen findet. Auf diesem Sparbuch ist ein kleines Vermögen. Er findet heraus, dass der totgeglaubte Vater in unregelmäßigen Abständen Geld geschickt hat. Um Gewissheit zu bekommen, reist er nach Oslo. Dort wurde die letzte Überweisung veranlasst. Auf der Fähre lernt er die 30-jährige Alva kennen. Alva hat ihre eigenen Probleme und hofft, durch eine Reportage über magische Orte in Norwegen, auf beruflichen Erfolg.

Aus einer Not schließen sich die Beiden zusammen und jeder für sich, muss sich seinen alten Dämonen stellen. Dabei stützen sie sich gegenseitig.

Die ganze Geschichte ist in einer ganz speziellen Sprache geschrieben, die einen in eine bedächtige Stimmung versetzt. Beim Lesen konnte ich für die beiden Protagonisten nicht viel Sympathie aufbringen, es war mehr ein Respekt für das jeweilige Schicksal.

Für mich waren die historischen Details, die für die Handlung sehr wichtig waren, äußerst interessant. Es geht um Norwegen im zweiten Weltkrieg.

Fazit: Es war eine schöne Geschichte, die mich in eine ganz besondere Stimmung versetzt hat.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon (Jean de La Fontaine)

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Bisher hat sich Edvards Leben nur um die Pflege seiner Mutter gedreht. Sein eigenes ist dabei auf der Strecke geblieben. Nach dem Tod der Mutter entdeckt er ein Sparbuch, auf dem sich eine nicht unerhebliche ...

Bisher hat sich Edvards Leben nur um die Pflege seiner Mutter gedreht. Sein eigenes ist dabei auf der Strecke geblieben. Nach dem Tod der Mutter entdeckt er ein Sparbuch, auf dem sich eine nicht unerhebliche Summe Geld befindet. Wer ist der Geldgeber ? Etwa sein Vater, von dem Edvard dachte, dass er tot sei ?
Edvards Neugier ist geweckt und er reist nach Norwegen, um dort Antworten auf seine Fragen zu finden. Doch er reist nicht alleine, denn zufällig lernt er die junge Alva kenne, die nicht nur auf der Suche nach einer guten Story ist, sondern auch nach sich selbst...

Man braucht etwa Zeit, um in dieses Buch hineinzufinden, denn es ist schon recht melancholisch, aber auch manchmal sehr poetisch geschrieben. Man muss sich nur die Zeit nehmen und in das Buch hineinhören und den Figuren die Möglichkeit geben, sich zu entfalten und schon kann man ihnen auf die ungewöhnliche Reise nach Norwegen folgen.
Edvard hat bisher in seinem Leben nur als Statist mitgewirkt - er ist sehr unsicher, trotz seiner 60 Jahre, und bewegt sich dadurch recht unbeholfen und gehemmt , auch im Umgang mit anderen. Seine große Liebe Elsie hat er damals ziehen lassen, weil er einfach nicht den Mut gefunden hat zu sich und seinen Gefühlen zu stehen.
Alva hat von ihrer Mutter nie die Liebe erfahren, die sie als Kind gebraucht hätte, um zu einem standhaften Menschen zu werden, er allen Stürmen des Lebens trotzt.
Die ungleichen Reisegefährten geben aber trotzdem einander Halt und so etwas wie Geborgenheit, wenn sie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, auf der Suche nach sich selbst in Norwegen mit der Vergangenheit konfrontiert werden. Die Schönheit des Landes weiß der Autor wundervoll in die Geschichte mit einzubinden, teilt mit dem Leser phantastische Sagen und regt so nicht nur seine Figuren zum Nachdenken an. Er gibt Alva und Edvard den Denkanstoß in die richtige Richtung, damit beide merken, was wirklich wichtig ist im Leben.
Mit der Rückkehr nach Deutschland , und somit in ihr altes Leben, verfallen beide nicht in alte Handlungs- & Denkweisen, denn die beiden haben sich im Verlauf der Reise verändert und haben den Mut, neue Wege zu gehen und mit Altem abzuschließen.

Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon (Jean de La Fontaine)

Veröffentlicht am 31.10.2019

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Inhalt übernommen:

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckt Edvard ein Sparbuch auf seinen Namen. Ein kleines Vermögen hat sich angesammelt. Warum hat seine Mutter ihm das Sparbuch verschwiegen? Steckt vielleicht ...

Inhalt übernommen:

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckt Edvard ein Sparbuch auf seinen Namen. Ein kleines Vermögen hat sich angesammelt. Warum hat seine Mutter ihm das Sparbuch verschwiegen? Steckt vielleicht sein vor 50 Jahren verschwundener Vater dahinter? Jetzt will Edvard die Wahrheit wissen und eine erste Spur führt ihn zu einer Bank in Oslo. Auf der Überfahrt lernt er die junge Berliner Journalistin Alva kennen. Auch sie ist auf der Suche –nach sich selbst.Eine abenteuerliche Reise durch Fjorde, Gebirge, einsame Hochebenen und magische Orte beginnt die beide für immer verändert.

Eine abenteuerliche Reise durch Fjorde, Gebirge, einsame Hochebenen und magische Orte beginnt die beide für immer verändert.

Meine Meinung:

Der außergewöhnliche und zugegebenermaßen, nicht immer leichte Schreibstil zog mich von Anfang an in diese besondere Geschichte hinein. Die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten, welche sich zufällig auf der Reise begegnen, wuchsen mir sofort ans Herz.

Edvard ,der sein ganzes Leben darunter gelitten hat,dass sein Vater die Familie einfach verlassen hat.Er hat immer das Gefühl gehabt, ein fremdbestimmtes Leben zu führen und will dies nach dem Tod der Mutter, ändern.

Er hat immer das Gefühl gehabt, ein fremdbestimmtes Leben zu führen und will dies nach dem Tod der Mutter, ändern.

Alva ,eine junge Journalistin,zu Recherchearbeit unterwegs,hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich, ihre kleine Tochter Lina ist ihr ganzer Halt.

Nach und nach nähern sich die beiden an und entdecken bei der Reise zu den schönsten Stellen Norwegens viel über sich selbst. Sehr behutsam beschreibt der Autor, wie sich die beiden ungleichen Menschen, manchmal ohne es zu merken, Impulse für ihre Zukunft geben.Als sie beide wieder in ihr früheres Leben zurückkehren, hat sich dort entscheidendes für sie geändert.

Als sie beide wieder in ihr früheres Leben zurückkehren, hat sich dort entscheidendes für sie geändert.

Fazit:

Der außergewöhnliche Schreibstil war nicht immer einfach zu lesen, dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen.