Cover-Bild The Hunger - Die letzte Reise

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: historisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 13.08.2018
  • ISBN: 9783453319271
Alma Katsu

The Hunger - Die letzte Reise

Roman
Michael Pfingstl (Übersetzer)

Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2020

Sie sind nicht alleine....

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Grundlage des Romans ist eine wahre Begebenheit. Die Reisegruppe, die den Namen „Donner-Party“ erhielt, gab es wirklich und auch ihre missliche Lage in der Prärie entspricht der Wahrheit. Alma Katsu erzählt ...

Grundlage des Romans ist eine wahre Begebenheit. Die Reisegruppe, die den Namen „Donner-Party“ erhielt, gab es wirklich und auch ihre missliche Lage in der Prärie entspricht der Wahrheit. Alma Katsu erzählt ihre Geschichte und verbindet die historischen Ereignisse mit fiktiven Horrorelementen.

Katsu versteht es enorm atmosphärisch zu erzählen und schafft es so dem Leser die Anstrengungen der Reise und die erbarmungslose Umgebung vor Augen zu führen. Die schwer beladenen Wagen kommen nur schlecht voran, die Vorräte schwinden und es gibt kaum Wild zu jagen - man kann sich die wachsende Verzweiflung der Siedler sehr gut vorstellen. Umzukehren ist keine Option und die Lebensmittel in den wenigen Handelsstationen sind zu teuer um dort zu überwintern. Also müssen sie weiter - auch wenn bereits der Herbst naht und sie noch die Berge der Sierra Nevada überqueren müssen...

Der Roman ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt und die gut beschriebenen Charaktere machen neben der spannenden Geschichte einen großen Reiz des Buches aus. Katsu schafft es, die Siedler mit all ihren Hoffnungen, Problemen und Zielen lebendig werden zu lassen. Vereinzelte Kapitel führen den Leser in die Vergangenheit der Hauptcharaktere und decken nach und nach deren Geheimnisse auf. Denn sie alle hatten gute Gründe ihre Heimat zu verlassen um in der Ferne ein neues Leben zu beginnen.

Vergleiche zu Dan Simmons Roman „Terror“ drängen sich natürlich auf. Ich habe „Terror“ vor einem Monat gelesen und fand das Buch zu langatmig, Simmons gab den Nebensächlichkeiten zu viel Platz und sein Buch war für mich daher nicht durchgängig spannend. Katsu hingegen erzählt ihre Geschichte schnörkelloser, dafür um ein Vielfaches spannender.

Fazit
Ein sehr packend zu lesendes Buch, das den Leser den Staub der Prärie schmecken lässt und durch die Horrorelemente einen wohligen Nervenkitzel bringt. Die historischen Elemente nehmen dabei deutlich mehr Platz als der Horror ein, daher würde ich das Buch als Abenteuerroman-mit-übernatürlichen-Aspekten einordnen. Mit hat diese Kombination und die Gewichtung der beiden Genres sehr gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2018

The Hunger

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Im wesentlichen beschreibt die Geschichte die sog. Donner-Party, die sich 1846 auf den Weg gemacht hat. Angeführt wurde der Treck von George Donner, nachdem die gesamte Unternehmung auch benannt wurde. ...

Im wesentlichen beschreibt die Geschichte die sog. Donner-Party, die sich 1846 auf den Weg gemacht hat. Angeführt wurde der Treck von George Donner, nachdem die gesamte Unternehmung auch benannt wurde. Unterwegs beschließen alle gemeinsam einen neuen Weg zu nehmen, statt eines alt bewährten. Diese und weitere Fehlentscheidungen führen am Ende zu einer wahren Tragödie.

Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, die jeweils einen Zeitraum, von mehreren Wochen der Reise, darstellen. Insgesamt gibt es sieben Abschnitte und man begleitet den Treck vom Juni 1846 bis hinein in den Januar 1847.

Dabei werden die Schicksale und Hintergründe zu mehreren Personen erleuchtet und die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen einzelnen Teilnehmern hin und her.
Man bekommt Einblick in einige Familien und deren Gründe, an dieser beschwerlichen Reise, mit der Hoffnung auf einen Neuanfang, teilzunehmen.

Die täglichen Strapazen werden von der Autorin sehr anschaulich geschildert und man fühlt sich zeitweise mitten in das Geschehen hinein versetzt, als würde man selbst stundenlang auf einem Ochsenkarren unterwegs sein und die staubige Luft einatmen. Die auf dem Cover abgebildeten Berge lassen nur schwach erahnen wie beschwerlich und gefahrenvoll eine solche Unternehmung damals gewesen sein muss.

Und als wären diese Umstände, sowie Lebensmittelknappheit nicht schon genug, kommt es auch noch zu einem Todesfall und mehrere Personen verschwinden scheinbar spurlos. Hier wurde es mitunter auch ein wenig gruselig und ich war froh, sicher in meinem Bett zu liegen und nicht in einem Zelt in der offenen Prärie.

Da ich die Hintergründe der Donner-Party bereits kannte, wusste ich schon vor dem Lesen ungefähr den Ausgang der Geschichte. Das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil, ich habe mit einigen Figuren mitgefiebert und bis zuletzt auf ein glückliches Ende für sie gehofft.

Die Autorin erklärt im Nachwort dann auch noch ein wenig ausführlicher die Geschichte dieses Trecks und der damaligen Katastrophe. Bis heute konnten nicht alle Gerüchte geklärt werden und zum Teil wird es wohl für immer ein Geheimnis bleiben, was damals genau passiert ist.

Veröffentlicht am 06.01.2021

Toller Roman mit historischem Hintergrund

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Meine Meinung:
Die Autorin Alma Katsu bedient sich in ihrem Roman an einer wahren Begebenheit und zugleich schweren Tragödie. Die Donner Party trat im April 1846 tatsächlich den Weg in ein vermeintlich ...

Meine Meinung:
Die Autorin Alma Katsu bedient sich in ihrem Roman an einer wahren Begebenheit und zugleich schweren Tragödie. Die Donner Party trat im April 1846 tatsächlich den Weg in ein vermeintlich besseres Leben nach Kalifornien an. Was damals geschah, kann man in Geschichtsbüchern nachlesen oder gar googeln. Aber bitte erst nach dem Lesen dieses tollen Buches 😉
Katsu hat einen außergewöhnlich atmosphärischen Schreibstil und versteht es außerdem, dem versteckten Horror dieser Geschichte Ausdruck zu verleihen, ohne dass man erahnen könnte, woher es kommt.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht vieler verschiedener Siedler, sodass man ihre einzelnen persönlichen Hintergründe kennenlernt. Ihre Schicksale werden durch hin und wieder eingestreute Kapitel zur Vergangenheit beleuchtet und man erfährt, warum sie sich letztendlich für die Umsiedlung entschieden haben.
Ich habe diese Geschichte geliebt und bin voll und ganz ins Geschehen eingetaucht. Wer ‘Terror’ von Dan Simmons genauso mochte wie ich, wird mit diesem Buch sehr glücklich werden 👌🏼

Meine Bewertung:
4,5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2021

Rezension zu The Hunger

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Klappentext:
Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles ...


Klappentext:
Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat ...

Meine Meinung:
Mir war die „Donner Party“ überhaupt kein Begriff, erst in einer privaten Leserunde zu dem Buch erklärte mir eine liebe Mitleserin das es auf eine wahre Begebenheit beruht, was im Nachwort auch erläutert wird, aber ich war erstmal überrascht.

Die Ereignisse um die Reise der Siedler nach Kalifornien sind eindrücklich geschildert, allerdings werden sie hier zusätzlich ein wenig mystisch aufbereitet, was mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Das Buch lebt von seiner Geschichte, aber vor allem von der Atmosphäre, die immer dichter und dunkler zu werden scheint. Die Entwicklungen innerhalb der Gruppe und der einzelnen waren gut ausgearbeitet und nachzuvollziehen.
Im Ganzen spannend erzählt, einzig der Schluss konnte mich nicht so ganz abholen. Der Ausgang war dadurch das es sich ja um eine wahre Begebenheit handelt vorgegeben, aber das Ende war nicht wirklich elegant und für mich zum Rest der Geschichte und Personen auch nicht ganz passend erzählt.

Mein Fazit:
Das Buch lebte für mich durch die Atmosphäre und die Entwicklung der einzelnen Charaktere, einziges kleines Manko war das geschilderte Ende.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Spannend und fesselnd

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Erster Satz

Es war ein harter Winter gewesen, das sagten alle, einer der schlimmsten überhaupt.

Meinung

1846 unternimmt eine Gruppe Siedler die weite Unternehmung von Ost ach West ins unbekannte Kalifornien, ...

Erster Satz

Es war ein harter Winter gewesen, das sagten alle, einer der schlimmsten überhaupt.

Meinung

1846 unternimmt eine Gruppe Siedler die weite Unternehmung von Ost ach West ins unbekannte Kalifornien, quer durch Amerika, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Jeder Teilnehmer hat seine eigenen Gründe für diese lange und gefährliche Reise. Durch Bücher und Geschichten inspiriert, wagt sich der Treck an eine neuentdeckte Abkürzung über die Berge und gerät in Schwierigkeiten, die die Reise verzögern, während der Winter unaufhörlich näher kommt. Aber auch etwas Unbekanntes und Gefährliches lauert in den Wäldern und wartet darauf zuzuschlagen.

Der Fokus liegt nicht bei einer Person, sondern dem gesamten Treck. Ein personaler Erzähler folgt immer abwechselnd verschiedenen Personen, während der Reise. Die Geschichte war spannend und flüssig geschrieben und die in den Vordergrund gerückten Personen brachten jeder eine interessante und ausführliche Vergangenheit mit sich.
Zu Beginn des Buches waren die vielen verschiedenen Namen wirklich schwierig zu zuordnen. Da wäre ein kleines Namensregister, zuzüglich zu der vorhandenen Karte, sehr hilfreich gewesen. Zwischendurch wurden Familien und Personen nicht aufgezählt oder erwähnt, als ob sie nicht mehr dabei wären. Ein oder zwei Kapitel später tauchten sie auf einmal wieder auf. Es wirkte, als ob sie zwischendurch einfach vergessen wurden.
Die Fantasyelemente und die wahre Geschichte sind gut miteinander verknüpft und die Auflösung spannend gewählt und erzählt. Am Ende des Buches wird noch kurz etwas über die wirkliche Donner Party erzählt. So konnte man gleich nachlesen, was Fiktion war und was nicht.

Charaktere

Die ausgewählten Charaktere waren unterschiedlich, von Geschlecht und Alter, ebenso wie Glaubensrichtung und Herkunft. Es war eine breit gefächerte Gruppe, mit verschiedenen Meinungen und Ansichten, wovon einige sympathischer als andere waren.

Fazit

Zu Beginn brauchte ich etwas, um in der Geschichte anzukommen und mit den vielen Charakteren zurecht zu finden, doch zum Schluss war die Spannung kaum auszuhalten und die Seiten flogen nur so dahin. 4 Sterne