Cover-Bild Kristallblau - Magisches Blut

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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dragonfly
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 19.08.2019
  • ISBN: 9783748800019
Amy Ewing

Kristallblau - Magisches Blut

Andrea Fischer (Übersetzer)

Die neue Reihe von SPIEGEL-Bestsellerautorin Amy Ewing!

»Unser Blut ist magisch. Wir sind die Cerulean.« Diese Sätze hat Sera schon so oft gehört, aber ihre Fragen über die Vergangenheit beantwortet niemand. Sera spürt, dass die Hohepriesterin wie auch ihre Mütter ein Geheimnis hüten. Als sie ausgewählt wird, ihre Welt zu retten, und sich dafür opfern soll, fügt sich Sera dennoch in ihr Schicksal. Doch weder stirbt sie, noch kann sie zunächst ihre Aufgabe erfüllen. Stattdessen muss Sera in einer völlig anderen Welt einen Kampf um Leben und Tod führen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 15 Regalen.
  • 12 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2019

schöne Fantasywelt, aber magere Umsetzung

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❧ Zusammenfassung:
Sera ist eine Cerulean. Sie lebt auf einem Planeten, der mit der Erde verbunden ist. Das Besondere an den Cerulean ist ihr Blut. Es ist magisch. Sera wird von ihrer Hohepriesterin auserwählt ...

❧ Zusammenfassung:
Sera ist eine Cerulean. Sie lebt auf einem Planeten, der mit der Erde verbunden ist. Das Besondere an den Cerulean ist ihr Blut. Es ist magisch. Sera wird von ihrer Hohepriesterin auserwählt eine wichtige Aufgabe zu übernehmen, um das Überleben ihres Volkes zu retten. Doch letzten Endes kann Sera weder ihre Aufgabe erfüllen, noch stirbt sie, wie es ihr aufgetragen wurde. Sera landet auf einem anderen Planeten und muss um ihr Überleben kämpfen, wie nie zuvor.

Agnes lebt auf der Erde zusammen mit ihrem Bruder Leo und ihrem Vater. Sie kann die Erwartungen ihres Vaters niemals erfüllen. Denn Agnes interessiert sich nicht für Männer im heiratsfähigen Alter oder schicke Kleider. Ihre Leidenschaft gilt der Naturwissenschaft. Sie möchte die Welt erforschen und einmal in das verfeindete Land reisen, in dem ihre Großmutter lebt, die sie kennen lernen durfte.

Als Agnes und Sera aufeinander treffen ändert sich für beide so viel. Agnes sieht ihre Chance gekommen aus ihren derzeitigen Verhältnissen zu fliehen und somit auch Sera zu retten. Doch warum kämpft Leo dagegen an?

❧ Meine Meinung:
Das Cover ist einfach wunderschön und spiegelt für mich eine wichtige Szene im Buch wieder. Die verschiedenen Blautöne erinnern an die Cerulean. Die Figur auf dem Cover zeigt für mich Sera und gefällt mir sehr gut, da die Frau mit dem Rücken zu mir steht, sodass ich kein Gesicht „vorgesetzt“ bekomme, sondern mich meiner eigenen Vorstellung hingeben kann.

Das Buch gehört für mich zum Urban Fantasy Genre, da das Buch hauptsächlich auf der Erde spielt, es aber gleichzeitig auch eine magische Welt gibt, die parallel zu unserer existiert und in diesem Fall auch von uns abhängig zu sein scheint.
Dabei gibt es einige magische Elemente, die auch auf der Erde zu existieren scheinen, aber nur einer kleinen Gruppe von Menschen bekannt sind, wie die Meeresspitze oder der Aboreal.

Die Hauptfiguren sind Sera, Leo und Agnes.
Sera nimmt im gesamten Buch die Figur des Opfers ein, wobei sie sich nicht einfach ihrem Schicksal ergibt, sondern um ihr Überleben und für ihre Zukunft kämpft. Sie ist mutig, freundlich und kämpferisch und man fiebert wirklich mit ihr mit.
Agnes ist als Figur sehr interessant. Sie passt einfach nicht in ihr Umfeld und beugt sich ungern den Regeln ihrer Gesellschaft. Ihr Vater unterdrückt sie regelrecht, woran auch ihr Bruder Leo nicht ganz unschuldig ist, der einfach alles dafür tut es seinem Vater recht zu machen. Wichtig ist hierbei, dass das Buch nicht in der heutigen Zeit spielt, sondern eher in einem früheren Jahrhundert, in dem Frauen noch keinerlei Rechte hatten und ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes oder dem Familienoberhaupt überhaupt nichts durften.
Für Leo ist es am wichtigsten in das Geschäft seines Vaters einzusteigen und es später einmal zu übernehmen. Dafür geht er über Leichen. Er ist arrogant, teilweise gemein und unaufmerksam. Er idealisiert seinen Vater und erkennt nicht, was genau vor seiner Nase passiert. Ich hatte das Gefühl, dass Leo, durch sein Bedürfnis nach der Liebe und Anerkennung seines Vaters, total verblendet war und nichts anderes mehr von Bedeutung für ihn war. Das machte ihn für mich ziemlich unsympathisch.
Xavier McLellan, der Vater, kann als der „Bösewicht“ angesehen werden. Einem ekligeren Menschen ist man wohl selten begegnet. Im Verlauf des Buches wird sein Charakter immer deutlicher, aber es kristallisiert sich auch heraus, dass es noch andere Motive gibt, die ihn antreiben. Diese werden jedoch in diesem Band nicht aufgelöst und machen mich regelrecht verrückt! 😫

Die Erzählung ist aufgeteilt in sechs Teile und wird abwechselnd von Sera, Agnes, Leo und seltener auch von Leela, Seras bester Freundin, erzählt. Mich hat der Wechsel an sich nicht gestört, aber ich hätte mir gewünscht, dass es etwas tiefer geht und nicht so oberflächlich bleibt. Ich hätte mir eine stärkere Ausarbeitung der Figuren gewünscht, wobei Sera für mich am besten ausgearbeitet wirkte, da ich einen guten Einblick in ihre Gefühlslage und ihr Leben auf ihrem Planeten erhalten habe. Dahingegen erfährt man über die anderen Figuren wenig bis gar nichts, aber es werden viele Andeutungen gemacht, die dann in der Luft schweben und rätselhaft blieben.

Es gab leider einige Punkte, die mich doch sehr gestört haben. Ich versuche immer mich auf das Setting und generell die Geschichte einzulassen, aber in diesem Fall wurde mein kritisches Denken übermächtig. In dem Buch werden unglaublich viele Themen angeschnitten, wie Religion, Homosexualität, Umweltbewusstsein und Umweltverschmutzung, Egoismus und Ignoranz der Menschheit, als auch Akzeptanz und Offenheit. Dabei werden die Themen in die fiktive Welt adaptiert, aber hatten für mich einen unterschwelligen oder versteckten Appell an den Leser. Teilweise wirkte es auf mich nahezu vorwurfsvoll und hat die Erzählung ein wenig kaputt gemacht für mich. Solche Szenen wirkten auf mich wie Metaphern für heutige gesellschaftliche Probleme. Beispielsweise der Hass der Kaoliner auf die Pelagier wirkte auf mich ziemlich rassistisch und heftig, genauso wie der Umgang mit Homosexualität. In meinem Kopf ging es nach solchen Szenen drunter und drüber und ich konnte das schöne Fantasy Setting nicht mehr wirklich genießen und hatte Schwierigkeiten mich wieder darin einzufinden.

Die Menschen bzw. das vermittelte Menschenbild war sehr negativ geprägt. Die meisten Menschen werden als opportunistisch, egoistisch und vollkommen ignorant gegenüber ihrer Umwelt und den Mitmenschen dargestellt und „nette Menschen“ wurden als etwas Besonderes beschrieben. Aufgrund dessen bahnte sich in mir ein Gefühl der Enttäuschung an und verfolgte mich eine ganze Weile. Es gab für mich viel zu viele Baustellen, die angeschnitten, aber nicht ausreichend behandelt werden. Zudem war für mich der Spannungsaufbau etwas unglücklich. Es gab eine wirklich sehr lange Hinführung zum „großen Finale“, welches dann ziemlich schnell abgehandelt, bzw. gar nicht aufgelöst wurde und mit einem Cliffhanger endet. Am Höhepunkt der ganzen Erzählung ist einfach Ende. Ohne einen Hinweis auf Band 2 oder ähnliches und ich konnte bei meiner Recherche auch keine Informationen dazu finden, ob Band 2 geplant ist oder wann dieser veröffentlicht werden soll.

Jedoch kann ich bei all den negativen Punkten sagen, dass es auch positives gibt. Die Welt der Cerulean hat mich wirklich begeistert. Ihre Bräuche und Gesellschaft generell hat mich total in ihren Bann gezogen und ich habe noch so viele Fragen! Es war wirklich für mich komplett neu und hat sehr viel Potenzial. Die Beschreibungen der Heimstätten und des Tempels, als auch der wunderschönen magischen Wälder waren unglaublich detailliert und ich konnte mir die Schauplätze gut vorstellen. Wirklich eine spannende Idee eine Welt ohne Männer zu erschaffen und polyamoröse Beziehungen zwischen Frauen zu thematisieren!

Als Zielgruppe würde ich Teenager ab 14 Jahren nennen. Ich glaube, dass ich beim Lesen wirklich sehr kritisch war, da mich die vielen Andeutungen und unterschwelligen Kritiken an der Gesellschaft wirklich getriggert haben und ich diese nicht mehr ausblenden konnte. Bei manchen Teenagern wird das vielleicht anders sein. Die Fantasyelemente haben mir jedenfalls sehr gut gefallen und ich glaube, dass junge Mädchen oder Jungs von der Welt der Cerulean fasziniert sein werden.

❧ Mein Fazit:
Auch wenn ich wirklich viele Kritikpunkte habe muss ich sagen, dass mir die Grundidee ganz gut gefallen hat und ich gerne weiterlesen würde. Das Ende war sehr unbefriedigend, da das eigentliche Abenteuer jetzt erst losgeht. Dabei stört mich am meisten, dass es noch keine Hinweise zu Band 2 gibt 😀
Wie bereits erwähnt fand ich die ceruleanische Gesellschaft absolut spannend und faszinierend und würde gerne mehr darüber erfahren. Ich würde mir aber wünschen, dass es in dem zweiten Band nicht so viele Andeutungen gibt, sondern mehr Auflösungen! Ich brauche Antworten!!! 😫

Veröffentlicht am 08.10.2019

Passabler Einstieg in eine faszinierend klingende Reihe!

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Meine Meinung
Nachdem mich die Juwel-Reihe der Autorin absolut begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf ihre neue Veröffentlichung. Das Cover passt schon fast zu gut zu der anderen Reihe, aber ich ...

Meine Meinung
Nachdem mich die Juwel-Reihe der Autorin absolut begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf ihre neue Veröffentlichung. Das Cover passt schon fast zu gut zu der anderen Reihe, aber ich finde es unglaublich schön. Gerade wenn man es gegen das Licht hält, changieren die Farben wirklich sehr schön.



Wir starten in der Welt der Cerulean, in der Sera mit ihren Müttern lebt. Die Cerulean sind besondere Wesen mit magischem Blut, die keine Männer zu Fortpflanzung benötigen und so ausschließlich aus Frauen bestehen. Ihre Welt scheint durch die Atmosphäre zu schweben und sich in unregelmäßigen Abständen an andere Planeten zu binden, damit diese die Welt der Cerulean versorgen können. Sobald es Zeit ist, weiterzuziehen, muss das magische Band zwischen den Planeten durchtrennt werden, wofür sich eine auserwählte Cerulean opfern muss.
Das ist in diesem Fall Sera. Doch sie schafft es nicht, das Seil zu durchtrennen und landet auf dem Planeten, der im ersten Augenblick der Erde sehr zu ähneln scheint. Bevor sie sich orientieren kann, wird sie auch schon von Menschen eingefangen, die mit ihr als magischem Wesen großes Geld machen wollen.



Sera, ihre Mütter und allgemein die Welt der Cerulean waren mir von Anfang an unglaublich sympathisch. Das Setting und die Atmosphäre, die Amy Ewing hier gezeichnet hat waren wahnsinnig faszinierend und detalliert beschrieben – ich habe mich sehr in die Himmelstadt verliebt.
Aber auch der Planet auf dem Sera nun landet ist ein sehr interessanter. Im ersten Moment dachte ich, es sei die Erde, vielleicht um um 1850-1900 herum, aber einiges spricht dagegen. Der Planet scheint nur durch zwei Völker besiedelt zu sein, die sich absolut voneinander unterscheiden. Und auch diese Welt ist nicht frei von magischen Wesen, was meine Erde-Theorie ebenfalls wieder zunichte gemacht hat. Ich hoffe, dass auch diese Welt in folgenden Teilen noch mehr erklärt wird, denn besser kann ich sie gerade nicht zusammen fassen.



Geschrieben wurde der Roman aus mehreren Perspektiven. Neben Sera lesen wir auch aus den Perspektiven von Agnes und Leo, ein Geschwisterpaar aus der anderen Welt, sowie aus der Perspektive von Seras bester Freundin, Leela. Dadurch haben wir ebenfalls einen Wechsel zwischen dem Himmelreich und dem Planeten, auf dem Seras gelandet ist, was eine angenehme Abwechslung darstellte. Der Schreibstil von Amy Ewing gefällt mir sehr gut, durch detaillierte Beschreibungen habe ich mich absolut in den Welten verlieren können. Die Perspektivwechsel waren mir dahingegen häufig leider etwas zu verwirrend.



Die Handlung ist sehr anders, als ich erwartet habe, auch wenn ich nicht weiß, was ich hätte erwarten können.
Es passiert einiges, aber irgendwie auch nicht viel. Es ist wie ein dauergespannter Handlungsbogen, der dadurch aber die Abwechslung zwischen Höhepunkt und Ruhephase verliert – mir fehlte ein großer Knall, ein großer Plottwist oder ähnliches. Nachdem Sera auf dem anderen Planeten gelandet ist, wurde mir vieles zu wirr – die Perspektivwechsel, die Handlung, die neuen Welten und neuen Figuren. Aber gleichzeitig war es häufig unglaublich langatmig, sodass ich einige Passagen nur überflogen habe. Rückblickend kann ich nicht sagen, dass mich die Handlung großartig begeistern konnte, aber gleichzeitig war ich fasziniert von ihr. Zudem gab es einige Punkte, die sehr gute Ansätze darstellen, aber leider in andere Richtungen (oder auch och gar nicht wirklich) weiterentwickelt wurden.
Es kommt mir vor, als wäre dieser Teil mit seinen 447 Seiten eine etwas lange Einleitung zur richtigen Handlung, die (hoffentlich) in folgenden Teilen noch kommen wird – dafür gab es nämlich genug Hinweise in diesem Teil.


Fazit
Eine durchaus interessante Handlung, die für mich ein wenig zu wirr und zu viel auf einmal darstellte. Die Cerulean haben mich absolut faszinieren können, die Handlung auf dem anderen Planeten leider eher weniger. Insgesamt war es oft sehr langatmig und wirkte auf mich nur für die Vorbereitung auf die wirkliche handlung, die hoffentlich im zweiten Teil noch richtig an Fahrt aufnehmen wird. Weiterlesen werde ich nämlich auf jeden Fall.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Ich habe es leider abgebrochen...

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Aufgrund des Covers und der eigentlich guten Bewertungen von diesem Buch habe ich eine Geschichte erwartet, die mich begeistert, genauso wie die Juwel-Reihe der Autorin. Leider war das alles nicht der ...

Aufgrund des Covers und der eigentlich guten Bewertungen von diesem Buch habe ich eine Geschichte erwartet, die mich begeistert, genauso wie die Juwel-Reihe der Autorin. Leider war das alles nicht der Fall. Der Schreibstil der Autorin war zwar wieder wunderschön flüssig, aber ich konnte mich einfach nicht in die Geschichte, die Protagonisten hineinversetzen und so war es vielmehr ein Kampf bis zur Hälfte des Buches, bis ich ihn dann erfolglos aufgegeben habe. In dem Setting habe ich mich gar nicht zurechtgefunden, ich konnte mir nicht vorstellen wie es dort aussieht und wie die zwei Welten zueinander stehen und war weitgehendst die meiste Zeit verwirrt. Leider ging es mir bei den Protagonisten nicht anders, Sera habe ich zwar noch ansatzweise gemocht, aber irgendwie konnte ich sie überhaupt nicht in mein Herz schließen, genauso wie Agnes. Leo mochte ich überhaupt nicht, meistens habe ich bei seinen Kapiteln mit den Augen gerollt, er war mir überhaupt nicht sympathisch und ich habe seine Art einfach nicht gemocht. Mit den anderen Protagonisten konnte ich mich auch nicht wirklich arrangieren, es war, als würde ich diese ganze Welt aus einem verblasten Spiegel betrachten. Es tut mir wahnsinnig leid diese Worte schreiben zu müssen, wie gesagt hatte ich hohe Erwartungen an das Buch. Die Botschaft war davon zwar wunderbar, doch irgendwie konnte die Autorin es mir nicht so richtig vermitteln, damit ich mich damit anfreunden und mit der Geschichte mit fiebern konnte. Sehr schade, ich denke nicht, dass ich die Fortsetzung lesen werde :(

Veröffentlicht am 02.10.2019

Ich bin leider überhaupt nicht mitgekommen

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Achtung: Band 1 einer Reihe!


Ich finde das Cover einfach wunderschön! Es ist mir direkt ins Auge gesprungen. Es schimmert im Licht und wirkt einfach sehr, sehr edel. Das Buch besitzt auch ein Lesebändchen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!


Ich finde das Cover einfach wunderschön! Es ist mir direkt ins Auge gesprungen. Es schimmert im Licht und wirkt einfach sehr, sehr edel. Das Buch besitzt auch ein Lesebändchen – für die habe ich einfach eine Schwäche – und auf der letzten Seite, der Innenseite findet man die Stammbäume der Protagonisten, wobei mir die nicht wirklich weitergeholfen haben.


Zum Buch:

Sera ist eine Cerulean, ein Volk, dass in einer ganz anderen Welt lebt. Diese Welt ist durch ein magisches, durch Blut gebildetes Band mit einem anderen Planeten verbunden, der ihre Welt ernährt. Nun nach 1000 Jahren ist es an der Zeit weiterzuziehen, zu einem neuen Planeten. Sera wird auserwählt das Band zu durchtrennen, durch ihren Tod.


Ich habe mich mit diesem Buch extrem schwer getan. Ich konnte mich überhaupt nicht in die Welt einfühlen. Man wird in diese Welt geschubst und bekommt keine Erklärungen. Ich fühlte mich schnell abgehängt.
Der Wechsel auf den anderen Planeten, zu Leo und Agnes hat mich nur noch mehr verwirrt. Ich konnte weder zu den Beiden, noch zu ihrer Welt eine Beziehung aufbauen. Ich hatte ständig das Gefühl irgendwie den Anschluss verpasst zu haben.
Mit Leela erging es mir etwas besser, aber trotzdem gelang es mir auch bei ihrem Teil nicht, im Buch zu versinken.

Ich habe mich auch mit Sera und den anderen Charakteren sehr schwer getan. Das lag aber nicht nur an den Charakteren selbst, sondern vor allem, denke ich, daran, mir einfach kein richtiger Einstieg in die Welt gelungen ist, oder Welten, streng genommen. Am sympathischsten waren mir die drei Mütter von Sera. Die Cerulean sind ein rein weibliches Volk, drei Frauen bilden zusammen eine Familie. Die Grünmutter vermittelt wissen, die Orangemutter ist für das spirituelle zuständig und die Violettmutter gebiert das Kind. Die drei waren mit sehr sympathisch und taten mir auch sehr leid, weil sie ja ihr Kind verlieren sollten, an dem sie alle drei sehr hängen.

Am besten im Buch gefiel mir das Ende, aber ich kann natürlich nicht verraten warum. Ich fand es sehr interessant und passend gewählt, zudem fungiert es in gewisser Weise auch als Cliffhanger, wobei ich das nicht als extrem empfinde. Es war einfach so ein „wow“-Moment.


Fazit: Leider hat mich das Buch überhaupt nicht gepackt. Ich bin von Anfang an nicht „reingekommen“ und kam einfach nicht mit. Ich brauche bei Fantasybüchern das Gefühl, dass es wahr sein könnte, so einen gewissen Bezug einfach zur Realität oder wenn das nicht möglich ist, muss mich die Welt zu 100% überzeugen. Leider ist das hier nicht gelungen. Ich habe mich auch mit den Charakteren schwer getan und den vielen Sprüngen durch die Welten und Sichtweisen. Davon abgesehen hatte ich oft Momente, in denen ich einfach nur dachte „hä?“ – immer wieder kamen Wendungen und Zufälle, die ich nicht nachvollziehen konnte. Zudem zog es sich immer wieder ziemlich hin.


Leider war das Buch nicht mein Fall. Es bekommt von mir 1,5 Sterne, mehr war leider nicht drin.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Anders als gedacht, aber gut!

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Der erste Teil des Buches handelt von Sera. Sie ist eine Cerulean und ihr Blut hat magische Fähigkeiten. Die Welt der Cerulean ist sehr harmonisch und ausschließlich weiblich. Sie werden angeführt von ...

Der erste Teil des Buches handelt von Sera. Sie ist eine Cerulean und ihr Blut hat magische Fähigkeiten. Die Welt der Cerulean ist sehr harmonisch und ausschließlich weiblich. Sie werden angeführt von einer Hohepriesterin. Seras Familie besteht, wie alle Familien, aus drei Müttern, die verschiedene Aspekte der Erziehung übernehmen.

Eine komplett andere Perspektive erleben wir durch die Augen von Agnes und Leo. Sie leben bei ihrem strengen Vater, einem Theater-Produzenten. Die Gesellschaft ist sehr patriarchalisch, Frauen sind schmückendes Beiwerk. Agnes ist jedoch wissenschaftlich interessiert und begabt und möchte ausbrechen. Leo hingegen möchte endlich von seinem Vater anerkannt werden und würde dafür alles tun.

Nachdem man total in die Geschichte von Sera eingetaucht ist und dieser Part sehr dramatisch endete, ist dieser Perspektivwechsel sehr irritierend. Die Welt, die man nun erlebt, ist eher aus dem vorherigen Jahrhundert, man reist mit Kutschen, Frauen haben nichts zu sagen. Das ist ein ziemlicher Bruch und man fragt sich als Leser, wie das in die ganze Geschichte hinein passt.

Die Autorin verwebt aber nun ganz langsam die beiden Perspektiven miteinander und ich fand die Wendung, die die Geschichte nimmt, sehr interessant. Alle Charaktere machen eine tolle Entwicklung durch. Seras Wissensdurst wird auf ungewöhnliche Art gestillt während Agnes endlich den Mut fasst, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch Leo beginnt sich zu fragen, ob sie um jeden Preis seinem Vater gefallen möchte und wo seine persönliche Grenze ist.


Kristallblau beginnt als klassische Fantasy Romance. Dann erlebt man einen interessanten Perspektivwechsel, den ich so nicht erwartet habe. Weiterlesen lohnt sich, denn man wird mit einer interessanten Fusion belohnt, die mir gut gefallen hat.