Cover-Bild Unterm Schinder
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15,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon Digital
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.06.2021
  • ISBN: 9783732418541
Andreas Föhr

Unterm Schinder

Michael Schwarzmaier (Sprecher)

Ein tödliches Geheimnis, eine ermordete Witwe und Kreuthners bewegte Vergangenheit: Teil 9 von Andreas Föhrs humorvoller Bayern-Krimi-Reihe um Wallner & Kreuthner von der Kripo Miesbach
Um eine äußerst attraktive junge Kollegin zu beeindrucken, hat sich Polizeiobermeister Kreuthner etwas ganz Spezielles einfallen lassen: Bei einem nächtlichen Einbruch samt Schießerei will er die Neue heldenhaft aus ihrer Notlage retten. Freilich soll das Ganze fingiert sein – doch da hat Kreuthner die Rechnung mal wieder ohne den Wirt gemacht: Der abgelegene Hof, den er sich für seine Show ausgesucht hat, ist just in derselben Nacht Ziel eines echten Überfalls. Statt Platzpatronen fliegen Kreuthner plötzlich echte Kugeln um die Ohren. Und dann gibt es auch noch eine Leiche in der Kühltruhe …
Die Krimi-Reihe aus Bayern von Bestseller-Autor Andreas Föhr begeistert mit intelligenten Fällen, schwarzem Humor und typisch bayrischem Lokalkolorit.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2021

Eine neue Leiche und ein alter Fall: Wallner und Kreuthner gewohnt unterhaltsam

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Eigentlich will Leonard Kreuther nur seine junge Kollegin beeindrucken, doch dann entpuppt sich sein arrangiertes Schauspiel als echter Fall und Kreuthner stolpert unerwartet über eine Leiche. Und nicht ...

Eigentlich will Leonard Kreuther nur seine junge Kollegin beeindrucken, doch dann entpuppt sich sein arrangiertes Schauspiel als echter Fall und Kreuthner stolpert unerwartet über eine Leiche. Und nicht nur das. Die Leiche ist seinem Vorgesetztem Clemens Wallner gut bekannt: Carmen Skriba war die Ehefrau des kürzlich ermordeten Gerald Skriba und wichtige Zeugin im Prozess um seinen Ermordung. Damals wurde die junge Haushaltshilfe Jennifer Wächtersbach als Täterin verurteilt. Doch die Ermittlungen um Carmen Skribas Tod wecken bei Wallner Zweifel an der Schuld von Jennifer Wächtersbach, was dem zuständigen Staatsanwalt überhaupt nicht passt.

Andreas Föhr schreibt gewohnt klar, flüssig und sehr unterhaltsam, er erzählt in verschiedenen Strängen, fokussiert sich auf die Ermittlungen des aktuellen Falls, schildert aber auch die Geschichte des Gebrauchtwarenhändlers Nick oder die von Jennifer Wächtersbach und ihrer Arbeit bei den Skribas. Sprecher Michael Schwarzmaier, der den verschiedenen Figuren individuellen Stimmen verleiht und als Jennifer Wächtersbach genauso überzeugt wie als Wallners Großvater Manfred macht einen guten Job. Wenn er liest, vergeht die Zeit wie im Flug.

Föhrs Krimis leben von den Figuren. Die sind einfach Originale, die ich mit der Zeit sehr lieb gewonnen habe. Der pfiffige Kreuthner, der es mit den Regeln nicht immer so genau nimmt, spielt diesmal eine etwas kleinere Rolle, darf er doch offiziell nicht mitmischen, weil sein Vater im Fall involviert ist. Sein Vorgesetzter der stets vernünftige und pflichtbewusste, für seine Verfrorenheit bekannte Clemens Wallner kriegt es aber auch ohne Kreuthners vollwertige Unterstützung hin. Allerdings muss er sich nebenher mal wieder intensiv um Opa Manfred kümmern, der sich immer kindischer und aufmüpfiger aufführt. Auch wenn sie manchmal ganz schön auf die Nerven gehen, es ist immer wieder schön, die bekannten, sympathischen Figuren wiederzutreffen und sie beim Ermitteln und Bewältigen diverser Herausforderung zu begleiten.

Wer ermordete Carmen Skribas? Was hat dieser Fall mit dem von ihrem ermordeten Ehemann zu tun?
Hier bekommen die Hörer gleich zwei Fälle präsentiert und wie die miteinander zusammenhängen ist doppelt spannend und rätselhaft, wird aber am Ende dann sehr nachvollziehbar und einleuchtend erklärt. Auch der neunte Band der Serie hat mich erneut hervorragend unterhalten, mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und durchweg gepackt. Der idyllische Schauplatz weckt Erinnerungen an verschiedene tolle Wanderung in den Bayrischen Alpen. Genauso muss ein guter Regionalkrimi für mich sein.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Ein spannender und verzwickter Fall, sympathische Charaktere, feinsinniger Humor und ein tolles Setting.

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„Unterm Schinder" ist bereits der neunte Band der Krimi-Reihe um den prinzipientreuen Kommissar Wallner und den Streifenpolizisten Kreuthner, der nicht immer alles so ernst nimmt und gerne mal das Gesetz ...

„Unterm Schinder" ist bereits der neunte Band der Krimi-Reihe um den prinzipientreuen Kommissar Wallner und den Streifenpolizisten Kreuthner, der nicht immer alles so ernst nimmt und gerne mal das Gesetz etwas beugt. Das Setting im oberbayrischen Landkreis Miesbach sagt mir sehr zu, da ich diese Gegend gut kenne und es den Spaßfaktor erhöht, wenn man mit der Gegend und den Gegebenheiten vertraut ist.

Ich habe mir bisher alle Bände dieser Reihe angehört und war schon sehr gespannt auf den neusten Fall. Der Schreibstil von Andreas Föhr ist kurzweilig und fesselnd und er versteht es, die Handlungen und Landschaften sehr anschaulich zu beschreiben. Kenner der Reihe wird es sicher nicht wundern, dass Leo Kreuthner mal wieder zufällig auf eine Leiche gestoßen ist, just als er dabei war auf unorthodoxe Weise, aber von langer Hand geplant, seine neue Kollegin zu beindrucken.
Und schon hat Clemens Wallner einen neuen Fall und er beginnt zu ermitteln. Ich mag sowohl Wallner als auch Kreuthner echt gerne, das sind, jeder auf seine Art, sympathische Charaktere.
Der ewig frierende Kommissar arbeitet akribisch genau und hält sich an alle Regeln, aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck und man bekommt auch immer etwas aus seinem Privatleben mit. Diese Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatem ist auch hier wieder sehr gut gelungen.
An Kreuthner mag ich seine Art, die Realität oft zu seinen Gunsten zu verbiegen, denn das ist erfrischend lustig. Er ist aber auch sehr kreativ, um an sein Ziel zu kommen.

Erzählt wird der Krimi auf verschiedenen Ebenen. Zum einen erlebt man eine Entführung und Erpressung und zum anderen die Ermittlungen im aktuellen Fall. Dieser ist spannend, es gibt mehrere Wendungen und gegen Ende beschleicht den Leser ein Verdacht. Doch sind die Zusammenhänge etwas komplexer als zunächst angenommen, sodass bis zum Schluss keine Langeweile aufkommt.
Der Autor versteht es gut, den Fall schlüssig aufzulösen, sodass keine Fragen übrig bleiben. Und wer Andreas Föhr kennt, der weiß, dass dieser seine Krimis mit feinsinnigem Humor würzt, sodass man als Leser oder Hörer nicht umhin kommt, ab und an zu Schmunzeln.

Das Hörbuch hat Michael Schwarzmaier wie immer großartig gelesen. Es macht wirklich Spaß seinem bayerischen Slang und dem lispelnden Großvater zuzuhören. Außerdem hat er allen Charakteren eine eigene Stimme gegeben, die man als Hörer bestens auseinanderhalten kann. Und Michael Schwarzmaier hat ein Talent dafür, die ganze Emotionspalette der Figuren wie Hoffnung, Wut, Enttäuschung, Erleichterung usw. stimmlich transparent rüberzubringen.

Fazit:
Ein spannender und verzwickter Fall, sympathische Charaktere, feinsinniger Humor und ein tolles Setting. Dazu kommt noch die geniale Kombination Föhr-Schwarzmaier. Krimiherz, was willst du mehr?!

Veröffentlicht am 29.05.2021

Super

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Zum Inhalt:
Zwei Jahre nach ihrem Mann wird auch Carmen ermordet. Es stellt sich die Frage, ob und wie die Taten zusammen hängen. Die Spur führt in die Vergangenheit und dort in die Szene der Autohändler ...

Zum Inhalt:
Zwei Jahre nach ihrem Mann wird auch Carmen ermordet. Es stellt sich die Frage, ob und wie die Taten zusammen hängen. Die Spur führt in die Vergangenheit und dort in die Szene der Autohändler und Kreditverleiher.

Mein Eindruck:
Dieser Titel ist der neunte seiner Reihe und auch wenn der Fall für sich alleine steht, ist es dringend zu empfehlen, sich an die Reihenfolge zu halten, da insbesondere viele Personen-Konstellationen besser zu verstehen sind und einige Querverweise zu früheren Folgen erst dann in Gänze ihren Witz versprühen.
Michael Schwarzmaier liest seit Beginn die "Wallner & Kreuthner"-Reihe von Andreas Föhr und macht das so genial, einfühlsam und mit spitzbübischem Humor wie eh und je. Selbst die Intonation der Frauenfiguren gelingt diesem großartigen Sprecher ohne Probleme. Doch egal wie gut der Sprecher ist, - die Geschichte muss ebenfalls stimmen. Und das tut sie! Wie schon in den früheren Bänden verquickt Föhr Vergangenheit und Gegenwart und Kreuthner findet die erste Leiche. Doch das war es dann mit Schema F(öhr), denn im Gegensatz zu sonstigen Fällen gewinnt die Tragik nicht die Oberhand. und die Klarheit über die Zusammenhänge wird länger als sonst hinausgezögert.
Richtig super ist aber der Wortwitz und das, was der Jurist Föhr und dann Sprecher Schwarzmaier daraus machen: Wiedersehen mit alten Bekannten, Exzesse, Liebeleien, kleine und große Übertretungen des Gesetzes, Justizirrtümer und ein großes Finale: Spaß und Spannung und sogar ein Pokerspiel, - dieses Überraschungsei ist ein Leckerbissen mit einem wirklich schönen Ausblick. Und das Beste: Die Probleme der Beamten sind absolut übersichtlich und lassen eher schmunzeln als mitfühlen!

Mein Fazit:
Perfekt

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Wenn man die Kollegin beeindrucken will...

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Wallner und Kreuthner ermitteln wieder und der Spaß kommt wie immer nicht zu kurz. Für mich ein Hörgenuss. Das Cover ist dunkel gehalten, es zeigt eine Hütte in Nahaufnahme und eine kleine Scheibe, die ...

Wallner und Kreuthner ermitteln wieder und der Spaß kommt wie immer nicht zu kurz. Für mich ein Hörgenuss. Das Cover ist dunkel gehalten, es zeigt eine Hütte in Nahaufnahme und eine kleine Scheibe, die beschädigt ist, in den unteren linken Bildrand hat sich ein Fuchs geschlichen. Der Klappentext ist sehr gut gewählt, er zeigt zum einen die Skurrilität des Krimis, weiß aber zum anderen die Spannung zu erzeugen, ohne im Entferntesten zu verraten, um was es eigentlich geht.

Wallner und Kreuthner agieren wie immer, sie sind zu wunderbaren Bekannten geworden, welche man gerne wiedertrifft. Aber auch neue Figuren bereichern den Roman. Meine Lieblingsfigur war in diesem Fall Kreuthners Großvater, der noch so einiges im Leben nachholen möchte, aber aufgrund seines Alters an seine Grenzen stößt bzw. es zu den skurrilsten Szenen kommt. Michael Schwarzmaier versteht es wie immer den einzelnen Personen eine eigene Aura zu verleihen. Meisterhaft schafft es der Sprecher nicht nur den bayrischen Zungenschlag wiederzugeben, sondern auch den trockenen Humor zu transportieren.

Michael Schwarzmaier ist und bleibt für mich die Idealbesetzung für die Fälle von Wallner und Kreuthner. Einfach eine großartige Arbeit.

Der Roman wird chronologisch erzählt, sodass die Zuhörer mit Wallner und Kreuthner ermitteln können. Die Frage nach dem Mörder ist die zentrale Motivation in dem Roman, der diesen vorantreibt.

Wir lernen nicht nur verschiedene Ortschaften im Süden Bayerns kennen, sondern auch wieder die bayrische Lebensart und das süddeutsche Gefühl. Für mich ist dieses Hörbuch beste Unterhaltung gewesen, welche mir viel Freude bereitet hat. Langweilig wurde es nie und zum Schmunzeln gab es auch wieder einiges, so vergeht die Walking-Runde deutlich schneller.

Von mir gibt es eine absolute Hörbuch-Empfehlung, nicht nur für Wallner und Kreuthner-Fans, sondern auch für alle die es werden wollen, denn man kann das Hörbuch auch gut hören, wenn man die anderen Fälle der beiden nicht kennt.

Ich bedanke mit bei NetGalley Deutschland und dem Argon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

8,5/10 P.

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Veröffentlicht am 05.12.2022

Beeindruckend

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Polizeiobermeister Leo Kreuthner findet die Kollegin Lisa ganz toll und irgendwie muss sie auch merken, war für ein toller Kerl er ist. Deshalb verabredet er einen inszenierten Einbruch, in dem er der ...

Polizeiobermeister Leo Kreuthner findet die Kollegin Lisa ganz toll und irgendwie muss sie auch merken, war für ein toller Kerl er ist. Deshalb verabredet er einen inszenierten Einbruch, in dem er der Held sein will. Allerdings geht die Sache schief, denn plötzlich hagelt es echte Kugeln. Kurz darauf wird in dem Einbruchhaus tatsächlich eine die Leiche einer Frau gefunden. Als sein Kollege Clemens Wallner den Leo befragen will, ist dieser wegen der Umstände doch eher zurückhaltend. Wallner muss ja nicht alles wissen. Zunächst muss der Bewohner des Hofes befragt werden, dieser ist allerdings im Krankenhaus und hat ein sicheres Alibi.

Im neunten Auftritt von Wallner und Kreuthner gibt es wieder einen spannenden Fall, bei dessen Aufklärung Kreuthner wieder eher wie ein Hindernis wirkt. Dennoch muss der Hintergrund des Mordes aufgeklärt werden. Privat geht es ins Wallners Leben eher ruhig zu. Wie oben erwähnt, ist sein Kollege Kreuthner da umtriebiger. Das bereitet Wallners Großvater Manfred schon ein paar Sorgen. Mit seinen fast neunzig Jahren ist er gerade auf dem Trip, dass er mal die Dinge ausprobieren will, die er vorher nicht gewagt hat. Das wiederum bereitet seinem Enkel Kopfschmerzen. Schließlich möchte er nicht, dass sein Opa wegen Drogenbesitz verhaftet wird.

Dieses Hörbuch ist gekonnt vorgetragen von Michael Schwarzmeier, der es versteht den handelnden Personen eine eigene und wiedererkennbare Stimme zu geben. Die verschiedenen Akzente zu hören und sich dabei die Ermittler und ihre Angehörigen vorzustellen, macht echt Spaß. Dabei ist es am Anfang etwas kompliziert dem Fall zu folgen, was sich zum Glück schnell ändert, wenn man einige Zusammenhänge erkennt. Und je mehr Zusammenhänge man erkennt, desto spannender wird es. Auch wie die Polizeibeamten vorgehen, gründlich und zielstrebig oder auch chaotisch und aus dem Bauch heraus, ist fesselnd zu lesen. Und wenn Clemens Opa Manfred dann aus der Kneipe angeliefert bekommt, natürlich nicht nüchtern, geht man schon mal lachend durch den Laden und ist froh, dass dies hinter der Maske nicht sofort zu erkennen ist.