Cover-Bild Unsere letzten wilden Tage
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rütten & Loening Berlin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 382
  • Ersterscheinung: 13.08.2025
  • ISBN: 9783352010163
Anna Bailey

Unsere letzten wilden Tage

Roman
Julian Haefs (Übersetzer)

»Man sagt, man kann den Zustand eines Ortes daran erkennen, wie es seiner Wildnis geht. Und ich sage, da draußen stimmt was nicht.« 

Flirrende Hitze, raschelndes Sumpfgras und tödliche Alligatoren, die lautlos durchs Wasser gleiten: Versunken in den Sümpfen Louisianas liegt das verwunschene Jacknife, in das sich niemand mal so eben verirrt. Als die Journalistin Loyal hierhin zurückkehrt, hofft sie, sich mit ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen zu versöhnen. Doch bevor Loyal mit ihr sprechen kann, wird sie ermordet aufgefunden. Niemanden interessiert es, was mit der jungen Frau passiert ist, die schon immer als Außenseiterin galt. Also beginnt Loyal, selbst Fragen zu stellen. Als sie Geheimnisse zutage fördert, die einige lieber unentdeckt gelassen hätten, zieht sich auch für sie die Schlinge zu. 

Ein Roman wie eine Naturgewalt: über den Mut einer Frau, sich nicht mit einfachen Antworten zufriedenzugeben, und einen besonderen Ort, der uns den Atem raubt.

 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2025

Kraftvoll wie ein Alligator

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Anna Bailey's Roman: Unsere letzten wilden Tage ist eine Geschichte über Gewalt, Wut, Trauer und Angst aber auch über Freundschaft und Vergebung. Es geht um die Aufklärung eines Mordes und den nackten ...

Anna Bailey's Roman: Unsere letzten wilden Tage ist eine Geschichte über Gewalt, Wut, Trauer und Angst aber auch über Freundschaft und Vergebung. Es geht um die Aufklärung eines Mordes und den nackten Kampf ums Überleben. Loyal und Sasha versuchen den Mord an Cutter (Marianne) aufzuklären und stoßen dabei auf korrupte Polizisten, eine Drogengang und andere zwielichtige Gestalten. Man schwitzt mit den Protagonisten, welche sich in einer unwirklichen Umgebung aufhalten, fürchtet sich mit Ihnen vor Schlangen und Alligatoren. Das Buch bleibt durchweg spannend, hat aber zwischenzeitlich kleine Lücken, sprich der rote Faden wird durch kleine Ungenauigkeiten unterbrochen, bzw. kleinere Passagen sind unlogisch. Insgesamt ist das Buch aber sehr spannend und ich kann es in jedem Fall empfehlen. Das Cover ist sehr gut gestaltet, der Titel passt nicht so ganz zur Story.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Was von Freundschaft übrig bleibt... Hörbuch

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Nach der High School ist Loyal mit ihrem Vater aus Jacknife, Lousiana weg, nach Atlanta gezogen, wo sie Journalismus studierte. Ein Alligator der Familie Labasque hatte ihr gerade in die Hand gebissen ...

Nach der High School ist Loyal mit ihrem Vater aus Jacknife, Lousiana weg, nach Atlanta gezogen, wo sie Journalismus studierte. Ein Alligator der Familie Labasque hatte ihr gerade in die Hand gebissen und aus Wut über das mangelnde Mitgefühl von ihrer einzigen Freundin Cutter und deren Brüdern Beau und The Wall, veröffentlicht sie einen wirklich fiesen Artikel über deren Familie im Lokalblatt. Einen Artikel den ihr Cutter nie verzieh. Doch nun ist Loyal zurück, an den Ort den sie glaubte, für immer hinter sich gelassen zu haben, bis der dortige Sheriff sie anrief und mitteilte, dass ihre Mutter beobachtet wurde, wie sie nachts mit bloßen Händen den Garten umgrub. Sie nimmt eine Stelle beim Cronicle an und wird auch auf Anhieb mit Sascha Petitpois dem Großneffen des Herausgebers und einzigem Mitarbeiter außer ihr, zu einem Leichenfund in die Sümpfe geschickt. Was nach einer verheißungsvollen Story klang, wird für Loyal zum Albtraum. Die Leiche ist niemand anderes als ihre einstige Freundin Cutter und eine Versöhnung ist nun für immer ausgeschlossen. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihren Mord aufzuklären. Für Loyal steht nämlich fest, dass dieser stolze Wildfang den sie kannte, niemals Selbstmord begangen hätte und einen Badeunfall ist bei der kühnen Alligatorjägerin, die die Sümpfe wie ihre Westentasche kannte auch ausgeschlossen. Gemeinsam gehen die zwei Außenseiter Loyal und Sascha der Wahrheit auf den Grund und stoßen mehr als auf eine tote junge Frau und aufgehängte Schlangen....

Heike Warmuth spricht nicht gerade warm und gefällig, sondern ausgesprochen spröde und etwas abweisend, dafür aber mit viel Ausdruckskraft. Das passt sehr gut, denn Loyal ist alles andere als eine Southern Belle und empfindet sich selbst stets als abstoßend, aber clever. Mit ihr war nur Cutter bereit befreundet zu sein, denn auch ihre Familie, die verarmt tief in den Sümpfen lebt, steht außerhalb der Gemeinschaft. Doch Cutter schien dies stets egal zu sein, sie schien auf die Meinung anderer zu pfeifen! So sehr sie ihren großen Bruder fürchtete, so sehr trat sie jedoch den üblen Gerüchten entgegen, die über ihn verbreitet wurde. Cutter wollte stets ein Star sein, etwas außergewöhnliches mit ihrem Leben anfangen, doch als Loyal nach Jacknife zurück kehrte, schien es noch trostloser als je zuvor. Je tiefer Loyal und Sascha, der örtliche Paradiesvogel, der offen schwul ist, was für die Südstaatenchauvis das Furchteinflößendste ist, was es gibt und jeden Alligator übertrifft. graben, desto verwirrender wird es. Sie stoßen auf Hass, Gewalt, Drogen und ein Geflecht von Beziehungen und Machtmissbrauch, dass es immer schwieriger macjt, Gut von Böse zu unterscheiden.... und dann müssen sie ja auch noch ständig neue Storys liefern und können sich nicht nur auf diesen einen Todesfall konzentrieren...

Eine karge Gegend, die unwirtlich ist und ihre Bewohner mehr schlecht als recht ernährt. Die Armut führt oft zu Gewalt, Hass und Verzweiflung. Eine spannende Kulisse für einen Krimi und der schon an sich etwas Furchteinflößendes ausströmt. Fernab von Südstaatenplantagen im Stil von im Winde verweht, schlagen sich diese zwei Außenseiter durch und lernen sich nicht nur besser kennen, sondern auch einander zu mögen und zu vertrauen. So schroff Loyal auch ist, so sehr beginnt man sie für ihre Hartnäckigkeit und ihren Sinn für Gerechtigkeit zu schätzen. Man begleitet sie und wünscht ihnen, dass sie endlich ihr Glück finden, was vielleicht etwas viel verlangt ist, aber sie werden sicherlich zufriedener, auch weil sie nicht mehr alleine sind. Es ist unglaublich faszinierend, diese harten Geschwister Labasque kennenzulernen und hinter ihre Fassade zu schauen. Diese Geschwister, die schon früh ihre lieblosen, saufenden und gewalttätigen Eltern verloren haben und statt Hilfe und Mitgefühl, Verachtung und Ablehnung von ihren Mitmenschen bekamen. Wir werfen mit ihnen einen Blick in eines der vergessenen „Armenhäuser“ der vereinigten Staaten, patriotisch weil sie ja sonst nichts haben. Atmosphärisch dicht und geheimnisvoll erzählt Anna Bailey diesen Mordfall, in dem die Polizei offensichtlich nicht ermitteln will und die zwei Außenseiter völlig unterschätzt.

Man spürt, wie die Sümpfe und die flirrende Hitze einen in ihren Bann ziehen und kann nicht aufhören weiterzuhören....

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Düster und atmosphärisch!

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Dieses Buch musste ich unbedingt lesen, da mich der Titel und das Cover so begeistert haben. Der Klappentext verrät, dass die Geschichte sich in den Sümpfen Louisianas abspielt. Ich musste sofort an "Der ...

Dieses Buch musste ich unbedingt lesen, da mich der Titel und das Cover so begeistert haben. Der Klappentext verrät, dass die Geschichte sich in den Sümpfen Louisianas abspielt. Ich musste sofort an "Der Gesang der Flusskrebse" denken.

Der eindrückliche Schreibstil von Anna Bailey hat mich bis zum Ende gefesselt. Ich habe mit Loyal bei der Aufklärung des Todes ihrer Freundin Cutter mitgefiebert. Die düstere Familiengeschichte von Cutter war spannend und hat zu einer besonderen Stimmung beigetragen.

Die Landschaft in Louisiana wird wunderbar beschrieben. Nicht nur die Aufklärung des Todes hat mich gefesselt. Sondern auch die düstere Atmosphäre mit den Alligatoren und den Menschen, die versuchen, ohne viel Geld zu überleben.
Teilweise war es für mich wie ein Thriller. Jedoch lese ich ansonsten keine Thriller.

Fazit: Ein unterhaltsamer, spannender und atmosphärischer Roman, den ich empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

DÜster und atmosphärisch

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Freiwillig wäre Loyal nie zurück nach Jacknife gezogen, in das trostlose Kaff am Rande der Sümpfe. Doch sie glaubt, das schuldet sie ihrer an Demenz erkrankenden Mutter, die sie vor vielen Jahren verlassen ...

Freiwillig wäre Loyal nie zurück nach Jacknife gezogen, in das trostlose Kaff am Rande der Sümpfe. Doch sie glaubt, das schuldet sie ihrer an Demenz erkrankenden Mutter, die sie vor vielen Jahren verlassen hat. Und auch ihrer Jugendfreundin Cutter schuldet Loyal eine Entschuldigung - doch dazu soll es nicht mehr kommen, als Cutter tot aufgefunden wird. Was die Polizei allzu schnell als Unfall zu den Akten legen will, weckt Loyals journalistische Neugier, und außerdem will sie mit der Aufklärung des Mordes - denn davon ist sie fest überzeugt- Wiedergutmachung leisten. Und so begibt sich Loyal gemeinsam mit Sasha, der auch für die Lokalzeitung arbeitet, auf Spurensuche in den Sumpf, und nicht nur den tatsächlichen. Nach und nach decken die beiden ein Netz aus Lügen und Ungereimtheiten auf, das immer weitere Kreise zieht und Loyal immer wieder in die Vergangenheit führt. Ein ständiger Begleiter sind dabei auch die allgegenwärtigen Alligatoren, die vielen Einwohnern die Existenz sichern.
Die trostlose und drückende Atmosphäre, die das gesamte Buch durchzieht, lässt einen den heissen Atem der schwülen Hitze Louisianas genauso spüren wie die Hoffnungslosigkeit, die in der von Armut, Aberglauben und Misstrauen geprägten Gegend herrscht. Das Buch ist so packend geschrieben, das man es nicht mehr aus der Hand legen mag. Absolute Leseempfehlung!
Fazit: mit dem vorliegenden Buch ist der Autorin ein erstklassiger und beeindruckender Southern Noir Krimi gelungen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Facettenreicher Roman mit unerwarteten Wendungen

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Das Cover des Buchs „Unsere letzten wilden Tage“ von Anna Bailey gibt nicht viel von der düsteren Stimmung des Polts der Geschichte preis.
Als Loyal zehn Jahre nachdem sie mit ihrem Vater ihre Heimat Louisiana ...

Das Cover des Buchs „Unsere letzten wilden Tage“ von Anna Bailey gibt nicht viel von der düsteren Stimmung des Polts der Geschichte preis.
Als Loyal zehn Jahre nachdem sie mit ihrem Vater ihre Heimat Louisiana verlassen hat, zurückkehrt, um sich um ihre Mutter zu kümmern, die unter einer beginnenden Demenz leidet und um die Gräben zu kitten, die die Freundschaft zu ihrer damaligen besten Freundin Cutter entzweien, ahnt sie nicht, dass diese Chance für immer vertan ist.
Cutter wird tot aufgefunden, die Polizei stempelt ihren Tod als Selbstmord ab, doch Loyal, die bei einem lokalen Magazin zu arbeiten begonnen hat, kann nicht glauben, dass ihre ehemals beste Freundin zu so einem Schritt fähig gewesen wäre.
Mit ihrem Kollegen Sasha beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und stößt bald auf ein Netz aus Geheimnissen, Lügen, korrupten Polizeibeamten, einer Wunderheilerin und deren Sohn sowie Cutters Brüdern, die auch nicht gerade lammfromm zu sein scheinen.
Nachdem sich herausstellt, dass Cutter schwanger war und versucht hat, das Kind abzutreiben, stellt sich die Frage, wer der Vater war und ob er Schuld an Cutters Tod sein könnte.
Die Handlung besticht durch ihre grandiosen Naturbeobachtungen, man meint direkt die Hitze und den modrigen Geruch des Sumpfgebiets wahrzunehmen.
Die Charaktere und die Lebensumstände der Bewohner dieses gottverlassenen Ortes sind vielschichtig und aussagekräftig gezeichnet. Zu Beginn hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, die vielen Personen zuzuordnen, was sich aber im Laufe der Handlung schnell gefügt hat.
Dieser Roman ist eigentlich eher ein Krimi mit Thrillerelementen, er bietet absolute Spannung und für mich war das Ende so nicht vorhersehbar.
Absolute Leseempfehlung!

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