Cover-Bild People Pleaser
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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 12.03.2025
  • ISBN: 9783038801979
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Anna Dimitrova

People Pleaser

Eine für alle und alle für sich

Humorvoll, romantisch, relatable – der neue Roman von Anna Dimitrova

» Hier im Kartoffelland gibt’s genau zwei Arten von Ausländern: die „Verrückten“, die ihre Probleme einsehen und zur Therapie gehen, und die „Harten“, die lieber heimlich in der Dusche weinen. Zu wem du gehören willst, musst du ziemlich früh entscheiden. « (aus »People Pleaser«)

Nina ist die selbsternannte Therapeutin ihrer Freundesgruppe. Egal, was die anderen für ein Problem haben: Nina kann es mit einem Deeptalk lösen! Oder zumindest konnte sie das. Schon seit einer Weile macht ihre beste Freundin Teo eine schwere Zeit durch, möchte sich aber partout nicht helfen lassen. Als dann auch noch Aleks als wandelnde „Red Flag“ in ihre Klasse kommt und Teo sich sofort schockverliebt, bleibt Nina keine andere Option: Sie muss Aleks therapieren und zum perfekten Boyfriend machen, bevor sich Teo auf ihn einlässt. Doch hinter Aleks‘ taffen Gym-Bro-Fassade steckt mehr, als Nina ahnt…

Ein großartiger Jugendroman über Selbstliebe, People Pleasing und toxische Männlichkeit. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Lesehighlight 2025

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Nach dem Culture Clash in "Kanak Kids" setzt sich Anna Dimitrova in "People Pleaser" nun mit psychischen Themen auseinander, die die Kids in Trudering in ihrer Story beschäftigen. Während Protagonistin ...

Nach dem Culture Clash in "Kanak Kids" setzt sich Anna Dimitrova in "People Pleaser" nun mit psychischen Themen auseinander, die die Kids in Trudering in ihrer Story beschäftigen. Während Protagonistin Nina die titelgebende People Pleaserin ist, haben ihre Freunde Teo, Aleks und Finn mit Essstörungen, toxischer Männlichkeit, Leistungsdruck und mangelndem Selbstwertgefühl zu kämpfen. Wer jetzt denkt, dass das ganz schön viele Themen für nur einen Roman sind, der sei versichert, dass die Autorin alle Aspekte gut durchdacht untergebracht hat und man zu keiner Zeit das Gefühl hat, dass die Story überladen wäre. Vielmehr entsteht dadurch der Eindruck, dass jeder Jugendliche eben sein Päckchen zu tragen hat - das macht die Geschichte für mich sehr realitätsnah.

Besonders gelungen fand ich, wie subtil der Leser zusammen mit Nina zu der Erkenntnis hingeführt wird, dass nicht nur ihre Freunde Unterstützung benötigen, sondern in erster Linie auch sie selbst. Unsere Protagonistin hat von Kindesbeinen an gelernt, dass ihr Wert sich daran bemisst, wie vielen Leuten sie hilft. Doch was bleibt am Ende übrig, wenn man über dieses Konstrukt hinausschaut? Oder anders gefragt: Welche Daseinsberechtigung hat jemand, der nicht sein ganzes Leben nach allen anderen ausrichtet? Ein mega wichtiges Thema, das ich in dieser Form bisher noch nirgends verschriftlicht gefunden habe.

Anna Dimitrova verwendet in ihrem Buch viel Jugendsprache und trifft damit genau den Nerv den Zeit. Als Erwachsene musste ich an der ein oder anderen Stelle ein wenig schlucken, aber Fakt ist, dass viele der Gespräche vermutlich genau so auf jedem Schulhof der Republik täglich geführt werden. Die Geschichte ist in jedem Fall sehr unterhaltsam geschrieben, ohne dabei an Tiefgang einzubüßen.

Mein Fazit: Für mich eines meiner Lesehighlights 2025 und ein sehr gelungener Jugendroman. Ich hab mich total über das Wiedersehen mit Dessi und ihren Freunden gefreut und würde gerne noch weitere Geschichte über die Münchner Kids freuen. Große Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 09.08.2025

Hier bei uns im Kartoffelland

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Seitdem Nina ihre beste Freundin Teo kennt, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich um sie zu kümmern. Und als Teo sich Hals über Kopf in Aleks, den Badboy der Schule verliebt, nimmt Nina sich vor, seine ...

Seitdem Nina ihre beste Freundin Teo kennt, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich um sie zu kümmern. Und als Teo sich Hals über Kopf in Aleks, den Badboy der Schule verliebt, nimmt Nina sich vor, seine Probleme zu lösen, damit er für Teo so perfekt wie möglich wird. Womit Nina jedoch nicht rechnet, sind ihre eigenen Probleme, die dabei ans Licht kommen.

Nina ist ein People Pleaser. Oder anders gesagt: Sie hat das Helfersyndrom. Was das genau bedeutet, wurde mir erst im Laufe des Romans bewusst. Denn was zunächst wie eine liebenswerte Eigenschaft klingt, offenbart bei näherem Hinschauen Ninas eigentliche Schwächen: Selbstwertzweifel, der Wunsch nach Bestätigung und der innere Zwang, von außen kommenden Erwartungen gerecht zu werden. Bis Nina selbst zu dieser Erkenntnis kommt, ist es jedoch ein weiter Weg, der uns offenbart, dass auch ihre Freunde mit ihren eigenen Konflikten zu kämpfen haben. Hier kommen unter anderem die Themen psychische Gesundheit, toxische Männlichkeit und Leistungsdruck aus dem familiären Umfeld zum Tragen.
So unterschiedlich die Themen, so unterschiedlich auch die Figuren in diesem Roman. Nina kann als Hauptprotagonistin identifiziert werden. Daneben gibt es jedoch auch wenige Kapitel aus den Perspektiven von Aleks und Finn. Obwohl wir somit drei verschiedene Ich-Erzähler haben, wirken alle Perspektiven authentisch und differenziert. Irgendwo findet wahrscheinlich jeder auch ein Stück von sich selbst in den Figuren wieder.
Gemeinsam mit Teo wirken die Protagonisten wie ein Querschnitt der Generation Z, mitsamt all ihrer Sorgen, Bedürfnisse und der teils klischeehaften Erwartungen an sie.

Und obwohl der Roman so viele wichtige Botschaften in puncto Selbstliebe und Freundschaft transportiert, ist er voller Humor und Sarkasmus und konnte mich mit seiner guten Story wirklich gut unterhalten, zeitgleich aber auch immer zum Nachdenken anregen.
Auch das Erzähltempo ist absolut stimmig und sorgt sogar für eine
People Pleaser ist ein Roman, der mich emotional abgeholt hat. Und obwohl es ein Coming-of-Age-Roman mit Jugendslang ist, fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt zu alt dafür. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 20.06.2025

People Pleasing in all seinen Facetten

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Nina geht es gut, wenn sie anderen helfen kann. Sie bringt ihren besten Freund*innen Frühstück mit in die Schule, schreibt Hausaufgaben doppelt ab. Alles, um zu helfen. Vielleicht liegt das auch an ihren ...

Nina geht es gut, wenn sie anderen helfen kann. Sie bringt ihren besten Freund*innen Frühstück mit in die Schule, schreibt Hausaufgaben doppelt ab. Alles, um zu helfen. Vielleicht liegt das auch an ihren bulgarischen Wurzeln: Ihre Mutter hat ihr beigebracht, dass Frauen in ihrer Familie niemals stillstehen dürfen. Ganz anders ihr kleiner Bruder Ivo, der chillt sich durchs Leben, als wäre es ein Vollzeitjob.

Besonders intensiv lebt Nina ihre „Fürsorge“ gegenüber ihrer besten Freundin Theo aus. Doch bei Theo spürt sie auch eine gewisse Distanz, irgendwas ist anders zwischen ihnen. Und dann ist da noch Aleks, der neue Bad Boy in Theos Leben. Nina geht so weit, ihn "retten" zu wollen, ohne zu merken, dass sie dabei ihre eigenen Freundschaften vernachlässigt.


Nina sieht häufig das Problem vor lauter “People Pleasen” nicht, vor allem nicht, dass das “Pleasen” nicht immer positiv ist. Das ist teilweise so unangenehm, wie sie wirklich gar nicht für sich und ihre Bedürfnisse einsteht, dass es weh tut. Gerade dadurch entstehen aber auch spannende Dynamiken, die zum Nachdenken bringen: Was bedeutet Freundschaft eigentlich, wenn nur eine Seite sich öffnet und die andere immer nur hilft? Ist das wirklich fair? Tut Nina Theo damit überhaupt einen Gefallen?
Auch die anderen Figuren greifen diese Dynamik auf und wirken dabei super echt. Wie schon in Kanak Kids bringt Dimitrova auch hier viel Humor rein. So schlagfertig wie Dimitrovas Figuren wäre ich gerne mal!
Der Roman zeigt, wie es ist, wenn man immer nur für andere lebt und dabei sich selbst vergisst. Woher kommt das? Was ist erlernt, was ist vielleicht auch Erwartung von außen? Und wie oft machen wir Dinge für andere, ohne zu fragen, ob sie das überhaupt wollen? Wie wenn man jemandem immer den letzten Keks überlässt, ohne zu wissen, ob der andere überhaupt Appetit hat.

Ein kluger, zeitgemäßer Roman mit viel Gefühl und Witz, der zum Reflektieren einlädt, ohne belehrend zu sein.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Starke Message, tolles Buch

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Nina hilft einfach allen. Jeder der ein Problem hat kommt zu ihr, denn sie löst alles oder übernimmt die Aufgabe direkt. Schularbeiten für andere? Einkäufe? Lernen mit dem kleinen Bruder? Macht sie alles, ...

Nina hilft einfach allen. Jeder der ein Problem hat kommt zu ihr, denn sie löst alles oder übernimmt die Aufgabe direkt. Schularbeiten für andere? Einkäufe? Lernen mit dem kleinen Bruder? Macht sie alles, ohne sich jemals zu beschweren. Nur zu ihrer besten Freundin Teo kommt sie in letzter Zeit nicht richtig durch. Als Teo sich dann in Aleks verknallt, sieht sie ihre Chance. Denn Aleks ist kein Boyfriend Material, sondern eine wandelnde Red Flag. Aber Nina sieht ihn als ihr Projekt an, den perfekten Boyfriend für Teo aus ihm zu machen..



Eins der besten Bücher die ich in diesem Jahr gelesen habe. People Pleaser kennen wir alle, vielleicht gehörst du selbst dazu? Ich selber habe ihm Berufsleben auch dazu geneigt nie Nein zu sagen und mich immer geärgert. Heute als Mama kann ich das besser, oder es ist einfach die Lebenserfahrung 😅



Diese Geschichte wirkt erst mal wie ein harmloser Jugendroman, aber er ist deep auf eine nicht belehrende Weise. Er ist wohl der Nachfolger des Buchs Kanak Kids, ich habe dieses Buch nicht gelesen und hatte nicht das Gefühl das mit Wissen fehlt. Aber im Nachhinein will ich es unbedingt noch lesen, einfach weil mich die Autorin wirklich überzeugt hat und ich gerne mehr von den jungen Leuten erfahren will.



Aleks Problem hat mich eiskalt erwischt, ich lese ja weder KT noch Triggerwarnungen und war überrascht, aber das Thema war total gut und sensitiv erzählt. Auch Nina lernt in diesem Buch sehr viel über sich selber und ob sie es schafft, einfach mal Nein zu sagen, das müsst ihr selber herausfinden.


Dieses Buch gehört für mich zu den Büchern die jeder junge Mensch gelesen haben sollte.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Es allen recht machen wollen funktioniert nicht immer

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Mir sagte der Begriff „People Pleaser“, deshalb hier die Definition „versteht man eine Person, die es allen anderen Menschen recht machen möchte. Nicht selten vergisst der „People Pleaser“ dabei seine ...

Mir sagte der Begriff „People Pleaser“, deshalb hier die Definition „versteht man eine Person, die es allen anderen Menschen recht machen möchte. Nicht selten vergisst der „People Pleaser“ dabei seine eigenen Bedürfnisse.“
Nina orientiert sich an ihrer Mutter, die immer bereit ist, anderen zu helfen. Neben Beruf und Haushalt kümmert sie auch um andere Menschen. So verhält sich auch Nina, die kurz vor dem Abitur steht. Da ihre langjährige Freundin Teo seit zwei Jahren ein Problem mit sich herumschleppt, dass auch ihre Freundschaft belastet, besucht Nina eine Therapeutin, damit sie ihrer Freundin helfen kann. Leider gerät Teo auch immer an die falschen Jungs und diesmal ist es Aleks, der ihr gefällt. Aleks hat das Abi nicht geschafft und kommt deshalb neu in Ninas Freundesgruppe. Er tritt selbstbewusst auf und verbringt seine Zeit in einem Gym um stundenlang zu trainieren. Nina befürchtet, dass Teos Freundschaft zu ihm toxische Züge haben wird und entschließt sich mittel Deeptalk seine Charakter zu verbessern. Doch dann erfährt sie, was sich hinter Aleks smarter Fassade verbirgt.
Die Autorin stellt bulgarische Familien so dar, dass die Frauen sich für die Familie aufopfern, während Männer sich bedienen lassen. Entstehen so Vorurteile?
Auf fast 400 Seiten erzählt uns in erster Linie Nina von ihren Bemühungen immer Hilfe anzubieten und sich ausschließlich über diese Hilfe zu definieren. Damit schreckt sie Teo immer mehr ab und Aleks will sie mit ihren Deeptalks zu einem besseren Freund machen, damit Teo endlich eine gute Beziehung hat. Doch dabei erkennt sie nicht die echten Probleme ihrer Freundin und erst recht nicht ihre eigenen Probleme.
Ein Buch, dass man nicht so leicht vergessen kann und was dazu führt, dass man seine eigenen Motive hinterfragt.

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