Cover-Bild Zwei Leben: Das Versprechen
(21)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 316
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783695143757
Astrid Korten

Zwei Leben: Das Versprechen

2014. Ein Winter in Brügge. Auf dem Kopfsteinpflaster, den Kanälen und den alten Fassaden haucht der Frost seinen Atem. Die Stadt schweigt. Juna auch. Sie ist erschöpft.
"Ein Burn-out", sagen die Ärzte.
"Ein Zusammenbruch", sagt Juna.
Alles um sie herum ist still. Das Jetzt: kalt und unbewegt. Um sich nicht zu verlieren, beginnt sie, als ehrenamtlicher Buddy zu arbeiten. So trifft sie Vincent Molen, einen alten Mann, wortkarg und verschlossen. Ihre Begegnungen sind flüchtig: ein Spaziergang, eine Tasse Tee, ein paar brüchige Worte. Doch die Stille zwischen ihnen ist dicht und allmählich entsteht eine leise Verbin-dung: ein Blick, ein vergilbtes Foto, ein Satz, der bleibt. Mit jedem Ausflug wächst Junas Zuneigung für Vincent.
Während sie ihm zuhört, entfaltet sich Stück für Stück Vincents Leben, das von Mut geprägt, von Verlust gezeichnet und von einer großen Liebe getragen ist. Etwas in seiner Geschichte ruft auch in Juna Erinnerungen wach. Sie spürt, dass da noch mehr ist. Etwas Ungesagtes, ein Schatten in seinem Blick. Eine Wahrheit, die ans Licht will.
Juna stößt auf die Spuren eines gebrochenen Versprechens.

Ein Roman gegen das Vergessen, leise wie ein Flügelschlag und doch so berührend wie die stille, unerschütterliche Kraft der Liebe.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Zutiefst berührend

0

Dieser historische Familienroman, in dem die Autorin Erinnerungen ihres Großvaters väterlicherseits und wahre Begebenheiten einfließen lässt, erzählt von Juna, die nach einem Burn-out in der winterlichen ...

Dieser historische Familienroman, in dem die Autorin Erinnerungen ihres Großvaters väterlicherseits und wahre Begebenheiten einfließen lässt, erzählt von Juna, die nach einem Burn-out in der winterlichen Stille von Brügge Zuflucht sucht. Um sich selbst wiederzufinden, arbeitet sie als ehrenamtliche Begleiterin „Buddy“ und begegnet dabei dem alten, verschlossenen Vincent Molen. Zwischen beiden entsteht nach und nach eine stille, aber tiefe Verbindung.
Während Juna Vincent zuhört, offenbart sich sein bewegtes Leben, geprägt von Mut, Verlust und einer großen Liebe. Seine Erinnerungen wecken auch in Juna eigene, verdrängte Gefühle. Sie ahnt, dass ein verborgenes Geheimnis in Vincents Vergangenheit liegt – ein gebrochenes Versprechen, das ans Licht drängt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen geht es um die Begegnung zwischen Juna und Vincent im Jahr 2014, zum anderen um den jungen Vincent und seine große Liebe Esther. Vincent versucht, seine jüdische Freundin zu schützen, indem er sie zunächst versteckt und schließlich zu seiner Tante Lena bringt. Dort bringt Esther Vincents Tochter zur Welt. Doch ihr Versteck wird verraten, und sie wird in ein Konzentrationslager deportiert. Vincent weiß nichts von seiner Tochter, denn da er im Widerstand aktiv ist, wird auch er gefasst.
Astrid Korten gelingt es, ihre Figuren äußerst authentisch darzustellen. Sowohl die Emotionen als auch die Lebensumstände werden eindrucksvoll und mit großer Intensität beschrieben. Es ist erschütternd, zu lesen, zu welchen Gräueltaten Menschen damals fähig waren und wie tief der Hass gegenüber den Juden reichte, der zu solch grausamen Taten führte.
Der Roman ist eine leise, berührende Geschichte über Erinnerung, Heilung und die Kraft der Liebe, die gegen das Vergessen ankämpft.
Ein Zeitdokument, das tief berührt und uns daran erinnert, welche zerstörerische Kraft Hass haben kann. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2025

berührend und bewegend

0

Wie ihr wisst, sind historische Romane nicht so wirklich meins. Von Astrid Korten hatte ich kürzlich „Zwei Leben – Hinter dem Schweigen“ gelesen und musste nun auch die Fortsetzung „Zwei Leben – Das Versprechen“ ...

Wie ihr wisst, sind historische Romane nicht so wirklich meins. Von Astrid Korten hatte ich kürzlich „Zwei Leben – Hinter dem Schweigen“ gelesen und musste nun auch die Fortsetzung „Zwei Leben – Das Versprechen“ haben. Die beiden Bücher sind in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar.

Ja, was soll ich sagen. Der erste Band hat mich schon absolut berührt. Aber beim Folgeband hat die Autorin sogar noch eins draufgesetzt. Er ist wirklich traurig-schön, tragisch, berührend, emotional und absolut lesenswert.

Die Geschichte spielt abwechselnd in 2 verschiedenen Zeitebenen. Der eine Strang spielt 2014 in Brügge. June hat einen Burn-out und nimmt eine Auszeit. Darum betreut sie ehrenamtlich einen alten Herrn, der anfangs sehr wortkarg und ruhig ist. Doch es ergibt sich, dass er Zutrauen zu June fasst und ihr seine Lebensgeschichte offenbart, die vom Krieg gezeichnet ist.

Das Buch ist wirklich ganz wunderbar geschrieben. Die beiden Zeitebenen werden sehr gut verwoben und die Charaktere sind gut gewählt und authentisch dargestellt. Unter anderem wird auch eine ganz wunderbare und tiefe Liebe geschildert. Auch die Hilfsbereitschaft, gerade auch in gefährlichen Situationen fand ich toll.

Der Roman ist richtig spannend geschrieben und geht regelrecht unter die Haut. Man vergisst ihn nicht so schnell wieder, sondern er regt zum Nachdenken an. Man liest sehr viel von unmenschlichen Verhältnissen, aber im Gegenzug gibt es auch immer wieder wunderbare Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Also so richtig traurig-schön!

Besonders berührend fand ich es, dass die Autorin hier ein Stück ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt hat.

Fazit: Ein ganz wunderbares und sehr empfehlenswertes Buch, welches lange nachhallt und richtig unter die Haut geht. Es hat enormen Tiefgang und liest sich aber trotzdem sehr gut. Ich kann nur raten: Lasst euch dieses Werk nicht entgehen!

Veröffentlicht am 11.10.2025

Liebe vergeht nicht

0

Juna ist erschöpft, Diagnose: Burn – out. Sie braucht eine Auszeit. Sie beginnt als ehrenamtlicher Buddy zu arbeiten und trifft auf Vincent und seine Geschichte. Juna und Vincent gehen der Geschichte ...

Juna ist erschöpft, Diagnose: Burn – out. Sie braucht eine Auszeit. Sie beginnt als ehrenamtlicher Buddy zu arbeiten und trifft auf Vincent und seine Geschichte. Juna und Vincent gehen der Geschichte auf den Grund.

Ich mag die Bücher von Astrid Korten sehr, sie sind wunderbar fesselnd geschrieben und haben eine Tiefe, die aber herrlich zu lesen ist, auch wenn man unglaubliches liest. Auch in diesem Buch erleben wir eine Geschichte, die lange nachklingt. Es geht um Juden, wie furchtbar sie gelebt haben zu der Zeit und es war egal, ob es um ein Baby ging oder einen alten Menschen, sie wurden so schlimm behandelt, das es unheimlich grausam war. Aber Astrid Korten hat es in so wunderbare Worte verpackt, das einen die Geschichte nicht los lässt und man immer weiter lesen muss. Es ist die Lebensgeschichte von Vincent, sein Leben und seine große Liebe. Am Ende weiß man : „Liebe vergeht nicht „ , aber man bleibt nachdenklich zurück, wenn man das Buch geschlossen hat. Und so schnell kann man diese bittersüße Geschichte nicht vergessen.

Dies ist der zweite Roman der reihe „Zwei Leben“ und dieser ist genauso lesenswert wie der erste, aber man kann sie unabhängig voneinander lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2025

Bewegender Roman

0

„...Ich habe Zeit, und ich möchte sie sinnvoll nutzen., etwas für die Gesellschaft tun…“

Mit diesen Worten bewirbt sich die 32jährige Juna Fischer als Buddy bei einer Organisation in Brügge ehrenamtlich. ...

„...Ich habe Zeit, und ich möchte sie sinnvoll nutzen., etwas für die Gesellschaft tun…“

Mit diesen Worten bewirbt sich die 32jährige Juna Fischer als Buddy bei einer Organisation in Brügge ehrenamtlich. Sie nimmt gerade aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit.
Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Dadurch werden die beiden Zeitebenen erlebbar.
Die Rahmenhandlung spielt im Jahre 2014. Juna kümmert sich um Vincent Molen. Beim ersten Treffen schlägt sie ihm einen Spaziergang vor. Der alte Herr hat Humor.

„...Vincent bitte, sonst fühle ich mich noch älter. Da ich ohnehin kaum die Straße überquere, klingt dein Vorschlag vernünftig….“

Ansonsten wirkt Vincent verschlossen. Er spricht kaum über sein Leben. Doch nach und nach beginnt er sich zu öffnen.
Der zweite Handlungsstrang führt ins Jahr 1942. In der Diamantschleiferei begegnen sich die Jüdin Esther und Vincent. Die einstigen Besitzer haben das Land rechtzeitig verlassen. Esther sieht, wie ihr Leben immer weiter eingeschränkt wird. Ihr bleibt nichts als Hoffnung.

„...Sobald die Besatzer das Land verlassen haben, wird die Familie zurückkommen und ihr Eigentum zurückfordern, sagt Großmutter. Sie hat vermutlich recht. Großmutter weiß immer alles und kennt jeden im jüdischen Viertel…“

Der Roman erzählt von einer großen Liebe, von Hilfsbereitschaft in lebensgefährlichen Situationen, von den Widerstand der Belgier gegen die Besatzung. Er gibt den Gefühlen der Protagonisten viel Raum.
Während ich die Geschehnisse der Vergangenheit fast hautnah verfolgen kann, bleiben in der Gegenwart offene Fragen, denn Vergangenheit und Gegenwart passen noch nicht zusammen. Es gibt Leerstellen zwischen beiden. Genau das sorgt für die innere Spannung des Romans, der sich sonst durch leise Töne auszeichnet.
An Junas Seite besucht Vincent die Stätten seiner jungen Jahre. Er beginnt über das Erlebte zu sprechen. Und plötzlich fallen manche Puzzleteile an die richtige Stelle.
Juna beginnt, auch ihr Leben zu hinterfragen. Es fallen Sätze, die in Erinnerung bleiben, wie der folgende zu ihrem Geburtstag.

„...Das Älterwerden hat keine Dramaturgie. Es ist ein leises Übertreten. Eine unsichtbare Linie...“

Gerade in Part der Vergangenheit werden Fragen berührt, auf die es kaum eine gemeingültige Antwort gibt. Wie überlebt man, wenn außer Hoffnung nichts bleibt? Wie weit geht man, um das Leben deren, die man liebt, zu sichern?
Das Buch hat mich tief berührt. Es bekommt von mir eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2025

Die Schatten der Vergangenheit

0

Die Autorin Astrid Korten legte bereits mit ihrem ersten Band „Zwei Leben – Hinter dem Schweigen“ ihren ersten historischen Familienroman auf zwei Zeitebenen vor, der auf den Erinnerungen ihrer Großeltern ...

Die Autorin Astrid Korten legte bereits mit ihrem ersten Band „Zwei Leben – Hinter dem Schweigen“ ihren ersten historischen Familienroman auf zwei Zeitebenen vor, der auf den Erinnerungen ihrer Großeltern väterlicherseits sowie auf wahren Begebenheiten aus dem Zweiten Weltkrieg basiert. „Zwei Leben – Das Verprechen“ ist der zweite Band dieser historischen Familiensaga. Beide Teile können unabhängig voneinander gelesen werden.

Ich habe das Buch zur Hand genommen und wurde gleich auf den ersten Seiten in die Geschichte gezogen. Die Handlung ist absolut fesselnd.

Brügge 2014: Nach einem Zusammenbruch wird Juna von den Ärzten mit einem "Ein Burn-out", für Monate krankgeschrieben, doch sie fühlt sich alleine und nutzlos. Um sich nicht zu verlieren, beginnt sie, als ehrenamtlicher Buddy zu arbeiten. Die Koordinatorin der ehrenamtlichen Mitarbeiter bietet ihr die Vermittlung mit dem 93jährigen Vincent Molen, der keine Angehörigen mehr hat aber sehr speziell ist, an. Juna leidet selbst an ihrer Einsamkeit, entwickelt aber ein unglaubliches Feingefühl für Vincent und gewinnt damit sein Vertrauen.

Juna hört zu, lockt Vincent zu Spaziergängen und Unternehmungen auf, die er zuerst grimmig annimmt aber scheinbar doch immer mehr Freude daran hat, als er zugibt. Selbst für Juna sind die Begegnungen erfüllt von Leben, denn sie hat den alten Herrn in ihr Herz geschlossen. Sie hört ihm zu und es entfaltet sich Stück für Stück Vincents Leben, das von Mut geprägt, von Verlust gezeichnet und von einer großen Liebe getragen ist. Etwas in seiner Geschichte ruft auch in Juna Erinnerungen wach. Sie spürt, dass da noch mehr ist. Etwas Ungesagtes, ein Schatten in seinem Blick. Eine Wahrheit, die ans Licht will. In Juna keimt eine Idee auf, denn wenn sie Vincent an die Orte seiner Vergangenheit führt, werden seine Erinnerungen greifbar und bald stößt sie auf die Spuren eines gebrochenen Versprechens.

Antwerpen 1942: Die Stadt ist von den Deutschen besetzt und Esther leidet als Jüdin unter den Repressalien der Besatzer, weg kann sie nicht, dafür ist kein Geld vorhanden und sie kann ihre kranke Mutter und ihre Großmutter nicht alleine lassen. Zum Glück hat sie noch eine Arbeit als Buchhalterin in der Diamantschleiferei als sie Vincent, der im Verborgenen dem Widerstand angehört, kennenlernt. Langsam bahnt sich eine tiefe Liebe zwischen der Jüdin und dem Nichtjuden an. Als die Lage für Esther immer bedrohlicher wird, versteckt Vincent sie, doch der Deportation entkommt sie nicht …

Der Autorin gelingt es hervorragend beide Zeitebenen sehr Emotional zu erzählen und geschickt miteinander zu verweben.

Am Ende gibt es kein Happy End im klassischen Sinne, sondern ein leises Verstehen, dass Liebe nicht endet, wenn ein Mensch geht – sondern weiterlebt in den Spuren, die er hinterlässt.

Fazit:
„Zwei Leben: Das Versprechen“ ist ein Buch, das nicht laut spricht, sondern still wirkt – und gerade dadurch tief berührt. Es erzählt nicht einfach eine Geschichte, sondern lädt dazu ein, sich auf eine stille Reise zu begeben – eine Reise durch Erinnerungen gegen das Vergessen.
Mit ihrem wunderbaren Schreibstil und ihren starken Charaktere, ist der Autorin eine berührende Fortsetzung ihrer Familiensaga gelungen, die mir ausgesprochen gut gefallen hat und die ich sehr gerne gelesen habe.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere