Eine Norddeutsche im Schwabenland
Ich mag die Krimis von Britt Reißmann, so auch ihren neuen Krimi "Nur ein Sterbenswort", den ich als Hörbuch gehört habe. Es ist der erste Band um Kommissarin Meike Masur.
Kommissarin Meike Masur kommt ...
Ich mag die Krimis von Britt Reißmann, so auch ihren neuen Krimi "Nur ein Sterbenswort", den ich als Hörbuch gehört habe. Es ist der erste Band um Kommissarin Meike Masur.
Kommissarin Meike Masur kommt aus Stralsund und hat ihre neue Stelle in Stuttgart angetreten. Sie hat Heimweh, kommt mit der schwäbischen Sprache nicht klar, stürzt sich aber trotz allem mit vollem Einsatz in ihren neuen Fall. Eine Schauspielstudentin wird in ihrer Wohnung erdrosselt aufgefunden, es gibt keine Hinweise auf einen möglichen Täter oder eine Täterin. So erforscht Meike das Umfeld des Opfers Katie und stößt dabei auf ein Synchronstudio, eine ehemalige Besetzung von Katies Rolle, einen Universitätsprofessor mit Vergangenheit und viel Schweigen.
Der Schreibstil von Britt Reißmann ist wie gewohnt gut zu lesen. Sie schildert die Perspektiven aus der Sicht von Meike und der eines Unbekannten, der in seiner Kindheit Schreckliches erlebt hat. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und bietet immer wieder Überraschungen. Eine Protagonistin hätte ich immer wieder gerne mal geschüttelt, weil sie so naiv war. Mehr kann und will ich nicht zum Inhalt sagen, sonst wäre die Spannung weg. Das Ende und damit die (logische) Auflösung kam für mich dann doch überraschend. Gut dargestellt wird die mühsame Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei.
Katja Pilaski liest das Hörbuch mit angenehmer Stimme und gibt den Charakteren dadurch Leben. Abgesehen davon, dass ihr Schwäbisch noch verbesserungswürdig ist, hat es mir Spaß gemacht, ihr zuzuhören. Daher habe ich das Hörbuch in recht kurzer Zeit durchgehört.
Auf jeden Fall eine Hörempfehlung, nicht nur für Fans von Britt Reißmann und sehr gute 4 Sterne!