Cover-Bild Der Alte muss weg

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 08.07.2019
  • ISBN: 9783453423152
Carla Berling

Der Alte muss weg

Roman
Steffi, Mitte fünfzig und Reihenhausbewohnerin, ist unzufrieden. Mit ihrem Job. Mit ihrem Aussehen. Mit ihrem Mann Tom und seinem Faible für Kreuzworträtsel. Und mit ihrem Sexualleben. Das Highlight der Woche: Jeden Montag trifft Steffi sich mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen im Brauhaus. Außer einer Single-Frau sind alle unglücklich und würden ihre Männer lieber heute als morgen loswerden – Haus, Auto, Sparbuch und Designerküche können aber gerne bleiben! An einem langen Kölsch-Abend entsteht ein perfider Plan, wie eine unauffällige Entledigung der Gatten gelingen könnte. Doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht…

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 14 Regalen.
  • 8 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2019

Der Klappentext lässt einen etwas ganz anderes erwarten

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Steffi Herren ist Mitte 50 und mit ihrem Leben total unzufrieden. Die Ehe mit ihrem Mann Tom ist eingefahren. Von Liebe keine Spur mehr. Bei einem Mädel Abend mit mehren Runden Kölsch im Brauhaus, schmiedet ...

Steffi Herren ist Mitte 50 und mit ihrem Leben total unzufrieden. Die Ehe mit ihrem Mann Tom ist eingefahren. Von Liebe keine Spur mehr. Bei einem Mädel Abend mit mehren Runden Kölsch im Brauhaus, schmiedet Steffi einen Plan. Tom muss weg. Ihren Lebensstandard möchte sie aber behalten. Hat nicht der Professor in einer Talkshow gesagt, viele Morde bleiben unentdeckt? Doch die Umsetzung ihres Planes ist gar nicht so einfach als gedacht.....

Laut Klappentext habe ich mir von "Der Alte muss weg" eine humorvolle Geschichte versprochen, in der es um die Beseitigung des Ehegatten und deren Umsetzung geht. Stellenweise ist das auch so. Diese Passagen haben mir wirklich gut gefallen. In Ich-Form wird aus Sicht von Steffi erzählt. Nimmt dabei auch an ihren Gedanken teil. Das war mir viel zu langatmig, wenn sie über ihr Leben, ihre Freundinnen, Mode und Thema Nummer Eins philosophiert hat. Letzteres hat sich wie ein roter Faden durchs Buch gezogen. Ich hatte immer das Gefühl, die Geschichte kommt nicht auf den Punkt. Auch die Verhaltensweisen von Steffi und Tom konnte ich nicht nachvollziehen, obwohl ich im selben Alter bin. Das ist einfach nicht meine Welt. Der Schluss ist überraschend, hat mich aber nicht wirklich überzeugt. Einiges hätte ich gerne noch geklärt gehabt. Die Cover Gestaltung erschließt sich mir auch nicht und hat meiner Meinung nach keinen Bezug zum Inhalt des Buches.
Fazit: Eine Geschichte von der ich mehr erwartet habe. Die einige Längen hat. Die so gar nicht meine Welt ist.

Veröffentlicht am 22.08.2019

Eine ironische Slapstickkomödie mit Unterhaltungscharakter

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Carla Berlings Roman "Der Alte muss weg" erscheint im Heyne Verlag.

Steffi Herren, 51, arbeitet als Personaldisponentin bei einer Zeitarbeitsfirma , mit ihrem Ehemann Tom, 55, ist sie seit 30 Jahre zusammen. ...

Carla Berlings Roman "Der Alte muss weg" erscheint im Heyne Verlag.

Steffi Herren, 51, arbeitet als Personaldisponentin bei einer Zeitarbeitsfirma , mit ihrem Ehemann Tom, 55, ist sie seit 30 Jahre zusammen. Ihr Leben mit Reihenhaus in Köln-Rodenkirchen ist spießig, langweilig und Routine bestimmt den Alltag. Steffi ist frustriert und hat genug von ihrem Kreuzworträtsel lösenden Mann und will raus aus dieser öden Spirale des Lebens. Beim wöchentlichen Treffen mit ihren Freundinnen beschließt sie, ihren öden Gatten loszuwerden. Die Pläne werden geschmiedet, gut durchdacht, aber der perfekte Mord ist gar nicht so einfach.

Steffis Alltag und ihre Ehe laufen im Trott der Gewohnheit und sind gleichbleibend langweilig geworden, ihr wöchentliches Highlight ist das Damenkränzchen mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen. Völlig offen wird hier über die Nachteile der Männer hergezogen und irgendwann werden sie sich einig, ohne den Alten wäre alles leichter.

Das wahre Leben geht in den meisten Ehen eher ruhig und beschaulich und nach stetem Alltags-Plan vor. Die großen Liebesbekundungen oder unerwartete romantische Erlebnisse bleiben da aus und machen der Gewohnheit Platz. Steffi ist an einem Punkt angekommen, wo sie das nicht mehr hinnehmen mag und sie glaubt, an ihrer Situation ist nur ihr Mann schuld. Deshalb beschliesst sie, ihn loszuwerden und bekommt in einer TV-Sendung die nötigen Hinweise für den perfekten Mord.

So weit so gut! Es gibt humorvolle Szenen und natürlich lassen die Mordgedanken und Mordmethoden auch reichlich schwarzhumorige Stimmung aufkommen. Ich habe mich amüsiert und manches Mal auch echt lachen müssen. Die Figuren wirken wie aus dem echten Leben, da gibt es aufgedonnerte und mausgraue Frauen, die sich am Stammtisch über ihre Männer aufregen und vom jüngeren und perfekteren Adonis träumen. Das hat mir noch viel Spaß gemacht, doch irgendwann kippte die Stimmung bei mir und es wurde mir zu abgebrüht, zu wenig Tiefgang und zu negativ.

Man kann sich in einigen Frauen und Erlebnissen durchaus selbst erkennen, keine Frage. Das Leben mit einem Mann ist nicht nur ewige Harmonie, tägliche Hochgefühle weichen der Alltagsroutine und dennoch kann oder besser gesagt, sollte man eine dauerhafte Verbindung auch genießen und sich daran erfreuen.

Insgesamt erscheint mir die Handlung zu überdreht, zu aufgebauscht und zu übertrieben.die Hauptakteurin zu überdreht, ihre Gedankengänge zu stressig und zu egoistisch. Die Charaktere hatten alle ihre spezifischen Besonderheiten, die kölsch redende Elfie gefiel mir gut, aber dass Steffi mit 51 Jahren schon Zahnersatz hat, konnte ich nicht ganz glauben.



Man sollte diesen Roman nicht zu ernst nehmen, dann kann man den Witz und schwarzen Humor auch gut genießen. Carla Berling bringt hier einige Einblicke ins Eheleben und stellt ihren Leserinnen den Spiegel vor. Ich konnte über viele Dinge lachen, daher finde ich drei Sterne durchaus angemessen für diese lockere Unterhaltung.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Never judge a book by its cover ...

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Steffi und Tom, das passt nicht mehr … findet sie, die frustrierte und unbefriedigte Ehefrau. Aber auch bei ihren Freundinnen Elfie und Babette sieht es nicht viel besser aus. Gegenseitig setzen sie sich ...

Steffi und Tom, das passt nicht mehr … findet sie, die frustrierte und unbefriedigte Ehefrau. Aber auch bei ihren Freundinnen Elfie und Babette sieht es nicht viel besser aus. Gegenseitig setzen sie sich deshalb einen Floh ins Ohr, einen tödlichen! Doch sind sie wirklich so abgebrüht oder ist es vielleicht auch mal an der Zeit, einen kritischen Blick auf sich selbst zu richten? Wie schneidet man denn selber ab im großen Karussell des Lebens?
Mit einem etwas abgebrühten Humor aber auch einer gehörigen Portion Tiefgang führte mich die Autorin Carla Berling, die sonst ja eigentlich eher für ihre Krimis bekannt ist, durch einen kurzen Abschnitt im Leben der Freundinnen in der Midlife Crisis. Ich muss gestehen, manchmal erkannte ich mich selbst in der Geschichte wieder und konnte mit den Mädels mitfühlen, war aber auch Ehemann Tom gegenüber nicht abweisend gestimmt. Gekonnt führte mir die Autorin mit ihrem Roman vor Augen, dass das ganze Leben nicht nur aus Höhepunkten besteht, man muss sich auch mal an der Beständigkeit freuen und zufrieden sein. Ganz nach dem Motto: „Das Leben kann so schön sein, du musst es nur genießen!“
Wer hier eine Slapstickkomödie erwartet, die das Cover und der Titel vielleicht suggeriert, wird enttäuscht sein. Dafür erhält der Leser aber – geschickt und liebevoll verpackt – eine kleine Lektion für und über das Leben. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl und eine absolute Lesempfehlung.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Komödie und Drama herrlich verbunden

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Seit dreiunddreißig Jahren ist Stefanie „Steffi“ Herren, 51, nun schon mit ihrem Thomas „Tom“ verheiratet. In ihrem Job als Personaldisponentin in einer Zeitarbeitsfirma fühlt sie sich nicht mehr wohl. ...

Seit dreiunddreißig Jahren ist Stefanie „Steffi“ Herren, 51, nun schon mit ihrem Thomas „Tom“ verheiratet. In ihrem Job als Personaldisponentin in einer Zeitarbeitsfirma fühlt sie sich nicht mehr wohl. Tom hockt nur noch auf der Couch ihres Reihenhauses in Köln-Rodenkirchen, löst Kreuzworträtsel und himmelt Barbara Schöneberger oder die Dame, die wie eine exotische Frucht (Kiwi) heißt an. Eine zuverlässige Reihenfolge von Abläufe, Ritualen und Pflichten prägt ihr bisheriges Leben. Ich spüre Steffis Traurigkeit, wenn sie an die gemeinsame Vergangenheit denkt. Das alles will Steffi nicht mehr. Aber nicht nur ihr geht es so. Auch ihre Freundinnen Elfi und Babette sind frustriert und ebenfalls der Meinung: Unsere Männer müssen weg. Erst vor kurzem hat Steffi in einem Fernsehinterview erfahren, dass die meisten Morde gar nicht als solche erkannt werden. Dass es dann doch nicht so einfach ist, Männer um die Ecke zu bringen – diese Erfahrungen müssen die Damen erst noch machen.


Steffi habe ich ab der ersten Seite ins Herz geschlossen, genau wie ihren Mann Tom. Für mich waren sie ein eingespieltes Team, bei dem sich aber immer mehr die Langeweile breit macht. Ich konnte gerade Steffi auch verstehen, dass sie die ganze Routine, die sich nun mal nach so vielen Ehejahren einspielt, nicht mehr haben will. Aber muss ihr Tom deshalb wirklich weg?

Obwohl ich von Beginn an sicher war, wie das Ganze ausgehen würde, hat es Carla Berling geschafft mich immer wieder zu überraschen und bei mir keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ihr Humor hat mich immer wieder grinsen lassen. Gerade wenn bei Steffi ein Mordversuch mal wieder daneben gegangen ist. Einige Aktionen der Damen haben mich aber auch nachdenklich gemacht.
Ihrer Freundinnen Elfi mit ihrem köstlichen kölschen Dialekt hätte ich stundenlang zuhören können. Ich finde es toll, dass diese Geschichte mit nur wenigen Protagonisten auskommt, die ich dadurch viel intensiver kennenlernen kann. Denn auch Babette und Elfi haben mit ihren Männern nicht das große Los gezogen.

Ein Zitat, das mir sehr gut gefallen hat, bringt es auf den Punkt: „Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist, als stünde man am Bahnhof und würde auf ein Schiff warten.“

Wenn ich den Klappentext aufmerksam lese, weiß ich, dass ich hier keine anspruchsvolle Lektüre bekomme. Was ich bekomme ist ein Roman mit kleinen kriminellen Anteilen, voller Situationskomik, einigen Missverständnissen und Raum zum Nachdenken. Alles in allem humorvolle kurzweilige amüsante Unterhaltung, die ich genossen habe.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Humorvolle Konfliktbewältigung

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Ach, war das herrlich. Und erschreckender Weise habe ich mich doch tatsächlich in dem Buch wieder gefunden. Das muss ich ja gleich zu Beginn meiner Rezension gestehen. Erschreckend, weil ich ja meinen ...

Ach, war das herrlich. Und erschreckender Weise habe ich mich doch tatsächlich in dem Buch wieder gefunden. Das muss ich ja gleich zu Beginn meiner Rezension gestehen. Erschreckend, weil ich ja meinen Mann doch liebe und ich mir niemand Besseren an meiner Seite vorstellen kann. Aber hin und wieder denkt man doch manchmal daran. An dieses „Wenn, dann“. Was wäre wenn ich mal was Anderes wagen würde, dann… Aber das sind immer nur Hirngespinste. Doch die Autorin Carla Berling lässt diese Gedankengänge in ihrem Roman „Der Alte muss weg“ doch ein Stück weit real werden. Und wie schon erwähnt, hier und da muss man sich dann an seine eigene Nase fassen. Der Roman „Der Alte muss weg“ sprüht vor Witz, ist gespickt mit unglücklichen Umständen, etwas Dramatik und – ja, ich nehme es vorweg – einem wunderbaren Happy End, was einem als Leser dann doch alle Zweifel nimmt. Wenn mein Mann ab und zu mal ein Buch lesen würde, würde ich ihm am liebsten den Roman mal unterschieben, damit er manches versteht, wie wir Frauen denken. Auf jeden Fall hat es Carla Berling auf humorvolle Art und Weise geschafft, dass Konfliktpotential zwischen Mann und Frau in einer langen und gewohnheitsmäßigen Ehe aufzuzeigen. Und ich denke, die Autorin appelliert auch ein bisschen an unsere Vernunft. Schließlich ist nicht immer nur der andere an der Langeweile in einer Beziehung schuld.