Cover-Bild The way to find love
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Sternensand Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 428
  • Ersterscheinung: 18.05.2018
  • ISBN: 9783906829883
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Carolin Emrich

The way to find love

Mareike & Basti
»Du weißt schon, dass du vergessen hast, zu bezahlen?«
»Wieso läufst du mir nach? Ein bisschen verrückt, meinst du nicht auch?«
Es sind nicht die typischen ersten Worte zwischen zwei jungen Leuten und es ist schon gar nicht Liebe auf den ersten Blick. Als sich Mareike und Basti schließlich durch Zufall wiedersehen, merken sie dennoch, dass da mehr als Sympathie sein könnte. Doch Basti verschweigt ihr seine schwierige Kindheit und verstrickt sich in einem Netz aus Lügen, während Mareike ihm ihrerseits vorenthält, dass sie schwer krank ist.
Kann eine Liebe Bestand haben, wenn ihr Fundament aus Lügen erbaut wurde?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2020

Toll und emotional

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Ein weiteres Buch hat meinen SuB verlassen und ich frage mich wirklich wieso the way to find love von Carolin Emrich so lange dort gelegen hat.😱

Carolin hat es echt drauf einen mit ihrer Geschichte zu ...

Ein weiteres Buch hat meinen SuB verlassen und ich frage mich wirklich wieso the way to find love von Carolin Emrich so lange dort gelegen hat.😱

Carolin hat es echt drauf einen mit ihrer Geschichte zu berühren und zu fesseln. Ich musste mich abends wirklich zwingen das Buch zur Seite zu legen, so sehr habi ich mit Basti und Mareike mitgefiebert.

Wer jetzt denk in dem Buch geht es schnell zur Sache, der liegt falsch. Es hat mir super gefallen das sich die Beziehung zwischen den beiden so langsam entwickelt hat. Man hatte immer das Gefühl, genau so könnte es sich im wahren Leben abspielen und das ist so toll.

Dabei beginnt die Beziehung der beiden mit vielen Lügen und Geheimnissen, nicht unbedingt die perfekte Grundlage und doch so emotional geschrieben das man immer hofft das am Ende alles gut wird.

Irgendwie konnte ich mich zu kleinen Teilen auch mit mareike identifizieren und das hat sie mir so viel näher gebracht und ich habe so mit ihr geliebt und gelitten.

Eine tolle Geschichte wie sie das Leben schreiben könnte und so bodenständig und real wie selten ein Buch vorher.

Danke für dieses tolle Buch.

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Veröffentlicht am 10.05.2019

Eine unglaublich tolle berührende geschichte, direkt aus dem Leben!

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Dieses Buch ist für mich aus mehreren Gründen ein Highlight und etwas ganz besonderes für mich!
Ich bin auf dieses Buch auf der Buchmesse durch die liebe Sila aufmerksam geworden, sie hat mir das Buch ...

Dieses Buch ist für mich aus mehreren Gründen ein Highlight und etwas ganz besonderes für mich!
Ich bin auf dieses Buch auf der Buchmesse durch die liebe Sila aufmerksam geworden, sie hat mir das Buch wortwörtlich unter die Nase gehalten. Nachdem ich dann den Klappentext überflogen habe, habe ich sie mit offenem Mund angesehen...
Denn sie und anschließend auch ich waren der Meinung, dass dieses Buch einfach wie die Faust auf Auge passt und einfach mit muss!
Warum? -Das werdet ihr gleich noch erfahren....
Vielen lieben Dank auch an Carolin Emrich, mit der ich mich so toll unterhalten habe.


Inhalt:


Es geht um Mareike-ja, ihr lest richtig die Protagonistin heißt MAREIKE.... und damit genauso wie ich.

Was wäre, wenn du eine Vergangenheit hast, die man mit allem anderen nur nicht mit schön und einfach beschreiben könnte?
Die würde man doch nicht irgendjemand wildfremden erzählen, oder? - Genau, dass denkt sich auch Sebastian (Basti), als ein - ihm völlig fremdes - Mädchen ihn zur Rede stellt.
Auch Mareike kommt dies ebenfalls nicht in den Sinn, sich vor einem Fremden rechtfertigen zu müssen.
Doch die Beiden laufen sich immer wieder über den Weg. Und irgendwann gehen sie einander nicht mehr aus dem Kopf. Doch als sie dabei sind sich immer weiter anzunähern, verstricken sie sich in ihren Lügen und Umschweifen.
Kann es funktionieren, wenn alles einer Liebe auf Lügen aufgebaut zu sein scheint?


Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch begonnen, als ich das altbekannte Problem hatte, dass ich mich nicht entscheiden konnte was ich lesen möchte und habe dann mit einigen Büchern gebliebäugelt und habe dann aus meiner Vorentscheidung per Ausschlussverfahren erst die Bücher wieder beiseite gestellt, bei denen ich beim Klappentext, nicht gepackt wurde. In die übrig gebliebenen habe ich dann rein gelesen und als ich „the was to find love“ in den Händen hatte, und eigentlich nur kurz rein lesen wollte... Tja, das mit dem „nur kurz anlesen“ hat nicht so gut geklappt, denn ich habe mal eben über die Hälfte am Stück durch gesuchtet!

Das Buch hat mich quasi in sich aufgesogen! Der Schreibstil ist wirklich toll und ich habe es super gut und flüssig lesen können. Ich habe mich sofort mit der Mareike aus dem Buch verbunden gefühlt und konnte mich sehr gut in sie, aber auch in Basti einfühlen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mareike und Sebastian erzählt, was wirklich gut gelungen ist! - Und ja, das sage ich, diejenige die immer bei Perspektivwechseln herum meckert!! - Aber es war wirklich alles stimmig! Man konnte durch den Schreibstil ohne „Umgewöhnung“ zwischen den Beiden Sichtweisen wechseln und wusste ungefähr was gerade Phase ist, da sie Perspektivwechsel so statt gefunden haben dass diese im Zusammenhang der Geschichte völlig Sinn ergeben haben.
Die Handlung hat mich in keinster Weise gelangweilt, was in Kombination mit dem Schreibstil wahrscheinlich der Grund ist warum ich dieses Buch fast in einem Stück durchgelesen habe.
Die Spannung, hat sich wirklich bis zur letzten Seite gehalten und es war ein Mix aus allen Emotionen! Ich habe gelacht, hatte Tränen in den Augen und habe bis zur letzten Seite mitgefiebert.
Eine Geschichte, in der nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, so wie es das im Leben auch nicht immer ist, doch die Protagonisten zeigen, dass man sich nicht vor seiner Vergangenheit verstecken muss und jeder sein Päckchen zu tragen hat. Man muss nur jemanden finden, der bereit ist einen so zu nehmen wie man ist - mit seiner Vergangenheit, seinen Makeln, Fehlern, Stärken und Schwächen.
Was, wie ich finde eine tolle Message ist.


Und mich persönlich hat es wirklich überrascht und erschreckt, dass Carolin Emrich, eine Mareike in ihrem Buch geschaffen hat, die mir in unzähligen Punkten ähnlich ist, aber natürlich gibt es zwischen mir und der Protagonistin auch Unterschiede. Eine meiner Mädels und ich haben uns sogar gefragt, ob dass alles „nur“ Zufall sein kann. Aber was soll ich sagen dieses Buch hat anscheinend auf mich gewartet. Und mich unglaublich berührt!

Ich freue mich schon sehr darauf "the way to find hope" zu lesen. Und bin schon ganz gespannt auf "the way to find trust", dieser erscheint voraussichtlich am 19. Juli 2019.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Ein erneuter Beweis, dass Liebe in Jugendbüchern nicht automatisch mit Klischees verbunden sein muss.

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Mareike ist mir sehr sympathisch geworden. Sie hat bedingt durch die Tabletten nicht unbedingt die schlankste Gestalt, aber trotzdem ein gutes Selbstbewusstsein, ohne sich selbst zu überschätzen.
Des Weiteren ...

Mareike ist mir sehr sympathisch geworden. Sie hat bedingt durch die Tabletten nicht unbedingt die schlankste Gestalt, aber trotzdem ein gutes Selbstbewusstsein, ohne sich selbst zu überschätzen.
Des Weiteren ist sie sehr sarkastisch und ihrer Fehlbarkeit, die ja jeder irgendwie besitzt, durchaus bewusst. Das gefällt mir. Oft teilen uns Figuren nicht von vorneherein mit, dass sie auch durchaus falsch liegen können, reflektieren also nicht unbedingt die unterschiedlichen Sichtweisen.
Auch Sebastian hat so eine sarkastische Ader, weshalb sie sich dann wahrscheinlich auch auf Anhieb so gut verstehen und versucht immer wieder sich von seinen Betreuern, das Leben nicht zu sehr vorschreiben zu lassen. ER raucht und bleibt auch gern über die Ausgangssperre hinaus weg. Er meidet diese ganze Gefühlsduselei, ist fest davon überzeugt, dies nicht zu mögen.
In Mareike sowie Basti kann ich mich sehr gut hineinversetzen, was zu einem schönen Leseerlebnis führt.
Die Nebencharaktere gefallen mir ebenfalls sehr. Alina, Mareikes Freundin, besitzt am Anfang so diese typische jugendliche Naivität, was die Gefühle des anderen Geschlechts angeht und Lara ist eine Nervensäge, die fast als Bastis Schwester durchgehen könnte.
Die Freundschaften an sich sind in meinen Augen realistisch. Natürlich gilt da auch einmal "Bros before Hoes“ und man verzeiht sich relativ schnell, nichts von den Entwicklungen in Sachen Beziehung erwähnt zu haben, wenn die andere gerade Liebeskummer hatte.

Auch in der Handlung ist es weiterhin relativ stereotyparm, kann ein Mädchen in gewissen Gebieten überzeugend und in anderen gleichzeitig schüchtern wirken.
Der männliche Part leugnet auch nicht immer Gefühle zu haben, sondern gibt dies gerne frei und offen zu und schämt sich nicht mit anderen über Liebeskummer zu sprechen.
Hat man sich in größerer Weise belogen, kann sich dies auch kippen lassen, ohne dass man die Beziehung zerstört.
Die Liebe kommt nicht unbedingt mit dem ersten Blick, sondern kann sich mit der Zeit unbemerkt entwickeln.
Und zu guter Letzt bedeutet ein Tumor nicht immer gleich Krebs und den Tod, es kann sich auch um entfernbares Material handeln.
(Achtung SPOILER!)
Oftmals stirbt der „Träger“ in Büchern am Ende, doch im normalen Leben gibt es Menschen wie Mareike, die daran nicht krepieren müssen. Auch Jay musste in dem absolut fantastischen Buch „Liebe ist was für Idioten. Wie mich“ und dessen Fortsetzung von Sabine Schoder nicht sterben. (Ende des SPOILERs!)

Der Schreibstil lässt einen nur so durch die Geschichte rennen. Er lässt einen diese Geschichte entspannt genießen, teilweise auch über die Figuren und ihre Gründe schmunzeln. Carolin Emrich kann einfach super Geschichten erzählen. :)

Diese ganzen Aspekte lassen die Geschichte in meinen Augen so unglaublich real wirken und machen sie damit authentisch!!
Deshalb kann ich dieses auf seine Art erfrischende Buch nur empfehlen und verbleibe mit 5 / 5 Sternen gespannt auf Alinas und Lars Geschichte. <3

Veröffentlicht am 26.09.2018

Liebe geht manchmal verschlungene Wege

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„The Way to find Love“ von Carolin Emrich erschien am 18. Mai 2018 im Sternensandverlag.
Das Cover kommt ohne „Schnick Schnack“ aus, besticht mit seinen Farben und macht dadurch neugierig auf den Inhalt.
Das ...

„The Way to find Love“ von Carolin Emrich erschien am 18. Mai 2018 im Sternensandverlag.
Das Cover kommt ohne „Schnick Schnack“ aus, besticht mit seinen Farben und macht dadurch neugierig auf den Inhalt.
Das Kennenlernen von Mareike und Sebastian ist sehr ungewöhnlich, denn Mareike hat Sebastian beim Stehlen beobachtet und spricht ihn, vor dem Geschäft kurzerhand, darauf an. Er redet sich heraus, mit einer Lügengeschichte. Tage später treffen sie zufällig wieder, Sebastian sieht ziemlich derangiert aus, Mareike lässt sich nicht abwimmeln und hilft ihm. Sie merken, dass sie sich nicht unsympathisch sind, tauschen Handynummern aus und schreiben sich ab da regelmäßig. Sie nähern sich bei gemeinsamen Treffen immer mehr an und aus Freundschaft wird mehr, doch Beide verschweigen einen wichtigen Teil voreinander. Sebastian verpasst den richtigen Moment, das anzusprechen und so kommt es zu Missverständnissen, denn auch Mareike hat den richten Moment verpasst........gibt es einen Ausweg?

Die Geschichte von Carolin Emrich hat mich sehr bewegt, gefesselt, sie ist abwechslungsreich, sie wirkt sehr real und authentisch, fast wie eine Dokumentation.
Die Geschichte fängt langsam an und baut sich zu einem kleinen Kunstwerk zusammen, es ist keine „0815“ Liebesgeschichte. Die Handlungen der Protagonisten waren für mich nachvollziehbar, wirkten realistisch, als wären es Jugendliche aus der Nachbarschaft die ich kenne. Carolin Emmrich hat wohl dosiert Drama und Herzschmerz zu einer homogenen Masse verbunden. Sie hat zwei ernste Themen angesprochen und glaubwürdig in die Geschichte eingebaut. Das Ende hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, doch das trübt den Gesamteindruck keineswegs.

Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und haben sich auch weiterentwickelt.
Die Autorin hat es geschafft Jugendliche zu beschreiben, die sich ihrer Altersstufe angemessen benehmen, die Fehler machen und noch viel an Lebenserfahrung sammeln dürfen, oder müssen.
Das fand ich sehr bemerkenswert!
Mareike ist kein Mädchen in Modelmaßen, sie sieht sehr gut aus, doch hat nicht so ein großes Selbstwertgefühl, denn sie ist etwas fülliger, doch nicht auf den Mund gefallen.
Sie hadert mit ihrer Krankheit, manchmal versucht sie sie zu verdrängen, überfordert fühlt sie sich nur sehr selten. Weinende Menschen kann sie nicht so gut haben, diese Situationen geht sie gerne aus dem Weg.
Sebastian ist auf den ersten Blick nicht sympathisch, er stiehlt, raucht, lügt.....und, und,
Er pflegt wenige Freundschaften, mehr oberflächlich, lässt niemand an sich heran und keine Gefühle zu. Erst Mareike schafft es den Panzer zu knacken, den seine Kindheit ihm auferlegt hat.

Der Schreibstil von Carolin Emrich ist flüssig zu lesen und detailliert. Die Sprache den jugendlichen Charakteren angemessen, locker und direkt.

Fazit: Die Geschichte um Mareike und Sebastian hat mich von Anfang an gut unterhalten, die ist abwechslungsreich, spannend, wirkt realistisch und lebensecht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, Drama und Herzschmerz halten sich gut die Waage. Für mich hat sie alles was ein gutes Jugendbuch haben soll, deshalb werde ich auch den Folgeband lesen. Ich gebe meine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.09.2018

Definitiv empfehlenswert!

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Schon lange wollte ich ein Buch von Carolin Emrich lesen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen. Oder es war die Leseunlust auf das Fantasy-Genre. Oder etwas anderes. Umso glücklicher bin ich allerdings, ...

Schon lange wollte ich ein Buch von Carolin Emrich lesen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen. Oder es war die Leseunlust auf das Fantasy-Genre. Oder etwas anderes. Umso glücklicher bin ich allerdings, dass ich nun im Rahmen der Leserunde auf Lovelybooks ihren ersten Young Adult-Roman “The Way to find Love” lesen durfte.

Liebe wie im Märchen? – Fehlanzeige.
Sollte hier jemand eine süße, kitschige Liebe auf den ersten Blick-Story erwarten, wird dieser jemand vermutlich bitter enttäuscht, denn direkt zu Beginn wird klar, dass diese Geschichte auf keinen Fall Märchen-Potential hat. Braucht sie aber auch gar nicht, denn eine Liebesgeschichte wie diese, die direkt aus dem Leben gegriffen ist, ist in meinen Augen ohnehin sehr viel realistischer.

Auch dass nicht immer alles gut und manchmal die Ausgangssituation ganz schön verkorkst ist, wird in “The Way to find Love” thematisiert und ich hätte es mir gar nicht anders wünschen wollen. Mareike und Basti, die beide ihr eigenes Päckchen zu tragen haben und grundsätzlich nicht den gleichen Freundeskreis haben, begegnen sich eher zufällig und eigentlich ist das ziemlich verrückt. Trotzdem ist da etwas zwischen ihnen, so dass sie nach einer zweiten Begegnung etwas miteinander unternehmen. Und schwups, ehe sie sich versehen, können sie es gar nicht mehr erwarten, den anderen zu sehen. Was aus einem Zufall alles entstehen kann.

Blöd nur, dass es da auch Geheimnisse und Lügen zwischen ihnen gibt. Ich hab’s ja eigentlich nicht so mit der schweren und tragischen Vergangenheit, aber man merkt dem Buch an, dass Carolin Emrich sich sowohl mit Mareikes Diagnose (sie ist schwer krank) als auch mit Bastis Problemen beschäftigt hat. Dass beide einander davon nichts erzählen wollen oder einfach nicht wissen, wie, wirkt daher nicht wie ein unnötiger Spannungsaufputsch, sondern sehr realistisch. Da man als Leser bis zum Ende – vor allen in Hinsicht auf Basti – eher unwissend bleibt, ist es dennoch ein Aspekt, der im Hinterkopf bleibt und für Spannung sorgt, obwohl natürlich die Liebesgeschichte im Vordergrund steht.

Für mehr Realismus im Young Adult-Genre
Wie gerade schon erwähnt, finde ich die Geheimniskrämerei der Beiden sehr gut und wirklichkeitsgetreu abgebildet. Das trifft jedoch nicht nur auf diesen Teil der Story zu, sondern auch noch auf einige andere. Was ich einfach nur klasse finde und was es meiner Meinung nach in diesem Genre viel zu selten gibt.

Die Geschichte, die sowohl aus Mareikes als auch aus Bastis Sicht erzählt wird, lässt einen direkt in den Kopf des jeweiligen Erzählers eintauchen und an dessen Gedanken teilhaben. Schon hier merkt man, wie Gedankengänge – so verworren sie manchmal auch sein mögen – durchaus realistisch dargestellt werden und wie daraus Handlungen hervorgehen. Viel zu oft habe ich mich in Jugendbüchern schon darüber aufgeregt, dass die Charaktere sich vollkommen an den Haaren herbeigezogene Dinge ausdenken und diese dann umsetzen. Daher bin ich sehr froh, dass Carolin die Charaktere handeln lässt, wie auch ein normaler Mensch handeln würde. Danke dafür.

Auch die Handlung selbst könnte genau so passieren, wie ich finde. Zwar heißt es immer, dass in Büchern nichts aus Zufall geschehen sollte, weil der Zufall unfassbar böse ist und die Glaubwürdigkeit runterzieht und all sowas. Ich sage: Nein! Die erste Begegnung der beiden war zufällig und das ist auch gut so. Selbst die zweite Begegnung wurde von keiner höheren Macht geplant. Okay, vielleicht doch, aber wer weiß das schon? Tatsache ist nun mal, dass Dinge auch zufällig passieren können und sich daraus eine tolle Liebesgeschichte entwickeln kann. Und Carolin Emrich hat das genauso umgesetzt, wie es in der Realität passieren könnte.

Lebensechte Charaktere
Mareike und Basti haben auf den ersten Blick nur eine Gemeinsamkeit und das ist, dass sie beide viel Schulstoff verpasst haben und daher mit ihren siebzehn Jahren immer noch im vorletzten Jahr der Realschule sitzen. Kommt vor, nicht weiter tragisch.

Aber das ist nicht das einzige, was sie mit sich herumschleppen. Mareike macht zum Beispiel sehr zu schaffen, dass ihre alten Freunde sich von ihr abgewandt haben. Inzwischen ist ihr nur noch ihre beste Freundin Alina geblieben, obwohl sie mit den anderen in ihrer Klasse durchaus keine Probleme hat, aber sie ist halt mit niemandem mehr richtig eng und Alina hat bereits ihren Abschluss. Sie ist nicht die schlankste, was an den Schmerzmitteln, die sie nehmen muss, liegt und wofür sie nichts kann. Außerdem ist sie klug und witzig und im Grunde ganz zufrieden mit ihrem Leben. Selbst mit ihrer Krankheit kommt sie klar, sie kann nur die mitleidigen Blicke der anderen nicht ab. Auch hier finde ich klasse, dass sie nicht direkt im Selbstmitleid versinkt, sondern ihr Leben lebt. Macht sie direkt sehr sympathisch.

Ihr Gegenstück, Basti, ist da schon eher ein verschlossenes Buch, aber wir vergeben ihn, denn auch wenn er sich einerseits wie ein richtiger Arsch und Mistkerl verhält – und am Anfang auch wirklich einer ist -, merkt man beim Lesen schnell, dass sehr viel mehr dahintersteckt. Dass er es eben nicht leicht hatte, aber seine tragische Vergangenheit wird dabei nicht sonderlich an die große Glocke gehängt. Sehr genossen habe ich, seine Entwicklung mitzuverfolgen. Zwischen Anfang und Ende liegen da Welten!

Allerdings habe ich auch einen winzigen Kritikpunkt anzubringen und das ist das Ende selbst. Handlungstechnisch ging mir das durch einige Zeitsprünge ein wenig zu schnell und wirkt gehetzt im Vergleich zum Rest des Buches. Gerade über die Endsituation hätte ich gerne mehr erfahren. Vielleicht ja in Band 2.

Fazit

“The Way to find Love” von Carolin Emrich konnte meine Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern auch übertreffen. Die Geschichte um Mareike und Basti hat mich gut unterhalten und mehr als nur einmal zum Schmunzeln, Lachen oder Aufseufzen gebracht. Definitiv empfehlenswert.