Cover-Bild Das Girlfriend-Experiment

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 12.07.2019
  • ISBN: 9783351037543
Catherine Lacey

Das Girlfriend-Experiment

Roman
Bettina Abarbanell (Übersetzer)

Eine Erkundung der Liebe in Zeiten der Künstlichkeit – »Catherine Lacey spielt in ihrer eigenen Liga.« The New York Times.

In hypnotischen Sätzen zieht uns Catherine Laceys Roman hinein in das Girlfriend-Experiment, ins Leben gerufen von Kurt Sky, einem so berühmten wie exzentrischen Schauspieler. Die Geschichte um Kurt und die als »emotionale Freundin« angestellte Mary Parson zeigt uns eine artifizielle, doch allzu reale Welt und hinterfragt spielerisch die Konventionen, die unsere intimsten Momente bestimmen. Laceys Antworten auf diese Fragen sind höchst beunruhigend.

»Das ›must read‹ des Jahres. So analytisch wie menschlich, empathisch und entlarvend. Wie Don DeLillo für Millenials.« Vogue

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 8 Regalen.
  • 1 Mitglied liest dieses Buch aktuell.
  • 6 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Die emotionale Freundin

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Meine Meinung und Inhalt

„Ich hatte ihn zu sehen bekommen, nachdem wir uns ein paar Wochen Auszeit verordnet hatten - sein Wort -, was bedeutete, dass wir die Zeit, die wir sonst gemeinsam verbracht hätten, ...

Meine Meinung und Inhalt

„Ich hatte ihn zu sehen bekommen, nachdem wir uns ein paar Wochen Auszeit verordnet hatten - sein Wort -, was bedeutete, dass wir die Zeit, die wir sonst gemeinsam verbracht hätten, allein in unseren jeweiligen Wohnungen verbrachten, ohne etwas Besonderes zu tun, weil das Alleinsein irgendwie schlüssiger geworden war, als zusammen zu sein. Wie traurig unser jeweiliges Nichts mir zuerst erschienen war, die kühle Abwesenheit im Bett, das Essen bei einem Buch. Dann, noch trauriger, begannen wir, diesem Nichts den Vorzug zu geben. Die Einfachheit des Alleinseins siegte über die Komplexität des Miteinanders.“ (ZITAT)


Catherine Lacey studierte an der Columbia University und erhielt 2012 ein Künstlerstipendium von der New York Foundation of the Arts. Ihr erster Roman "Niemand verschwindet so einfach" schaffte es auf Anhieb auf die Liste der "New York's List for the Best Books of 2014" und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Sie wohnt heute in Chicago.

Der Schreibstil von Lacey ist absolut magisch und hat mich als Leser in den Bann gezogen. Zu Beginn hatte ich etwas Einstiegsschwierigkeiten, welche sich aber nach wenigen Seiten behoben haben. „Das Girlfriend-Experiment“ beginnt mit Mary Parsons, von welcher man in Laufe des Buches viel über ihre Vergangenheit und aktuelle Therapien (Pneuma-Adaptiven Kinästhesie) – bei der sie bei Ed landet - erfährt.

Unter dem Titel kann man sich viel vorstellen, was dieses Experiment doch dann tatsächlich ist und wie es abläuft eher weniger.


„Ich hätte nicht sagen können, ob dies noch Teil des Bewerbungsgesprächs war oder ob ich jetzt schon für das einkommensschaffende Erlebnis ausgebildet wurde. (Chandra sagte immer, Ungewissheit zu akzeptieren sei der Schlüssel zum Glück, also akzeptierte ich all diese Ungewissheit, aber ich fühlte mich immer noch so, als schaute ich mir selbst über die Schulter und beobachtete den Moment der Stille, bevor sich alles auflöste – in diesem weißen Raum, mit diesem Mann, der so merkwürdig schriftlich sprach.).“ (ZITAT)


Es beginnt mit einem Jobangebot. Ein Job, bei welchem die Einzelheiten nicht genauer beschrieben werden können, jedoch nicht aus Legalitätsgründen, sondern weil die Beschreibung der konkreten Angaben aller Wahrscheinlichkeit nach Kandidaten anlocken würde, die für diesen hoch bezahlten, weniger zeitaufwendigen Job kaum geeignet wären. Das klingt als Leser schon ziemlich mysteriös und zweifelhaft.

Das Experiment, kurz GX, wurde von dem Schauspieler Kurt Sky ins Leben gerufen, der es teils aus wissenschaftlichen, teils aus privaten Gründen vollführen will. Liebe auf Zuruf und das Steuern der eigenen Gefühle spielen in diesem Buch eine große Rolle.


„Ich sagte, Früher habe ich dich immer vermisst, wenn du verreist warst, aber jetzt vermisse ich dich, wenn ich dich anschaue, wenn du hier bei mir bist.“ (ZITAT)


Für das Cover muss ich ein extra Lob aussprechen, denn es gefällt mir wahnsinnig gut und ist passend zur Handlung gewählt worden.

Kurzum, toller Schreibstil, tolles Cover und eine außergewöhnliche sehr interessante Story, die sicherlich bei mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Veröffentlicht am 29.08.2019

Was macht eine Liebesbeziehung aus?

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Das-Girlfriend-Experiment

Cover:

Die Covergestaltung finde ich abwechslungsreich! Die beiden Farben rosa und blau harmonieren gut miteinander und die Überlagerung des Bildes / der Zeichnung ist eine ...

Das-Girlfriend-Experiment

Cover:

Die Covergestaltung finde ich abwechslungsreich! Die beiden Farben rosa und blau harmonieren gut miteinander und die Überlagerung des Bildes / der Zeichnung ist eine kreative Idee.
Insgesamt gelungen!


Inhalt und eigene Meinung:

Das-Girlfriend-Experiment handelt von der jungen Frau Mary Parson, die unter sehr starken Schmerzen leidet. Die Therapie die Sie für diese Schmerzen macht ist allerdings sehr teuer, also muss sie einen weiteren Job finden - da kommt Kurt Sky ins Spiel. Kurt Sky ist Schauspieler und ist etwas skurril. Er möchte erforschen was eine erfolgreiche Liebesbeziehung ausmacht, so wird Mary als seine emotionale Freundin "eingestellt“. Mary ist hier die Protagonistin, aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt. Die anderen Charaktere sind auch wie Mary alle individuell und die Geschichte ist recht ausgefallen.

Das Experiment bzw. das dargestellte Frauenbild finde ich manchmal recht bedenklich - aber ist eben Bestandteil der Geschichte. Durch die Geschichte hinweg begleitet man Mary, auch ihre Veränderungen.

Der Schreib- und Erzählstil ist außergewöhnlich und manche Abschnitte sind kursiv dargestellt - zur Unterscheidung. Dennoch ist die Geschichte die meiste Zeit flüssig zu lesen. Eine ungewöhnliche aber gute Geschichte, die unterhaltsam und lesenswert ist.

Veröffentlicht am 24.08.2019

Langatmig

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Mary wuchs in sehr verstörenden Familienverhältnissen auf und hat auch heute, als Erwachsene, mit psychologischen Problemen zu kämpfen, die sie körperlich krank machen.
Nachdem sie endlich einen Therapeuten ...

Mary wuchs in sehr verstörenden Familienverhältnissen auf und hat auch heute, als Erwachsene, mit psychologischen Problemen zu kämpfen, die sie körperlich krank machen.
Nachdem sie endlich einen Therapeuten gefunden hat, der ihr helfen kann, muss Mary einen zweiten Job annehmen um sich die Behandlungskosten leisten zu können.
Durch ein Zeitungsinserat gelangt sie zu einem Experiment, an dem sie als emotionale Freundin eines reichen und gelangweilten Schauspielers teilnehmen soll.


Der Schreibstil liest sich leider nicht so locker und flüssig, wie erhofft. Vieles ist in Schachtelsätzen geschrieben, die den Lesefluss bremsen.

Mit den Protagonisten bin ich nicht warm geworden, ich fand sie alle einfach nur gestört und seltsam.
Die Handlung wird sehr langatmig beschrieben, ich musste mich förmlich dazu zwingen, das Buch auszulesen.
Am Ende bleiben viele Fragen offen, das empfinde ich auch als sehr unbefriedigend.

Veröffentlicht am 21.08.2019

Furchtbar

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Dieses Buch ist das erste mit dem ich Probleme hatte.
Es war am Anfang unheimlich schwer die Willenskraft aufzubringen, nicht aufzuhören. Die ersten Kapitel sind so anders als meine Erwartung sie gezeichnet ...

Dieses Buch ist das erste mit dem ich Probleme hatte.
Es war am Anfang unheimlich schwer die Willenskraft aufzubringen, nicht aufzuhören. Die ersten Kapitel sind so anders als meine Erwartung sie gezeichnet hatte. Die Handlung braucht unheimlich lang um zu dem Punkt zu kommen, an dem das Projekt "Girlfriend-Experiment" (GX) überhaupt eine Rolle spielt. Zuvor wird eigentlich Mary Parson als Person auseinandergenommen. Und wenn ich auseinander genommen sage, meine ich das genau so.
Sie offenbart ihre körperlichen Gebrechen (die sie mit esoterischen Behandlungen zu heilen versucht), ihre Vergangenheit und ihr bemitleidenswertes Leben.
Wenn GX auftaucht hat man schon ein 6-tel des Buches gelesen. Bis dann das Experiment tatsächlich beginnt, ist der erste Teil schon vorbei.
Der zweite Teil ist eine Aneinanderreihung von fragwürdigen Treffen, Dialogen und unglaubwürdigen Szenen aus dem Privatleben von Mary.
Ab hier war das Buch für mich nicht nur schwer zu lesen sondern auch fragwürdig.
Dass im zweiten und dritten Teil nicht nur Marys Perspektive erzählt wird, sondern dann plötzlich auch noch die von dem Schauspieler, seinem Assistenten Matheson und anderen Experimentteilnehmern, hat den Rahmen gesprengt.
Wenn man bedenkt, dass nicht nur das GX an sich sehr verstörend und verwirrend ist, sondern Mary mittendrin auch noch versucht ihre Vergangenheit und ihre Probleme zu entschlüsseln
Auf der einen Seite war es erfrischend ein Buch zu lesen, in dem die Sprache anspruchsvoller ist. Gleichzeitig war es aber auch sehr unschön.
Die Dialoge waren am Schwersten. Dadurch, dass die wörtliche Rede nicht angedeutet wird (durch Anführungszeichen oder sonstiges), sondern nur kursiv geschrieben ist, und kein Hinweis vorhanden ist, wer jetzt spricht, war es sehr anstrengend zu lesen; an manchen Stellen haben sich die Sätze mehreren Personen zuordnen lassen. Man war also vollkommen überfordert, wenn es darum ging, Dialoge nachzuvollziehen.
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Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch in einem gehobenen Schreibstil (für den Freizeitleser: anstrengendem Schreibstil) geschrieben ist, speziellen Inhalt hat und mich davon abhält, Bücher zu kaufen/zu lesen, die sich mit diesen Themen befassen.

Veröffentlicht am 19.08.2019

hatte mir mehr erwartet

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Meine Meinung zum Buch:
Der Roman beginnt spannend und erzählend aus Sicht von Junia, die mit ihren alternativ-lebenden Eltern in der Natur aufgewachsen ist, dann aber zu ihrer Tante gezogen ist und als ...

Meine Meinung zum Buch:
Der Roman beginnt spannend und erzählend aus Sicht von Junia, die mit ihren alternativ-lebenden Eltern in der Natur aufgewachsen ist, dann aber zu ihrer Tante gezogen ist und als Mary konventionell gelebt hat. Mary ist an einem einschneidenden Punkt in ihrem Leben angelangt, gesundheitlich ist sie am Ende, der Job im Reisebüro ist langweilig, sie hat kein Geld, keinen Freund und zu ihrer einzigen Freundin hat sie ein mehr oder weniger inniges Verhältnis, das sich mal intensiv, dann wieder völlig isoliert führt. Durch Zufall wird sie als Teilnehmerin in einem Experiment gecastet, in dem sie die Rolle der emotionalen Freundin zugesprochen bekommt. Bis dahin verläuft die Geschichte recht geradlinig und ereignisreich, danach flaut sie etwas ab. Es wird vieles mittels Sprache, langer, ausführlicher Schachtelsätze beschrieben, anderes wird angeschnitten, aber nicht vertieft oder nur angedeutet. Mir hat ein wenig die Ausführung der Ideen gefehlt und auch am Ende des Buches waren mir zu viele Stellen und Fragen offen geblieben. Von Marys bester Freundin hat man gar nichts mehr gehört, plötzlich war Mary nicht mehr Teil des Experiments, so richtig zufriedenstellend war der Schluss für mich nicht. Das Experiment an sich finde ich sehr spannend und auch die Betrachtungsweise und Aufzeichnung der Aktionen und Reaktionen sowie die Manipulation durch die Forschergruppe fand ich einen spannenden Ansatz. Die Interpretation bleibt den LeserInnen überlassen.