Roman mit Selbsterkennungswert
Wer träumt nicht auch von etwas Eigenem? Einem eigenen Cafe zum Beispiel? So eingerichtet, wie man gerade Lust drauf hat. Gemütlich mit ein paar Sofas oder superbequemen Polsterstühlen mit Kissen – vielen ...
Wer träumt nicht auch von etwas Eigenem? Einem eigenen Cafe zum Beispiel? So eingerichtet, wie man gerade Lust drauf hat. Gemütlich mit ein paar Sofas oder superbequemen Polsterstühlen mit Kissen – vielen Kissen. Und Leckereien soweit das Auge reicht. Vielleicht auch selbst gemacht? Das hat die Protagonistin in diesem Roman gemacht. Sie hat ein Cafe nach ihren Vorstellungen eröffnet und, was sie Anfangs dachte, ihr Ziel im Leben erreicht: Etwas eigenes aufgebaut, glücklich verheiratet und die beste Freundin beliefert auch noch ihr Cafe mit Leckereien. Aber was sie nicht bedacht hat, war die Kiste und andere Sachen im Dachboden des Cafes, was sie entdeckt und immer weiter in ein Leben einer jungen Frau von vor 100 Jahren. Bald wird auch klar, dass die Ehe zu ihrem Mann eigentlich gar nicht zu glücklich ist und so teilen sich die beiden jungen Frauen – im Jetzt und von vor 100 Jahren, ein ziemlich ähnliches Schicksal.
Das Buch hat mich schon von Anfang an, als ich den Titel gesehen habe schon voll in seinem Bann gezogen und als ich dann den Klappentext gelesen habe, hats mich voll gepackt und ich musste die Geschichte erfahren. Auch das Schicksal der beiden Protagonistinnen fand ich sehr spannend und der Schreibstil der Autorin war auch flüssig und klar zu lesen.
Was mich etwas gestört hat war das abrupte Ende. Erst ist so viel passiert und Rosa und David kämpfen um ihre Liebe und kurz darauf passiert etwas und das Buch ist zu Ende. Zwar war das Ende gut, aber ich hätte mir gewünscht, wenn es etwas besser herausgearbeitet worden wäre.
Das Buch kann ich all diejenigen ans Herz legen, die Historische Romane mit dem Wink zum Jetzt auch gerne lesen und vor allem auch den Naschkatzen unter uns. Denn Schokolade löst zwar keine Probleme, macht es aber umso erträglicher.