Cover-Bild Sunburn
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: pola
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 30.05.2025
  • ISBN: 9783759600196
Chloe Michelle Howarth

Sunburn

Roman | Ein einfühlsamer Roman über die erste Liebe und die Ängste, die sie mit sich bringt | Shortlist The British Book Awards 2024
Karoline Hippe (Übersetzer)

Wenn das, was du fühlst, nicht das ist, was du fühlen sollstIrland, Anfang der 90er. Lucy fühlt sich fehl am Platz. Familie und Freunde warten nur darauf, dass sie das tut, was alle tun: ihren Freund heiraten und Mutter werden. Während eines langen heißen Sommers fühlt Lucy sich plötzlich zu ihrer Freundin Susannah hingezogen, und sie beginnt zu verstehen, warum sie anders ist. Aus der zarten Verliebtheit wird schnell eine verzweifelte Liebe, die alles infrage stellt, woran Lucy bisher glaubte. Klug und einfühlsam erzählt SUNBURN von der ersten Liebe, den Ängsten, die sie mit sich bringt, und der Realität des Erwachsenwerdens in einer Kleinstadt, in der die Tradition die Menschen fest im Griff hat.
Eindringlich und einfühlsam erzählt dieser Roman von der ersten Liebe und dem Gefühl, nicht richtig sein.
Auf der Shortlist des BRITISH BOOK AWARD 2024 sowie des NERO BOOK AWARD 2023

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2025

Ein ungeschönter Blick auf erste Liebe und gesellschaftliche Hürden der 90er

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Sunburn von Chloe Michelle Howarth ist ein berührender und ungeschönter Coming-of-Age-Roman, über die Emotionen und Ängste der ersten Liebe. Auf 336 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von Lucy, ...

Sunburn von Chloe Michelle Howarth ist ein berührender und ungeschönter Coming-of-Age-Roman, über die Emotionen und Ängste der ersten Liebe. Auf 336 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von Lucy, einer jungen Frau, die sich in Susannah verliebt. Sie kämpft dabei nicht nur mit eigenen Unsicherheiten, sondern auch mit den gesellschaftlichen Hürden der 90er-Jahre. Die Sichtbarkeit von queeren Menschen nahm damals zwar zu, aber die Akzeptanz noch lange nicht. Lucy muss erkennen, wie isoliert und abgelehnt sie sich fühlt – vor allem von ihrem Freundeskreis, der wenig Verständnis für ihre Identität aufbringt.

Die 90er-Jahre sind auch in der Atmosphäre und dem Setting spürbar. Chloe Michelle Howarth ist es gelungen, diesen Zusammenhang sehr authentisch und voller Nostalgie zu beschreiben. Das mochte ich sehr. Die Angst vor Ablehnung, vor Entfremdung, vor einem Selbst und davor, sich in der Gesellschaft nicht wiederzufinden, haben zudem ein Gefühl von Intimität und Zerbrechlichkeit vermittelt. Die Sprache und der Schreibstil sind sanft und einfühlsam. Als Leserin hat es sich für mich angefühlt, als würde ich direkt in die Seele von Lucy blicken können.

Mein Fazit? Sunburn ist mehr als nur ein Buch über die erste Liebe. Es ist ein authentischer, teilweise schmerzhafter Blick auf das Erwachsenwerden. Chloe Michelle Howarth hat es geschafft, eine Mischung aus Liebe, Angst und Hoffnung zu erzählen, die mich sehr berührt hat.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Ungeschönt und trotzdem schön

1

„Sunburn“ versetzt uns ins Irland der 90er Jahre, in eine sehr konservative, christliche Kleinstadt mit alten Werten, die wenig aufgeschlossen Neuem gegenüber ist. In genau diesem Umfeld wächst Lucy auf. ...

„Sunburn“ versetzt uns ins Irland der 90er Jahre, in eine sehr konservative, christliche Kleinstadt mit alten Werten, die wenig aufgeschlossen Neuem gegenüber ist. In genau diesem Umfeld wächst Lucy auf. Als sie anfängt, Gefühle für Susannah zu entwickeln, muss sie nicht nur alles in Frage stellen, was sie bisher gelernt hat, sondern auch was es heißt, für sich selbst einzustehen.

Die Geschichte ist sehr emotional und auch teilweise auch ganz schön herausfordernd. Die angeschnittenen Themen sind nicht immer einfach und oft ist es schwer, die Verbohrtheit von Lucys Familie, vor allem ihrer Mutter, und die Ungerechtigkeit, der Lucy ausgesetzt wird, zu ertragen. Aber so unschön das Bild der Gesellschaft auch ist, das hier entworfen wird, so realistisch erscheint es auch für die damalige Zeit.

Lucy ist ein Charakter, den man nicht mögen muss. Sie ist nicht super sympathisch, sondern eher "hässlich realistisch". Aber das hat mich nicht gestört, sondern ich fand eher, dass die Autorin ihre Person einfach sehr gut eingefangen hat. An manchen Stellen sind wir für meinen Geschmack trotzdem etwas zu sehr in ihrem Kopf geblieben und ich hätte mir ein bisschen aktiveren Einbezug der anderen Personen bzw. der Außenwelt, ein paar mehr Dialoge, ein bisschen weniger poetischen Schreibstil gewünscht. Ich glaube, das hätte das Buch noch stärker machen können.

Insgesamt hat mir „Sunburn“ aber echt gut gefallen, gerade weil es stellenweise so ungeschönt und schmerzhaft war. Es hat sich irgendwie wirklich wie ein Fenster in eine andere Zeit (von der es teilweise heute leider auch noch genug gibt) angefühlt, ein bisschen so als läge ein Sepia-Filter über dem Ganzen – wenn je ein Cover perfekt die Stimmung für eine Geschichte eingefangen hat, dann ganz eindeutig hier.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Normal People but make it queer

1

Die wohl schmerzhafteste und rohste Art die erste Liebe zu erzählen. WOW!

Lucy und Susannah wachsen in einem konservativen und religiösen Dorf auf. Sie merken schnell, dass ihre Liebe, die sie zueinander ...

Die wohl schmerzhafteste und rohste Art die erste Liebe zu erzählen. WOW!

Lucy und Susannah wachsen in einem konservativen und religiösen Dorf auf. Sie merken schnell, dass ihre Liebe, die sie zueinander empfinden, anders ist.
Susannah, die alles im Leben verloren hat, will alles auf eine Karte setzen - ist bereit, den Kreislauf zu durchbrechen und sich selbst eine ehrliche Chance zu geben. Aber kann Lucy das auch? Ist Lucy bereit für ein Outing?

„Sunburn“ ist ein Mix aus „Normal People“ und „Call Me By Your Name“. Es ist der Versuch einer neuen ersten Liebe, die von Anfang an unter einem schlechten Stern stand.
Warm, ehrlich und rücksichtslos lässt die Autorin Lucy eine Gefühlsachterbahn fahren. Wenn das Buch kürzere Kapitel und etwas mehr Dialoge gehabt hätte, wären es 5/5 Sterne - dennoch: The Rumors Are True - Es ist ein Jahreshighlight geworden!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Ein rauschhafter und phasenweise anstrengender Deep Dive in die Gefühlswelt eines Teenagers

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Wobei ich mir sicher bin: Das Cover ist in seiner 90er-Optik gnadenlos gut gewählt!
Wobei ich mir unsicher bin: Welche Bewertung für dieses Buch die passende ist. Das erste Drittel des Romans fand ich ...

Wobei ich mir sicher bin: Das Cover ist in seiner 90er-Optik gnadenlos gut gewählt!
Wobei ich mir unsicher bin: Welche Bewertung für dieses Buch die passende ist. Das erste Drittel des Romans fand ich wirklich extrem anstrengend. Das liegt zum einen an der mir nicht sonderlich sympathischen oder nahbaren Protagonistin und zum anderen an der Erzählweise. Wir sitzen nämlich ausschließlich und enorm intensiv in Lucys Kopf und Teenie-Köpfe sind nicht unbedingt mein Lieblingsort. 🙈

In der Handlung passiert relativ wenig Interaktion mit anderen, vielmehr begleiten wir Lucy bei der Entwicklung ihres Verlangens sowie der inneren Auseinandersetzung mit Konventionen in ihrem katholisch geprägten irischen Heimatdorf. Die Erwartungen einer sehr konservativen Familie an das Mädchen sind nicht weniger als erdrückend und ich war mehr als einmal wütend.
Und irgendwas ist etwa auf der Hälfte passiert, dass ich das Buch, obwohl ich die Erzählweise noch immer ziemlich langatmig fand und mich immer wieder dabei erwischt habe, wie ich einige Sätze übersprang, irgendwie auch doch nicht mehr so richtig aus der Hand legen wollte.

Die Situation in den 90er-Jahren in Irland scheint wirklich noch etwas rückschrittlicher zu sein im Vergleich zu dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin. Die 90er waren natürlich noch nicht die progressivste aller Zeiten, aber ich habe schon gemerkt, dass ich diese Zeit hier als nicht so extrem kleinfamiliär und begrenzt erinnere. Ich finde es aber grundsätzlich gut wie die Autorin auch subtil Kritiken an der üblichen Vorstellung von Familie übt, natürlich an Queerfeindlichkeit und auch an der Tatsache, dass Mädchen oder Frauen, die Zärtlichkeiten austauschen, oft nicht einmal als potenzielles Liebespaar gelesen werden. Darin kann ein Vorteil liegen, aber natürlich ist es auch queerfeindlich begründet.

Auch was die Authentizität der Sprache angeht, bin ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite finde ich sie wirklich sehr authentisch. Das Übertriebene, die Obsession mit der ersten Liebe, das schonungslose Beschreiben von fettigen Haare, Schweißgeruch und Speichelfäden bei der Angebeteten – alles schon irgendwie sehr, sehr Teenie. 😅 Und nebenbei eine erfrischende Abkehr vom Male Gaze, dank welchem Frauenfiguren eigentlich immer nach Pfirsich duften. 🫠

Nichtsdestotrotz hab ich wiederholt gedacht, dass ich die Poesie und die Verwendung mancher Worte irgendwie nicht so richtig in die 1990er-Jahre packen würde, sondern eher in eine Zeit 1-2 Jahrhunderte früher. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich es insgesamt aber okay und glaube, dass genau dieses schonungslose Eintauchen in Lucy Gedanken den Reiz des Buchs ausmacht. Wahrscheinlich cringen wir an einigen Stellen oder finden die Schilderungen eklig, aber auf jeden Fall werden eigene Emotionen bei den Lesenden ausgelöst.

Nichtsdestotrotz würde ich sehr klar sagen, dass mensch für das Buch bereit sein muss. Es sollte euch vorher klar sein, dass wir hier ganz, ganz tief in die Gedanken einer jungen Person eintauchen und es relativ wenig Beziehungsarbeit oder Dialoge mit anderen gibt. Ich konnte Lucy darüber hinaus auch wirklich sehr oft nicht besonders gut nachvollziehen, manchmal fand ich sie richtig unsympathisch, weil sie andere Menschen für ihr Wohlergehen benutzt. Auch habe ich die Chemie zwischen Lucy und Susannah ehrlicherweise nicht so wirklich gefühlt, aber das ist natürlich immer etwas sehr Subjektives.

Das Buch ist irgendwie ein Rausch, der hätte deutlich kürzer sein können. Trotz meiner klaren Kritikpunkte habe ich aus irgendeinem Grund die zweite Hälfte überraschend flüssig lesen können. Trotzdem wurden meine Erwartungen an eine Geschichte rund um Queer Awakening mit all seinen Herausforderungen sowie queere Beziehungen generell schon enttäuscht. Natürlich ist es das Kernelement des Romans, aber die ausschweifenden Gedanken Lucys haben mich selbst auch immer wieder abschweifen lassen. Es ist für mich entsprechend kein Lieblingsbuch, aber durchaus ein solides Debüt und ich denke mit den richtigen Erwartungen kann es für viele eine gute Lektüre sein.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Das Lesbische "Call me by your name"?

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Sunburn ist eine poetische und blumige queere Coming-of-Age Geschichte über Lucy, die in mitten einer irischen, christlichen Kleinstadt versucht sich selbst zu finden. Auf dem Weg verliebt sie sich in ...

Sunburn ist eine poetische und blumige queere Coming-of-Age Geschichte über Lucy, die in mitten einer irischen, christlichen Kleinstadt versucht sich selbst zu finden. Auf dem Weg verliebt sie sich in Susannah und Martin verliebt sich in sie. Für wen wird sich Lucy entscheiden? Lucys Mutter hat klare Vorstellungen wie Lucy zu sein hat - eine Hausfrau, die heiratet und für ihren Mann da ist. Lucy pendelt im ständigen Zwiespalt zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung sowie Autonomie und Abhängigkeit. Wie schafft sie es vor lauter Erwartungen anderer herauszufinden, was sie selbst möchte?

Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten ins Buch reinzukommen. Insbesondere in den ersten Kapiteln war ich mir sehr bewusst darüber, dass es sich um eine Übersetzung handelt, da teilweise der englische Satzbau einfach übersetzt und übernommen wurde. Im Verlauf wurde das besser. Sobald Susannah und Lucy aber zueinander gefunden haben, bin ich, wie die beiden in der Sonne liegend, dahingeschmolzen. Die gegenseitige Anbetung der beiden ist so zart, zugleich kraftvoll und zutiefst romantisch, dass mich das echt umgehauen hat. Gleichzeitig wird einem ab der Mitte des Buches Stück für Stück das Herz ein wenig in Stücke gerissen.

Das Buch regt zum reflektieren bzgl. Themen wie die Rolle der Frau, Rivalitäten zwischen Frauen, sowie Male Validation an.

Trotz alledem bin ich nicht Feuer und Flamme bzgl. des Buches. Ich musste das Buch nicht ständig weiterlesen, keine Träne ist gerollt (obwohl das eigentlich recht schnell passiert bei mir würde ich meinen?).
Wieso? Zum einen denke ich, dass es s.o. bereits erwähnt an der Übersetzung liegt, zum anderen kann ich mir folgende Punkte vorstellen: 1. Lucy kam mir ¾ des Buches sehr jung vor (auch jünger als ihr angegebenes Alter) was es schwer für mich machte mich voll und ganz in sie einzufühlen, 2. Sehr wenige Dialoge, sehr viel Introspektion und 3. dadurch an sich auch nicht so viel Plot und eher eine Charakter-Studie ist.

Trotzdem ein absolut schöner Summer-Read, für alle die auf lesbische Göttinnen stehen! Die Vergleiche mit Call me by your name und Sally Rooney kann ich nachvollziehen!

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