Cover-Bild Die Erbin des Bernsteinzimmers
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Gerth Medien
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: Krieg und Militär
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 21.02.2023
  • ISBN: 9783957349668
Elisabeth Büchle

Die Erbin des Bernsteinzimmers

Roman
Als Josefine von ihrem ehemaligen Klassenkameraden Fynn aufgesucht wird, ist sie mehr als irritiert: Der junge Mann, der inzwischen ein großer Abenteurer und erfolgreicher Schatzsucher ist, versucht sie davon zu überzeugen, dass ihr im Sterben liegender Großvater wissen könnte, wo das sagenumwobene Bernsteinzimmer versteckt ist. Tatsächlich gibt der geschwächte Mann ihnen Hinweise auf den Verbleib des von den Nationalsozialisten geraubten und seit 1945 verschollenen Bernsteinschatzes. Also begeben sich die beiden auf die nicht ungefährliche Suche nach diesem großen Mysterium …
Eine auf zwei Zeitebenen (Zweiter Weltkrieg, Gegenwart) spielende Geschichte über Vertrauen, Mut und den Glauben an die Freiheit eines jeden Menschen, das Richtige zu tun - egal, wie schwierig die Umstände auch sind.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Ein wunderbarer und gut recherchierter Elisabeth Büchle Roman

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Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert und ich konnte es kaum aus den Händen legen. Es ist eine spannende Spurensuche auf zwei Zeitebenen und beginnt im Jahr 2018 als Josefines Großvater Johannes im ...

Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert und ich konnte es kaum aus den Händen legen. Es ist eine spannende Spurensuche auf zwei Zeitebenen und beginnt im Jahr 2018 als Josefines Großvater Johannes im Sterben liegt, und ihr ehemaliger Schulkollege, Fynn-ehemaliger Mädchenschwarm der Klasse-plötzlich Kontakt zu ihnen sucht.

Fynn ist mittlerweile ein berühmter Schatzsucher und erhofft sich Informationen über den Verbleib des berühmten Bernsteinzimmers von Johannes, dessen Bruder vor dem 2. Weltkrieg Historiker war und laut Gerüchten das Bernsteinzimmer vor den Nazis zu retten versucht hatte, zu bekommen.

Johannes verstirbt, und nun liegt die ganze Hoffnung auf seine Enkelin Josefine, die sich nun an die Geschichten des Großvaters immer mehr und intensiver zu erinnern versucht.

Die zweite Zeitebene beginnt im Kriegsjahr 1941 und erzählt die Geschichte von Josefines Vorfahren, den Brüdern Helmut und Johannes(Josefines Opa), und der Familie ihrer Großmutter Anne.

Beide Zeitebenen sind spannend und mit viel Wissen erzählt. Die Geschichten rund um den Krieg sind erschreckend und sehr real erzählt, einerseits fiebert man mit, andererseits kommen einem die Tränen.

Es ist wieder ein Meisterwerk einer meiner Lieblingsautorinnen und ich freue mich schon auf ein neues Buch von Elisabeth Büchle.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Vergangenheit und Gegenwart

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Josefine erfährt von ihrem ehemaligen Klassenkameraden Fynn, dass ihr im Sterben liegender Großvater etwas über den Verbleib des verschwundenen Bernsteinzimmers wissen könnte. Gemeinsam machen sie sich ...

Josefine erfährt von ihrem ehemaligen Klassenkameraden Fynn, dass ihr im Sterben liegender Großvater etwas über den Verbleib des verschwundenen Bernsteinzimmers wissen könnte. Gemeinsam machen sie sich nach dem Tod des Großvaters auf die Suche danach und erfahren dabei mehr über die Vergangenheit ihrer Familie und sich selber.

Der Roman spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen, in der Gegenwart und in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Zeitsprünge sind durch die Überschriften mit Orts- und Zeitangabe sehr gut gekennzeichnet, so dass man immer weiß, wo und wann man sich gerade befindet. Die Charaktere werden dem Leser zu Beginn schnell und gut nähergebracht. Beide Handlungsebenen sind spannend und historisch fundiert ausgearbeitet. Es gibt viele Charaktere , die sympathische Handlungsträger sind, aber auch einige wirkliche Unmenschen. Der Leser kann sich gut in die jeweilige Zeit hineinversetzen. Ich finde es toll wie man die vergangenen Geschehnisse in Josefines Erinnerungen an die von ihrem Großvater Johannes erzählten Märchen wiederfinden kann. Die Märchen von Johannes als Hinweise auf die Vergangenheit zu nutzen , ist eine tolle Idee, die wirklich meisterhaft umgesetzt wurde. Zu Beginn misst man diesen Erzählungen des Grossvaters nicht so große Bedeutung zu. Genauso wie es Josefin ergangen ist, als sie diese als Kind immer wieder erzählt bekommen hat. Aber mit Fortgang der Geschichte erkennt der Leser zusammen mit Josefine wie wichtig diese Märchen sind. Die Zusammenhänge erschließen sich dem Leser immer besser. Beide Zeitstränge ergänzen sich ganz wunderbar zu einem Gesamtbild. Das Verbindungsglied sind Johannes Märchen.. Das Ende des Romans ist sehr gelungen. Alle Fragen und Handlungsstränge werden aufgelöst bzw. zusammengeführt. So manche Einzelheit bietet eine Überraschung . Der christliche Glaube, der freie Wille eigene mutige Entscheidungen zu treffen und die Menschlichkeit inmitten von Unmenschlichkeit sind nur einige der Aspekte in diesem Roman, die den Leser zum Nachdenken anregen. Nebenbei vertieft der Roman das Verständnis und Interesse des Lesers für die damalige schwere Zeit .

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Gefangen im Bernstein des Augenblicks (Kurt Vonnegut)

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Für Josefine heißt es leider, sich mit dem Gedanken zu tragen, dass sie bald von ihrem Großvater für immer Abschied nehmen muss. Umso überraschter ist sie, als ihr Fynn, ein ehemaliger Klassenkamerad, ...

Für Josefine heißt es leider, sich mit dem Gedanken zu tragen, dass sie bald von ihrem Großvater für immer Abschied nehmen muss. Umso überraschter ist sie, als ihr Fynn, ein ehemaliger Klassenkamerad, andeutet, dass ausgerechnet Josefines Großvater Licht ins Dunkel über den Verbleib des sagenumwobenen Bernsteinzimmers bringen könnte. Als Josefine nachfragt, kann sie zuerst gar nicht glauben, was ihr Großvater mit immer leiser werdender Stimme erzählt. Und so machen sich die beiden auf, um das Geheimnis zu lüften....


Elisabeth Büchle ist nicht nur eine großartige Geschichtenerzählerin, sondern sie beweißt auch, dass sie Geschichtliches mit einer Art Märchen zu einem faszinierenden Abenteuer verweben kann, das ihre Leser;innen an die Seiten fesselt. Dabei gelingt es ihr vortrefflich, das Hier und Hetzt mit den grauenvollen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges zu vereinen, um daraus einen Handlungsrahmen zu bauen, der faszinierend, schockierend und mitreißend ist.

Die beiden Zeitebenen sind randvoll gefüllt mit Ereignissen, die atemlose Spannung verbreiten und eine Art Sogwirkung beim Lesen ausüben. Es fällt schwer, sich von den Buchseiten zu lösen und wieder zurück in den normalen Alltag zu finden. Denn Büchle verwebt die Wahrheit mit Geschehnissen, die nicht stattgefunden haben zu einer neuen Realität, die in einem bildhaften und sehr plastischen Schreibstil ihren Ausdruck findet. Sowohl Königsberg in den Kriegswirren, als auch die einzelnen Reisestationen im Jahr 2018 breiten sich als begehbare Kulisse vor den Leser:innen aus und ermöglichen so in die Szenen, die Geschichte machten, hineinzuschlüpfen und die Ereignisse hautnah mitzuerleben.

Mal sehen sich die Leser;einen einem amüsanten Kräftemessen zwischen Fynn und Paul gegenübergestellt, mal erleben sie Panik in Echtzeit, wenn es um das nackte Überleben geht. Zwischendrin befindet sich eine Art bildstarkes Erwachsenen-Märchen, das in Josefines Erinnerungen mit der warmen, weichen Stimme des Großvaters erzählt wird. Es enthält wichtige Anhaltspunkte, die in Metaphern verhüllt, Aufschluss zum Verbleib des Bernsteinzimmers geben. Hier gelingt es Büchle, ihre Leser:innen komplett zu vereinnahmen und ihnen mit feinfühligen Worten und tiefgründigen Gedanken das Erlebte näher zu bringen.

Die Autorin erzählt von schwerwiegenden Entscheidungen, die ein ganzes Leben beeinflussen, von Erinnerungen, die die ein oder andere Narbe wieder schmerzen lassen und von der inneren Stärke, die mitunter Flügel verleiht, um über sich hinaus zu wachsen.

Wieder einmal gelingt es Elisabeth Büchle, ein qualitativ mehr als hochwertiges Buch zu verfassen und beweist, dass auch sie Augenblicke erschaffen kann, die für immer, wie in einem Bernstein, in den Herzen ihrer Leser:innen gefangen sind.


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Veröffentlicht am 01.04.2023

Auf der Suche nach dem Bernsteinzimmer

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2018: Josefine ist sehr irritiert als ihr ehemalige Klassenkamerad Fynn sie bittet, ihn mit zu ihrem Großvater zu nehmen, weil der wissen könnte, wo sich das legendäre und seit 1945 verschollene Bernsteinzimmer ...

2018: Josefine ist sehr irritiert als ihr ehemalige Klassenkamerad Fynn sie bittet, ihn mit zu ihrem Großvater zu nehmen, weil der wissen könnte, wo sich das legendäre und seit 1945 verschollene Bernsteinzimmer befindet. Fynn, ein Abenteurer und Schatzsucher und bekam einen diesbezüglichen Tipp zugespielt. Zu Josefines Erstaunen gibt der inzwischen 98-Jährige ihnen Hinweise zu dem, was 1944/45 in Königsberg passiert ist. Doch dann verstirbt er ohne Genaueres gesagt zu haben. Josefine bleiben nur Erinnerungen an die phantasievollen Geschichten ihres Großvaters. Doch was wollte er ihr wirklich damit erzählen. Während sich die junge Frau erinnert und diese Erinnerungen mit Fynn und dessen Freund Paul teilt, interessieren sich auch andere für eben jene Spuren der Vergangenheit und ein Wettlauf beginnt, der über Thüringen bis nach Kaliningrad führt….

Dieser neue Roman aus der Feder von Elisabeth Büchle spielt auf zwei Zeitebenen. Im Heute begleiten wir Josefine und die Freunde und Schatzsucher Fynn und Paul auf der Suche nach dem Verbleib des Bernsteinzimmers. Dazwischen tauchen wir immer wieder tief in die Vergangenheit ein, in die Zeit zwischen 1941 und 1945 und erleben mit, was Johannes, Charlotte und Helmut erlebten.
Mich hat die Geschichte von Beginn an gefesselt. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen haben mich tief berührt und ich habe mit Charlotte, Johannes und Helmut mit gebangt und gehofft. Diese jungen Leute stellt sich immer wieder die Frage wo man handeln und etwas riskieren muss, um sich selbst treu zu bleiben. Das ist in der Nazizeit, im 2. Weltkrieg eine sehr schwierige Entscheidung, die man schnell mit dem Leben bezahlt.
Im Gegensatz zu der Vergangenheit ist der Zeitstrang im Heute leichter und lockerer, die Dialoge oft witzig und doch ist auch dieser Teil des Roman sehr spannend. Besonders Josefine, aber auch Fynn und Paul habe ich schnell ins Herz geschlossen. Josefine wächst während des Romans immer mehr über sich hinaus und sie stellt sich mutig ihren Erinnerungen und den Herausforderungen der Gegenwart.. Sehr gut gefielen mir auch die phantasievollen Geschichten, in die Johannes seine Königsberger Erlebnisse verpackt.

Mir hat der Roman „Die Erbin des Bernsteinzimmers“ sehr gut gefallen, die Geschichte fesselt und berührt. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter!

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Veröffentlicht am 29.03.2023

Atmosphärische Schatzsuche

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Josefine macht sich große Sorgen um ihren Großvater Johannes. Seine Zeit in dieser Welt scheint abgelaufen zu sein. Ausgerechnet jetzt taucht Fynn, ein ehemaliger Klassenkamerad, bei ihr auf. Fynn ist ...



Josefine macht sich große Sorgen um ihren Großvater Johannes. Seine Zeit in dieser Welt scheint abgelaufen zu sein. Ausgerechnet jetzt taucht Fynn, ein ehemaliger Klassenkamerad, bei ihr auf. Fynn ist ein bekannter Schatzsucher und Abenteurer. Er hat ein neues Ziel ins Auge gefasst und ist davon überzeugt, dass der Großvater ihm weiterhelfen kann. Es geht um nicht weniger als um das legendäre und verschwundene Bernsteinzimmer. Ob Josefines Großvater wirklich wissen könnte, wo die Nationalsozialisten den Schatz 1945 versteckt haben könnten? Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Spurensuche.

Der neue Roman von Elisabeth Büchle entführt die Leser auf eine abenteuerliche Schatzsuche. Um das Bernsteinzimmer ranken sich viele Legenden und Mythen. Es zu finden, wäre ein Jahrhundertfund. Der junge Abenteurer Fynn hat genau dies vor und auch schon Spuren, denen er folgen kann. Josefine soll ihn dabei unterstützen, vor allem da ihr Großvater Geschichten erzählt hat, die Hinweise enthalten könnten. Ich fand diese Idee sehr spannend und bin gern mit auf Spurensuche gegangen. Die Autorin versteht es geschickt, einen in den Bann dieser Erzählung zu ziehen. Ich konnte das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen, so unbedingt wollte ich wissen, wie die Geschichte sich entwickelt.

In zwei unterschiedlichen Handlungssträngen wird das Leben vom Großvater und die Schatzsuche von Josefine und Fynn erzählt. Es sind dabei natürlich auch unterschiedliche Zeiten. Einen Teil des Lebens von Johannes im Zweiten Weltkrieg wird geschildert. Diese Szenen sind beeindruckend und traurig zugleich. Der zweite Handlungsstrang erzählt von der Schatzsuche der jungen Leute.

Elisabeth Büchle hat es gut verstanden, Spannung aufzubauen. Scheinbar immer zum richtigen Zeitpunkt wechselt sie die Szenen und erzeugt damit eben jene Spannung, die dafür gesorgt hat, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Gleichzeitig erzählt sie aber auch die eine oder andere gefühlvolle Liebesgeschichte. Die Gefühle ihrer Protagonisten hat sie einfühlsam in Szene gesetzt und dabei doch die Suche nach dem Geheimnis nie aus den Augen verloren. Der Erzählstil ist dabei facettenreich und bildhaft. Ich hatte schnell Bilder in meinem Kopf und vieles deutlich vor Augen.

Ein paar kurze Worte noch zur Aufmachung dieses Buches. Ich mag das Cover mit den Bernsteinen, (ich mag aber auch Bernsteine ganz im Allgemeinen sehr gern.) und dass es völlig ohne Schutzumschlag auskommt, gefällt mir. Im Anhang befindet sich ein Personenregister, welches die historisch belegten Charaktere noch einmal erläutert und mit einigen Eckdaten aufweisen kann. Für mich runden solche Details gerade historische Romane ab.

Fazit:

„Die Erbin des Bernsteinzimmers“ ist ein wunderbarer Roman über eine große Schatzsuche. Die warmherzigen Protagonisten machen die Geschichte lebendig und authentisch. Ich mag die ruhige Josefine, die eigentlich gar nicht so ruhig ist und ich mag den Abenteurer Fynn, der auf seiner Suche nach Schätzen auch noch etwas anderes findet. Die Charaktere in der Vergangenheit haben mich ebenfalls überzeugt. Ich habe mit ihnen gehofft und gebangt, gelitten und auch geliebt. Für mich war es ein rundherum gelungener Roman mit viel Abenteuer, ein wenig Liebe, aber auch mit Szenen, die einen nachdenklich und etwas traurig zurücklassen.

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