Cover-Bild Sturm im Paradies

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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gerth Medien
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 18.01.2016
  • ISBN: 9783957340849
Elisabeth Büchle

Sturm im Paradies

Roman.
Die 26-jährige Sanitäterin Rebecca gehört zu einem Team der Luftrettung, das dem reichen Amerikaner Marty auf einer Bergstraße im Schwarzwald das Leben rettet. Zum Dank lädt der Millionär das ganze Team zu seiner Hochzeit in Khao Lak in Thailand ein. Nach einigem Zögern reist Rebecca zwei Wochen vor der Hochzeit nach Thailand. Lukas, ein Freund von Marty, ist ebenfalls schon dort.

Eine zarte Romanze beginnt sich zwischen Lukas und Rebecca zu entwickeln. Doch eines Tages bricht ein Sturm über das Paradies herein: Während die fröhlichen Urlauber den Sonnentag am Strand genießen, baut sich draußen auf dem Meer nach einem Seebeben eine riesige Welle auf und nimmt Kurs auf die Küste ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2018

Ein atemberaubender Roman über eine wahre Begebenheit

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Ein atemberaubender Roman über eine wahre Begebenheit

„Das Leben war zum Stillstand gekommen. All das vormals Wichtige, das anscheinend Drängende, das sie hatten erledigen wollen, versank in einer von ...

Ein atemberaubender Roman über eine wahre Begebenheit

„Das Leben war zum Stillstand gekommen. All das vormals Wichtige, das anscheinend Drängende, das sie hatten erledigen wollen, versank in einer von Angst und Qual beherrschten Nichtigkeit. Vom Christbaum fielen raschelnd Nadeln zu Boden, die niemand wegkehrte, die heruntergebrannten Kerzen wurden weder ersetzt, noch weggeräumt. Der Glanz der roten Kugeln schien verblasst, der Zauber der Weihnacht war verloren, weggewischt von einem Wort, das neu in den Sprachschatz der Familie aufgenommen worden war: TSUNAMI!“

Mit ihrem neuesten Roman „Sturm im Paradies“ ist es der Bestsellerautorin Elisabeth Büchle im wahrsten Sinne des Wortes gelungen, einen Sturm zu entfachen. Verwoben in die Geschichte ihrer beider Protagonisten Rebecca Siebeck und Lukas Becker ist das zentrale Thema dieses Buches der zerstörerische Tsunami, der im Dezember 2004 die Küsten der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans dem Erdboden gleichmachte und vielen Menschen das Leben kostete. Ein grauenvolles Schreckensszenario, das die Autorin mit sehr viel Feingefühl, Emotionen und Akribie beschrieben hat.

Den Einstieg in die Geschichte bildet der tragische Autounfall des schwerreichen US-Amerikaners Marty Jason und der rasche, professionelle Einsatz des Rettungsteams, das sein Leben rettet. Um seinen Rettern seine unendliche Dankbarkeit zu zeigen, lädt der großzügige Mann die Mitglieder des Rettungsteams, darunter auch die fünfundzwanzigjährige Protagonistin des Buches, zu seiner Hochzeitsfeier nach Khao Lak in Thailand ein. Das vermeintliche Paradies mit den weißen Sandstränden mutiert jedoch zu einem höllischen Inferno, als ein Erdbeben im Indischen Ozean die tödlichen Flutwellen auslöst, die in rasender Geschwindigkeit Gebäude dem Erdboden gleich machen und den Menschen in Küstennähe den Tod bringen…

Elisabeth Büchles Schilderung dieser Szenarien war atemberaubend und so realitätsnah, dass man einige Zeit nach dem Zuschlagen dieses Buches immer noch die schrecklichen Bilder vor Augen hat. Im ersten Teil des Buches wird das Umfeld der Protagonistin Rebecca beschrieben, die zwar kinderlos und alleinstehend ist, sich aber im Umfeld ihrer großen Familie geliebt und geschätzt weiß. In Marty Jasons Freund Lukas Becker begegnet der dynamischen jungen Frau der Mann ihres Lebens, er muss jedoch hart um Rebeccas Liebe kämpfen und ihre widerspenstige harte Schale erst noch durchbrechen. Wie gewohnt sind die handelnden Personen dieses Buches äußerst lebendig und realitätsnah geschildert, meine Favoriten waren in diesem Fall drei Nebenfiguren, und zwar der verständnisvolle und gütige Vater der Protagonistin sowie das ältere Ehepaar Nathaniel und Annalisa-Marie Seefeld, denen meine größte Sympathie galt. Die liebevoll beschriebenen Figuren, der hoch spannende Inhalt und der einnehmende Schreibstil trugen dazu bei, dass man dieses Buch schlichtweg nicht mehr aus der Hand zu legen vermag.

Fazit: Mit „Sturm im Paradies“ ist Elisabeth Büchle meiner Meinung nach erneut ein Bestseller gelungen. Der durch die schrecklichen Begebenheiten in Thailand konstant hoch gehaltene Spannungsbogen und die Schilderung der grauenhaften Ereignisse machten diese Katastrophe im Dezember 2004 in ihrem Buch erneut lebendig und zutiefst bewusst. Ein packender, mitreißender und sehr emotionaler Roman aus der Feder einer großartigen Autorin… unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sturm im Paradies

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„Sturm im Paradies“ ist der inzwischen 3. Roman, den ich von Elisabeth Büchle lesen durfte.

Die 26-jährige Rettungssanitäterin Rebecca rettet mit ihren Kollegen im Winter einem reichen Amerikaner und ...

„Sturm im Paradies“ ist der inzwischen 3. Roman, den ich von Elisabeth Büchle lesen durfte.

Die 26-jährige Rettungssanitäterin Rebecca rettet mit ihren Kollegen im Winter einem reichen Amerikaner und seiner Freundin im Schwarzwald nach einem Unfall das Leben.

Marty weiß seine Chance auf ein 2. Leben zu schätzen und lädt seine Retter zu seiner Verlobungsfeier ein. Dort trifft Rebecca auf Lukas, einen Freund von Marty. Der junge Mann ist von Rebecca fasziniert und möchte sie näher kennen lernen. Doch die junge Frau macht es ihm nicht einfach.

Als Marty die Rettungssanitäterin und ihre Kollegen zu seiner Hochzeitsfeier nach Thailand einlädt, zögert die junge Frau anfangs und lässt sich dann doch auf den Urlaub im exotischen Asien ein.

Vor Ort genießt Rebecca ihre Zeit und lernt nicht nur die Sonnenseiten des Paradieses kennen. Als die anderen Hochzeitsgäste und unter ihnen auch Lukas eintreffen, scheint Rebecca dem jungen Mann und seinen Annäherungsversuchen mehr zugetan als noch in Deutschland.

Während an der Küste Thailands Gefühle wachsen, nimmt weit draußen im Meer ein Naturgewalt bisher ungekannten Ausmaßes Gestalt an und rast auf die Küste zu.

Mit „Sturm im Paradies“ hat mich die Autorin auf eine emotionale Achterbahn geschickt. Selten war ich durch das Wissen um zukünftige Geschehnisse dermaßen an die Buchseiten gebannt wie hier.

Die Figuren sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich habe mich ganz dicht an ihrer Seite gefühlt. Unzählige Male wollte ich die Hand heben und „meinen Freunden“ helfen oder ihnen etwas zu rufen. Ich habe geweint & gelacht, gehofft und gebangt. Während des Lesens haben sich Bilder aus dem Fernsehen mit dem Erleben im Buch verbunden und ich hatte wiederholt Gänsehaut und das Gefühl ich „stecke mittendrin“.

Besonders gelungen habe ich die Stellen im Buch empfunden, in denen die Autorin das Naturgeschehen beschreibt. Sachlich und zugleich unglaublich berührend. Etwas in ähnlicher Form habe ich bislang noch nicht lesen dürfen. Sehr, sehr schön, auch wenn das zum Inhalt nicht wirklich passt, aber andere Worte fallen mir leider gerade nicht ein.

Von mir gibt es 5 Bewertungssterne!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Hölle auf Erden

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2004. Die 26-jährige Luftrettungsassistentin Rebecca ist bei der Rettung und Bergung des schwerverletzten Amerikaners Marty beteiligt. Nach seiner Genesung lädt er sie und alle Beteiligten zu einem Fest ...

2004. Die 26-jährige Luftrettungsassistentin Rebecca ist bei der Rettung und Bergung des schwerverletzten Amerikaners Marty beteiligt. Nach seiner Genesung lädt er sie und alle Beteiligten zu einem Fest ein, um sein neues Leben zu feiern. Dort trifft Rebecca auf Martys besten Freund Luke, der sich sofort in die junge Frau verguckt. Marty hat für alle Beteiligten noch eine große Überraschung parat, denn er lädt sie alle dazu ein, Gäste auf seiner Hochzeit in Thailand zu sein. Rebecca überlegt, ob sie der Einladung folgen soll, doch dann entscheidet sie sich, die Reise anzutreten, auch um einmal ihrer liebevollen, aber auch manchmal erdrückenden Familie zu entfliehen. Thailand entpuppt sich als Paradies, und Rebecca entspannt sich regelrecht beim Anblick des weiten Horizonts, des Meeres und der wundervollen Vegetation. Aber auch die neue Bekanntschaft von netten Menschen und die Wiederbegegnung mit Luke lassen Rebecca den Urlaub genießen. Am Morgen des zweiten Weihnachtstages, einen Tag nach Martys Hochzeit, fährt Luke mit Freunden zum Tauchen raus aufs Meer, während Rebecca einen Tag am Strand plant. Doch dazu soll es nicht mehr kommen, denn eine riesige Welle, die sich nach einem nächtlichen Seebeben gebildet hat, überrollt das Urlaubsparadies…

ElisabethBüchle hat mit ihrem Buch „Sturm im Paradies“ einen emotionalen und reflektierenden Roman vorgelegt, der den Tsunami vom 26. Dezember 2004 nach einem Erdbeben im Indischen Ozean thematisiert. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und wunderbar flüssig, der Leser ist von Beginn an der stumme Begleiter von Rebecca und den anderen Protagonisten und muss sich auf ein Gefühlsbarometer der besonderen Art einstellen. Während sich auf der einen Seite langsam eine zarte Liebesgeschichte entspinnt, setzt die Natur zu einem Schlag an, der die Menschheit sehr hart treffen und viel Leid und Schmerz verursachen wird. Die Spannung steigt langsam an, um dann recht schnell steil nach oben zu schießen und den Leser atemlos, unruhig und wie unter Schock weiterlesen zu lassen auf der Suche nach so etwas wie einem Happy End.
Die Charaktere wurden wunderbar ausgestaltet, zeigen Ecken und Kanten, weshalb sie auch so natürlich und authentisch wirken und sich jeder mit ihnen identifizieren kann. Rebecca stammt aus einer großen Familie, fühlt sich oftmals allerdings von all der Fürsorge erdrückt, ist sie doch die einzige, die noch nicht verheiratet ist. Sie hat einen anspruchsvollen Beruf, der sie aus- und erfüllt, aber innen spürt sie oftmals eine Leere, die sie sich wohl selbst nicht so genau erklären kann. Luke ist ein sehr sympathischer Mann, der behutsam und bedacht handelt, dabei hilfsbereit, tatkräftig und offen für alles ist. Marty mag ein exzentrischer Millionär sein, doch er ist gutmütig, großzügig und dankbar, ein neues Leben geschenkt bekommen zu haben. Auch die weiteren Charaktere wie z.B. die schwedische Familie mit den drei Kindern oder auch die einheimischen Hotelbesitzer und ihre Angestellten sind mit ihren Sorgen und Nöten sehr lebensecht beschrieben und leisten innerhalb der Handlung einen wertvollen Beitrag für die sehr realitätsnahe Geschichte.

Der christliche Bezug innerhalb des Romans wirkt unaufdringlich, passt aber sehr gut zur Handlung, in der es um Hoffnung, Liebe und Verzeihen geht. Es geht um die Zweifel der Menschen, warum ihnen dies zugestoßen ist, warum der eine sterben muss, der andere am Leben ist. Viele Menschen haben in dieser furchtbaren Tragödie zum Gebet gefunden, viele hat es auf besondere Art getröstet und ihnen Hoffnung gegeben. Die Hilfsbereitschaft unter den Fremden, die grenzenlose und unermüdliche Unterstützung und das Miteinander zeugen in solch einer Situation vom Guten im Menschen und lässt einen die Hoffnung wiederfinden, sollte sie verloren gegangen sein.

Jeder Mensch wird sich an die Ereignisse erinnern können, denn es gab einfach zu viele Bilder davon überall zu sehen, und auch zu viele Menschen, die verschwanden, starben oder gebrochen zurückgelassen worden sind. Jedes dieser Leben, ob direkt beteiligt durch Verlust oder auf Nachrichten hoffend in der fernen Heimat, ob Einheimische oder Urlauber, ist durch dieses Ereignis für immer gezeichnet und wird diesen Einschnitt nie vergessen. Elisabeth Büchle geht innerhalb ihrer Handlung sehr behutsam, aber auch soweit wie möglich realitätsnah vor. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und gibt auch einiges an Hintergrundinformationen, die dem Leser im Vorfeld vielleicht nicht so bekannt waren.

„Sturm im Paradies“ ist ein Roman, den man lange nicht vergessen wird, besonders wenn man selbst dieses Grauen überlebt hat. Es war heilsam, aber auch beklemmend, es zu lesen. Umso mehr gilt der Autorin der Respekt, dieses Thema so mutig als Handlung gewählt und in seinen Facetten ausgearbeitet zu haben. Absolute Leseempfehlung – Chapeau!!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sturm und Drama im Paradies

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Selten hat mich ein Buch so erschüttert, so berührt. Ich bin immer noch fassungslos und zittere noch vor Anspannung.

Worum geht es? Rebecca arbeitet als Sanitäterin in einem Luftrettungsteam. Bei einem ...

Selten hat mich ein Buch so erschüttert, so berührt. Ich bin immer noch fassungslos und zittere noch vor Anspannung.

Worum geht es? Rebecca arbeitet als Sanitäterin in einem Luftrettungsteam. Bei einem ihrer Einsätze auf einer Bergstraße im Schwarzwald rettet sie und das Team dem Amerikaner Marty das Leben. Dieser revanchiert sich Monate später und lädt Rebecca und Lara, die behandelnde Ärztin zu seiner Hochzeit nach Thailand, nach Khao Lak zu Weihnachten 2004 ein.

Alles was dann kommt, kann jeder ahnen.

Gut gefallen hat mir die Aufteilung der Story. So lernt der Leser erst einmal die Protagonisten kennen. Das sind Rebecca mit ihrer großen Familie, das ist der verrückte Marty und auch Lukas, den Freund von Marty, der Rebecca unbedingt für sich gewinnen möchte. Aber Rebecca ist gewohnt sich durchzusetzen und lässt sich nicht so leicht um den Finger wickeln. Auch die beginnende Freundschaft mit Marty und Lukas, sowie die nachfolgende Einladung nach Thailand sieht sie kritisch. Letztlich entscheidet sie sich dann doch für den Besuch in Thailand. Konsequent fährt sie aber allein bereits zwei Wochen vor der Hochzeit nach Thailand. Mir hat es als Leser Spaß gemacht mit ihr gemeinsam die Urlauber im Hotel kennenzulernen. Zu allen baut Rebecca eine herzliche Beziehung auf.

Und dann im anderen Teil, kurz nach der Hochzeit, kommt der Tsunami. Mit einer Grausamkeit beschreibt Elisabeth Büchle sowohl die Erlebnisse von Lukas, der sich gerade auf dem Meer befindet und dort von der Welle in Mitleidenschaft gezogen wird, als auch der Moment als Rebecca von der Welle erfasst wird. Rebecca versucht sogar noch Sven, eines der Kinder der mitreisenden Urlauber aus dem Hotel, zu retten.

Dazwischen erfahren wir in einzelnen Abschnitten mit wissenschaftlicher Genauigkeit, was sich dort gerade genau ereignet und zuträgt, von Beginn des ersten Seebebens, dem verschieben der tektonischen Platten bis hin zu dem Tsunami.

Das dramatische Ende, wie alles ausgeht, was passiert - lest es bitte selbst. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. Die Spannung, die von dem Buch ausgeht, resultiert zum Einen schon aus der Gewissheit das der Tsunami kommt, aber auch darin, dass man schon wissen wollte, wie genau alles endet.

Ich bin immer noch betroffen von dem Unglück, dass die Menschen damals ereilt hat und hoffe, dass es zumindestens diejenigen, die alles überlebt haben, wieder glücklich werden konnten. Von mir für dieses ergreifende Buch 5 Lesesterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Fesselndes und einfühlsames Buch über eine furchtbare Katastrophe

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Rebecca ist Rettungssanitäterin und eines Tages mit dabei, als ihr Team die Opfer eines Autounfalls rettet. Eigentlich ein Einsatz wie immer, doch für den Amerikaner Marty bedeutet die Rettung den Beginn ...

Rebecca ist Rettungssanitäterin und eines Tages mit dabei, als ihr Team die Opfer eines Autounfalls rettet. Eigentlich ein Einsatz wie immer, doch für den Amerikaner Marty bedeutet die Rettung den Beginn seines zweiten Lebens. Er macht seiner Freundin einen Heiratsantrag und ist fest entschlossen, seinen Rettern immer dankbar zu sein! Daher lädt er sie alle erst zu seiner Verlobungsfeier, und dann sogar Hochzeit nach Thailand ein. Da sich Rebeccas Freundin, die an dem Einsatz beteiligten Notärztin, in einen Freund von Marty verliebt hat und nicht alleine nach Thailand fliegen will, entschließt sich auch Rebecca, das großzügige Angebot anzunehmen und die Reise mit einem längst überfälligen Urlaub zu verbinden. Auf der Verlobungsfeier hat sie außerdem Martys besten Freund Lukas kennengelernt, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt hat. Doch Rebecca ist zurückhaltend. Sie ist in einer großen, chaotischen Familie aufgewachsen und als einzige unter ihren Geschwistern noch Single und kinderlos. Sie ist nicht auf der Suche nach einer Beziehung und misstraut Männern grundsätzlich. Lukas merkt schnell, dass er Geduld und Hartnäckigkeit brauchen wird, um an sein Ziel zu kommen. Doch er ist bereit, um Rebecca zu kämpfen und die Idylle am thailändischen Strand scheint ihm hierfür eine gute Kulisse zu sein.

Als Leser hat man den Figuren einiges an Wissen voraus. Es gibt Tage in den letzten Jahrzehnten, an die erinnern sich sicher fast alle, die alt genug waren. Der Fall der Mauer, der 11. September oder eben auch der zweite Weihnachtsfeiertag 2004, als die Welt das Wort Tsunami lernte.

Dementsprechend zuckt man beim Lesen zusammen, als Marty seine Hochzeitspläne für den 25.12.2004 am Strand von Khao Lak bekanntgibt.
Aber auch wenn man weiß, was passieren wird, ist das Buch keinen Moment langweilig, im Gegenteil, die Spannung baut sich immer weiter auf, je näher das Datum rückt. Manchmal vergisst man über der sich langsam entwickelnden wunderschönen Romanze zwischen Lukas und Rebecca aber auch beinahe das drohende Unheil.
Dennoch ist einem immer im Hinterkopf, dass all die liebenswerten und reizenden Nebenfiguren, deren Bekanntschaft Rebecca in Thailand macht, unmöglich alle überleben können. Doch wer wird es schaffen und von wem heißt es Abschiednehmen?

Obwohl Thailand weit weg und 2004 bereits lange her ist, hatte ich beim Lesen des Buches die Bilder von damals wieder lebhaft vor Augen. Wahrscheinlich kann niemand, der nicht selbst dabei war, wirklich nachvollziehen, was sich damals abgespielt hat, aber die Beschreibungen der Autorin lesen sich äußerst glaubwürdig und authentisch. Mehr als einmal lief mir beim Lesen ein kalter Schauder den Rücken hinunter.

Nachdem Elisabeth Büchle Anfang des Jahres bereits unter dem Pseudonym Noa C. Walker einen zeitgenössischen Roman veröffentlicht hat, beweist sie hier nun erneut, dass sie nicht nur im historischen Genre überzeugen kann.

Wie auch in ihren historischen Romanen spielt auch in diesem Buch der christliche Glaube eine wichtige Rolle und in einem zeitgenössischen Buch fällt es auch sicher mehr auf, wenn die Protagonisten beten und an Gott glauben, aber ich finde immer wieder, dass es der Autorin gut gelingt, dieses Thema unaufdringlich mit einzubetten.

Insgesamt ein fesselndes und einfühlsames Buch über eine furchtbare Katastrophe – aber auch über die vielen kleinen Wunder des Lebens!