Paula und Peter sind schon seit Langem Kollegen. Sie ist Ärztin, er arbeitet als Jurist in der Klinikverwaltung. Ein Interesse der beiden aneinander war schon immer da. Nach einem mehrtägigen Seminar verbringen sie die letzte Nacht miteinander.
Auf der Rückfahrt nach Hause kommen die beiden mit der Bahn nur bis Würzburg: Streik. Was sollen sie tun mit ihrer ungeklärten Geschichte und den unerwartet freien Tagen? Während sie Stadt und Umgebung erkunden, nähern sich die beiden einander vorsichtig. Peter hält die Ungewissheit, wie es mit ihnen weitergehen wird, nur schwer aus. Sein Drängen nimmt Paula mal spielerisch, mal verärgert. Sie will das Jetzt genießen und weicht den Fragen nach dem Morgen aus. Als eine Katze zu ihrer Begleitung wird, sehen sie an deren Beispiel, wie schwer sich Menschen damit tun, den Moment zu leben, ohne Plan zu sein und sich der Freiheit hinzugeben.
Paula und Peter, seit Jahren Kollegen, stranden nach einer Konferenz, auf der sie eine gemeinsame Nacht verbrachten, in Würzburg. Bahnstreik. Was tun mit der Zeit? 2 geschenkte Tage, keine Verpflichtungen, ...
Paula und Peter, seit Jahren Kollegen, stranden nach einer Konferenz, auf der sie eine gemeinsame Nacht verbrachten, in Würzburg. Bahnstreik. Was tun mit der Zeit? 2 geschenkte Tage, keine Verpflichtungen, keine Termine. Die lebensfrohe Paula möchte diese Zeit wie „Katzentage“ verbringen, genießen, ohne Verpflichtungen. Paula und später nähern sich an, und nach 2 Tagen kennenlernen möchte peter eine Richtung, Paula weiter Unverbindlichkeit.
Peter und Paula beringen 2 Tage voller Leichtigkeit, frechen Dialogen, frei, unverbindlich. Die Dialoge waren flirtend und rasant, doch im Grunde voller neue für mehr Leichtigkeit im Leben. Doch während Peter Paula langsam in sein Herz lässt, schottet Paula dieses ab. Ich habe es leider nicht geschafft, Paula in mein Herz zu lassen. Sie wirkte auf mich, als spiele sie nur. Fair, es sind 2 Erwachsene, die Regeln waren klar. Und dennoch hat sie auf mich eher einen unnahbaren Eindruck hinterlassen und ich konnte mich nicht anfreunden. Das Buch ist aber sprachlich wunderbar, genau, wie man es von Ewald Arenz erwartet. Fein pointiert, bildlich, poetisch und ganz sanft. Die ganze Geschichte verströmt eine zauberhafte Leichtigkeit und wahnsinnig viel Lebensfreude.
Paula und Peter – zwei Menschen, die sich seit Jahren kennen, endlich näherkommen und plötzlich gezwungen sind, Zeit miteinander zu verbringen. „Katzentage“ ist ein stiller, poetischer Roman über Nähe, ...
Paula und Peter – zwei Menschen, die sich seit Jahren kennen, endlich näherkommen und plötzlich gezwungen sind, Zeit miteinander zu verbringen. „Katzentage“ ist ein stiller, poetischer Roman über Nähe, Zufall und den Mut, im Moment zu leben.
Ewald Arenz, geboren in Nürnberg, ist einer der großen leisen Erzähler der deutschen Gegenwartsliteratur. Nach Erfolgen wie „Alte Sorten“ und „Der große Sommer“ gelingt ihm erneut ein feinsinniges Kammerspiel über das Leben und das, was zwischen den Zeilen geschieht.
Die Sprecherin Julia Meier, ausgebildete Schauspielerin und Ensemblemitglied des Schauspiel Wuppertals, verleiht dem Hörbuch eine eindringliche, warme Atmosphäre, perfekt für diese zarte Geschichte über das Hier und Jetzt.
Worum geht’s genau?
Paula, Ärztin, und Peter, Jurist in der Klinikverwaltung, kennen sich seit Langem. Nach einem gemeinsamen Seminar verbringen sie eine Nacht miteinander, ohne zu wissen, was das für sie bedeutet. Auf der Rückfahrt nach Hause strandet ihr Zug in Würzburg. Streik. Aus den ungeplanten Tagen wird eine Reise ins Ungewisse: durch die Stadt, durch Erinnerungen und unausgesprochene Gefühle. Während Paula den Augenblick auskostet, sehnt sich Peter nach Klarheit. Als eine streunende Katze sie begleitet, wird sie zum stillen Spiegel ihrer Suche nach Freiheit, Zuneigung und der Kunst, den Moment zuzulassen.
Meine Meinung
„Katzentage“ ist kein Roman, in dem viel passiert und genau das ist meiner Meinung nach aber auch seine Stärke. Die Handlung tritt in den Hintergrund, stattdessen gelingt es Arenz wunderbar, die Atmosphäre alltäglicher Momente einzufangen. Es geht ums Innehalten, ums „Was wäre wenn“, ums Leben im Hier und Jetzt. Ganz besonders angetan war ich von den poetischen Passagen, in denen Arenz über das Vergehen der Zeit, das Loslassen und das Sich-Fallenlassen schreibt.
Das Hörbuch hat mich in seiner Stimmung an Lucy Frickes „Das Fest“ erinnert. Julia Meier liest mit einer warmen, präzisen Stimme, die die Zartheit der Sprache perfekt einfängt. Ich hätte ihr noch stundenlang zuhören können.
Weniger überzeugt haben mich einige Stellen, an denen der Text an Feingefühl verliert. Etwa Bemerkungen über das Aussehen anderer („dicker Mann“) oder die Formulierung „Ich habe mich in der Nacht zweimal an dir vergangen“! Über so etwas macht man keine Witze. Diese Brüche haben mich immer mal wieder aus dem Hörfluss geholt. Auch der Umgang der Figuren mit Nebenfiguren (etwa im Museum) wirkte manchmal leicht überheblich und in der Fülle konstruiert.
Da ich die Hörbuchversion gehört habe, habe ich letzten Endes leider die Illustrationen der Printausgabe verpasst, die das Printbuch bereichern. Dafür wurde ich mit aber mit der grandiosen Sprechleistung von Julia Meier entschädigt. „Katzentage“ ist kein Buch über große Dramen, sondern über die kleinen Momente, in denen alles möglich scheint.
Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und DuMont Audio für das Rezensionsexemplar.
"Katzentage" ist mein erstes Buch von Arenz und der Stil hat mir sofort gefallen. man merkt, dass sich da jemand mit der Sprache asueinander gesetzt und sich Gedanken gemacht hat, wodurch Sätze zu Stande ...
"Katzentage" ist mein erstes Buch von Arenz und der Stil hat mir sofort gefallen. man merkt, dass sich da jemand mit der Sprache asueinander gesetzt und sich Gedanken gemacht hat, wodurch Sätze zu Stande kommen, die man sich am liebsten direkt in ein Notizbuch schreiben möchte. Viele Gedanken und "Ideen", lassen einen kurz innehalten und überlegen, wie man selbst mit dieser oder jener Situation umgeht und was wir vielleicht alle von den kleinen Stubentigern lernen können - egal ob sie uns tatsächlich zulaufen oder uns nur im Geist begleiten.
Die Handlung steht hier eindeutig nicht im Vordergrund, sondern das Gefühl und die Dynamik zwischen den beiden Figuren. Ein kleiner aber feiner Roman, der auch super als Geschenk geeignet ist. Das Hörbuch ist schön eingesprochen und ich hätte noch stundenlang zuhören können.
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kenne schon andere Bücher von Ewald Arenz, bei „Katzentage“ war mir die Katze (vermutlich vor der Silhouette von Würzburg) aufgefallen. Das Hörbuch ist mit 4 Stunden recht ...
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kenne schon andere Bücher von Ewald Arenz, bei „Katzentage“ war mir die Katze (vermutlich vor der Silhouette von Würzburg) aufgefallen. Das Hörbuch ist mit 4 Stunden recht kurz, Julia Meier liest es passend vor - meine Komfortgeschwindigkeit ist 1,25-fach. Ich war nicht sofort in der Geschichte angekommen, das dauerte eine Weile. Der Hörer begleitet die Kollegen Paula und Peter eine kurze Zeit in Würzburg und Umgebung, ebenso wie eine plötzlich auftauchende Katze die beiden begleitet. Es passieren Momente, über die man schmunzeln kann, dann wieder welche, die einfach erfunden klingen. Die Stimme der Sprecherin hat mir gut gefallen, mit dem Ablauf der gemeinsamen Auszeit tat ich mich schwer, teils war es locker, teils wirkte es erzwungen. Und dann war das Hörbuch einfach zu Ende, für mich abrupt vorbei. Gemischtes Hörerlebnis, ich schwanke zwischen irgendwo zwischen 3 und 3,5 Sternen. Eine fremde Auszeit zu hören hat auch etwas entspannendes, aber die Art, wie die Beiden z. B. genächtigt haben, wäre absolut nichts für mich. Mir kommt es so vor, als waren sie bisher zwar Kollegen, aber doch Fremde, dann teilen sie die Zeit „notgedrungen“ miteinander und danach geht jeder seiner Wege. Leuchtet mir nicht so ganz ein. Aber ok, jeder, wie er mag - und ein Ausflug nach Würzburg steht nun auf meiner Ausflugsliste.
Das Hörbuch "Katzentage" aus der Feder von Ewald Arenz wird gesprochen von Julia Meier. Die Sprecherin verleiht dem Hörbuch eine besondere Note. Ihre Stimme ist warm und einfühlsam, was es den Zuhörern ...
Das Hörbuch "Katzentage" aus der Feder von Ewald Arenz wird gesprochen von Julia Meier. Die Sprecherin verleiht dem Hörbuch eine besondere Note. Ihre Stimme ist warm und einfühlsam, was es den Zuhörern erleichtert, in die Gedanken und Emotionen der Charaktere einzutauchen.
Kurz zum Inhalt: Paula und Peter sind Kollegen. Er ist Jurist in der Klinikverwaltung und sie ist Ärztin. Sie haben gemeinsam ein Seminar besucht und die Nacht miteinander verbracht. Auf der Heimfahrt nach Frankfurt stranden sie in Würzburg, da die Bahn streikt. Es fährt kein Zug weiter und ein Mietwagen ist auch nicht zu bekommen. Die beiden beschließen ein Zimmer zu mieten und abzuwarten, bis die Züge wieder fahren. ...
Das war mein erstes Buch von Ewald Arenz und ich muss sagen ich bin etwas zwiegespalten. Ich war selber erst vor kurzem in Würzburg, wir sind den Jakobsweg gepilgert. Es ist eine wunderschöne Gegend. Zurück zur Geschichte, die Charaktere wirken etwas blass auf mich. Petra hat meiner Meinung nach eine Bindungsangst, aber warum und weshalb sie keine Beziehung möchte habe ich nicht verstanden. Peter hat auf mich den Eindruck gemacht, als wolle er mehr als nur ein kurzes Techtelmechtel. Beide Personen sind mir nicht so ganz symphatisch, deswegen tu ich mich echt schwer mit der Bewertung. Ihren Alkoholkonsum finde ich fragwürdig. Außerdem ist das Hörbuch echt kurz und auch das Ende hat mir nicht gefallen.