Cover-Bild Farm der Tiere

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4,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Anaconda Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 18.01.2021
  • ISBN: 9783730609774
George Orwell

Farm der Tiere

Ein Märchen. Neu übersetzt von Heike Holtsch
Heike Holtsch (Übersetzer)

Man beraubt sie der Früchte ihrer Arbeit, sperrt sie ein, beutet sie aus. Die Tiere auf dem Gutshof haben genug und proben den Aufstand – für eine bessere Welt, in der alle Tiere gleich und frei sind. Doch bald zeigt sich: Gleich heißt nicht gleich, und Freiheit ist ein kurzer Traum … George Orwells berühmte Allegorie über den Aufstand der Tiere ist bis heute der vielleicht klarste literarische Weckruf vor dem korrumpierenden Effekt von Macht. Wie schnell sich unsere Visionen von einer besseren Welt in einen totalitären Albtraum verwandeln können, das ist die zeitlose Warnung dieser Fabel.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2021

Farm der Tiere

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Das Buch habe ich in meiner Schulzeit lesen dürfen. Das ist aber schon extrem lange her. Klar, dass ich den Klassiker noch mal lesen muss, als die Neuauflage erschien. Das kleine Büchlein mit seinen 144 ...

Das Buch habe ich in meiner Schulzeit lesen dürfen. Das ist aber schon extrem lange her. Klar, dass ich den Klassiker noch mal lesen muss, als die Neuauflage erschien. Das kleine Büchlein mit seinen 144 Seiten habe ich dann auch in kurzer Zeit gelesen. Ich konnte mich nur noch grob an die Geschichte erinnern. Okay, der Titel ist Programm und irgendwie kann man sich einfach denken, was passiert.
Das Buch ist ein Märchen. Die Tiere können mit Menschen sprechen und die Tiere können Dinge, die sie eigentlich nicht können. Rein anatomisch schon gar nicht. Aber in einem Märchen ist eben alles möglich. Man muss sich fallen lassen und sich in die Geschichte einfühlen. Denn wie es nun mal so ist, es steckt noch mehr hinter der Geschichte als nur ein Aufstand der Tiere. Wie war das noch? “Und die Moral von der Geschicht…”. Denn das würde perfekt ans Ende des Buches passen. Denn ich finde, man sollte einfach noch mal drüber nachdenken, warum das alles passiert und einfach den tieferen Sinn erforschen. Wenn ich mich recht erinnere, ist genau das zu kurz gekommen in der Schule. Oder es war einfach so langweilig rüber gebracht, dass es nicht hängen geblieben ist. Also das Tiefe. Die Geschichte an sich ist einfach präsent in der Welt.

Dass Tiere menschliches tun ist schon verrückt. Eine Farm zu bewirtschaften und Geschäfte machen. Aber, dass es so krass politisch wird… Damit hatte ich nicht wirklich so gerechnet. Es werden Parolen geschwungen, die ich aus einer anderen Zeit kenne. Eigentlich ist die ganze Geschichte bekannt, allerdings jetzt mit Tieren. Es zeigt den Leser, wir bescheuert diese Art zu denken ist. Mal wieder und wurde das Ganze in ein Märchen gepackt. Um es begreiflicher zu machen? Ich weiß nicht, warum der Autor es so verpackt hat. Aber ich kann es mir schon denken, dass er die ganze Art und Weise, wie es abläuft und was passiert, begreiflicher machen möchte. Es ist auf jeden Fall wirklich ein krasses Thema.

Ich mag den Autor ganz gerne und bin echt froh, dass ich diesen Klassiker aus 1945 gelesen habe. Auch wenn es sehr kurzweilig war. Es ist ein dicker Fingerzeig an die Gesellschaft und sollte definitiv als Schullektüre weiter genutzt werden. Aber dann bitte auch richtig.

Das Buch sollte auf jeden Fall gelesen werden – auch von Erwachsenen.
Und nicht von dem Genre “Märchen” abschrecken lassen.

Veröffentlicht am 11.03.2021

Zeitloser Klassiker: sprachlich und stilistisch auf hohem Niveau mit einer glasklaren wie brisanten Botschaft zur Machtverschiebung.

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Inhalt:

Die Tiere auf einem Bauernhof haben die Schnauzen voll:

Man sperrt sie ein, beutet sie aus und raubt ihnen zusätzlich alles, was sie sich so hart erarbeiten. Erlösung bietet nur der Tod.

Für ...

Inhalt:

Die Tiere auf einem Bauernhof haben die Schnauzen voll:

Man sperrt sie ein, beutet sie aus und raubt ihnen zusätzlich alles, was sie sich so hart erarbeiten. Erlösung bietet nur der Tod.

Für eine bessere Welt, in der alle Tiere frei und untereinander gleich sind, stellen sie sich gemeinsam gegen ihren herrischen, brutalen und alkoholsüchtigen Bauern. Sie vertreiben ihn und kümmern sich nun selbst um den Hof.

Doch der Traum von Gleichheit und Freiheit entpuppt sich schnell als Albtraum. Unter der Leitung des Ebers Napoleon übernehmen die Schweine die Leitung und bald werden aus den gemeinsam gestalteten Regeln, für ein friedliches Zusammenleben, schnell Sonderregelungen für die Schweine:

Aus "Alle Tiere sind gleich" wird schnell "Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher".

Eine Gewaltherrschaft, die bald schon schlimmere Züge zeigt als die des Bauern.



Mein Eindruck:

Als Kind habe ich bereits die Zeichentrickverfilmung aus dem Jahr 1954 (in Deutschland erst in den 1980ern erschienen) gesehen. Als Märchen/Fabel getarnt ist sie ein faszinierender und glasklarer Fingerzeig, wie sich der Traum von einer besseren Welt durch Machtsüchtige in einen totalitären Alptraum verwandeln kann. Aufgrund von Gewalt-Szenen ist der Film FSK 12, was ich auch als Altersempfehlung betreffend die literarische Vorlage empfehlen würde.

Die Warnung in George Orwells Dystopie aus dem Jahr 1945 über den Aufstand der Tiere ist zeitlos und nach wie vor erschreckend real.

Die in diesem Jahr im Anaconda Verlag in der Reihe "Klassiker zum kleinen Preis" erschienene Neuübersetzung ist optisch bereits ein kleiner Bücherschatz:

hochwertig gebunden mit Schutzumschlag und auch das Papier ist von sehr guter Qualität. Bei kleinen Preisen keine Selbstverständlichkeit.

Da ich das Original nicht gelesen habe, kann ich keine Angaben machen, inwieweit diese Ausgabe von vorherigen ggf. abweicht.

Der Erzählstil ist auf hohem Niveau und doch leicht verständlich. Aufgrund der tierischen Charaktere wird eine Art Distanz geschaffen, die trotzdem immer wieder zu Vergleichen und zum Nachdenken anregt.

Als Schullektüre in Politik/Sozialwissenschaften sollte Orwells gesellschaftskritische Fabel nicht fehlen.

Mir hat sein "Märchen" sogar noch besser gefallen als sein ebenso berühmtes Werk "1984".

Ich vergebe für diesen zeitlosen Klassiker in seinem neuen Gewand die volle Sterneanzahl. Zudem eine Leseempfehlung für Jung und Alt.



Fazit:

Ein moderner Klassiker, dessen Botschaft auch heute noch hochaktuell und erschreckend real ist.

Der Traum von einer besseren Welt, Revolution, Machtverschiebung und Ausbeutung werden glasklar und sprachlich sowie stilistisch auf hohem Niveau erzählt.

Eine zeitlose Fabel, die jeder - ganz gleich welchen Alters - gelesen haben sollte.



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Rezensiertes Buch "Die Farm der Tiere" aus dem Jahr 2021

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere