Cover-Bild Ghetto Bitch
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 04.05.2016
  • ISBN: 9783791500065
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Gernot Gricksch

Ghetto Bitch

Hochglanz-Girl im Hochhaus-Schick: Die 15-jährige Nele wohnt mit ihrer Familie im schicken Hamburg-Poppenbüttel und führt ein unbeschwertes Leben. Doch plötzlich nimmt ihr Leben eine gravierende Wendung: Neles Vater stirbt und hinterlässt Berge von Schulden! Neles Mutter ist gezwungen, mit ihr und ihrem 14-jährigen Bruder das Villenviertel gegen eine Hochhaussiedlung in Hamburg-Steilshoop einzutauschen. Schnell ist Nele hier die arrogante Zicke vom Dienst und lässt kein Fettnäpfchen aus. Als jedoch der 17-jährige Skater Rick auftaucht, gelingt es Nele immer besser, sich in ihr neues Umfeld zu integrieren.
"Ghetto Bitch" stammt von Wortwitz-Genie Gernot Gricksch, der auch schon Drehbuchautor von "Tatort Münster" und "Das Leben ist nichts für Feiglinge" war.
Zum Buchtrailer auf YouTube Zur Ghetto Bitch Homepage E-Book erhältlich

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ghetto Bitch

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Nele hat ein tolles Leben. Sie versteht sich mit ihren Eltern, ist mit dem angesagtesten Jungen der Schule zusammen und wohnt mit ihrer Familie in einer schönen Villa. Doch dies ändert sich auf einen Schlag, ...

Nele hat ein tolles Leben. Sie versteht sich mit ihren Eltern, ist mit dem angesagtesten Jungen der Schule zusammen und wohnt mit ihrer Familie in einer schönen Villa. Doch dies ändert sich auf einen Schlag, als ihr Vater stirbt. Er hinterlässt eine Menge Schulden, so dass Nele, ihr Bruder Timo und die Mutter in eine Hochhaussiedlung ziehen müssen. Sie kommen in eine neue Schule und Nele versucht, nicht aufzufallen. Doch das gelingt ihr anfangs nicht. Ihr wird klar, dass sie lernen muss, wie die Leute sich hier verhalten. Außerdem geht nun Rick in ihre Klasse, den sie interessant findet. Vielleicht kann sie ihn auch näher kennenlernen?

Meine Meinung:

Nele ist eine junges, hübsches und angesagtes Mädel, das anfangs nur die Sonnenseite des Lebens kennt. Man merkt ihr an, dass Geld in ihrem Leben keine große Rolle spielt. Sie ist aber keine abgehobene Zicke, sondern war mir trotzdem irgendwie sympathisch. Als sie dann in die Hochhaussiedlung ziehen, war ihr Verhalten sehr interessant und auch unterhaltsam. Sie kommt einfach aus einer ganz anderen Welt und sich anzupassen, fällt ihr nicht leicht.
Timo ist das komplette Gegenteil von Nele. Er ist ein Außenseiter und hat keine Freunde. Er tat mir richtig leid. Daher war es für ihn auch relativ leicht, umziehen und eine neue Schule besuchen zu müssen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Neles bzw. Timos Sicht erzählt. Daher erfährt man von beiden die Gedanken und Gefühle. Man weiß daher, wie sie sich in ihrer neuen Situation fühlen, was sie glücklich macht bzw. was sie ängstigt. Dies gefällt mir sehr. Außerdem war es sehr interessant, ihre Gedanken über ihre neue Situation und die neue Schule zu erfahren, was ihnen Schwierigkeiten bereitete und mit was sie sofort klarkamen. Dies war auch immer echt und nachvollziehbar beschrieben. Dabei wird auch ein bisschen mit den Vorurteilen gespielt, die beim Gegensatz Reich/Arm sofort eine Rolle spielen. Man denkt auch immer wieder kurz nach, wie man wohl selbst in der ein oder anderen Situation reagiert hätte.

Der Schreibstil selbst ist leicht und flüssig. Nach ein paar Sätzen war ich sofort in der Geschichte drin. Auch habe ich sie in einem Rutsch durchgelesen, da sie mitreissend geschrieben ist.

Fazit:

Eine unterhaltsame Geschichte. Mir hat das Lesen Spaß gemacht.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Wichtige Botschaft

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Der deutsche Autor Gernot Gricksch hat mit “Ghetto Bitch” ein interessantes Buch geschrieben, das sogleich durch sein peppiges Cover auffällt. Das erste Jugendbuch des Autors, der sonst eher für jüngere ...

Der deutsche Autor Gernot Gricksch hat mit “Ghetto Bitch” ein interessantes Buch geschrieben, das sogleich durch sein peppiges Cover auffällt. Das erste Jugendbuch des Autors, der sonst eher für jüngere Kinder oder Erwachsene schreibt. Eine Geschichte über plötzliche Armut, das Leben in einer Hochhaussiedlung und Klischees von Armen und Reichen, die aufeinandertreffen. Cool, unterhaltsam und sehr flüssig zu lesen. Für Jugendliche ab 13 Jahren und interessierte Erwachsene.

Die 15-jährige Nele führt ein Leben, wie man es sich nur wünschen kann: sie ist reich, beliebt und mit dem coolsten Jungen der Schule zusammen, für den all ihre Mitschülerinnen schwärmen. Ihre Mutter ist zugleich wie eine gute Freundin und sie bewegt sich in den besten Kreisen. Erst neulich war sie auf einem Konzert von Lisa T. alias Ghetto Bitch, der besten Rapperin Deutschlands. Doch dann stirbt Neles Vater bei einem Autounfall und hinterlässt der Familie nichts als Schulden. Er, der bekannte Architekt, der durch ganz Deutschland reiste, war schon seit zwei Jahren mit seiner eigenen Firma im Minus und hatte der Familie nichts davon gesagt! Jetzt muss Henriette, Neles Mutter, Privatinsolvenz anmelden und nicht einmal die Gernot Gricksch Ghetto bitchLebensversicherung will zahlen. Angeblich war der Autounfall kein Unfall, sondern Selbstmord und der Vater habe es nur so aussehen lassen, damit seine Familie gut versorgt ist. Die Villa wird nun gepfändet werden und sie müssen sich eine neue Bleibe suchen. Und nicht nur das: “Was heißt das? ALG II?!” “Arbeitslosengeld 2”, flüsterte Henriette. “Besser bekannt als Hartz IV.” “Was?!” Jetzt überschlug sich Neles Stimme. “Das ist doch Bullshit! Leute wie wir kriegen doch kein Hartz IV!” […] Nele sprang auf und rannte aus der Küche. Das konnte doch nicht wahr sein!” (Zitat S.45ff) Aber es ist wahr. Genauso wahr, wie die Plattenhaussiedlung im Hamburger Stadtteil Steilshoop, in die sie nun ziehen müssen. Um vor ihren Freunden nicht das Gesicht zu verlieren, tischen Nele und ihre Mutter allen eine erfundene Geschichte auf: sie ziehen nach New York für ein Jahr. Deshalb müssen sie auch ihr Haus “verkaufen”. Nele bricht alle Beziehungen zu ihren bisherigen Freunden ab, auch mit ihrem Freund Daniel macht sie indirekt Schluss, obwohl es ihr das Herz bricht. Denn vielleicht zahlt die Lebensversicherung ja doch noch und sie können wieder zurück? Doch bis dahin ist erst mal Alltag im neuen Wohnungsumfeld angesagt. Und Nele schafft es in jedes soziale Fettnäpfchen zu treten. Ihr Bruder Timo hingegen, ein Nerd, der gerne Metal hört und in der alten Schule ein kompletter Außenseiter war, findet überraschend schnell Anschluss. Aber dann lernt Nele den attraktiven Rick kennen…

Der Name “Ghetto Bitch” passt in dem Roman wie die Faust aufs Auge. Eingeleitet durch die berühmte Rapperin, Lisa T., ist es Timo, der seine Schwester das erste Mal so nennt: “Was glaubst du, wie lange du deine Luxusfreunde behältst, wenn du kein Geld mehr hast, um mit zu Starbucks zu gehen, und du beim Shoppen nur noch die Tüten der anderen tragen darfst? Wenn du nicht in den gleichen Vereinen bist und nicht mehr auf die Partys eingeladen wirst, weil du selbst nie welche gibst? […] Du bist jetzt ‘ne Ghetto Bitch, Nele”, verkündete Timo und imitierte mit einem grimmigen Grinsen die Hiphop-Gesten von Lisa T.” (Zitat S.54ff) Der Roman wird aus zwei Perspektiven in abwechselnder Form erzählt: Nele und Timo kommen hierbei in der personalen Erzählsicht zu Wort. Die Einblicke der Geschwister sind höchst unterschiedlich und liefern einen interessanten Einblick in ihr sich veränderndes Leben. Trotz Tragik schafft es Gernot Gricksch immer wieder komische Momente in die Geschichte einzubauen, die dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht locken. Vor allem gelingt es ihm mit Vorurteilen über Arme und Reiche aufzuräumen: “Ist eben alles anders hier. Nicht schlechter. Nur anders.” “Nicht schlechter? Machst du Witze?”, rief Nele. “Das ist alles total RTL2 hier! Alles nur Assis!” “Stimmt doch gar nicht”, protestierte Timo. “Zwei Mädchen aus meiner Klasse haben bei Jugend forscht mitgemacht. Ein Mädchen ist im Jugendchor von der Staatsoper. […] Man kann mit ganz vielen Leuten hier total normal reden. Die Assis sind nur lauter und auffälliger als die anderen.” (Zitat S.138) Die Sprache ist frech, einfach und zum Teil jugendsprachlich, aber absolut passend zum Kontext. Auch Wenigleser — Jungs und Mädchen gleichermaßen — dürften sich von diesem Buch schnell mitgerissen fühlen! Zum Ende hin wird es richtig dramatisch und spannend. Etwas gewundert hat mich nur, dass die Trauer um den toten Vater während der Geschichte nicht mehr erwähnt wird.

Übrigens: für den Roman hat der Dressler Verlag zusammen mit der Zeitschrift BRAVO ein Casting ausgeschrieben, bei dem ein Mädchen gesucht wurde, das die Hauptfigur in der verkürzten Version von “Ghetto Bitch” in einer BRAVO Foto-Love-Story spielen durfte. Der Titel lautete hier: “Von der Skyline zum Bordstein”. In dem Trailer (siehe unten) hat das Mädchen, das gewonnen hat, ebenfalls mitgespielt. Es gibt auch eine eigene Website zu “Ghetto Bitch” mit einer Leseprobe und einer Umfrage.

Fazit: Auf lockere Art und Weise und mit viel Authentizität entführt Gernot Gricksch seine Leser in eine Welt, die gar nicht ganz so anders ist, wie man denkt

Veröffentlicht am 20.09.2021

Eine leichte Lektüre für Zwischendurch

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Ghetto Bitch von Gernot Gricksch ist ein schönes leichtes Jugendbuch für Zwischendurch. Was eventuell ein bisschen stören könnte, ist dass hier und da sehr viel mit Klischees gearbeitet wurde, aber ich ...

Ghetto Bitch von Gernot Gricksch ist ein schönes leichtes Jugendbuch für Zwischendurch. Was eventuell ein bisschen stören könnte, ist dass hier und da sehr viel mit Klischees gearbeitet wurde, aber ich denke, dass es vielleicht auch einfach nötig war, um die Unterschiede zwischen den "zwei Welten" in denen Nele sich bewegt zu verdeutlichen. Manche Probleme haben sich dann recht schnell einfach aufgelöst, aber dafür ist es ja auch ein Jugendbuch. Mir hat es gut gefallen und es ließ sich sehr schnell lesen.

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Veröffentlicht am 20.06.2018

Ein gelungenes Jugendbuch , das mich doch sehr gut unterhalten konnte

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Auf diesen Jugendroman war ich sehr gespannt und bereits der Einstieg gelang mir sehr gut.
Nele ist mehr oder weniger die Hauptperson hierbei.
Sie ist ein sehr sympathisches junges Mädchen, daß mir immer ...

Auf diesen Jugendroman war ich sehr gespannt und bereits der Einstieg gelang mir sehr gut.
Nele ist mehr oder weniger die Hauptperson hierbei.
Sie ist ein sehr sympathisches junges Mädchen, daß mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat.
Auch ihr Bruder Timo ist auf seine Art sehr herzerwärmend.
Das Schicksal der gesamten Familie hat mich sehr berührt und nicht losgelassen.
Nach dem Tod ihres Familienoberhaupts, müssen sie mit dem sozialen Abstieg zurechtkommen.
Trauer und Verzweilfung brechen ihren Bahn.
Keine einfache Situation.
Plötzlich besteht das Leben nicht nur aus Partys, Shoppingstrip und dem Problem, wer hat das angesagteste Outfit.
Viel wichtigere Themen kommen dabei zutage, wie Freundschaft, Loyalität und der Frage wer man eigentlich ist.
Doch zunächst lösen sie sich würdig von ihrem alten Bekanntenkreis.
Ich fand den Weg der drei unheimlich interessant.
Dabei spürt man ihre Emotionen recht deutlich.
Man ist gefangen zwischen Ängsten, Verzweiflung, aber man spürt auch viel Liebe und Vertrauen.
Neles Weg ist beschwerlich voller Hürden, aber auch voller Erkenntnissen und Wahrheiten.
Neue Bindungen werden geknüpft und plötzlich findet man sich auf einem Weg der viel offenbart, was man mit bloßem Auge nicht sieht.
Timo hat in mir die Beschützerrolle geweckt.
Sein Weg.
Vergangenheit und Gegenwart.
Keines davon ist einfach.
Doch man muss selbst entscheiden, ob man den richtigen Weg wählt.
Doch schafft er es?
Doch dann fangen sich an, die Ereignisse zu überschlagen.
Alles droht zusammenzustürzen und plötzlich sieht man klar.
Mir hat dieser Roman überaus gut gefallen. Auch wenn sich nicht immer alles so einfach entscheiden und lösen lässt, wie es hier scheint.
Oftmals wirkte einiges etwas zu glatt, was dann wiederum etwas an Glaubwürdigkeit einbüßt.

Aber es geht darum, was zwischen den Zeilen steht.
Man muss sich selbst finden , um man selbst zu sein.
Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die alles verändern können.
Es muss weitergehen, egal was passiert.
Und vor allem muss man die wahren Werte im Leben erkennen.
All dies wurde sehr gut aufgeführt.
Dabei wurden auch wichtige Themen eingewoben.
Alles in allem wirklich gut gelungen.
Unweigerlich ist es doch sehr berührend und mir haben vor allem die Wendungen und die Entwicklung von Nele und Timo sehr gut gefallen.
Trotz kleinerer Schwächen ist es ein wirklich tolles Jugendbuch, daß mir schöne Stunden beschert hat.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Nele und Timo, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.
Auch die Nebencharaktere sind gut gezeichnet.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind meist gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Der Schreibstil ist fließend und mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Tough Boy oder Ghetto Bitch?

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Zum Buch: "Ghetto Bitch" wurde von Gernot Gricksch geschrieben und ist im Dressler Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 €.

Inhalt: Die hübsche Nele genießt ihr Leben im tollen Hamburger ...

Zum Buch: "Ghetto Bitch" wurde von Gernot Gricksch geschrieben und ist im Dressler Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 €.

Inhalt: Die hübsche Nele genießt ihr Leben im tollen Hamburger Villenviertel Poppenbüttel. Sie wohnt in einem große Haus, hat alles was sie braucht, ihre Mutter ist für sie wie eine Freundin und um ihren Freund Daniel beneiden sie alle Mädchen der Schule. Doch dann stirbt plötzlich Nele´s Vater und ihr perfektes Leben zerbricht, denn er hinterlässt einen Riesenberg Schulden, den sie nicht bezahlen können.
Nele, ihr Bruder Timo und ihre Mutter Henriette müssen ihre große Villa verlassen und in eine 75 Qudratmeter Wohnung im Hochhaus Ghetto Steilshoop ziehen.
Um schnell Freunde zu finden muss Nele unbedingt schnell herausfinden, wie man eine echte Ghetto-Bich wird.
Und vielleicht kann sie so auch den coolen Rick beeindrucken?


Meine Meinung:

Cover: Das Cover passt sehr gut zum Buch. Im Hintergrund der Müll des Ghettos und im Vordergrund Nele mit Sonnenbrille und einer Ghetto Bitch Mütze.
Auf der Mütze sieht man außerdem noch eine kleine Krone, da Nele von ihren neuen Mitschülern "kleine Königin" genannt wird. Die pinken Farbflecken verleihen dem Cover nochmals einen besonderen Hingucker Effekt.

Inhalt: Das Buch wird aus der Beobachter Perspektive erzählt. Meist über die Hauptprotagonistin Nele.
In kleineren Abschnitten wird außerdem über den Hautnebenprotagonist Timo, Nele´s jüngeren Bruder, erzählt.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht, sodass man das Buch in einem Rutsch durchliest.

Die Geschichte ist spannend und behandelt vor allem den Lebensunterschied zwischen reichen, gut vedienenden Leuten und Hartz IV Empfängern.

Nele und ihre Mutter tischen ihren Freundinnen eine riesige Lüge auf, damit diese nicht herausfinden wo sie sich jetzt befinden.

Zitat von Seite 73: Nele öffnete das Fenster und schaute hinaus. In ihrem Haus hatte sie einen eigenen Balkon gehabt, der den Garten überblickte. jetzt hatte sie bloß ein Fenster. Nele konnte von hier die ganze Sidlung, ganz Steilshoop sehen. Mehr als zwei Dutzend Wohnblöcke und Hochhäuser, dazwischen Straßen und Wege, ein paar Plätze, sehr wenige Bäume, ein Supermarkt, eine Schule, eine Sporthalle. Ein graues Labyrinth. [...]

Timo, der in Poppenbüttel keine Freunde hatte findet jetzt sofort Anschluss. Aber sind das auch wahre Freunde?

Nele tut sich zuerst sehr schwer, doch dann freundet sie sich mit Ginny und Leia an und kommt sogar mit Rick zusammen.
Wie Nele feststellt kann man zwar im Ghetto wohnen, muss aber nicht gleich "Assi" sein. Das ist eine tolle Erfahrung.

Die meisten Charaktere waren total sympatisch. Am meisten gefiel mir die selbstbewusste Ginny, die in Steilshoop Nele´s neue beste Freundin wird, und immer sagt was sie denkt. Allerdings fand ich den Sprachausdruck manchmal etwas krass.

Außerdem wird im Buch noch das Thema "Zwangsheirat" behandelt, da Samira´s Eltern, welche auch eine Mitschülerin von Nele ist, ihre Tochter mit einem doppelt so altem Mann in Afghanistan verheiraten wollen.

Die behandelten Themen waren gut gewählt und bisher habe ich auch noch nie von einem solchen Buch gehört.
Allerdings fand ich manche Sachen etwas zu krass, beispielsweise Rick´s ständiges Kiffen und Ginny´s Sprachweise.

Spoiler Einige Sachen fand ich auch schade, beispielsweise dass es keine Beerdigung für Nele´s Vater gab und dass nie geklärt wurde ob es ein Unfall oder Suizid war.
Außerdem, dass es nie eine Strafe für die beiden Brandstifter gab.

Fazit: Ein gelungenes Buch über ein Mädchen, dessen perfektes Leben zerbricht und sich plötzlich im Hochhaus Ghetto wiederfindet.
Eine tolle Geschichte mit vielen Facetten, die zum Nachdenken anregen, es gibt zwar einige, kleinere Kritikpunkte, aber im Großen und ganzen: TOP! Lesen lohnt sich!!!

4,5 von 5 Sternen!




Sie ist die Queen der Hood
Was sie macht macht sie good
Sie ist tough, sie ist street
Sie lebt nach ihrem eigenen Beat.
Zitat von Seite 313