Cover-Bild Verratenes Land

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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 896
  • Ersterscheinung: 19.08.2019
  • ISBN: 9783959673365
Greg Iles

Verratenes Land

Thriller
»Wir leben in schwierigen Zeiten. Und es ist nicht immer einfach, gut zu sein.« Dies muss Marshall McEwan feststellen, als er nach fast 30 Jahren wieder in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi, zurückkehrt.
Nach wie vor wird das Wohl und Wehe der Stadt durch den »Bienville Poker Club« gelenkt - ein zwielichtiger Zusammenschluss der Reichen und Mächtigen, der noch aus den Tagen des Bürgerkriegs stammt. Genau dort fängt Marshall mit seinen Nachforschungen an, als Buck Ferris, Archäologe und Ziehvater von Marshall, unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt.
Denn seine Ausgrabungspläne gefährdeten das Bauvorhaben der neuen chinesischen Papiermühle. Und es sind die Mitglieder des Poker Clubs, die das größte Interesse an diesem Deal haben. Dass ausgerechnet Max Matheson, Schwiegervater von Marshalls Highschool-Liebe und Vater seines Jugendfreundes, Mitglied des illustren Clubs ist, macht seine Ermittlungen noch brisanter.

»Ein großartiges Werk von herausragender Bedeutung, voller Kraft und von großer Ernsthaftigkeit.« Washington Post über die Natchez-Trilogie

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 36 Regalen.
  • 2 Mitglieder lesen dieses Buch aktuell.
  • 15 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2019

Spannender Südstaaten-Thriller, der zum Nachdenken anregt

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Marshall McEwan, ein Journalist aus Washington, kehrt nach vielen Jahrzehnten in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi, zurück. Ursprünglich gekommen, um seine Mutter bei der Pflege des schwerkranken ...

Marshall McEwan, ein Journalist aus Washington, kehrt nach vielen Jahrzehnten in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi, zurück. Ursprünglich gekommen, um seine Mutter bei der Pflege des schwerkranken Vaters zu unterstützen, erlangt er Informationen, die den "Bienville Pokerclub" (ein Zusammenschluss der reichsten und mächtigsten Männer der Region) direkt mit dem Mord an Buck Ferris (einem guten Freund und Mentor Marshalls) in Verbindung bringen.
Im Laufe seiner Recherchen stößt Marshall auf weitere Ungereimtheiten und Verflechtungen, die ein ungeahntes Ausmaß annehmen.

Der neueste Thriller aus der Feder von Greg Iles ist aus der Sicht des Protagonisten geschrieben und beleuchtet nicht nur die Gegenwart, sondern auch Marshalls Vergangenheit (mitsamt seiner Traumata) und die der Mississippi-Region, die schließlich zu den aktuellen Ereignissen führen. Im Laufe der Handlung durchläuft Marshall eine persönliche Entwicklung, die ich sehr gut erzählt fand. Sehr interessant ist außerdem, dass immer wieder Bezug auf die Geschichte der Südstaaten Amerikas genommen wird, was dem Ganzen noch mehr Hintergrund verleiht.
Am Ende ist es auch ein wenig David gegen Goliath und regt zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, über die Klassenunterschiede und die Machtverteilung an.

Das Buch umfasst 832 Seiten und ist stellenweise sehr langatmig verfasst. Dies ist so ziemlich der einzige Kritikpunkt, den ich habe, denn einiges wäre meiner Meinung nach auch kürzer zu erzählen gewesen. Gerade am Anfang hätte ich mir einen schnelleren Einstieg gewünscht. Ansonsten finde ich sowohl die persönliche Erzählweise, als auch die teilweise unvorhergesehenen Wendungen sehr positiv. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich würde es vor allem denjenigen empfehlen, die sich gerne tief in eine Geschichte versenken, geschichtliche Hintergründe zu schätzen wissen und lange an einem Buch lesen möchten.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Südstaaten Thriller für Geduldige

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Marshall McEwan ist ein hochdekorierter Journalist und Pulizerpreisträger. Er kehrt nach knapp 30 Jahren in seine Heimat in Bienville, Mississippi zurück, um seiner Mutter zu helfen, die sich um den krebskranken ...

Marshall McEwan ist ein hochdekorierter Journalist und Pulizerpreisträger. Er kehrt nach knapp 30 Jahren in seine Heimat in Bienville, Mississippi zurück, um seiner Mutter zu helfen, die sich um den krebskranken Vater kümmert, mit dem er nie eine gute Beziehung hatte. Dabei trifft er auf alte Bekannte, Freunde und auf seine Jugendliebe, die er insgeheim nie vergessen hat. Als sein Ziehvater Buck Ferris unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird, beginnt Marshall zum Unwillen der örtlichen Polizei auf eigene Faust zu ermitteln und entblösst viele Geheimnisse. Nichts wird wieder so sein wie es war.
Die fast 820 Seiten, die das Buch umfassen, strecken so einige Leser zurück, diejenige aber, die dicke Schmöcker lieben, werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Bis in die letzten Seiten hält dieser Thriller einen gefangen und hat ausserdem noch einige überraschende Wendungen parat. Der Leser wird mit den schrecklichsten menschlichen Abgründen konfrontiert, die einen zum Nachdenken anregen. Ein sehr zu empfehlender Südstaaten Thriller mit einigen geschichtlichen Erwähnungen, volle Punktzahl von meiner Seite aus.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Trumps Amerika literarisch aufbereitet

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Die Machenschaften um die Ansiedlung einer Papierfabrik stehen im Zentrum von Greg Iles‘ neuem Roman „Verratenes Land„. Zugleich ist das Buch eine Abrechnung Iles‘ mit dem Amerika Trumps. Eine Abrechnung ...

Die Machenschaften um die Ansiedlung einer Papierfabrik stehen im Zentrum von Greg Iles‘ neuem Roman „Verratenes Land„. Zugleich ist das Buch eine Abrechnung Iles‘ mit dem Amerika Trumps. Eine Abrechnung freilich, bei der die Grenzen zwischen gut und böse sich verwischen.

Eine illustre Gruppe einflussreicher Männer, der Poker Club, bestimmt die Geschicke der Stadt Bienville, die im Gegensatz zu den Städten ringsherum zu etwas Wohlstand gekommen ist. Nun soll die Ansiedlung einer Papierfabrik für weiteren Wohlstand sorgen. Allerdings soll sie auf einer Kultstätte der Indianer gebaut werden, was der Poker Club zu vertuschen versucht, um das Bauvorhaben nicht zu gefährden. Verraten wird das Land bei Iles nicht an die Russen, sondern an China.

Der Journalist Marshall McEwan kehrt als Pulitzer-Preisträger in seine Heimatstadt Bienville zurück und macht es sich zur Aufgabe, den Skandal um die chinesische Papierfabrik aufzudecken. Dabei zeigt sich das Ringen um Macht und Einfluss und der Verlust demokratischer Spielregeln, wie es in den USA unserer Zeit der Fall ist. Iles hält seinem Land somit den Spiegel vor, ohne politische Parolen kundzutun.

Neben der Auflösung eines Mordes war dies für mich der spannendste Leseanreiz für das Buch. Iles spielt den Versuch durch, im Amerika Trumps unpolitisch zu sein – ein Versuch, der scheitern muss. Stattdessen wird offen Einfluss, Macht, Gier und die Befriedigung eigener Interessen eingefordert. Die Zeiten, in denen der Wohlstand aller im Vordergrund stand – sie sind Geschichte. Das Wohl der Stadt: bedacht wird es nur, wenn man selbst daraus Nutzen zieht – ob auf legalem oder illegalem Wege tut nichts zur Sache. Moral sucht man vergebens in „Verratenes Land„. Schuld findet man mannigfach.

Die Anlage des Romans, der Gute (Marshall) gegen die Bösen (der Poker Club), wird mehrfach aufgelöst, ja gesprengt. Seine Meinung über die Charaktere des Buches muss man als Leser immer wieder hinterfragen.

Wie man es von Greg Iles gewohnt ist, gibt es auch in „Verratenes Land“ überraschende Wendungen, allerdings war mir die Auflösung an einzelnen Stellen zu unglaubwürdig.

Wie man es von Greg Iles gewohnt ist, gibt es in dem Roman jede Menge Nebenhandlungen, die für den Fortgang der Handlung völlig unbedeutend sind. Wer sich damit nicht anfreunden kann, wird in dem Roman einige Längen entdecken. Mir haben gerade diese gut gefallen.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Allein gegen den Bienville Poker Club

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Der Journalist und Pulitzer - Preisträger Marshall McEwan kehrt nach 30 Jahren in Washington in die Kleinstadt Bienville in Mississippi zurück, weil sein Vater, Inhaber der dortigen Zeitung, sterbenskrank ...

Der Journalist und Pulitzer - Preisträger Marshall McEwan kehrt nach 30 Jahren in Washington in die Kleinstadt Bienville in Mississippi zurück, weil sein Vater, Inhaber der dortigen Zeitung, sterbenskrank ist. Marshall beginnt eine Affäre mit seiner Jugendliebe Jet, die mit seinem besten Freund aus Kinder- und Jugendjahren Paul verheiratet ist. Dann wird der Archäologe Buck Ferris, Marshalls Mentor aus Jugendzeiten, tot aus dem Mississippi geborgen. Buck wollte beweisen, dass das Gelände, auf dem eine Papierfabrik, die das Überleben der Stadt sichern soll, geplant ist, eine alte Kultstätte der Indianer war. Das hätte die Fabrik verhindert und damit die gewinnbringenden Geschäfte einer Männerriege - dem Bienville Poker Club - durchkreuzt. Marshall will den Mord an seinem Ersatzvater Buck sühnen, mit Jet ein neues Leben beginnen und die Macht der alten Männer brechen. Doch die Dinge sind kompliziert und Marshall könnte nicht nur seine Integrität und seine materielle Existenz, sondern auch sein Leben verlieren.
Das Buch ist mit das Beste, was ich seit langem gelesen habe. Die Geschichte fließt gemächlich wie der Mississippi dahin. Doch unter der ruhigen Oberfläche warten tückische Strömungen und lebensbedrohliche Strudel. Die Ereignisse beginnen mit dem Mord an Buck Ferris, der vertuscht werden soll. Langsam trägt der Autor immer mehr Schichten der vermeintlich biederen Gesellschaft ab, schildert Geschehnisse aus der Vergangenheit, deren Auswirkungen noch die Gegenwart beeinflussen und legt eine korrupte und zutiefst unmoralische Elite offen. Die Handlung nimmt mit jedem Kapitel mehr Fahrt auf. Zeitweise war ich mir nicht mehr sicher, wem ich trauen kann. Immer, wenn ich glaubte, ich hätte das Geflecht der Leidenschaften und Machtinteressen durchschaut, gab es eine überraschende Wendung. Marshall, der voller Schuldgefühle ist, war mir sympathisch, weil er versucht, das Richtige zu tun. Nur ist das nicht immer leicht zu erkennen. Jets Rolle ist bis zum Schluss undurchsichtig. Ich habe sie als manipulativ empfunden. Der Bienville Poker Club ist eine Klasse für sich : reich, mit politischem Einfluss, skrupellos, macht- und geldgierig. Leider kann ich mir gut vorstellen, dass es solche Cliquen gibt.
Das Buch war absolut fesselnd und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es war sicher nicht das letzte Buch, das ich von diesem Autor lesen werde.

Veröffentlicht am 09.09.2019

spannender Südstaaten-Epos

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Inhalt:
Marshall McEwan hat vor 30 Jahren, nach dem tragischen Tod seines Bruders und dem daraus resultierende Zerwürfnis mit seinem Vater, seine Heimatstadt Bienville verlassen und sich als Journalist ...

Inhalt:
Marshall McEwan hat vor 30 Jahren, nach dem tragischen Tod seines Bruders und dem daraus resultierende Zerwürfnis mit seinem Vater, seine Heimatstadt Bienville verlassen und sich als Journalist eine eigene Existenz aufgebaut. Nun aber kommt er zurück um seiner Mutter bei der Pflege seines totkranken Vaters zu helfen. Wie er schnell feststellt, hat sich seit seinem Weggang nicht viel verändert. Wie schon in seiner Kindheit herrscht der berüchtigte Poker-Club, ein zwielichtiger Zusammenschluss der Reichen und Mächtigen, über die Stadt.
Als dann sein „Ziehvater“ Buck Ferris ermordet wird, weil er mit seinen archäologischen Ausgrabungen den Bau der neuen Papierfabrik gefährdet, sticht Marshall in ein Wespennest.

Eigene Meinung / Fazit:
Wenn man Bücher von Greg Iles kennt, weiß man, dass man – wenn auch der Klappentext es vermuten lässt – nicht einfach einen Krimi erwarten kann.
Sehr ausschweifend – aber nicht unangenehm – taucht Iles in die Tiefen der menschlichen Abgründe ein. Vom Krieg und seinen teilweise dramatischen Folgen für die Menschen über Familiengeheimnisse und Korruption bis hin zum Landesverrat ist in diesem Werk alles vorhanden. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, daher lässt sich das Buch auch gut lesen. Neben den spannenden Teilen gibt es immer wieder wunderschöne Landschaftsbeschreibungen aber auch Ausflüge in die Politik und die Geschichte des Landes. Das wiederum führt zu ein paar Längen auf den fast 900 Seiten.
Auf den letzten 300 Seiten allerdings kann man sich über zu wenig Spannung definitiv nicht beklagen. Ab da konnte ich das Buch nur noch sehr schwer aus den Händen legen und wollte am liebsten in einem Rutsch fertig lesen.
Wen es nicht stört, dass der Mord, der auf dem Klappentext so in den Vordergrund gerückt wird, in der eigentlichen Handlung etwas in den Hintergrund rückt, wer spannende Geschichten über Macht und Korruption und Familiendramen liest, der wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Für das gesamte Buch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.