Cover-Bild Die Rebellion von Laterre

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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Apokalypse
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 04.11.2019
  • ISBN: 9783426524824
Jessica Brody, Joanne Rendell

Die Rebellion von Laterre

Roman
Carina Schnell (Übersetzer)

Drei junge Menschen – ein Planet im Chaos einer blutigen Revolution – ein gemeinsames Schicksal:
»Die Rebellion von Laterre« von Jessica Brody ist eine atemraubende Mischung aus Liebes-Geschichte und Science Fiction mit Figuren, die dich noch lange begleiten werden.

Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Chatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.

Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.

Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.

Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2020

Spannende Mischung aus Science-Fiction und Dystopie

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Beschreibung

Als sich die Menschen vor über 500 Jahren auf dem Planeten Laterre ansiedelten versprach der Neuanfang ihnen Hoffnung, doch nun verhungern die Armen auf den dreckigen Straßen der Elendsviertel ...

Beschreibung

Als sich die Menschen vor über 500 Jahren auf dem Planeten Laterre ansiedelten versprach der Neuanfang ihnen Hoffnung, doch nun verhungern die Armen auf den dreckigen Straßen der Elendsviertel während die herrschende Elite des monarchischen Staatsapperates alles daran setzt die Kontrolle zu behalten.

Während die Situation aus den Fugen zu geraten droht und die Rebellen auf eine Revolution hinarbeiten, versucht das diebische Mädchen Chatine, welches sich als Straßenjunge ausgibt, genügend Geld für die Flucht von Laterre zu sparen, dabei kreuzt sich ihr Weg mit dem des angehenden Offiziers Marcellus, dessen Großvater eine mächtige Position begleitet und der durch den Tod seines Vaters, der des Verrats bezichtigt wurde, in eine schwierige Lage gerät. Das geheimnisvolle Mädchen Alouette, die in einer verborgenen Zufluchtsstätte aufgewachsen ist, wagt sich zum ersten Mal an die Oberfläche und ahnt dabei nicht, dass sie das Schicksal mit Chatine und Marcellus zusammenführen wird.

Meine Meinung

Die Autorinnen Jessica Brody und Joanne Rendell haben zusammen den mitreißenden Science-Fiction Roman »Die Rebellion von Laterre« geschrieben, der sich durch seinen utopischen Handlungsrahmen auszeichnet und als moderne Adaption des französischen Klassikers »Les Misérables« von Victor Hugo gehandelt wird. Diesen Klassiker habe ich allerdings noch nicht glesen, lediglich die Filmfassung von 1998 mit Liam Neeson und der Musical-Film mit Hugh Jackman von 2012 sind mir bekannt, daher konnte ich auf jeden Fall einige Parallen erkennen.

Das utopische Weltbild des Lebens auf dem Planeten Laterre ist durch die Hierarchie des monarchischen Staates geprägt. Der Patriarche und seine Matrone residieren in der extra eingerichteten Biokuppel Ledôme im Grand Palais, das gleichzeitig auch das teuerste Gebäude im ganzen Système Divin ist, damit ist die Monarchenfamilie die Spitze des ersten États. Die Mitglieder des zweiten États bilden sich aus wichtigen Persönlichkeiten der Regierung, zu ihnen zählt auch der angehende Offizier Marcellus Bonnefaçon und sein mächtiger Großvater. Der Großteil der Bevölkerung, die Arbeiter auf dessen Säulen die Gesellschaft aufbaut, gehört dem dritten État an, sie leben in ärmlichen Verhältnissen und arbeiten sich für wenig Geld und die Hoffnung auf den Gewinn bei der Himmelfahrtslotterie fast zu Tode.

Chatine stammt aus einer Familie voller Diebe und so schlägt sie sich verkleidet als Junge durch die verwahrloste Gegend der Frets während ihre Schwester brav ihrer zugeteilten Arbeit in einer Textilfabrik nachgeht und sich durch ihre ehrliche Arbeit die Chance auf eine Auffahrt in den zweiten État durch die Lotterie ersehnt. Im Kontrast dazu stiehlt sich Chatine unter ihrem männlichen Deckmantel als Théo das nötige Geld zusammen, um sich ihren Traum, die Flucht auf einen anderen Planeten, erfüllen zu können

Als Marie, die Tochter des Monarchenpaares ermordet wird, lässt dies die Grundfeste der Regierung ins Wanken geraten. Die Angst der herrschenden Elite wird durch die erneute Formation einer Rebellion geschürt, daher sehen sie sich dazu veranlasst, die Himmelsfahrtslotterie einzustellen. Diese Entscheidung liefert der hart arbeitenden Bevölkerung den Funken, der die ersten Aufstände entfacht.

Brody und Rendell erzählen die Geschichte gleich aus mehreren Perspektiven, so dass man die unterschiedlichen Hauptcharaktere Marcellus, Chatine und Aloutte und deren Sorgen, Hoffnungen und Ängste während des Handlungsverlaufes immer besser kennen lernt. Ihr Erzählstil polarisiert dabei vor allen Dingen durch die Vermischung der Wörter mit einem französischen Akzent, die aber auch ohne Sprachkenntnisse für die Leser*innen verständlich sind.

Dem Autorinnenduo ist es gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite mit ihrer geschickt gesponnenen Geschichte an die Seiten zu fesseln. Die Mischung aus Weltraumsetting, der hierarchischen Gesellschaftsstruktur, die jede Menge Raum für Spionage, Intrigen und Machtspiele lässt, und die authentischen Charaktere ergeben ein dynamisches und gut funktionierendes Gesamtkonstrukt ab. Die Spannung ergibt sich dabei vor allen Dingen durch Geheimnisse die sich um Alouette Taureau, die Rebellen und die Rolle von Marcellus Vater bei dem Ganzen, ranken.

Dieser gelungene Reihenauftakt macht auf jeden Fall Lust auf mehr, wobei ich es wünschenswert fände, wenn sich im nächsten Teil der Reihe noch ein paar überraschende Wendungen ergeben würden. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was sich Brody und Rendell für ihre Figuren und ihre Welt in der Galaxis noch einfallen lassen werden.

Fazit

Absolut spannende Mischung aus Science-Fiction und Dystopie, die mit Spionage und Verrat sowie mit besonders interessante Akteuren garantiert für mitreißende Unterhaltung sorgt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Vergangene Zeiten treffen auf moderne Elemente und sorgen so für faszinierendes Setting

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Klappentext
„Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren ...

Klappentext
„Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Chatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.

Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.

Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.

Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?“

Gestaltung
Das Symbol in der Covermitte, das der heraldischen Lilie der französischen Monarchie ähnelt, sieht in meinen Augen aus als wäre es aus Gold gegossen. Zu den Seiten hin löst sich das Symbol in Flüssigkeit und Spritzer auf, was eine interessante Idee ist angesichts der Handlung des Buches. Der rot-schwarze Hintergrund passt auch gut zu dem goldenen Farbton des Symbols. Die angeleuchteten Monde bzw. Planeten deuten dabei auch schon ein wenig auf die Handlung hin, was ich gut finde, da man so auf den ersten Blick sieht, was einen beim Lesen erwarten könnte.

Meine Meinung
Tatsächlich wurde ich durch den ansprechenden Klappentext neugierig auf die Geschichte, denn in „Die Rebellion von Laterre“ geht es um eine Art düsteres Zukunftsszenario, in welchem sich eine Rebellion andeutet. Eingebunden in diese Entwicklungen sind drei junge Menschen, deren Schicksal miteinander verknüpft zu sein scheint: Chatine, Marcellus und Alouette. Je nachdem wie sie sich entscheiden, wird sich das Schicksal von Laterre ändern…

Das Setting des Buches fand ich sehr besonders und total cool, weil es mal etwas anderes ist. So leben die Menschen nicht mehr auf der Erde, sondern unter anderem auf dem Planeten Laterre. Hier gibt es eine klare Trennung in Klassen: die Elite, die Arbeiter und die Armen. Dabei fand ich die Verbindung von vergangenen Zeiten mit Zukunftselementen total gelungen, denn die Lebensbedingungen auf Laterre erinnern eher an die Vergangenheit, obwohl die Geschichte in der Zukunft spielt und die Menschen auf fremden Planeten wohnen. Eine interessante Kombination, wie ich finde!

Das Klassensystem zeigt auch eindeutig, dass die Lebensumstände nicht nur hart sind, sondern teilweise auch die Menschenwürde verletzend. So kommt ein gesellschaftskritischer Ansatz in die Geschichte, der zeigt, dass eine Einteilung in Klassen, bei denen jeder nur an sich denkt, mehr als grausam ist.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, hatte ich im Internet herausgefunden, dass „Die Rebellion von Laterre“ eine Art Neuinterpretation von „Les Misérables“ ist. Ich kenne „Les Misérables“ nicht, aber im Nachhinein erklärte sich mir nun mein Eindruck, den ich beim Lesen hatte, denn ich dachte immer wieder, dass manche Wörter einen französischen „Einschlag“ hatten. Ich fand dies beim Lesen tatsächlich erst auch etwas gewöhnungsbedürftig, da ich es beim Lesen etwas sperrig fand.

Die Handlung und vor allem die drei Charaktere konnten mich jedoch sehr von sich überzeugen. So lernte ich zunächst die drei jungen Helden und ihre Lebenswelten kennen und erlebte anschließend hautnah mit, wie sich ihr Leben auf den Kopf stellte und sich komplett änderte. Verrat und Lügen von Menschen, denen sie trauten oder die Wahrheit über bestimmte Dinge, an die sie glaubten, zeigen, dass es ein Lügengebilde gab, in dem sie lebten. Hierdurch gibt es spannende Erkenntnisse, die durch die Frage, inwieweit die drei das Schicksal von Laterre in ihren Händen halten, noch fesselnder werden. Das Ende ist durchaus zufriedenstellend, gleichzeitig wirkte es auf mich aber auch so, als wäre es erst der Beginn von etwas ganz großem.

Fazit
Auch wenn ich mich erst an die französischen Begriffe im Text gewöhnen musste, so liest sich „Die Rebellion von Laterre“ dennoch ungemein spannend, da die Handlung voller Lügen und Erkenntnisse ist, die den Weg der Protagonisten bestimmen. Das Setting auf einem fremden Planeten mit fortgeschrittener Technologie in Kombination mit Strukturen der Vergangenheit fand ich sehr reizvoll. Auch gefiel mir der gesellschaftskritische Ansatz der Geschichte gut.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die Rebellion von Laterre
2. Between Burning Worlds (erscheint voraussichtlich 2020 auf Englisch)

Veröffentlicht am 23.02.2020

Die Rebellion von Laterre

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Ich weiß gar nicht, wie ich die Rezension anfangen soll. Ich möchte so viel erzählen, dass ich gar nicht genau sagen kann, was ich zuerst erzählen soll. Vorweg kann ich aber sagen, dass ich das Buch sehr ...

Ich weiß gar nicht, wie ich die Rezension anfangen soll. Ich möchte so viel erzählen, dass ich gar nicht genau sagen kann, was ich zuerst erzählen soll. Vorweg kann ich aber sagen, dass ich das Buch sehr genial finde. Sehr, sehr genial sogar.
Die Geschichte fing sehr ruhig an, wurde immer rasanter und landete dann mit einem Knall, den ich jetzt so nicht erwartet habe. Das Ende habe ich so nicht kommen sehen und ich muss auch ehrlich sagen, dass es mich leicht schockiert. Dass die beiden Autorinnen das Buch in diese Richtung gelenkt haben, gerade was Chantine angeht. Das ist wirklich richtig genial. Alleine deswegen kann ich den zweiten Band schon gar nicht abwarten.

Aber nicht nur deswegen. Auch die anderen beiden Charaktere bekommen zum Ende des Buches eine Richtung, die mega ist. Okay, mit denen habe ich gerechnet, weil sie Schritt für Schritt in diese Richtungen gegangen sind. Aber es ist trotzdem mega zu lesen, dass es so gekommen ist. Ich muss auch hier unbedingt wissen, wie es weiter geht. Eigentlich ganz gemein, wie es endet.
Ich mag alle drei Charaktere unheimlich gerne. Sie sind so grundverschiedenen und habe alle drei ihre Eigenarten. Und alle drei haben etwas an sich, was sie unglaublich interessant macht.

Wer jetzt denkt, dass es eine Dreiecksbeziehung ist, den muss ich leider enttäuschen. Ja, es gibt kleine Liebeleien und hier und da ein paar flatternde Herzen, aber das war es auch schon. Es könnte vielleicht sein, dass sich da was anbahnt, aber ich lege nicht meine Hand ins Feuer, dass es auch wirklich passieren wird. Und genau das ist so genial. Endlich mal ein Jugendbuch / Dystopie / Science Fiction, welches ohne eine großartige Liebesgeschichte auskommt. Und das will schon was heißen.

Dass die beiden Autorinnen wissen was sie tun, das merkt man eindeutig. Sie können schreiben und man merkt auch direkt wie gut sie harmonieren. Sie sind ein richtig geniales Duo, also sie haben da ein mega Werk hingelegt. Man merkt auch gar nicht, dass zwei Autorinnen schreiben. Ich könnte jetzt nicht definieren, dass dieser eine Charakter von der oder von der Autorin geschrieben wird.

Was jetzt aber nicht heißen soll, dass es eintönig ist. Die Geschichte kann man aus den drei Sichtweisen der Charaktere lesen. Sie überschneiden sich in der Geschichte schon, da der Übergang der Kapitel- und somit Sichtwechsel oft in einer Szene passiert. Es ist sehr genial zu lesen, wie zwei oder sogar alle drei Charaktere eine Situation erleben. Unterschiedlich sehen und wahrnehmen. Die Wege der drei Charaktere trennen sich mal und mal sind wieder welche vereint. Es ist ein Hin und Her, aber ein angenehmes. Ich fühlte mich in keinster Weise durcheinander gebraucht oder gar überfordert.

Einziges Manko, wo ich allerdings noch drüber stehe, ist das Setting. Es ist mir ein Hauch zu wenig. Die Welten bzw. Herkünfte der drei Charaktere sind grundverschieden. Die Erklärungen sind zwar da, aber es ist mir etwas zu wenig. Ich hätte mir hier ein paar mehr Wörter zu gewünscht.

Aber dennoch bin ich absolut begeistert von diesem Buch. Ich kann gar nicht abwarten, dass es endlich weiter geht.

Veröffentlicht am 23.02.2020

Nichts für mich, aber vielleicht für dich?

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Allgemeines:

Die Rebellion von Laterre bildet den ersten Band der Reihe Die Rebellion der Sterne und wurde von einem Autorenteam verfasst. Jessica Brody und Joanne Rendell haben das Buch gemeinsam geschrieben.

Als ...

Allgemeines:

Die Rebellion von Laterre bildet den ersten Band der Reihe Die Rebellion der Sterne und wurde von einem Autorenteam verfasst. Jessica Brody und Joanne Rendell haben das Buch gemeinsam geschrieben.

Als Paperback mit 411 Seiten ist der Roman am 04.11.2019 im Knaur Taschenbuchverlag erschienen. Anders als von mir gewohnt seid, ist er nicht in das Genre der Fantasy, sondern im Bereich der Science Fiction angesiedelt.

Inhalt:

„Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Chatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.
Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.
Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.
Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?“ (Quelle: Verlagsseite Droemer Knaur)

Meine Meinung:

Inhaltlich hat mich die Beschreibung dieses Buches sehr angesprochen. Ich wollte unbedingt wissen, was sich wohl hinter dieser spannend beschriebenen Geschichte verbergen mochte. Mit viel Lesemotivation machte ich mich an die Lektüre. Nach und nach musste ich mir jedoch selbst eingestehen, dass der Funke einfach nicht überspringen wollte. Ich legte das Buch weg, ließ mir Zeit, versuchte es erneut. Ich habe es beendet, aber beim Lesen begleitete mich ein Gefühl des Vermissens. Ich suchte nach dem Besonderen, dem, was mein Leserherz höherschlagen lassen würde. Vielleicht nach einem überraschenden Element, ja, nach dem gewissen Etwas, nach Innovation.

Eigentlich hat das Buch ganz viel, in dem dieses Etwas stecken könnte. Zum Beispiel wäre da die Entwicklung der einzelnen Handlungsstränge, der Geschichte an sich. Eine Welt, in der das Leben lebenswerter sein soll, ein Volk, das Hoffnung in sich trägt, auf einem anderen Planeten sein Glück zu finden. Die Umsetzung ist jedoch stereotypisch. Natürlich unterdrücken die oberen Bevölkerungsschichten die unteren. Natürlich werden viele Dinge nicht bemerkt, die beinahe eindeutig sind. Selbstredend hatte niemand eine Ahnung davon, wie schlimm die Wahrheit tatsächlich sein mag. Niemand außer dem Leser selbst. Der hat nämlich viel Leseerfahrung und konnte dadurch etliche Handlungssituationen voraussehen. Infolgedessen war das Buch für mich langatmig und in großen Teilen eher langweilig, da etliche Ereignisse für mich vorhersehbar waren.

In meinem Lesefluss gestört und irritiert hat mich die Übersetzung des Buches. Man merkt, dass die Autorinnen französische Namen verwendet haben. Schöne und einfallsreiche Namen, die mich begeistern konnten. Einige der darüber hinaus verwendeten Begriffe wurden jedoch nicht ins Deutsche übersetzt, sondern direkt übernommen. Clochard, Croiseur, Medecin, Defecteur – um nur einige zu nennen. Da es sich nicht um spezielle Eigennamen handelt, die die Autorinnen sich ausgedacht haben, wirkt es befremdlich, dass sie nicht übersetzt worden sind. Zudem entstehen dadurch manchmal merkwürdige Formen im Deutschen, denen zum Beispiel das Genitiv-S fehlt. Ich empfehle euch, die Leseprobe zu lesen und für euch selbst zu entscheiden, ob der dadurch entstehende Schreibstil für euch angenehm zu lesen ist.

Fazit:

Ein Buch, das mich leider nicht von ganzem Herzen begeistern konnte, da ich das gewisse Etwas vermisst habe. Ich werde die Reihe nicht weiterfolgen. Aber vielleicht ist sie etwas für dich und du siehst das ganz anders?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2020

Sci-Fi Dystopie mit Highlight Charakter

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Vor über 500 Jahren mussten die Menschen die zerstörte Erde verlassen, seitdem bieten ihnen mehrere Planeten im Weltraum eine neue Heimat. Einer von ihnen ist Laterre. Doch die Menschen sind, was sie sind ...

Vor über 500 Jahren mussten die Menschen die zerstörte Erde verlassen, seitdem bieten ihnen mehrere Planeten im Weltraum eine neue Heimat. Einer von ihnen ist Laterre. Doch die Menschen sind, was sie sind und haben sich nach wie vor nicht verhindert. Während die Elite über den Planeten herrscht und regiert, verhungern die Armen in den Gassen des wolkenverhangenen Planeten. Die junge Diebin Chatine ist eine von ihnen, die alles dafür tun würde, um Laterre zu verlassen. Als sie den jungen Marcellus, Enkel des ersten Generals des Planeten, kennenlernt und er ihr vertraut, zumal er sie für einen Jungen hält, wird sie vom General zur Spionage verführt. Marcellus soll einst der mächtigste Mann Laterres werden, doch schon sein Vater galt als Verräter. Zu guter Letzt ist da noch Alouette, die in einem unterirdischen Zuflucht aufwächst, um dort die letzten Bücher der irdenen Welt zu bewachen und zu beschützen.
Meine Meinung
Wieder einmal ist es ein wirklich großartiges Cover, das meine Aufmerksamkeit auf dieses Buch lenkte. Auch der Klappentext versprach eine aussergewöhnliche Geschichte, die sich beim Lesen dann auch schnell für mich zu einem absoluten Highlight entwickelte.
Die Geschichte liest sich eigentlich leicht und flüssig, allerdings sind hier einige Begriffe so gelassen, wie sie wohl auch im Original zu sein scheinen, nämlich mit französischem Hintergrund. So ließen mich Fabrique, Mètres und Centimètres zu Beginn noch ein wenig zögern. Doch schnell gewöhnte ich mich an diese Begriffe.
Ansonsten haben die Autorinnen mit Laterre ein absolut aussergewöhnliches Worldbuilding geschaffen. Ja, es ist nicht die Erde, auf der diese Geschichte spielt und doch bleibt hier eher das dystopische Setting im Vordergrund und nur wenige Details geben den Sci-Fi Charakter wieder, wie z. B. die Cyborgs. Laterre wirkt düster, schmutzig, hoffnungslos, regnerisch, kalt und die Sols (Sonnen) sind weit entfernt. Die Menschen leben in drei unterschiedlichen Schichten: der erste Etat, die Herrscherfamilie, der zweite Etat, der regiert und der dritte Etat, die Arbeiterklasse. Während die ersten beiden unter einer Art klimatisierter Kuppel leben, verbringen die Armen ihr Leben hungernd im Schmutz Laterres. Verbrechen sind im dritten Etat an der Tagesordnung und eine der Protagonisten kämpft hier täglich um ihr Überleben.
Die Geschichte hat mich absolut in ihren Bann gezogen. Es war unheimlich spannend und vieles geheimnisvoll und undurchschaubar. Viele Fragen bleiben weiterhin offen und manches wird im Laufe der Geschichte, einiges erst zum Ende hin geklärt. Ich war absolut eingefangen vom gesamten Geschehen. Die Rebellion von Laterre ist eine von diesen Geschichten, die nachdenken lassen und trotzdem noch spannend und unterhaltsam sind. Die gesamte Umsetzung hat mir auf jeden Fall ein abolutes Highlight gebracht.
Erzählt wird das ganze aus drei Perspektiven durch einen personalen Erzähler in der Er-/Sie-Form. Dadurch bekommt der Leser einen guten Blick auf drei junge Menschen, die nicht unterschiedlicher hätten aufwachsen können.
Chatine, die Diebin aus dem dritten Etat, mochte ich vom ersten Augenblick an. Sie handelt zunächst nur, um sich selbst Vorteile zu verschaffen, doch genau das konnte ich zu jeder Zeit absolut nachvollziehen. Ihre Eltern gehören einer der kriminellen Banden an und sie muss sehen, wo sie bleibt und wie sie klar kommt.
Marcellus, der Enkel des mächtigsten Mannes Laterres, wird hier zum ersten Mal mit dem Leben im dritten Etat konfrontiert. Er bekommt Zweifel an dem, was sein Großvater ihm über all die Jahre eingetrichtert hat und ist einfach ein so ehrlicher und freundlicher Charakter, der es dem Leser leicht macht, ihn zu mögen. Er wirkte durchaus sehr naiv, doch seine gesamte Entwicklung wurde richtig gut umgesetzt und man spürt, wie er immer mehr zum Nachdenken und Handeln angeregt wird.
Alouette, das Mädchen aus dem Untergrund, wirkt zunächst sehr geheimnisvoll. Man weiß nicht, wer sie wirklich ist und warum sie so versteckt wird. Sie selbst tappt ebenfalls lange im Dunkeln und bleibt so ein bisschen der geheimnisvolle Charakter.
Alle Charaktere, ob Haupt- oder Nebencharaktere, haben eines gemeinsam: sie sind facettenreich, authentisch und glaubwürdig.
Mein Fazit
Die Rebellion von Laterre ist eine spannende, mitreißende und flüssig erzählte Geschichte, die mit vielen neuen und interessanten Ideen punkten kann. Dabei werden hier ein dystopieartiges Setting mit Sci-Fi verknüpft und die Charaktere lassen den Leser mitfiebern und mithoffen. Großartige Geschichte, die mich nicht losgelassen hat und die ich regelrecht verschlungen habe. Ganz klares Lesehighlight!