Cover-Bild Das Bekenntnis

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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 592
  • Ersterscheinung: 04.03.2019
  • ISBN: 9783453272132
John Grisham

Das Bekenntnis

Roman
Kristiana Dorn-Ruhl (Übersetzer), Bea Reiter (Übersetzer), Imke Walsh-Araya (Übersetzer)

Wenn aus der Wahrheit Böses wächst - der neue große Roman von John Grisham

Oktober 1946 in Clanton, Mississippi. Pete Banning ist einer der angesehensten Bürger der Stadt. Der hochdekorierte Kriegsveteran hat es als Oberhaupt einer alt eingesessenen Familie mit dem Anbau von Baumwolle zu Reichtum gebracht. Er ist ein aktives Mitglied der Kirche, ein loyaler Freund, ein guter Vater, ein verlässlicher Nachbar. Doch eines Morgens wendet sich das Blatt. Pete Banning steht in aller Früh auf, nimmt ein leichtes Frühstück zu sich, fährt zur Kirche und erschießt den Pfarrer. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Gemeinde ist erschüttert, und es gibt nur eine einzige Frage: Warum? Pete Banning aber schweigt. Sein einziger Kommentar lautet: »Ich habe nichts zu sagen.« Und auch als ihm die Todesstrafe droht, bricht er sein Schweigen nicht. Ein Aufsehen erregender Prozess beginnt, an dessen Ende in Clanton nichts mehr ist, wie es zuvor war.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2019

Enttäuschend, 180 Seiten Kriegsgeschichte, die nichts mit dem Fall zu tun hat

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Angefangen hat das Buch gut. Man lernt Pete kennen, der ein guter Mensch scheint, wenn auch ein wenig wortkarg. Aber er ist auf seiner Farm und von seinen Arbeitern angesehen. Die meisten Personen sind ...

Angefangen hat das Buch gut. Man lernt Pete kennen, der ein guter Mensch scheint, wenn auch ein wenig wortkarg. Aber er ist auf seiner Farm und von seinen Arbeitern angesehen. Die meisten Personen sind sympathisch, bis auf wenige Ausnahmen. Und dann bringt Petre den Reverend um. Warum? Es war kein Grund erkennbar. Pete äußert sich nicht dazu, man tappt im Dunkeln. Er stirbt lieber als den Grund preis zu geben. Man erwartet, dass nun irgendwie der Grund für den Mord ans Tageslicht kommt. Man ist gespannt.

Stattdessen 180 Seiten Langweile. Teil 2 „Knochenacker“ dreht sich nur um den Krieg. Ich mag keine Kriegsbücher, hätte ich das vorher gewusst, ich hätte das Buch gar nicht erst gelesen. Ich habe die Seiten dann nur noch überflogen, weil ich dachte, irgend muss doch in dem Teil enthalten sein, dass zur Lösung des Mordes beiträgt. Nein, nichts. Gar nichts. Ich habe mich während dem Lesen mit einer Freundin ausgetauscht, die mit dem Buch schon durch war. Sie sagte mir, den Teil kannst du komplett lassen, er trägt nichts zu dem Fall bei. Ich habe daraufhin noch großzügiger drüber gelesen und es war wirklich so. Bitte was soll das? Muss Grisham für seinen Roman eine bestimmte Seitenzahl abliefern, damit er gedruckt wird? Das Gefühl hatte ich.

Im dritten Teil geht es dann wieder um den Mord und seine Aufklärung. Spannung kommt dabei aber nicht auf. Es plätschert vor sich hin. Eine Vermutung hat man schon. Na ja, dann weiß man es und denkt, schade um die Zeit, die ich in dieses Buch investiert habe.

Ich habe bisher einige Grishams gehört, gelesen und auch las Film gesehen. Dies war der Schlechteste von allen.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Wenn ein Kriegsheld in Friedenszeiten tötet

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Pete hat im Zweiten Weltkrieg Schreckliches erlebt. Was ihn durchtrug war der Gedanke an seine Familie in der Heimat. Aber als er zurückkehrt ist manches anders als erwartet. Für ihn steht fest, er muss ...

Pete hat im Zweiten Weltkrieg Schreckliches erlebt. Was ihn durchtrug war der Gedanke an seine Familie in der Heimat. Aber als er zurückkehrt ist manches anders als erwartet. Für ihn steht fest, er muss einen Mann töten. Er lässt sich nach der Tat widerstandslos festnehmen, schweigt jedoch hartnäckig als er nach dem Motiv gefragt wird. Das Urteil lautet Todesstrafe. Welches Geheimnis nimmt er mit sich in den Tod?

Dieses Buch ist in drei Teilen aufgeteilt, die sich stark voneinander unterscheiden. Im ersten Teil geht es um den Mord und die Folgen. Der Leser lernt Pete einerseits als geachteten Kriegshelden und Grundbesitzer kennen, wundert sich andererseits über diesen durchdachten Mord und Petes Schweigen. Da Pete selbst wenig Interesse daran hat sich zu verteidigen, kann sein Anwalt ihm auch nicht helfen, und er muss für seine Tat sterben.

Während der Leser im ersten Teil nicht viel über Petes Innenleben erfährt, wird sein Leben im zweiten Teil, „Der Knochenacker“, aufgerollt. Man spürt seine große Liebe zu seiner Familie und zu seinem Land. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, wird er eingezogen. Ungern lässt er alles zurück, um auf den Philippinen zu dienen.

Der Einsatz der US Armee endet schon bald in einer großen Katastrophe. Die Männer erleben unvorstellbare Grauen und Demütigungen. Und doch findet Pete einen Weg seinem Land weiterhin zu dienen. Durch diesen umfangreichen Teil des Buchs versteht der Leser besser, was für ein Mensch Pete ist. Aber der Einschub ist zu lang, denn der Leser kommt der Auflösung der aufgeworfenen Rätsel nicht näher.

Der dritte Teil führt den Leser zurück in die Zeit nach dem Tod Petes. Seine zwei liebenswerten Kinder, beides junge Erwachsene, haben nicht nur ihren Vater verloren. Durch Petes Tat stehen sie in Gefahr ihr Zuhause und alles, was ihnen lieb ist, zu verlieren. Und dann endlich, auf den allerletzten Seiten des Buchs wird das große Rätsel gelöst. Wer bis dahin mitgefiebert hat, wird vermutlich vom Ende enttäuscht sein. Die Spannung wurde solange aufrechterhalten, mit nur sehr wenigen Hinweisen auf den Ausgang. Danach wäre eine ausgefallenere Auflösung befriedigender gewesen.

Fazit: Ein wenig Justiz-Thriller, ein wenig Kriegsdrama, und ein wenig Familiensaga; eine ungewohnte Mischung. Wie immer bei Grisham, ist dieses Buch gutgeschrieben, mit sympathischen Charakteren. Stellenweise lässt die Spannung nach und die Auflösung enttäuscht, aber trotzdem ist es ein Buch, das man gerne liest.

Veröffentlicht am 13.05.2019

Das Bekenntnis

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Die Bücher von John Grisham sind für mich immer etwas besonderes. Ich liebe seinen Schreibstil sehr. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass ich, nachdem eins seiner Bücher gelesen habe, erst mal wieder ...

Die Bücher von John Grisham sind für mich immer etwas besonderes. Ich liebe seinen Schreibstil sehr. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass ich, nachdem eins seiner Bücher gelesen habe, erst mal wieder was Leichtes brauche. Seine Bücher bzw. sein Schreibstil ist nicht einfach. Viele Leser, die Grisham mal versucht haben, scheitern auch an seinem Stil. Ich mag seinen Stil unheimlich gerne lesen. Er schreibt kompliziert, holt teilweise sehr weit aus. Aber dieses weit ausholen hat in der Regel einen Sinn und trägt zur Geschichte bei. Dabei schreibt Grisham schon recht trocken, aber mit einer Leidenschaft. Ich denke, entweder mag man ihn lesen oder nicht. Es gibt nichts dazwischen.

So ist es auch in diesem Buch. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Zuerst der Mord von Pete und wie er verurteilt wird. Im zweiten Teil erfahren wir mehr über Pete. Was ihn im Krieg wiederfahren ist. Im dritten Teil geht es dann darum, wie die Familie von Pete leiden muss. Aber auch warum Pete das alles überhaupt gemacht hat.

Es ist schon krass zu lesen. Also eigentlich alles. Wie Pete drauf ist, warum er es gemacht hat, wie er verurteilt wird und wie er letztendlich hingerichtet wird. Grisham lässt einfach nichts aus und schildert jede kleine Kleinigkeit. Sehr erschüttert war ich, als Pete hingerichtet wurde. Mit was für einer Gleichgültigkeit die Menschen das getan haben. Der elektrische Stuhl kam zum Einsatz und wie kaltblütig das gemacht wurde. Einfach nur schlimm.

Am Ende des Buches schreibt Grisham, dass es vielleicht eine wahre Geschichte sein könnte, da er es schon selber miterlebt hat. Aber vielleicht könnte es auch alles ausgedacht sein. So wie er ins Detail geht, könnte es tatsächlich wahr sein. Ich kaufe es ihm auf jeden Fall ab.

Ich habe dieses Buch wirklich richtig gerne gelesen, obwohl es teilweise so krass war. Und weil es einfach vorhersehbar war. Ich dachte mir schon, dass es genauso kommen wird, wie es dann auch kam.
Der zweite Teil, da wo Pete im Kriegsgebiet war, fand ich extrem langweilig. Ich mag allerdings auch keine Kriegsgeschichten. Das ist so eine schlimme Zeit und ich finde es schade, dass es immer wieder vermarktet werden muss. Ja, es hat geholfen Pete ein wenig besser zu verstehen. Und vielleicht liegt es einfach nur am meinem Nichtgefallen an dem Krieg. Ob der Teil unbedingt sein musste, stelle ich jetzt mal in den Raum.

Die Charaktere, aber auch das Setting kommen mir absolut real vor. Es ist, als wäre der Autor schon mal genau dort gewesen und hat mit den Leuten gelebt. Ich finde es großartig gemacht und das mag ich an den Autor auch so gerne. Er lebt es. Er lässt die Charaktere und das Setting echt werden. So, dass man sich mit denen identifizieren kann.
Krass eben auch, weil es in Mississippi spielt. Wenn man an Mississippi und Baumwollplantagen denkt, dann immer direkt mit der Rassentrennung. Ein Thema, das mich immer noch sehr berührt. Immer wieder aufs Neue. Klar ist es hier auch Thema, aber es ist mal nur nebensächlich und Menschen werden fast wie Menschen behandelt, egal wie sie aussehen.

Für mich ist dieses Buch wieder ein sehr gelungenes Grisham-Buch, das ich wirklich gerne gelesen habe. Wer Grisham mal ausprobieren möchte, dem rate ich sehr gerne zu diesem Buch.
Also ja, eine Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 21.03.2019

Der Wahrheit auf der Spur...

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Zum Inhalt:
Pete Banning ist ein angesehener Bürger der Stadt Clanton in Mississippi der 40er Jahre und besitzt große Baumwollplantagen. Er diente im Krieg gegen die Japaner, wurde in Gefangenschaft genommen ...

Zum Inhalt:
Pete Banning ist ein angesehener Bürger der Stadt Clanton in Mississippi der 40er Jahre und besitzt große Baumwollplantagen. Er diente im Krieg gegen die Japaner, wurde in Gefangenschaft genommen und schaffte es sogar den Todesmarsch von Bataan zu überleben und zu seiner Familie zurückzukehren. Er wird als Held gefeiert, bis zu dem Tag, an dem er früh aufsteht und nach dem morgendlichen Frühstück zur Kirche fährt, um den Reverend zu erschießen. Er wird verhaftet und kommt vor den Richter, doch Banning schweigt über seine Motive. Auch als ihm der elektrische Stuhl droht, bricht er nicht sein Schweigen. Mit seinem Schicksal hat er abgefunden und ist bereit, dafür zu büßen. Allerdings ist das Rätsel um seine Tat noch viel komplizierter, da nicht einmal Banning selbst die ganze Wahrheit kennt.



Meine Leseerfahrung:
John Grisham schreibt wie immer grandios und hat einen angenehm lockeren Erzählstil, der ohne nennenswerte Abschweifungen meist immer zum Punkt kommt. Die Story ist in drei Teile gegliedert und ist durchweg spannend, geheimnisvoll und steckt voller Überraschungen. In diesem Roman liefert der Autor zudem einen völlig authentischen Einblick in die amerikanische Gesellschaft der 40er Jahre. Der Plot ist nicht nur kriminologisch interressant, sondern macht das Buch auch durch den historischen zweiten Teil sowie die Geschichte um die Verbliebenen bzw. das Familiendrama im dritten und letzten Teil sehr lesenswert. 


Obwohl ich Bücher und Filme über Kriege persönlich überhaupt nicht mag, war ich derart gefesselt von den realitätsnahen Ausführungen des Autors über Bannings Kriegserinnerungen, dass ich das Buch während der Lesephase des zweiten Teils überhaupt nicht mehr aus der Hand legen konnte. So habe ich nicht nur historisch etwas dazu gelernt - den Todesmarsch von Bataan kannte ich im Einzelnen nicht wirklich -, sondern wurde äußerst lebensnah an die Gefühls- und Gedankenwelt der Hauptfigur herangeführt und hatte damit die Möglichkeit, sehr durchleuchtend hinter die Fassade eines Mörders zu blicken.


Dieses Buch hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und hat mir noch einmal deutlich gemacht, wieso Grisham so beliebt ist.



Fazit:
John Grisham hat hier wieder einmal aus einer einfachen Justizgeschichte ein spannendes Werk geschaffen, das dem Leser nicht nur historisch wertvolle Einblicke beschert, sondern auch die gesellschaftlichen Gegebenheiten der amerikanischen Lebenskultur in den 40er Jahren vor Augen führt. Absolut lesenswert!

Veröffentlicht am 18.03.2019

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt

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1946, der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Pete Banning, hochdekorierter Kriegsveteran und angesehener Baumwollfarmer, ist heimgekehrt nach Clanton in Ford County, Mississippi. Er hat überlebt, nicht nur ...

1946, der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Pete Banning, hochdekorierter Kriegsveteran und angesehener Baumwollfarmer, ist heimgekehrt nach Clanton in Ford County, Mississippi. Er hat überlebt, nicht nur den Krieg sondern auch den Todesmarsch von Bataan. Es ist ein Tag wie jeder andere. Er steht auf, nimmt seine Pistole und geht zu Reverend Bell und erschießt ihn. Er ist sich der Konsequenzen bewusst, die diese Tat für ihn haben wird: Verhaftung, Gefängnis, Prozeß, Verurteilung, Hinrichtung. Alle Versuche seines Anwalts, mildernde Umstände geltend zu machen, blockt Banning ab. Und auch zu seinem Motiv äußert er sich nicht, sondern ergibt sich in sein Schicksal und trägt die Konsequenzen seiner Tat. Dem Schuldspruch der Jury folgt Bannings Tod auf dem elektrischen Stuhl.

Warum? Das ist die Frage, um die der gesamte Roman auf seinen knapp 600 Seiten in seiner Dreiteilung „1. Der Mord“, „2. Der Knochenacker“ und „3. Der Verrat“ kreist. Und das ist über weite Teile sehr ermüdend für den Leser und zieht sich – gefühlt - endlos dahin. Gefüllt werden die Abschnitte 1 und 3 mit relativ nichtssagendem Familienblabla, einzig der Mittelteil, der Bannings Militärvergangenheit beschreibt und sich intensiv mit dem Todesmarsch von Bataan beschäftigt, fällt aus dem Rahmen und hat zumindest ansatzweise mein Interesse geweckt, weil ich darüber absolut nichts wusste.

Das für einen „klassischen“ Südstaaten-Roman typische Thema Segregation wird zwar immer wieder angerissen, kratzt aber leider nur an der Oberfläche, ebenso wie die psychische Erkrankung von Bannings Ehefrau, die deren Einweisung in ein „Irrenhaus“ zur Folge hat.

Wer sich einen spannenden Justizthriller erhofft hat, wird enttäuscht sein. „Das Bekenntnis“ ist von allem etwas: ein bisschen Justiz, garniert mit Historie, etwas Südstaatenflair, Geheimnis und Familie. Nein, dieser Roman von John Grisham konnte mich nicht begeistern und hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Das ergibt gerade noch wohlwollende drei Sterne wegen des Mittelteils über Bataan.