Cover-Bild Der Nachlass
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 14.06.2021
  • ISBN: 9783641251352
Jonas Winner

Der Nachlass

Thriller
Wie weit wirst du gehen?

Hedda Laurent ist gestorben. Die Familie ist in Trauer vereint: Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder Ruben sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen bewältigen. Nur einer kann gewinnen. Doch was ganz harmlos beginnt, droht bald zu eskalieren. Alte Konflikte und Verletzungen reißen wieder auf. Und das Spiel wird gefährlich ...

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2021

Thrillerhighlight

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Der Nachlass von Jonas Winner spielt mitten in Berlin auf einer Insel im Tegeler See.

Die Mutter von vier Kindern stirbt und ihr Erbe beziehungsweise dessen Erlangung hat sie an verschiedene ...

Der Nachlass von Jonas Winner spielt mitten in Berlin auf einer Insel im Tegeler See.

Die Mutter von vier Kindern stirbt und ihr Erbe beziehungsweise dessen Erlangung hat sie an verschiedene Wettbewerbe geknüpft, die immer skurriler werden und irgendwann ist nichts mehr so wie es scheint.



Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet, ich kann sie mir gut vorstellen und finde sie mehr oder minder sympathisch.

Dieser Thriller ist wahnsinnig spannend, von Anfang an bis zum Schluss. Die Kapitel sind kurz, das Leseerlebnis rasant, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Einzig die Zeitsprünge, vor allem die in die Zukunft, welche die Handlung vorausnehmen, fand ich störend und mitunter ziemlich verwirrend.
Aber zum Ende ergibt alles einen Sinn.

Der Nachlass ist für mich ein rundum empfehlenswerter Thriller mit minimalen Einschränkungen.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Düster, beklemmend, hypnotisierend

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Darum geht's:
Hedda Laurent liegt im Sterben und sie möchte ihre Familie noch einmal um sich versammeln. Dem Notar gelingt es sogar den abtrünnigen Sohn Theo ausfindig zu machen, um Hedda ihren letzten ...

Darum geht's:
Hedda Laurent liegt im Sterben und sie möchte ihre Familie noch einmal um sich versammeln. Dem Notar gelingt es sogar den abtrünnigen Sohn Theo ausfindig zu machen, um Hedda ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Als Hedda stirbt kann selbst die gemeinsame Trauer nicht verhindern, dass in der Familie einiges an Unausgesprochenem gärt. Diese angespannte Stimmung wird durch die Testamentseröffnung noch weiter angestachelt. Nur ein Familienmitglied soll das Vermögen von über 70 Millionen Euro erben. Durch einen Wettkampf, der aus 27 Aufgaben besteht, soll entschieden werden, wer der glückliche Erbe sein wird. Die Familie ist ratlos, was die Mutter mit dieser Vorgehensweise bezwecken wollte. Trotzdem lassen sich alle auf das Spiel ein, das erst harmlos beginnt. Die Aufgaben werden aber immer grausamer und schon bald liegen die Nerven blank.

So fand ich's:
Wie weit würde man gehen, um ein beträchtliches Vermögen zu erben? Diese Frage spielt in Jonas Winners Psychothriller „Der Nachlass“ eine zentrale Rolle und bringt so manche Niederträchtigkeiten und Abgründe der menschlichen Seele zum Vorschein.

Zu Beginn wundert man sich in erster Linie darüber, was eine Mutter dazu veranlasst, einen Wettkampf zu veranstalten, um zu entscheiden, wer Universalerbe wird. Gut gefallen hat mir in den ersten Kapiteln, wie der Autor mich als Leser die unterschwelligen Animositäten innerhalb der Familie hat spüren lassen. Es war schnell klar, dass hier einiges im Argen liegt und dass das das Spiel um das Erbe noch zusätzlich auf das Äußerste treiben würde.

Der Erzählstil ist leicht und flüssig und auch die verschiedenen Perspektiven und Zeitsprünge sind gut aufeinander abgestimmt, so dass man jederzeit problemlos der Handlung folgen kann. Ich fand es spannend, aufgrund von Einschüben mehr über die Vergangenheit der Familie zu erfahren. So spitzte sich die Geschichte immer weiter zum Ende hin, sprich zum Höhepunkt, zu.

Am Anfang des Buches findet man einen Stammbaum der Familie. Was ich zuerst als angenehmes Gimmick empfand, entwickelte sich zu einer wahren Hilfe während dem Lesen. Da die Figuren für meinen Geschmack recht flach und blass bleiben, konnte ich sie über längere Zeit auch immer nur schwer zuordnen. Mit der Zeit wurde es - gerade auch mit Hilfe der erwähnten Aufstellung – etwas besser, so dass ich mich mehr auf die Geschichte einlassen konnte.

Aufgrund der härteren und grausamer werdenden Aufgaben wurde es für die Familienmitglieder von Mal zu Mal nervenaufreibender und so auch für mich als Leser immer spannender. Es gab jedoch Aufgaben, bei denen ich mich fragte, ob ich tatsächlich so etwas lesen möchte. Der leichte Schreibstil entwickelte sich langsam zu einer monotonen Erzählstimme, die etwas Hypnotisches hatte. Daher fühlte ich mich wie von einem Magneten angezogen und konnte nicht aufhören zu lesen. Geholfen hat mir dabei sicher auch, dass der Autor bei besonders schaurigen und verstörenden Aufgaben auf zu viele Details und Emotionen verzichtete.

Auch jetzt nach ein paar Tagen bin ich zwiegespalten und ich finde es schwierig, das Buch zu bewerten. Es hat mich gefesselt, zum Teil gar gelähmt. Es gab Punkte, die für mich zu verstörend waren und der Autor packte für meinen Geschmack eine Prise Drama zu viel in die Geschichte rein. Zum Schluss hin hat er jedoch sein ganzes Erzähltalent unter Beweis gestellt, indem er dem Leser eine für mich komplett überraschende Auflösung bietet. Auf diese Erklärung wäre ich im Leben nie gekommen und trotzdem war so alles in sich schlüssig und es blieben keine Fragen offen.

Für mich steckt in diesem Buch alles drin, was einen Psychothriller ausmacht – und sogar ein bisschen mehr. Für zarter besaitete Seelen ist „Der Nachlass“ eher nicht zu empfehlen. Daher hatte auch ich mit einzelnen Szenen ein bisschen zu kämpfen. Überzeugt hat mich jedoch das Talent des Autors eine solch komplexe Geschichte so auszuarbeiten, dass die Handlung stringent bleibt und dennoch nicht langweilig wird. Eine düstere, beklemmende und angstvolle Atmosphäre zu schaffen – ja, das kann Jonas Winner definitiv. Wer sowas mag, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Spannend aber etwas durcheinander

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Beim Nachlass, der im Romantitel gemeint ist, handelt es sich um das Erbe von Hedda Laurent, die etliche Millionen hinterlassen hat. Im Testament ist festgelegt, dass sich Ihr Mann, ihre vier Kinder, deren ...

Beim Nachlass, der im Romantitel gemeint ist, handelt es sich um das Erbe von Hedda Laurent, die etliche Millionen hinterlassen hat. Im Testament ist festgelegt, dass sich Ihr Mann, ihre vier Kinder, deren Partner und Partnerinnen und Heddas Bruder einem Wettbewerb stellen sollen. 27 Aufgaben und Wettbewerbe sind in den Tagen nach dem Tode zu lösen. Wer als Sieger daraus hervor geht, soll alles erben. Die Aufgaben sind zunächst harmlos, werden dann aber immer seltsamer und grausamer. Bis die ganze Situation bei den letzten Aufgaben eskaliert.

Der Plot ist genial und das Buch ist ungeheuer spannend. Die Anzahl der handelnden Personen ist einigermaßen überschaubar. Dabei hilft auch eine Familienübersicht, die dem Roman vorangestellt ist. Die Auflösung zum Schluss äußerst überraschend.

Was ich etwas unangenehm fand, ist die Tatsache, dass Jonas Winner sehr oft in den Erzählebenen hin und her springt. Das passiert nicht nur zwischen den 1960er Jahren und der heutigen Zeit. Das wäre ja sinnvoll, da sich vieles aus der damaligen Zeit auf das Heute auswirkt. Aber auch innerhalb der Jetztzeit springt Winner gern mal unvermittelt vor und zurück. Daraus ergibt sich zum Beispiel die absurde Situation, dass jemand, der am Ende eines Kapitels tot im Garten liegt, im nächsten Kapitel wieder auftritt, als ob nichts passiert wäre.

Eine "geschichtliche" Zusammenfassung am Ende des Romans klärt die Leserin oder den Leser über die Hintergründe auf, die zu dem furiosen Ende führten. Das ist zwar nicht mehr spannend, lässt aber niemanden mit ungelösten Fragen zurück.

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Veröffentlicht am 25.06.2021

Bizarres Ende

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Der Klappentext und die Leseprobe haben mich gleich total begeistert und ich war sehr gespannt, wie das Buch weitergeht. Zu Beginn haben mich die vielen Personen immer mal wieder verwirrt, aber glücklicherweise ...

Der Klappentext und die Leseprobe haben mich gleich total begeistert und ich war sehr gespannt, wie das Buch weitergeht. Zu Beginn haben mich die vielen Personen immer mal wieder verwirrt, aber glücklicherweise gab es am Anfang des Buches einen Stammbaum, zu dem ich öfter geblättert habe und der mir auch wirklich geholfen hat. Mit der Zeit habe ich mir die verwandtschaftlichen Beziehungen aber gut merken können.

Die Idee, die Nachkommen um das Erbe einen Wettkampf auftragen zu lassen, finde ich sehr interessant. Besonder gespannt war ich auf die Aufgaben: wären es eher solche, die - zumindest zu Beginn - die Teambildung anregen oder sollte gleich jeder auf sich gestellt sein? Tatsächlich waren die ersten Aufgaben durchaus harmlos und schienen eher ein Spaß zu sein, aber je weiter das Buch fortschreitet, desto krasser werden auch die Aufgaben...

Ich fand das Buch sehr gut geschrieben, auch die Zeitsprünge in die Vergangenheit passen gut hinein. Das Ende hat mich allerdings maßlos enttäsucht. Tatsächlich hatte ich schon einige Theorien, aber so, wie es dann letztlich kam, fand ich es nicht gut gelöst. Das kam mir eher vor wie "Ups, jetzt fehlt ja noch ein Ende, wie könnte ich das Ganze denn jetzt noch auflösen?" Allerdings sind es nur die letzten paar Seiten, bis dahin ist das Buch wirklich spannend! Deshalb würde ich es trotzdem weiterempfehlen, aber mit der Empfehlung zu niedriger Erwartung, was das Ende angeht.

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Veröffentlicht am 17.06.2021

Spannender Thriller für Menschen mit starken Nerven

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Als Theo die Nachricht erhält, dass seine Mutter Hedda im Sterben liegt, eilt er sofort in die heimische Villa, die idyllisch auf einer Insel im Tegeler See in Berlin, nur per Boot zu erreichen. Hier treffen ...

Als Theo die Nachricht erhält, dass seine Mutter Hedda im Sterben liegt, eilt er sofort in die heimische Villa, die idyllisch auf einer Insel im Tegeler See in Berlin, nur per Boot zu erreichen. Hier treffen sie nach Jahren wieder zusammen: Heddas Mann, ihr Zwillingsbruder, ihre 4 Kinder samt Partnern und eigenen Kindern. Kaum ist Hedda mit Hilfe ihres Arztes entschlafen, wird das Testament eröffnet: es geht um einen Wert von ca. 75 Millionen €. Doch wer gewinnen will, muss zunächst einen Wettkampf mit 27 Runden gewinnen. Was harmlos mit einem Wettlauf beginnt, verwandelt sich innerhalb der kommenden 4 Tage zu einem Spiel auf Leben und Tod.

Das in der Familie Laurent nicht alles ist, wie es scheint, ist schnell klar. Und die Aufklärung kommt in verschiedene Rückblenden scheibchenweise. Das ist durch die vielen Personen und die heftigen Zeitsprünge manchmal verwirrend, aber immer spannend. Der Schluss kam für mich zwar nicht unerwartet, aber doch überraschend. Aber Achtung: das ist nichts für schwache Nerven, denn her geht es wirklich zur Sache und ist stellenweise sehr grausam und blutrünstig.

Mein Fazit: Ein spannender Thriller für alle, die es heftig lieben.

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